„Ich möchte gerne die Sportcreme, die es im Migros zu kaufen gibt“
:-(
„Ich dachte, die hätten Sie“.
*Migros = Supermarkt
zu lesen einmal täglich
„Ich möchte gerne die Sportcreme, die es im Migros zu kaufen gibt“
:-(
„Ich dachte, die hätten Sie“.
*Migros = Supermarkt
Der Termin mit dem Bankangestellten ist vorüber. Danke an alle für’s Daumendrücken.
Wie ist es gelaufen? Okay, würde ich sagen. Einfach war es nicht. Fast abgestellt hat es mir, als er mir vorgerechnet hat, dass ich, um mir das leisten zu können im Jahr etwa 135’000 Franken verdienen müsste. (!!)
Das mache ich nicht. Das mache ich nicht mal, wenn wir das Einkommen meines (selbständigen) Mannes dazuzählen. (Das mal an diejenigen, die denken, als Apotheker verdient man ja sooo gut). Also ging es zum nächsten Schritt: Sicherheiten und Ersparnisse. Mit dem war es dann genug, so dass wir gute Chancen haben, dass auch der Chef der Bank – der das noch absegnen muss – zusagt.
Interessant fand ich dann noch die zwei Blätter, die ich unterschreiben musste betreffend FATCA. Nein, ich bin weder amerikanischer Bürger, besitze keinen amerikanischen Pass, auch keine Greencard, habe in den letzten 2 Jahren nicht mehr als 100 Tage in den USA verbracht … der Banker war direkt erleichtert, dass das alles nicht der Fall war – denn ansonsten wäre das mit der Hypothek auch flach gefallen.
Worum geht das? Mit dem FATCA („Foreign Account Tax Compliance Act“) verpflichten die USA ausländische Banken dazu, Konten von US-Kunden ihren Steuerbehörden zu melden. Denn die sollen in den USA Steuern zahlen.
Das ist noch gemein, denn manche hier wissen offenbar gar nicht, dass sie „US-Kunden“ sind. Zum Beispiel manch Angestellter einer amerikanischen Firma – so wie Johnson &Johnson. Die haben einen amerikanischen Arbeitsvertrag und bekommen Aktien der Firma … und damit werden sie auch in Amerika steuerpflichtig(!) Und wenn sie das nicht zahlen bekommt die Bank bei der sie sind auch Probleme – und das versuchen die (vor allem nach den hohen Strafen in den letzten Jahren) zu vermeiden. Darum dürften diese Kunden auch jetzt ziemlich Probleme haben eine Hypothek zu bekommen …
Wow.
Aus der Sparte: interessante Gerichtsfälle um die Apotheke hier einer aus den USA letztes Jahr:
In Florida wurde eine Apotheke verklagt, weil sie einem Mann geholfen haben soll, seiner Freundin eine Abtreibungspille unterzuschieben.
Remee Lee (26) hatte seit etwa 7 Jahren eine on/off Beziehung mit John Andrew Welden (28), einem Medizin-Studenten, als sie von ihm schwanger wurde. Sie war damit glücklich – er … nicht.
Also ersann er einen ziemlich fiesen Plan, um dem gegenzuwirken.
Weil Remee keine Krankenversicherung hatte, brachte er sie dazu, zu seinem Vater, der Gynäkologe ist, in Behandlung zu gehen. Dann überzeugte er sie, dass sie eine bakterielle Infektion habe und dafür ein Rezept ausgestellt bekommen hat.
Tatsächlich hat er das Rezept selber mittels einem gestohlenem Rezeptblatt vom Vater gefälscht. Aber nicht für ein Antibiotikum, sondern für Cytotec (Misoprostol). Ein Mittel, das gegen Magen- und Darmgeschwüre verwendet wird … aber auch in der Gynäkologie: zur Weheneinleitung, bei Blutungskomplikationen nach der Geburt und (sein Ziel) für Schwangerschaftsabbrüche.
Von den Tabletten entfernte er sorgfältig jede identifizierende Markierung, bevor er sie wieder in die Tablettendose füllte … die sind in Amerika ja lose drin.
Jetzt brauchte er nur noch eine Etikette für die Tablettendose, auf der nicht draufstand, was es wirklich ist.
Anfangs hiess es noch, er habe jemanden innerhalb der Apotheke gehabt, der ihn darin wissentlich unterstützt habe. Tatsächlich aber ist er wohl hingegangen und hat einem Apothekenmitarbeiter erklärt, er komme von der Praxis seines Vaters (für den er auch arbeitete), dessen Etikettendrucker sei defekt und er brauche deshalbe eine Etikette für … Amoxicillin, auf den Patientennamen Remee Lee.
Seine Freundin nahm die Tabletten und erlitt zwei Tage darauf eine Fehlgeburt – in der 6. Schwangerschaftswoche.
Weil Lee misstrauisch war, kam das mit dem Tablettentausch dann heraus. Aber sie verklagte neben ihrem Freund (der sich schuldig bekannte) auch gleich noch die Apotheke. Die hätte ihre Sorgfaltspflicht verletzt und die Rezept-Fälschung nicht erkannt. Und dann hätte jemand internes Andrew Welden geholfen und dabei gewusst, was er/sie tat.
Welden hat sich schuldig bekannt und verschwindet jetzt wohl für einige Jahre hinter Gittern – und ich hoffe, dass er auch danach nicht mehr im medizinischen Bereich tätig sein wird. Was mit der Anklage gegen die Apotheke passiert ist, habe ich nicht gefunden. Ich hoffe, das wurde fallengelassen.
Quellen: http://usnews.nbcnews.com/_news/2013/10/01/20776662-woman-tricked-into-abortion-sues-florida-pharmacy?lite, http://www.tampabay.com/search/?q=welden und mehr.
… für die Hypotheken-verhandlungen mit der Bank morgen. Ich will einen zahlbaren Zins!
(Und endlich eine grössere Wohnung und und und)
„Sind Halogene halluzinogen?“
…
Na?
da ich deine Rubrik so mag, und es in Lucca scheinbar eine besondere Apotheke gibt, dachte ich mir, ich schick dir das mal.Natürlich hab ich erstmal die Falsche fotografiert, die farmacia centrale, aber da die nichtmal 50 m entfernt liegen, ist das nicht soo schlimm.In jedem Fall war die sehr hilfreich, ich hab mir nämlich im Urlaub eine fiese Brandwunde dank Bügelunfall zugezogen. Nachdem die trotz direktem Aloe Vera-Treatment nicht wirklich gut abheilen wollte und ich mir Sorgen wegen einer bleibenden Narbe auf meiner schönen gebräunten Haut machte, schleifte mich meine bessere Hälfte hinein und zeigte der netten Dame meinen Arm. Die schaute ihn sehr fies an, als sei er schuld. Wir konnten dank Italienischbuch schnell nachschieben, dass das „ferro da stiro“ schuld sei, nicht mein Held. Danach nickte sie wissend und verschwand und kam mit folgender Salbe wieder.
Scheinbar sind Bügel- und Pastaverbrennungen die häufigsten Haushaltsunfälle in Italien. Ich find die Icons einfach so lustig, dass ich davor erstmal herzhaft lachen musste.
Wie man im der Fensterspiegelung sieht, liegen beide direkt an der Kirche San Michele in Lucca, der Kirche auf dem Marktplatz, wenn man so will. In Italien ist ja auf jeden Platz Markt, eigentlich fast immer. Aber ich mochte das lila Fahrrad da, also hab ich’s mal mit beigefügt und gleich die Erklärung, warum die eine (andere, ab Foto 2, bis aufs letzte) so besonders ist.Farmacia Massagli von. Dr. MarconciniDie historische Apotheke direkt am Domplatz in Lucca ist berühmt für ihren Kräuterlikör „China“. Dieser wurde 1850 während einer Malaria Epidemie „erfunden,“ als dem Apotheker das Chinin ausging. So musste er sich mit „Chinarinde“ behelfen und so enthält das Getränk – das gesamte Rezept ist natürlich absolut geheim – neben den natürlichen Malariamittel Chinarinde auch Nelken, Koriander und Zimt. Der heutige Besitzer Giuseppe Sartini zeigt einem angeblich – mir nicht – stolz das Gästebuch mit so manch berühmter Unterschrift. Die Innenaustattung sei noch aus dem 19. Jhd. Finden kann man die Farmacia Piazza San Michel 36, in Lucca in der Toskana.