Fast.

Frau in der Apotheke: „Ich möchte gerne Tropfen gegen Halsschmerzen.“

Pharmama: „Zum gurgeln?“

Frau: „Nein, zum einnehmen.“

Pharmama: „Hmm, da kenne ich jetzt grad keine. Wissen Sie noch wie es geheissen hat?“

Frau: „Nein, aber es fängt mit einem R an und es ist rotblau gestreift.“

Pharmama: (Beim Schubladenziehen): „Resyl plus?“ 

Frau: "Ja. genau!"

Pharmama: "Das ist nicht gegen Halsschmerzen. Das sind Tropfen gegen trockenen Husten."

Frau: "Ich nehme sie trotzdem."

Pharmama: "…"

echt männliches

Zalando macht einen Fotowettbewerb – ganz im Sinne ihres neuen Werbespots (http://www.zalando.ch/echte-maenner/)

… und da ich eigentlich keinen männlicheren Mann kenne als meinen eigenen, darf er mir heute Modell stehen:

echt männliches

In der Werkstatt natürlich. Mit dreckigen Händen natürlich. Im Arbeitskombi mit Hüftgurt.

… und weil er nicht immer im Kombi mit Hüftgurt herumlaufen kann (auch wenn er das manchmal gerne würde), hoffe ich natürlich, dass ich gewinne.

Jaja – heisst …

Mann in der Apotheke zu meiner Pharmaassistentin (PA): "Einmal Aspirin und Bexin Tabletten!"

PA: "Ist es für sie selber?"

Mann: "Für meine Frau."

PA: "Ist sie vielleicht schwanger?"

Mann: "Nein, aber sie stillt."

PA: "Dann sollte sie aber kein Aspirin nehmen – und Bexin ist auch …"

Mann: "Ach, das macht nichts, geben sie es mir einfach!"

PA: "Wirklich, das ist nicht gut für das Baby."

Mann: "Jaja"

(Laut Werner heisst das ja: ieckmichdocham… und genauso hat sich das von ihm auch angehört).

Mann (lässt sie nichts weiter sagen): "Ich bin von der Spitex, bekomme ich hier Prozente?"

(Das ist die Hauspflegehilfe hier).

PA: "Tut mir leid, nein."

Der Mann dreht sich wortlos um und zieht aus der Apotheke.

Die PA war noch fast froh, hat das doch weitere Diskussionen wegen dem Aspirin und Bexin in der Stillzeit erspart. Das ist nämlich Kontrainduziert (lies: das sollte man wirklich, wirklich nicht nehmen) und sie hat sich schon gefragt, ob sie die Abgabe verweigern sollte, wenn er doch so deutlich sagt, dass es für die stillende Frau ist.

Und der ist bei der Spitex? Brrrr.

Die machen ja einiges medizinisches in der Ausbildung, allerdings bestätigt mich diese Begegnung einmal mehr, dass es mit dem Wissen um Medikamente dabei nicht allzu weit her ist. Und sozialkompetenz? Spreche ich dem hier auch ab.

Der Kinderdok hat geschrieben: Babyrotz und Elternschiss

babyrotz

… und ich durfte das Buch gratis lesen. Dafür ganz herzlichen Dank lieber Kinderdok – und auch an dein PR-Team, das es mir zukommen liess.

Was kann ich dazu sagen? Optimal wäre es gewesen, wenn ich dieses Buch hätte lesen können, bevor ich meinen Junior bekommen habe – aber da wir die Zeit nicht zurückdrehen können … man nimmt, was man bekommt – und es ist auch jetzt noch gut.

 

Babyrotz und Elternschiss. Etwas seltsamer Titel, aber ich habe mich in einer knappen Woche durchgelesen – was nicht nur an meinem Lesetempo, sondern auch daran liegt, dass man es kaum aus der Hand legen kann. Der Einband ist im übrigen schon optisch „vorgeschädigt“, so dass ich auch keinerlei Bedenken hatte das Buch überallhin mitzunehmen – selbst zu Juniors Turnstunde. Lese ich es halt auch hier.

 

Es ist ein tolles Buch. Professionell und gewohnt einfühlsam führt uns der Kinderdok durch die Wirren und Begegnungen in seiner Praxis und die verschiedenen Vorsorgeuntersuchungen – und so ganz nebenbei bekommt man Tipps zur Kindererziehung und Erklärungen zum Kinderverhalten. Es ist die perfekte Balance zwischen Unterhaltung und Einsicht und plädiert für etwas mehr Gelassenheit bei den Eltern – ein Buch, das ich jeder frischen Mama und jedem Papa empfehlen kann – nicht nur denen in Deutschland. Auch wenn bei uns Organisationsmässig ein paar Dinge unterschiedlich sind – und wir hier keine Privatpatienten haben …

 

Einzig: Lieber Kinderdok – Stephenie Meyers zitieren? Beim Thema Blutabnahmen? Ich weiss noch nicht, ob ich das als fauxpas oder als absichtliche Pointe sehen will. :-)

Und zum Nachklapp kann ich nur sagen: Ich glaub Dir. Ganz ehrlich.

 

Also: Kaufempfehlung! *****

You shall not Pass(port)?

Die Pässe sind zurück!

*Erleichtert aufseufz*

Selten war ich so froh, diese roten Heftchen wieder zu sehen.

Warum waren sie überhaupt weg? Weil wir für unsere Sommerferien ein Visum brauchten.

Das ist unglaublich aufwändig, braucht es doch für jeden von uns je ein ausgefülltes 2 Seitiges Formular, neueres Passfoto, Beleg für die Flüge, Beleg für die Bezahlung der Visas (Ja, im Voraus), Pass: noch länger als 6 Monate gültig und mit mindestens 3 freien Seiten – und dann muss das ganze geschickt werden. Eingeschrieben. Und ein Rückantwort-Couvert beigelegt. Auch frankiert für eingeschrieben.

Aber ich habe all das gemacht. Und dann gewartet.

Dann war nach einer Woche der gelbe Zettel im Briefkasten, dass wir offenbar die Auslieferung des eingeschriebenen Briefes verpasst haben und ihn auf der Post abholen dürfen.

Wer denkt, das sei jetzt alles, irrt.

Denn am Mittag bekomme ich ein Telefon. In englisch. Von der Botschaft.

„Hallo, Frau Pharmama?“

„Ja?“

„Sie haben uns ihre Pässe geschickt wegen den Visa.“

„Ja?“

„Es ist etwas passiert. „

„Oh?!“

„Ich habe ihre Pässe hier vor mir …“

„Aber ich habe ein Päckchen …“

„Ja, deswegen rufe ich an. Im Päckchen sind nicht ihre Pässe, sondern die von jemandem anderen.“

„Oh – nein.“

„Ja, und wir wären froh, wenn sie uns die wieder zurückschicken könnten.“

„Oh – natürlich.“

„Danke vielmals. Auf Wiedersehen!“

Darauf habe ich mir überlegt, was ich am besten mache, denn: wenn ich das Päckchen annehme, dann zahle ich für’s zurückschicken wieder die 7 Franken – und ehrlich, ich finde ich sollte für deren Fehler nicht auch noch zahlen müssen. Also habe ich das Problem in der Post erklärt und dass ich das Päckchen refüsiere. Dann müssen sie es zurückschicken (Absender Botschaft war drauf, davon habe ich mich überzeugt).

Und dann habe ich ein paar Tage gebibbert, ob sie es mir jetzt wirklich zurückschicken … oder darauf warten, dass ich ihnen noch ein frankiertes Couvert dafür schicke …