*Ring* *ring* *ring?*

Die aufgeregte Kundin wird in der Apotheke etwas lauter, weil ihr telefonisch bestelltes Medikament nicht bereit ist … und niemand etwas darüber findet. Das Medikament nicht, keinen Notiz-zettel mit ihrem Namen, nix.

Pharmama: "Entschuldigen Sie, aber … sind Sie sicher, dass Sie bei uns angerufen haben?"

Frau (empört): "Natürlich!" (zückt ihr Smartphone) "– Es war diese Nummer, warten sie ich rufe sie gleich noch einmal an!"

Sie drückt Wahlwiederholung … wir warten. Bei ihr im Telefon läutet es, bei uns nicht.

Es ist Samstag mittag – wer immer die andere Apotheke war, die hat jetzt zu.

Net-iges

Mit einem Auge auf der Statistik kam ich nicht überhin in den letzten Wochen eine Zunahme von Besuchern auf dem Blog kommend von einem sehr seltsamen "Referrer" zu sehen: redirect-ad-feeds.com/irgendwas

Wenn ich das richtig sehe, ist das sogenannter Referrer-Spam. Das funktioniert so (korrigiert mich, wenn ich falsch liege): Via Virus (oder Trojaner) wird der Computer so umgemodelt, dass bei einer Web-Suche statt der gewünschten Resultate Seiten angezeigt werden, die damit nichts zu tun haben. Diese Seiten bekommen auf einmal einige (mehr) Aufrufe. Wenn diese Seiten jetzt ihre Statistiken öffentlich machen, erzeugt das Backlinks zu der redirect-ad-feeds-Seite – so profitiert sie davon.

Keine Ahnung, warum ich so umgeleitete Besucher bekomme – meine Statistiken sind so nicht zugänglich (Oder?). Es ist aber auch der Grund, warum ich die Seite hier nicht als Link angebe.

Tut mir jedenfalls leid für die Besucher – hauptsächlich aus Amerika.

Liebe Besucher, die hier gar nicht hin wolltet: Euer Computer ist infiziert. Was immer ihr gesucht habt – ihr werdet es hier leider nicht finden. Bitte lasst ein (neues und aktuelles) Virenprogramm – am besten im "Safe-Modus" drüber laufen und entfernt doch das Problem auf Eurem PC!

Dear Visitors (from the USA): if you landed here and did search for something completely different – go check whether your computer might be infected with a program that hijacks your browser and redirects your searches – called "redirect-ad-feeds".  

Lustigerweise habe ich heute morgen einen Anruf bekommen von einem – mit starkem Akzent englisch redenden Herrn, der mich überzeugen wollte, ich hätte ein Problem mit WIndows und sollte doch ein Programm auf meinem PC installieren.

Pharmama: "Aber … ich habe doch gar keinen PC …"

Pffft! Und tschüss!

Du weißt, du bist ein Apotheker, wenn …

Du weißt, du bist ein Apotheker, wenn …

  • Du die Leute danach beurteilst, ob sie Generika akzeptieren oder nicht.
  • Du den Leuten sagst, sie sollen die abgelaufenen Medikamente in ihrer Hausapotheke entsorgen … aber etwa die Hälfte in der eigenen Hausapotheke sind auch schon drüber.
  • Einige Medikamente in der Hausapotheke haben ein X drauf (machen wir auf retournierte Medikamente in der Apotheke drauf)
  • Du schon einmal jemandem nicht gesagt hast, was du beruflich machst, um die unweigerlich folgenden Fragen betreffend ihrer Medikamente (oder der Kosten derselben) zu umgehen.
  • Wenn Du hohe Ansprüche daran stellst, was den perfekten weissen Schurz ausmacht – speziell waschbarkeit und bügelfreiheit, weissheit und die richtige Anzahl Taschen.
  • Überhaupt: Weisse Schürzen. Auch in Deiner Wohnung an ungewöhnlichen Orten.
  • Wenn Du Apotheken im Ausland oder unterwegs als touristische Stopps ansiehst.
  • So praktisch jeder Block und Kugelschreiber, den Du besitzt (oder besessen hast) das Logo einer Pharmafirma oder eines Medikaments darauf hat.
  • Wenn Du einen Film siehst oder ein Buch liest und dich über die inkorrekte Darstellung von Medikamenten nervst. Beispiel: „Sie hat sich vor der Reise gegen Malaria impfen lassen.“ Es gibt keine Impfung gegen Malaria.
  • Du einen Deiner Kunden ausserhalb der Apotheke antriffst, der Dich fast nicht erkennt und sagt: „Sie sehen anders aus in richtiger Kleidung.“

(idee nach http://pharmacychick.com)