Hat Dein rechter Fuss einen eigenen Willen?

Mal etwas amüsantes für zwischendurch. Versuch das:

Im Sitzen, hebe deinen rechten Fuss etwas an und mache damit kleine Kreise im Uhrzeigersinn. Jetzt, während man die Kreise macht, zeichne mit der rechten Hand die Zahl „6“ in die Luft.

Dein Fuss wird die Richtung in die er kreist wechseln!

Erstaunlich.

Bei dir auch?

Ich verlange Wiedergutmachung!

Eine Kundin bestellt in der Drogerie Stoff-Farben –  zum Kleider färben. Sie gibt bei der Bestellung an, welche Nummer sie gerne hätte. Sie kauft gleich etwa 7 Packungen – offenbar braucht sie es zum färben von Kostümen für eine Aufführung.

Ein paar Tage, nachdem sie sie gekauft hat, bekommen wir einen sehr verärgerten Anruf von ihr.

Frau: „Sie haben mir die falsche Farbe verkauft! Das ist nicht das, was ich bestellt habe!“

Offenbar wollte sie grün-blau, jetzt hat sie grau-grün.

Frau: „Wegen Ihnen habe ich die ganzen 10 Kostüme verfärbt! Das war Stunden an Arbeit – und jetzt muss ich es entfärben und es dann nochmals färben! Falls das überhaupt geht!“

Drogistin: „Oh, das ist aber unglücklich. Haben sie denn nach einem nicht gesehen, dass es die falsche Farbe ist?“

Frau: „Ich dachte, die ändert noch an der Luft!“

Drogistin: „Aber auf der Packung ist die End-Farbe ja auch aufgedruckt …“

Frau: „Darauf habe ich nicht geschaut! Ich habe darauf vertraut, dass sie mir die richtige Farbe liefern. So wie ich sie bestellt habe!“

– Die Angestellte die die Bestellung entgegen genommen hat ist sich ziemlich sicher, dass die Kundin, genau diese Nummer (und damit Farbe) gesagt hat. Das weiss die Drogistin bei dem Anruf aber noch nicht.

Frau: „Ich verlange von ihnen, dass sie mir den Entfärber bezahlen, dass sie mir die falsch bestellten Farben gratis ersetzen …und das Salz, das man braucht … und für meine Arbeit, die ich mit all dem habe, möchte ich auch etwas von Ihnen! “

Drogistin: „Das tut mir wirklich leid, dass das passiert ist, aber .. ich muss das zuerst abklären.“

Kurz und gut, die Frau verlangt – und das danach auch noch schriftlich (und ausführlich) etwa 600 Franken an Ware und Wiedergutmachungsgeld – oder sollte ich das Aufwandsentschädigung nennen?

Die Farbboxen waren etwa 80 Franken wert …

Sie ist … das erschwert das Ganze vielleicht noch etwas – Stammkundin bei uns.

Die Drogistin klärt das ab und schreibt einen wirklich freundlichen Brief zurück, in dem sie erklärt, dass es uns leid tut, was passiert ist, ihr zu ihrem schönen Hobby gratuliert und schreibt, dass wir aber, da es nicht eruierbar sei, wessen Fehler die falsche Farbbestellung ist, wir nur die Farben ersetzen könnten, sie aber noch einen Gutschein über 20 Franken bekäme, für ihren Aufwand.

Darauf gibt es einen wirklich bösen Brief und Drohungen durch die Kundin retour. Darin schreibt sie, dass sie überall herumerzählen würde, wie unzuverlässig wir seien… wenn sie nicht mindestens 300 Franken bekäme.

So was meint ihr? Was tut man da?

Wochenende!

Zu Versuchen am Freitag um 10 vor 5 Uhr einen Arzt per Telefon zu erreichen … das ist so ähnlich, wie wenn man das Licht im Hotelzimmer anmacht und versucht die davoneilende Kakerlake zu erwischen!

Praktisch unmöglich.

Wochenende!

(P.S. ich entschuldige mich bei allen hart arbeitenden Ärzten für den bösen Vergleich. Aber .. manchmal ist das so.)

zum Thema verschwindende Kakerlaken:

Apotheken aus aller Welt, 263: Osnabrück, Deutschland

Danke vielmals Kay, für diese Bilder!:

Wenn ich richtig sehe, hast Du die Hirschapotheke in Osnabrück noch nicht. In dem Gebäude begann Rudolph Brandes (vielleicht ein Begriff, ich weiß nicht, wie relevant die Geschichte des Deutschen Apothekerverbandes in der Schweiz ist) quasi seine Karriere.
Hier gibt es noch ein paar Infos: http://osnabrueck.alte-werte.de/index.php?set=61&bild_osnabrueck_alte_werte=78

Auf der verlinkten Seite steht: „In dem herrlichen klassizistischen Gebäude von 1797/98 ist die älteste Apotheke der Stadt Osnabrück, die 1545 gegründete Hirschapotheke untergebracht.“

Rudolph Brandes sagte mir bisher noch nichts – aber das war  noch interessant, wenn jemand das nachlesen will: http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolph_Brandes

 

Geschlechterspezifische Medikamente (2)

Kunde:  „Ist das ein Schmerzmittel für Frauen oder für Männer?“

Das besagte Medikament wird als Frauen-Schmerzmittel vermarktet, speziell gegen Periodenschmerzen  (sieht man auch etwas an dem Dreieck hinter dem Namen), aber es enthält auch „nur“ Ibuprofen in der gleichen Dosierung wie andere Schmerzmittel auch. 200mg in dem Fall. Neu gibt es die auch als 400mg (forte) – von denen ich aber keine Packung gefunden habe – die wären nämlich noch deutlicher: die Packung ist grell-rosa.

Eigentlich ist die Frage aber nicht so daneben.

In der Zukunft wird es geschlechterspezifische Medikamente geben, aber so weit sind wir noch nicht ganz.

Man weiss, dass es deutliche Unterschiede gibt im Stoffwechsel von Frauen und Männern. Man weiss, dass sich manche Krankheiten bei Frauen anders äussern als bei Männern – man denke nur an den Herzinfarkt mit den häufiger atypischen Symptomen – aber auch dem selteneren Auftreten. Auch haben Medikamente teilweise unterschiedliche Wirkungen (Blutdruck- und Schmerzmittel) und man weiss, dass manche Medikamente bei Frauen anders dosiert werden müssen als bei Männern (z.Bsp Psychopharmaka).

Ursprünglich wurden die Medikamente hauptsächlich an (jungen, gesunden) Männern getestet – und Frauen sind halt keine „klein geratenen Männer“. Frauen im gebärfähigen Alter waren ausgeschlossen von Studien, weil man negative Folgen fürchtete, wenn sie während den Studien schwanger würden. Das Risiko ist da – trotzdem steht seit 1993 die Aufforderung, dass bei der Arzneimittelentwicklung Patienten beiderlei Geschlechts einzubeziehen sind und sowohl bei der Wirksamkeit als auch Unbedenklichkeit nach signifikanten Unterschieden zwischen Frauen und Männern zu suchen ist.

Seitdem vergrössert sich das Wissen über geschlechterspezifische Medikamente, aber es ist noch viel zu tun in diesem Bereich.

Und dann sicher auch noch in der Öffentlichkeitsarbeit, sonst haben wir noch mehr von diesen hier:

https://pharmama.ch/2010/09/16/geschlechterspezifische-medikamente/

Apotheken aus aller Welt, 262: Aš, Tschechien

Besten Dank an Dirk für diese Apotheke

als regelmäßiger Leser des Blogs möchte ich heute ein weiteres Apothekenfoto beisteuern. Die fotografierte Apotheke befindet sich im äußersten Nordwesten der Tschechischen Republik. Die kleine Stadt heißt Aš (deutsch Asch) und hat eine bewegte Geschichte hinter sich: <http://de.wikipedia.org/wiki/A%C5%A1>. Lékárna ist tschechisch für Apotheke ;-) im Fenster steht es noch in Deutsch und Englisch.