Gewichtiges

Gestern habe ich einen Antibiotikum-Sirup für ein 10 jähriges Kind abgegeben, das war schwerer als ich !

Ich wollte es erst nicht glauben, als die Mutter gesagt hat, er wiege 70 kg. (Anwesend war es nicht).

Ich muss nach dem Körpergewicht fragen um die Dosierung zu kontrollieren – und die war doch eher ungewöhnlich für das Alter.

Apotheken aus aller Welt, 426: Diana Beach, Kenya

Nachdem ich es in der Landapotheke in Kenya ja nicht geschafft habe, mir ein Schmerzmittel zu besorgen, dachte, ich ich versuche es noch einmal bei unserem Aufenthalt am Diana Beach.

Es hat dort ein grösseres Einkaufszentrum, das auch von den Safariveranstaltern zur Ausrüstung benutzt wird. Direkt aussendran hat es die Apotheke:

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Die sieht doch ganz ordentlich aus. Also bin ich rein.

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Sauber, aufgeräumt, freundliches Personal: eine jüngere Dame, die mir dann am Schluss noch erlaubt hat die obigen Fotos zu schiessen. Und wesentlich mehr Auswahl als die Landapotheke.

Also habe ich auch hier nach einem Schmerzmittel gefragt.

Und war positiv überrascht, erst mal ein paar Gegenfragen zu hören: Ob es für mich selber sei? Wie die Kopfschmerzen denn sind? Ich habe ihr dann meine gelegentliche Migräne beschrieben, worauf sie mir das auch korrekt als migräneartige Kopfschmerzen diagnostizierte und Tabletten mit Ibuprofen und Codein empfahl. Samt der üblichen Dosierung und der Warnung, sie nicht regelmässig zu nehmen. (Super!)

Ich habe die Tabletten gekauft. Der Preis war unseren heimischen allerdings ebenbürtig, die Tabletten selber wurden offenbar in England hergestellt, waren verschweisst und ja, sie wirken. (Die Kombi mit Codein ist bei uns allerdings rezeptpflichtig).

Fazit Eine gute Apotheke. In Kenya,

Da bin ich doch froh, habe ich nicht auf die im Hotel gehört, die haben mir nämlich die andere Apotheke am Diana Beach empfohlen, da: „There works a doctor. In the one at the Nakumat there is only a nurse.“

Das wäre dann die da gewesen:

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Ich fand einfach deren Buhlen um Touristen mit Werbung für Bodybuilder-Bedarf (etcetera) abschreckend.

Fast dasselbe!

Die Patientin mit einer Krankenkasse, bei der sie gleich in der Apotheke bezahlen muss und der ich das Generikum empfohlen habe:

"Das Generikum kostet 64 Franken? Das ist ja fast dasselbe, was ich für das Original bezahlt habe."

Na ja, es gibt heute Medikamente, wo der Preis vom Original so heruntergekommen … aber bei dem hier glaube ich das eigentlich nicht.

Ich schaue nach. Das Original kostet 105 Franken.

"Sehen Sie?" Sagt die Patientin: "Fast dasselbe!"

Wenn Sie meinen …

Ja was jetzt?

20 Minuten am Telefon- die bekomme ich nie mehr zurück.

Die Spitex (die Hauspflege) richtet die Medikamente für die Patientin. Die Medikamente bekommt die Spitex von uns direkt zur Patientin geliefert. Wie schon irgendwo erwähnt, halten wir alle Abgaben fest – und auch was wann wohin geliefert wurde. Ach ja – und auch die Dosierungen …

Telefon am frühen morgen:

Spitex (in dem Fall eine Frau um die 40): "Wir bräuchten noch eine neue Packung von den AAA, die gehen aus … könnten sie die uns schon diesen Freitag liefern?"

Pharmama: "Okay, aber … ich sehe, Sie haben erst vor 2 Wochen schon eine Packung zu 60 Stück bekommen. Hat die Dosis gewechselt?"

Spitex: "Moment … ja, Sie haben das angeschrieben mit 2 Kapseln einmal täglich, aber es ist jetzt 1 Kapsel 2 x täglich."

Pharmama: "Okay – aber das sind trotzdem nur 2 Kapseln pro Tag. Sie sollten eigentlich noch fast 30 Stück haben."

Spitex: "Ja, aber sie sind runtergefallen."

Aha!

Pharmama: "Alle 30? Und kaputt?"

Spitex: "Nein – wir haben nicht mehr genug weil die Dosierung auf 2 x täglich gewechselt hat."

Das stimmt immer noch nicht.

Pharmama: "Und Sie geben der Patientin 2 x täglich je 1 Kapsel oder 2 x täglich je 2 Kapseln?"

Spitex: "Nur eine Kapsel 2 x täglich. Aber die Dosierungsetikette sagt 2 Kapseln einmal täglich."

Pharmama: "Dann haben wir immer noch die Frage – warum die Kapseln jetzt schon ausgehen. Wir haben ihnen eine Menge geschickt, die für 1 Monat reichen sollte …"

Ich habe es dann aufgegeben ihr das vorzurechnen und die Kapseln geschickt. Wahrscheinlich sind da doch mehr verloren- (oder kaputt-)gegangen, als sie zugeben wollte.