In der Kürze …

Ich verstehe ja, dass die Stuhlgewohnheiten (und Probleme damit) für manche Leute ein grosses Thema sein können, aber … älteren Frauen über ihre Stuhlgänge zuzuhören gehört nicht zu meinen Lieblingsaufgaben beim Job.

Könnten wir das möglichst kurz und prägnant halten?

Kochen mit Junior – Knuspermüesli

Müesli. Das musste ja sein – für einen Schweizer Blog, richtig?

Ich mag Müesli. Nicht unbedingt die Birchermüesli-Variante, die wird mir oft zu „pappig“ wegen den Äpfeln drin. Aber die trockene Variante. Junior mag alles an Müesli  -er könnte sich fast allein davon ernähren: Egal ob Morgen, Mittag- oder Abendessen. Er war also total dafür, als ich ihn fragte, ob er mit mir ein Knuspermüesli bast… äh, kochen wolle.

Das Knuspermüesli: Nein, das fällt nicht unbedingt unter gesund (man beachte den Fett- und wahrscheinlich auch Zucker-Anteil im Rezept), aber fein ist das! Zum Untermischen oder drüberstreuen in andere Müeslis mit Yoghurt oder zu Desserts bestens geeignet. Oder dazwischen auch mal „pur“.

Das braucht man:

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  • 1 1/2 Tassen Haferflocken
  • 1/4 Tasse Kokosfett, geschmolzen
  • 1/3 Tasse Ahornsirup
  • 1/2 Tasse Sonnenblumenkerne

In einem Topf mischt man die Haferflocken mit dem geschmolzenen Kokosfett und dem Ahornsirup.

Man breitet die Mischung auf einem mit Backpapier belegtem Backblech aus und schiebt es in den auf 140 Grad vorgeheizten Backofen.

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Gelegentlich (vielleicht 2 x) mischen: nicht zu oft, es sollen sich Klümpchen bilden!

Nach 35 Minuten mischt man die Sonnenblumenkerne dazu (Vorsicht, heisse Mischung!)

10 Minuten weiter backen. Fertig!

Abkühlen lassen und in einem luftdichten Gefäss aufbewahren (damit es nicht feucht wird – sonst ist fertig mit „Knusper“)

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Mit frischen Früchten / Yoghurt / Milch etc servieren. Super-Fein!

Übrigens: die getrockneten Himbeeren könnte man auch gleich untermischen (nach dem Backen) – nett verpackt gäbe das ein gutes Mitbringsel.

Apotheken aus aller Welt, 503: Tokyo, Japan

 

Danke vielmals an Steffi für diese Apotheke vom anderen Ende der Welt :-)

Hallo Pharmama,da es schon länger kein Foto einer japanischen Apotheke auf Deinem Blog gab, hier ein Foto einer Apotheke in Tokyo. Man beachte auch die lustige Fußmatte…

tokyo

 

Für eine japanische Apotheke hat das erstaunlich wenig Pastellfarben (ausser der Fussmatte!)

Neue Blogs und Lesetipps

ich bin grad dran die Blogroll (siehe Patientenliste) mal wieder zu überarbeiten (viel zu lange habe ich das nicht mehr gemacht) und habe dabei ein paar Neuzugänge, die ich kurz vorstellen möchte.

Gaypharmascience – von gps, seit neustem frischgebackener offizieller Pharmazeut (gratuliere!), homosexuell und  bloggt über dies und das. Letztens interessant: Test von Dr. Ed und Viagra-Bestellung.

die Menschenhandwerkerin ist schon eine Zeitlang in meiner Bloglist, aber hier will ich nochmal auf sie verweisen: toller Blog einer frischen Ärztin.

Unterwegs auf Rädern – Eindrücke und Erlebnisse eines Chauffeurs. Ein Busfahrer über seine Erlebnisse auf Linienfahrten und International.

Reiseleidenschaft – damit Reisen kein Leiden schafft. Mix aus Reisetipps und Tipps zur richtigen Reisevorbereitung und tolle Fotos (da will man grad wieder in die Ferien).

ApoCoach – noch ein Blog von einer engagierten Apothekerin. Ute gibt gute Tipps und Hinweise zum Umgang mit schwierigen Situationen in der Apotheke. Kann man wirklich brauchen!

Böses Aluminium in Deos

Aluminium findet sich mal wieder in der Presse – und das wird wieder vermehrt Anfragen geben in der Apotheke. Diesmal titelt die 20 Minuten:

Giftstoff in Deos – Bund prüft Alu-Verbot

Ich will hier nicht behaupten, dass Aluminium unschädlich ist. Aber es ist das dritthäufigst vorkommende Element und das häufigste Metall der Erdkruste (Sauerstoff und Silicium sind übrigens die anderen beiden).  Wir verwenden Aluminium vor allem für Metalllegierungen und Verpackungen – der Vorteil hier ist, dass es gut formbar, ziemlich inert ist und dicht selbst in dünnen Folien.

Wir benötigen kein Aluminium im Körper um zu funktionieren. Aber wir haben trotzdem welches im Körper, da wir es über die Nahrung aufnehmen. Das meiste Aluminium, das wir aufnehmen, wird aber auch wieder unverändert ausgeschieden – problematisch sind hier Chelatbildner wie die Zitronensäure, die die Aufnahme steigern.

Wikipedia schreibt: Nach einer Schätzung nimmt der erwachsene Europäer im Durchschnitt zwischen 1,6 und 13 mg Aluminium pro Tag über die Nahrung auf. Dies entspricht einer wöchentlichen Aufnahme von 0,2 bis 1,5 mg Aluminium pro kg Körpergewicht bei einem 60 kg schweren Erwachsenen.

Bisher hat die Efsa (die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) eine tolerierbare wöchentliche Aufnahme von 1 Milligramm Aluminium pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt (für Erwachsene).

Bei zu viel Aufnahme (was man bei Patienten sieht, deren Ausscheidung über die Nieren gestört ist)  führt das Aluminium zu Gedächtnis- und Sprachstörungen, Antriebslosigkeit und Aggressivität durch Untergang von Hirnzellen und zu fortschreitender Demenz, zu Osteoporose, Arthritis und Anämie. Wir reden hier aber von Konzentrationen, die 70 bis 300 Mal höher sind als die bisher festgelegten Grenzwerte.

Aluminium wird in letzter Zeit immer wieder und immer häufiger kontrovers diskutiert. Speziell wegen Verdacht, dass es Alzheimer auslöst oder eine der Ursachen von Brustkrebs ist.  Aber: Obwohl wirklich versucht wurde einen Zusammenhang nachzuweisen, ist hier noch gar nichts bewiesen:

So schreibt zum Beispiel das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit über Aluminium in Deos:

Auch in neuen Publikationen konnte kein Kausalzusammenhang zwischen der Verwendung von aluminiumhaltigen Antiperspirantien und Brustkrebs oder Alzheimer nachgewiesen werden. Die tägliche Aluminiumaufnahme kommt jedoch nicht nur von Kosmetika, sondern auch von anderen möglichen Quellen wie Lebensmittel und sollte deshalb so gering wie möglich sein. … Das in Antiperspirantien, Zahnpasten und in Lippenprodukten eingesetzte Aluminium wurde vom wissenschaftlichen Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU-Kommissionen wieder bewertet und ihre Risikobewertung wurde im April 2014 veröffentlicht. Danach gibt es keine Hinweise, dass die Verwendung von Aluminium enthaltenden Kosmetik-und Hautpflegeprodukten das Risiko von Brustkrebs oder anderen Krankheiten erhöht. Der Ausschuss weist jedoch auch darauf hin, dass aktuell zu wenig Daten vorliegen, um abschliessend sichere Konzentrationsgrenzen festzulegen, und dass weitere Studien notwendig sin

Also: Was die 20 Minuten und manche Leute da machen ist im Moment reine Panikmache !

Ich werde auch weiterhin mein Deo (mit Aluminiumverbindung) verwenden – vor allem auch, weil das wirklich funktioniert. Ich habe schon andere Alternativen versucht und war mit dem Ergebnis nicht wirklich zufrieden. Auf was ich achte ist aber, das Deo nicht direkt nach dem rasieren zu verwenden, da (auch leicht) verletzte Haut mehr Aluminium aufnimmt.  Und natürlich koche ich schon lange nicht mehr mit Alutöpfen und Alufolie verwende ich sowieso so gut wie nie (heute gibt’s Tupperware – die ist vielleicht von den Plastikweichmachern teils auch nicht ideal, aber … irgendwo muss man aufhören).

Und da es sicher jemand gibt, der mit den Aluminiumverbindungen in den Impfstoffen kommt: wir reden auch hier von sehr geringen Mengen. Wie gering und um was es genau geht, kann man hier auf der Seite „Für Impfen“ nachlesen. (Schön mit Quellenangaben).

Wen es interessiert, findet hier eine Liste der Deos die keinerlei Aluminiumsalze enthalten. (Achtung!: es gibt auch Listen, wo Deos drauf sind, die kein Aluminiumchlorid oder -chloralhydrat enthalten … aber Alaun, das ist Kalium-Aluminium-Sulfat).