Apotheken aus aller Welt, 737: Male, Malediven

und nochmal von Stefan aus Wien:

– und anderseits Male (Malediven), die Flughafenapotheke, die aber außerhalb der Sicherheitszone ist (d.h. auch „wirklich“ am Boden der Malediven und nicht im Niemandsland ist).

Male

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In Arztpraxis oder Apotheke: MPA und PA

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Was der Apotheke die PA ist dem Arzt die MPA.

Die Abkürzungen sind schon ähnlich PA (Pharmaassistentin) und MPA (Medizinische Praxisassistentin) – und beide Berufe sind sozusagen die rechte Hand der Medizinalperson: im Fall der PA der Apothekerin und im Fall der MPA des Arztes. Aber es gibt grosse Unterschiede in dem, was die beiden Berufe täglich so machen.

Die Medizinische Praxisassistentin (und natürlich auch –assistent, auch wenn dies ebenfalls ein sehr weiblich dominierter Beruf ist) arbeitet in der Arztpraxis. Sie betreut Patienten, erledigt administrative Arbeiten, führt Labor- und auch Röntgenuntersuchungen durch und assistiert bei ärztlichen Eingriffen. Von ihrem Organisationstalent und Einfühlungsvermögen hängt es ab, wie „rund“ die Praxis läuft, denn sie nimmt als Sprechstundenassistenz Anrufe entgegen und vereinbart Termine. Dabei muss sie entscheiden, wie dringlich das medizinische Problem ist und diese Patienten eventuell zwischen den Kontrollbesuchen unterbringen, Notfälle erkennen und entsprechend weiterleiten. Die MPA begleitet die Patienten beim Besuch, informiert sie über das weitere Vorgehen und bereitet sie und eventuelles Material für die Behandlung vor. Die MPA kann zur Entlastung des Arztes noch mehr: sie legt auf Anordnung Verbände an, verabreicht Injektionen und nimmt Blut ab. Sie macht Tests wie Blutdruckmessung, EKG, Blutzuckermessungen und kann Röntgenbilder machen. Im Labor führt sie Urintests durch und sichtet Blutproben. Im Büro ist die MPA für die gesamte Administration zuständig, sie verwaltet die Krankengeschichten mit allen Patienten- und Versicherungsdaten, schreibt Briefe und Protokolle und kümmert sich um das Rechnungswesen. Falls die Praxis Medikamente führt, bestellt und verwaltet sie auch diese. Flexibilität bei Notfällen ist eine Voraussetzung, Überstunden fallen häufig an und für deren Kompensation und die Ferien gibt es spezielle Regelungen – was bei Abwesenheit der Ärzte passiert.

Die Ausbildung ist eine 3jährige Lehre. Berufsfachschule kombiniert mit Ausbildung in einer Arztpraxis. Neben Überbetrieblichen Kursen hat man Berufsbezogene Fächer, die einem den Umgang mit Patienten beibringen, sowie diagnostische und therapeutische Prozesse, betriebliche Prozesse, Medizinische Grundlagen, Hygiene, Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz und eine Fremdsprache. Man schliesst ab mit dem „Eidg. Fähigkeitszeugnis Medizinisch/r Praxisassistent/in EFZ“

Weiterbildung und Aufstiegsmöglichkeiten: Meist bedeutet die Erweiterung der Kompetenzen durch Weiterbildung auch mehr Lohn. Andere Weiterbildungen erlauben die Arbeit ausserhalb einer Arztpraxis. Man kann sich zur medizinischen Praxiskoordinatorin, Krankenversicherungs-Fachfrau mit eidg. Fachausweis oder Spitalfachfrau mit eidg. Fachausweis weiterbilden. Berufsänderungen / Spezialisierungen sind möglich in Richtung Pflegefachfrau, Fachfrau für medizinisch-technische Radiologie, Biomedizinische Analytikerin HF oder dipl. Aktivierungsfachfrau HF.

Die Pharmaassistentin arbeitet in der Apotheke. Die PA bietet das breite Sortiment in der Apotheke an: Medikamente und Heilmittel, Säuglingsnahrung, Sanitätsartikel, Chemikalien, Kosmetika und pflanzliche sowie homöopathische Mittel. Sie berät die Kunden und Patienten fachkundig und freundlich, gibt Empfehlungen bei Krankheitssymptomen ab und beantwortet Fragen zu Produkten und zur Gesundheit und Schönheit. Sie kennt die gesetzlichen Bestimmungen um die Abgabe der Medikamente, stellt gemäss Rezept verordnete Medikamente zusammen, beschriftet sie und händigen sie den Patienten aus. Die PA stellt im Labor einfache Rezepturen oder hauseigene Arzneien wie Salben, Pulver, Teemischungen und Kapseln her. Die PA erledigt auch die Buchhaltung, Abrechnung und Korrespondenz mit den Krankenversicherungen und anderen Institutionen. Sie überwacht das Sortiment im Lager, bestellt die Ware und kontrolliert den Wareneingang. Der Beruf verlangt nach einem breitem Grundwissen und ständiger Weiterbildung um dieses aufrecht zu erhalten, wichtig sind ausserdem Sorgfältigkeit und hohe Sozialkompetenz.

Die Ausbildung ist eine 3jährige Lehre mit gleichzeitiger Praxis in einer Apotheke. Neben überbetrieblichen Kursen gehören dazu berufsbezogene Fächer wie fachkundlicher Unterricht, Warenbewirtschaftung, Verkaufsförderung, Landes- und Fremdsprache, administrative Arbeiten, Wirtschaft, Recht, Gesellschaft. Man schliesst ab mit dem „eidg. Fähigkeitszeugnis Pharma-Assistent/in EFZ“

Weiterbildung und Aufstiegsmöglichkeiten: Intern in der Apotheke gibt es wenig Aufstiegsmöglichkeiten, aber durch die Übernahme von zusätzlichen Kompetenzen wie der Lehrlingsausbildung, der Ausbildung zur Visagistin oder Spezialistin für Naturheilmittel kann man mehr draus machen und auch mehr verdienen. Dank der recht breiten Ausbildung in gesundheitlichen Themen ist später auch ein Wechsel in andere Berufssparten möglich: Pharmavertreterin, Krankenkassenadministration, Labor in einer Pharmafirma … Eine von unseren PA ist später MPA geworden. Man kann noch die Ausbildung als Drogist HF anhängen und selbst ein Nachholen der Matur und universitäre Ausbildung zur Apothekerin kommt vor.

Unsere PA, die zur MPA gewechselt hat (ja, nach Zusatzausbildung) kam übrigens später wieder in eine Apotheke zurück. Sie meinte, ihr wäre es in der Arztpraxis langweilig geworden …. Schwer vorstellbar, aber ich denke, das kommt sehr auf den individuellen Arbeitsplatz an. Man sieht (und berät) als PA wahrscheinlich mehr Kunden und Patienten pro Tag und man hat als MPA wohl auch einiges mehr an „Büroarbeit“. Wieviel und was man alles täglich machen muss und darf hängt sehr vom Arbeitgeber ab und dem Ort.

Damit wären wir übrigens bei demjenigen, der diesen Post gesponsert hat. Arbeitssuchende MPA, Ärzte und Angestellten-suchende Praxen finden ihre Stellen auf Medpro.ch. Das sind dieselben, die auch Pharmapro.ch betreiben, der Seite wo Apotheken und Angestellte suchen.

medpro

Sitzvertretung für die Apotheke?

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Passend zum Thema letzte Woche: Wenn ich einen Apotheker brauche. Eine Apotheke muss zwingend durch eine Apotheker*in geführt werden. Sie darf auch nicht geöffnet haben, wenn kein Apotheker anwesend ist.

Der Mangel an Fachkräften treibt dann manchmal seltsame Blüten. In Deutschland ist es so, dass deswegen von pensionierten Apothekern ihr Einsatz als „Sitzvertretung“ angeboten wird. Lies: Die sitzen dann wirklich im Büro oder sonst im Hintergrund, und die ausgebildetete und langjährige PTA mit Erfahrung macht dann vorne die ganze Arbeit?

Das ist so ein Beispiel für eine solche Stellensuche:

sitzvertretung

Ein weiteres findet sich auf PTAchens Blog

Aber wer denkt, das sei ungewöhnlich (oder frech), der kann auch in die aktuellen Stellenanzeigen schauen:

Beratungsaktive Landapotheke mit Schwerpunkt Diabetes, Asthma, Blutuntersuchungen, Naturheilkunde und Homöopathie sucht Sie als freundliche, zuverlässige Verstärkung für ca. 15-20h/Woche zuzüglich Dienst und Urlaubsvertretung. Flexible Arbeitszeiten und Festanstellung sind möglich.
Oder Sie möchten bei uns als „Sitzvertretung“ fungieren? Auch darüber können wir sprechen!

Daraus spricht fast die pure Verzweiflung überhaupt einen Apotheker (oder Apothekerin) zu finden.

Gut, unter den Umständen könnte ich wahrscheinlich sofort selber in eine total fremde Apotheke stehen. Es braucht einfach gute Mitarbeiter, die wissen, wie es dort läuft. Trotzdem finde ich das extrem unschön, halb unverantwortlich – und auf Dauer wäre es mir auch zu langweilig,

In anderen Ländern ist das allerdings noch schlimmer, in den Phillipinen gibt es zum Beispiel „Geisterapotheker“ … keine Angst, die leben schon noch, sie sind halt nur nie in der Apotheke, sondern „vermieten“ ihre Lizenz. Das ist dann wirklich übel.

 

Apotheken aus aller Welt, 736: Dubai, Arabische Emirate

Danke an Stefan aus Wien:

bin auf die Serie „Apotheken aus aller Welt“ gestoßen und hätte zwei von
der noch offenen Liste beizusteuern (sofern auch Flughafen-Apotheken
zählen). Ich hätte einerseits Dubai (Arabische Emirate) – hier im Duty Free vom
Flughafen beim Stop over:

Dubai_1Dubai_2Dubai_3

Und die haben auch Strepsils und Vicks Vaporub (Interessanterweise wie in der CH mit „V“) …

Generika-Substitution und Ärzte-Information. Eine Frage.

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qmarks

Eine Frage an meine schweizer Apotheken-Kollegen: Apotheker*innen und auch Pharmaassistent(inn)en. Es geht um den Austausch von Medikamenten durch ihre Generika (oder einen Austausch von Generika untereinander).

Im Krankenversicherungsgesetz (KVG) Artikel 52a steht, dass die Apotheke beim Ersatz eines verschriebenen Medikamentes durch ein Generikum den Arzt informieren muss:

Apotheker oder Apothekerinnen können Originalpräparate der Spezialitätenliste durch die billigeren Generika dieser Liste ersetzen, wenn nicht der Arzt oder die Ärztin beziehungsweise der Chiropraktor oder die Chiropraktorin ausdrücklich die Abgabe des Originalpräparates verlangt. Im Falle einer Substitution informieren sie die verschreibende Person über das abgegebene Präparat.

Wie handhabt Ihr das in der Apotheke? Ich bin davon ausgegangen, dass das bei uns immer noch die Abrechnungsstelle automatisch und gesammelt macht, musste mich aber belehren lassen, dass das seit Anfang 2014 nicht mehr der Fall ist, da sie von den Ärzten eine Menge Reklamationen bekommen haben, respektive Mitteilungen, dass sie nicht mehr benachrichtigt werden wollen (und aus Kostengründen).

Auszug aus der Benachrichtigung der Abrechnungsstelle:

Im Jahr 2013 haben wir zahlreiche Anfragen von Ärzten erhalten, die künftig nicht mehr per Post über die von den Apotheken vorgenommenen Generika-Substitutionen benachrichtigt werden möchten. Auch aus Kostendämpfungs-gründen wird Ofac deshalb ab Januar 2014 die entsprechenden Briefe nicht mehr automatisch an die verschreibenden Ärzte senden.

Über eine Anfrage an (emailadresse der Abrechnungsstelle) welche die genauen Kontaktangaben des/r betreffenden Arztes/Ärzte enthält, kann dieser Service jedoch von Fall zu Fall jederzeit erneut aktiviert werden.

Meldet ihr das noch? Ist das jetzt einfach „üblich“, dass man das allgemein nicht mehr macht? Gab es Reaktionen?

Dass sich die Ärzte über die Informationen nicht gerade freuen, habe ich schon selber erlebt – und darüber geschrieben. Das stammt noch aus der Zeit, als ein Austausch gemeldet wurde. Im neuen Licht sehe ich den Fax, den ich vom Arzt bekommen habe als Reklamation nicht über den Austausch, sondern vielleicht die Information selber.

Inzwischen scheint es so, als haben sich mehr oder weniger alle an den Zustand gewöhnt: also dass nicht mehr informiert wird. Natürlich: den Patienten informieren wir bei einem Austausch … und in Zukunft werde ich die Patienten selber wohl vermehrt bitten, bei Dauerrezepten den Arzt zu informieren, welches Medikament/Generikum er jetzt nimmt. Aber bisher war es so, dass die meisten Ärzte (trotzdem) und Spitäler (sowieso) fröhlich weiter das Original auf das Rezept schreiben.

Nun frage ich mich natürlich auch, ob das dem Arzt einfach egal ist – die meisten sind zwar froh und zufrieden damit, dass wir Generika abgeben, aber ist es ihnen wirklich so egal, welches?

El Patito (Despacito – Parodie)

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El Patito – das Entlein. Despacito Parodie von der Sesamstrasse … heute komme ich nicht zum bloggen, aber Gummientchen gehen immer. Oder?

Gesucht wird: Apotheker*in

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stellensucheapotheke

Ich bin ja bei mir in der Apotheke in der glücklichen Lage kompetente und langjährige Mit-Apothekerinnen zu haben, so dass ich nun schon länger nicht jemanden neues suchen musste. Aber ich weiss, wie das ist. Der Prozess dafür ist … langwierig und nicht ganz Problemlos. Zuerst erstellt man einen Anforderungskatalog und macht anhand von dem eine Stellenanzeige – man muss ja meistens eine abgehende Stelle ersetzen, oder braucht zur Ergänzung des Teams jemanden. Vielleicht braucht das zusätzliches Wissen oder Ausbildungen? So jemanden gerade passenden zu finden wäre ideal … allerdings ist man meist heute schon damit zufrieden, eine motivierte Apothekerin* zu finden. *Oder Apotheker … der Einfachheit halber verwende ich hier die weibliche Form.

Die Stellenanzeige für die Apothekerin veröffentlicht man online und in Print an den einschlägigen Stellen: das heisst in Fachzeitschriften. Anzeigen in allgemeinen Zeitungen bringen gar nichts … musste ich auch schon auf dem harten Weg feststellen. Man bekommt dann wohl Bewerbungen – nur sind die nicht brauchbar.

Wenn ich eine Apothekerin suche, dann suche ich eine Apothekerin. (Zu) Vielen Leuten scheint immer noch nicht klar zu sein, was das ist. (Wer einen Refresher braucht, schaue hier: Wer arbeitet denn hier alles?) oder vielleicht auch in dem Beschrieb der Berufsberatung. Ich kann nicht verstehen, wie man sich um eine Stelle bewerben kann, wenn man nicht mal weiss, was genau die Voraussetzungen dafür sind.

Die „beste“ Bewerbung (und ja, ich meine das ironisch) bekam ich einmal von einer Raumpflegerin, die in der handgeschriebenen Bewerbung angab einige Jahre in einer Arztpraxis geputzt zu haben … und offensichtlich der Meinung war, dass sie damit genug Kontakt mit einem Gesundheitsberuf hatte, dass ich sie als Apothekerin einstellen könnte?

Aber andere Apotheken haben ähnliche Erfahrungen gemacht:

Auszug aus einer Bewerbung:

ich bewerbe mich auf ihre Anzeige für eine Apothekerin. Ich studiere im ersten Semester Gesundheitsökonomie und würde mir gern als Apothekerin was dazuverdienen.

Oder der hier:

Bewerbung einer Bäckereifachverkäuferin, die meinte, sie hätte nachmittags noch Zeit und würde gern was dazuverdienen als Apothekerin.

Oder der:

Ich hatte mal eine vom Schlecker, die hatte eine Weiterbildung in den „Arzneimitteln“, die die da verkauft haben und wollte auch als Apothekerin bei mir arbeiten!

(Schlecker= grosser Drogeriemarkt in Deutschland).

Die Allgemeinheit weiss immer noch nicht, was einen Apotheker ausmacht. Ansonsten würde man derartiges nicht so oft hören:

„… wie lang geht denn so eine Ausbildung zum Apotheker?“
Apotheker: Das STUDIUM (ja, ich betone das extra) geht 5 Jahre.

Und:

„Studiert? Ich hätte nicht gedacht, dass man ne Ausbildung braucht, wenn man die Päckchen da aus den Schubladen holt!“

Ja. Nur dass die „Päckchen“ Medikamente sind – und als solche keine normalen Konsumgüter. Sie wurden designt (oder besser gefunden, erforscht, studiert und dann hergestellt) um spezifische und direkte Wirkungen auf Funktionen im Körper zu haben und haben deshalb direkte Auswirkungen auf die Gesundheit. Unsachgemässe Anwendung (zum Beispiel nach Anwendung ohne dafür bestehende Indikation oder Überdosierung oder auch Wechselwirkung) kann deshalb auch durchaus negative Auswirkung auf die Gesundheit haben. Deshalb „geben“ wir auch nicht einfach Medikamente ab … wir fragen nach. Wir beraten. Wir müssen viel wissen dahinter. Deshalb die lange Ausbildung bis zur Berufsbezeichnung Apotheker. Und deshalb können wir nicht einfach irgendjemanden hinein stellen, der „Päckchen verkauft“. Das ist ein Beruf, kein Job.

Frage an Euch: Was arbeitet ihr und was für Bewerbungen, die es absolut „nicht getroffen“ haben habt ihr denn schon bekommen oder gesehen?

Apotheken aus aller Welt, 735: Honningsvag, Norwegen

Von der Wärme in die Kälte: gerade festgestellt, dass ich die letzte Apotheke von Stephanies Norwegenreise noch nicht gebracht habe:

Hier nun meine letzte norwegische Apotheke in Honningsvåg. Honningsvåg ist
34 km vom Nordkap entfernt. Leider haben wir es bis zum Nordkap nicht
geschafft, weil die Straßen aufgrund eines Schneesturms gesperrt waren. Aber
eine Apotheke haben wir immerhin auf unserem Spaziergang durch den Ort
entdeckt.

Honningsvag

Am Rande(nsaft)

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Am Ende eines laaangen Arbeitstages hatte ich noch diese Kundin:

Kundin (eine Frau jüngeren Alters): „Ich hätte da noch eine Frage. – Was ist in Rote Beete Saft drin?“

Pharmama: „Äh … Rote Beete?“

Kundin: „Ja – was ist das und wofür?“

Pharmama: „Das ist ein Gemüse … ich nehme an, das pressen sie für Saft einfach aus?“

Kundin: „Ah. Und was ist da drin?“

Pharmama: „In Rote Beete?“

Kundin: „Ja – ist da viel Vitamin D drin oder Eisen?“

Pharmama: „Ah, das muss ich nachschauen gehen.“

Ehrlich – keine Ahnung. Für sowas gibt es google und Co.

Also komme ich mit dem Ausdruck aus dem Internet zurück, worauf steht, was da so durchschnittlich enthalten ist.

Pharmama: „Also: Rote Beete – und dementsprechend der Saft daraus enthält relativ viel Kalium und Eisen, dazu B-Vitamine und Folsäure und Flavonoide (das ist das, was die Beete rot macht) – aber Null Vitamin D.“

Kundin: „Kein Vitamin D?“

Pharmama: „Nein. Weshalb fragen Sie denn?“

Kundin: „Nun, meine Freundin hat mir das empfohlen. Wissen Sie, ich bin immer so müde. Gibt es da nichts, das ich nehmen könnte?“

Pharmama: „Nun, es kommt darauf an, weshalb sie müde sind. Möglich ist das schon wegen Vitamin D- oder Eisenmangel. Ernähren Sie sich denn ausgewogen?“

Sie wedelt mit der Hand ab.

Pharmama: „Nun, Vitamin D können Sie versuchen zu nehmen. Das ist allgemein gut – ob das Eisen niedrig ist, dafür würde sich vielleicht ein Bluttest beim Arzt lohnen, wenn das damit nicht besser wird.“

Kundin: „Aber Randensaft hat kein Vitamin D drin?“

Pharmama: „Nein, aber ich habe Tropfen mit Vitamin D, die Sie nehmen könnten …“

Kundin: „Weshalb empfiehlt mir meine Freundin dann Rote Beete-saft?“

Pharmama: „Keine Ahnung.“

Kundin: „Aber Sie haben das?“

Pharmama: „Ja – hier.“ (Zeige ihr die Flasche von Biotta)

Kundin: „Da steht drauf Randensaft.“

Pharmama: „Das ist Rote Beete.“

Kundin: „Ah. Haben sie denn noch irgend einen anderen Saft, den ich nehmen könnte?“

Wohlgemerkt, wir stehen vor dem Regal mit allen Biotta Säften

Pharmama: „Ja – all das hier. Bei Müdigkeit wäre vielleicht der Vita 7 etwas für Sie oder auch Powerberry? Das hat diverse Vitamine und Mineralstoffe, aber auch kein Vitamin D – das ist ein fettlösliches Vitamin, das ist eher nicht in Frucht- und Gemüsesäften.“

Kundin: „Hmm … ich nehme den Rote Beete Saft. Sie sind sicher, dass das Randensaft ist?“

Pharmama: „Ziemlich.“

Sie kauft ihn dann.

Die Empfehlung der Freundlin steht offensichtlich höher als die der Apothekerin, aber das kennen wir ja schon.

Genug für heute!

Apotheken aus aller Welt, 734: St. Martin

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Steffi aus München füllt eine Lücke auf der Apothekenweltkarte: Danke!

hier noch eine Apotheke aus St. Martin, da du von da ja noch keine hast, wie du schreibst.

Das ist übrigens eine Insel im Karibik, die zu Frankreich (nördlicher Teil) und zu den Niederlanden (südlicher Teil) gehört.

StMartin