Die Geschmäcker sind verschieden

Ich selber mag Tabletten viiiiel lieber als die flüssigen Medikamente. Ein Grund dafür ist sicher der Geschmack.

Ich erinnere mich noch gut an früher, als ich Hustensaft nehmen musste.

Ich hasste ihn.

Lieber hustete ich den ganzen Tag (und die Nacht) als das Zeug zu schlucken.

Meine Eltern waren natürlich nicht der gleichen Meinung –  was sicher auch daran lag, dass sie gerne mal etwas geschlafen hätten – statt mir und meinem Husten zuzuhören.

So jagte mich meine Mama mehr als einmal mit dem Löffel Saft um den Wohnzimmertisch herum.

Noch heute mag ich den Geschmack von manchen Arzneimitteln nicht sehr, auch wenn es da Verbesserungen gegeben hat. Einmal ist mir ein Hustensirup in der Apotheke heruntergefallen. Das war ein Retro-Flash, Brrrrr! Famel – den gibt’s inzwischen nicht mehr. Das Zeug war eklig.

Darum frage ich auch im Normalfall nach, wenn eine erwachsene Person nach einem Sirup verlangt: „Soll es wirklich ein Sirup sein? Da gäbe es noch langwirkende Kapseln oder ersatzweise Tropfen….“

 

Mögt ihr Arzneimittelsirupe?

Wann hattet Ihr das letzte Mal einen und nach was hat das geschmeckt?

Die Leute machen sich selbst was vor …

Da ist der 3-Päckchen-am-Tag-Raucher, der mir erklärt, er habe angefangen jeden Abend ein Glas Rotwein zu trinken, weil er gelesen habe, dass das gut sei für die Gefässe.

Da ist die schwer (!) übergewichtige Frau, die mir sagt, sie mache sich alle paar Monate einen Einlauf, „um ihr System zu reinigen“.

Da ist der Drogenabhängige, der mich nach einem Ernährungsberater fragt, weil er sich Sorgen um sein Herz macht.

Gut, ich denke, es ist nicht alles ihre Schuld, dass sie so denken. Die heutige Berichterstattung in den Medien hilft der Öffentlichkeit nicht wirklich die relativen Risiken oder den Nutzen verschiedener Aktivitäten zu verstehen.

Da liest man Schlagzeilen wie: „Schokolade hilft beim Gewichthalten“, „Rotwein ist gut für die Gesundheit“, „Darmreinigung ist gut für das Immunsystem“…

Ich möchte das nicht abstreiten, aber … man muss es in Relation setzen.

Wenn Du drei Päckchen Zigaretten am Tag rauchst … wird das Glas Wein nicht wirklich zu Deiner Gesundheit beitragen. Und mehr zu trinken kann auch gegenteilig wirken.

Wenn Du Kokain schnupfst, dann ist der Rest Deiner Diät nicht wirklich beeinflussend auf Deinen Allgemeingesundheit. Das Kokain wird Dein Herz wohl schneller schädigen als fettiges Essen. Ehrlich.

Das gilt auch für die neuen Erkenntnisse über mögliche Behandlungsmethoden die so gerne in den Medien gebracht werden. Die sind oft noch weeiiiit entfernt von der praktischen Durchführung.

Zum Beispiel  „Neue Hoffnung für Migräne Patienten“. Da wird angepriesen, wie leichte Elektroschocks, die via Elektroden am Kopf auf die Hirnfunktion wirken praktisch nebenwirkungsfrei und rasch gegen Migräne helfen. Spannend, ja, aber … bis / falls das kommt, kann es noch dauern.

Ähnliches liest man immer wieder über Krankheiten wie HIV/Aids,Krebs, („So werden Viren zu Krebszellen-Killern“), aber auch Bluthochdruck und Diabetes.

Neue Erkenntnisse sind spannend und gut, man sollte sie aber immer mit Bedacht ansehen.. von der Theorie bis zur Umsetzung ist oft ein langer und steiniger Weg, bei dem viele früh gepriesene Wundermittel und Methoden schon auf der Strecke blieben und von neuen Erkenntnissen überholt oder relativiert wurden.

Dass man sich um seine Gesundheit Gedanken macht, ist auch gut. Die wichtigsten Erkenntnisse dabei sind diese:

  1. Ernähre Dich gesund und abwechslungreich (Stichwort: 5 mal täglich Gemüse und Früchte)
  2. Trink genug (so dass Du keinen Durst hast und der Urin klar und farblos ist)
  3. Bewege Dich genügend (täglich eine halbe Stunde Herzfrequenz hochjagen tut gut)
  4. Halte Dich vor zuviel Sonne fern (und wenn Du rausgehst, benutze einen Sonnenschutz)
  5. Genussmittel und Drogen sind ungesund (und sollten höchstens in Massen genossen werden)
  6. Schlaf genug

Eigentlich all das, was einem der gesunde Menschenverstand schon sagt, oder? Alles andere kann man machen, ist aber  … Luxus.

Generische Kommentare

… die sich für so ziemlich jeden Blog und Blogpost eignen … zum kopieren und weiterverwenden (scheinen anscheinend einige zu denken):

lehrreicher Blogpost. Bereichernd, wenn man sowas auch mal aus einer anderen Perspektive betrachten kann.

Wirklich Nett! Gefaellt mir! Wo ist denn der Facebook-Like-Button?

Lehrreicher Artikel. Bereichernd, wenn man das Thema auch mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten kann

Toller Blogpost! Ich werde da noch mal genauer recherchieren!

Welches ist das Plugin an der Seite ? Das moechte ich auch!

Interessanter neuer Post! Ich werde da noch mal genauer recherchieren!

Netter Post. Bestimt keine schlechte Sache, sich mit der Thematik genauer auseinander zusetzen. Werde sicher weitere Artikel verfolgen.

Der Facebook Gefaellt mir Button wuerde sich gut auf der Seite machen, oder ist er mir entgangen?

Finde ich gut, dass hier oft gepostet wird.

ich MAG Kommentare! Von Kommentaren lebt jeder Blog und das macht das ganze erst wirklich interessant. Aber bei solch unreflektiertem Zeug oben ärgere ich mich einfach nur leicht. Das meiste davon findet sich zum Glück eh sofort und automatisch im Spamordner wieder, wahrscheinlich eben weil die gleichen Phrasen (von den gleichen Spammern) so oft verwendet wurden.

Good riddance.

Sind sie zu stark …

irgendwo gelesen:

1989 nahm die Supermarkt- (und Apotheken-) Kette Walmart in den USA die Mundspülung Listerine aus den Regalen, nachdem eine Frau behauptet hat, sie habe sich damit den Mund verbrannt. Nachdem man sie getestet hat, hat man sie wieder zurückgestellt. Es hat sich herausgestellt, dass das der normale Geschmack von Listerine ist.

:-)

Erinnert irgendwie an die Fishermans Friend Werbung, nicht?

Ich muss zugeben, dass ich weder Fishermans Friend noch Listerine sehr mag. Mir sind die auch zu scharf. Scharfes Essen mag ich zwar, aber nicht Menthol-scharfe Sachen. … Nicht dass ich deshalb einen Produkterückruf auslösen würde.

Es gibt übrigens demnächst eine neue Listerine Mundspülung, speziell für jene, denen das andere zu scharf ist. Meine Pharmaassistentin hat sie getestet. Sie meint: „brennt genauso.“

Tag der offenen Apotheke in Basel

laut einer Berufskollegin aus Basel lohnt es sich morgen Samstag Nachmittag in eine Apotheke zu gehen, jedenfalls, wenn man in Basel oder Umgebung wohnt.

Der Baselstädtische Apothekerverband feiert sein 150 jähriges Jubiläum mit einem Tag der offenen Apotheke.

Dazu gibt es einen Wettbewerb und verschiedene Attraktionen in immerhin 50 der etwa 70 Apotheken in Basel.

Na, das ist doch mal die Gelegenheit, die Apotheke auch von innen zu sehen (und vielleicht für mich zu fotografieren?).