Vitamin Bewertung

aus Amerika:

In Amerika gibt es für die Benotung z.B. in der Schule nicht Noten von 1 bis 6 sondern von A bis F.  Wobei A das Beste ist – entsprechend einer „1“ in Deutschland, respektive einer „6“ in der Schweiz. (Ja, das ist genau umgekehrt, verwirrend, ich weiss.)

Telefon an eine Apotheke.

Kunde: „Können sie mir sagen, was für eine Bewertung das Vitamin hat, das ich gekauft habe?“

Der Apotheker am Telefon denkt, er will wissen, wie die Qualität des Produktes ist – die je nach Hersteller unterschiedlich sein kann – und fragt ihn, was auf der Packung steht.

Kunde: „Es steht drauf „Firma XY, Vitamin C“

Apotheker: „Ok, diese Firma benutzt nur hochwertiges Material für ihre Vitamine.“

Kunde: „Aber warum haben sie dann nur eine „C“ Bewertung?“

Apotheker: „Was?“

Kunde: „Es steht drauf Vitamin C. Wenn es nur ein C bekommen hat, kann es aber nicht so gut sein wie sie sagen, sonst würde doch draufstehen Vitamin A.“

Apotheker: „Sir, die Buchstaben bedeuten nicht eine Bewertung.“

Kunde: „Nun von dieser Firma kaufe ich sicher nichts mehr.“

Apotheker: „Sie können ja sonst die Firma direkt anrufen und fragen.“

Kunde: „Lügen Sie mich nicht an!“

Dazu fällt mir eigentlich nur ein: „Setzen, Sechs!“ :-)

Geschlechterspezifische Packungen?

Kunde in der Apotheke: „Ein Fieberzäpfchen für ein 7kg schweres Kind, bitte.“

Ich bringe ihm das Dafalgan – die Packung ist hübsch … rosa.

Kunde: „Ah, nein. Es ist ein Junge, haben sie nicht etwas anderes?“

Pharmama: „In dem Fall das BenURon – das ist hellblau?“

Kunde: Das ist gut!“

Wie er will – da ist dasselbe drin und Hauptsache er ist zufrieden … aber … warum?

Apotheken in aller Welt, 38: Trier, Deutschland

Janett aus Berlin schreibt:

ich habe heute erst deinen Blog entdeckt und finde ihn einfach schön. Bei dem Aufruf zu den Apothekenfotos musste ich gleich an unseren Trier-Besuch im vorigen Jahr denken. Ich habe dort die Löwen-Apotheke fotografiert. Diese soll wohl die älteste Apotheke Deutschlands sein. Da meine Tante auch mal als Apothekerin gearbeitet hat, musste ich diese schöne Apotheke für sie aufnehmen.

Und was für ein schöner Eingang!  Laut Google ist sie 1241 erstmals urkundlich erwähnt.

Update April ’11

Frau Fluchten schickt uns noch mehr Fotos:

gestern habe ich endlich geschafft, was ich schon lange mal vorhatte – Dir die Löwen-Apotheke in Trier abzulichten. Sie ist die älteste Apotheke Deutschlands und darüber hinaus ganz nett anzuschauen. Da sie überaus zentral am Marktplatz (von der ebenfalls ältesten Stadt Deutschlands) steht, landet sie täglich in unzähligen Kameras – nun endlich auch in meiner ;-)

Was? Wieso ist das noch nicht bereit?

Ein Rezept wird gefaxt, beim ausführen treten jedoch ein paar Fragen auf, so dass es noch nicht fertig ist, als die Frau des Patienten es abholen will.

Ruft sie aus: „Warum ist es noch nicht bereit? Jetzt haben wir es extra faxen lassen, damit sie das Vorbereiten kommen und ich es nur noch abzuholen brauche. Was ist so schwierig daran, ein paar Packungen aus den Schubladen zu holen??!“

Pharmama: „Auf dem Rezept sind 3 Medikamente. Laut meinem Dossier über ihren Mann und den Fragen, die wir ihm bei dessen Eröffnung gestellt haben, ist er möglicherweise allergisch auf den Wirkstoff eines dieser Medikamente.“

Wir fragen nochmals nach und auch die Frau bestätigt, dass er schon einmal reagiert hat.

Frau: „Oh, könnte es daran liegen, dass er seit einigen Tagen so einen juckenden Ausschlag hat am Körper?“

Pharmama: „Ja, definitiv, er soll sofort aufhören damit und nochmals mit dem Arzt Kontakt aufnehmen für einen Ersatz.“

Aber erst motzen, weil es nicht schnell genug geht.

Hmmpf.

Apotheken in aller Welt, 106: Basel, Schweiz

Von Blogleser Bert:

bei einem kurzem Aufenthalt in Basel habe ich eine von aussen klein wirkende, aber bunt dekorierte Apotheke gesehen. Der Name verrät auch, wo in Basel sie zu finden ist.
Die Fotos sind leider nicht besonders gut, Nieselwetter und Handykamera sind keine glückliche Kombination, vielleicht kannst Du ja trotzdem etwas damit anfangen.


Klar kann ich :-)

Ominöses Bild übrigens: ein in schwarz gekleideter Sportler (?) mit der Nummer 13 vornedran und über der Apotheke im Fenster ein Skelett?

Ein zweifelhaftes Rezept

In unserer Apotheke sind wir inzwischen so weit, dass wir bei Rezepten für starke Schlaf- und Beruhigungsmittel die der Kunde (der noch nie bei uns war) selbst bezahlt, erst mal den Arzt anrufen und nachfragen. Warum? Es sind einige Fälschungen im Umlauf.

Nun kommt an einem Freitag am Morgen diese junge Frau mit einem Rezept für Rohypnol, das ist ein starkes Schlafmittel – das sie selbst bezahlen will. Sie war auch noch nie bei uns vorher.

Ich gehe also erst mal zum Telefon und rufe den Arzt an. Es ist eine Gemeinschaftspraxis – und die Patientin nicht bekannt in der Praxis. … Kein Dossier und trotzdem ein Rezept von der Praxis? Der Arzt empfiehlt mir darum dringend, das Rezept nicht auszuführen. Er würde sogar so weit gehen und die Person anzeigen.

Ich komme also zurück zur Kundin und konfrontiere sie damit.

Sagt sie: „Aber meine Mutter ist die andere Ärztin. Die hat mir das Rezept ausgestellt. Sie ist aber nicht in der Praxis, sondern auf einer Konferenz in Paris … und darum nicht erreichbar.“

Blick auf das Rezept: „Aber das Rezept ist von heute datiert!“

Frau: „Ja, sie … hat es mir gestern geschrieben.“

Ich: „Tut mir leid, aber das ist alles ein bisschen seltsam. Ich kann das Rezept so nicht ausführen und ich muss es behalten, weil ich denke, es wurde verfälscht.“

Die Patientin stürmt ärgerlich aus der Apotheke.

Ein paar Tage später bekomme ich tatsächlich ein Telefon von der Ärztin.

Ärztin: „Was soll das? Meine Tochter hat gesagt, sie hätten ihr die Medikamente verweigert.“

Ich erkläre ihr die Situation:  gerne missbrauchtes Medi, Barzahler, Patientin bei uns nicht bekannt, Patientin in der Arztpraxis nicht bekannt, Ärztin nicht erreichbar und Datum vom Abgabetag … an dem die Ärztin im Ausland weilt? …

Die Ärztin ist tatsächlich einsichtig, bittet mich aber das Rezept auszuführen.

In dem Fall, wo ich es jetzt verifizieren konnte: klar.

Trotzdem gefällt mir die ganze Situation nicht. Man hängt in so einem Fall zwischen den Fronten: einerseits sollte man ein (nötiges) Medikament abgeben, andererseits Missbrauch entgegentreten …Was haltet ihr davon?