Gebt Sorge auf Eure Augen!

Eine junge Frau fragt nach Kontaktlinsenmitteln und dann will sie noch etwas gegen gereizte Augen.

Stellt sich heraus, dass sie deshalb gereizte Augen hat, weil sie öfter mal vergisst die Kontaktlinsen (Tageslinsen) abends heraus zu nehmen. Das ist mit den neuen zwar nicht ganz so schlimm, aber 3 oder gar mehr Tage am Stück sollte man sie wirklich nicht drin haben. Aus hygienischen Gründen und weil die Augen dazwischen Zeit brauchen, sich wieder zu regenerieren.

Wenn man wirklich Pech hat, fängt man sich ausserdem so einen Keim ein, der … die Augen anfrisst. Schon mal passiert. Das ist übrigens auch der Grund, warum man eigentlich mit Kontaktlinsen – speziell Monatskontaktlinsen nicht schwimmen gehen sollte. Die Amöben überleben zwischen den Linsen und den Augen und gehen mit der Reinigungslösung auch nicht weg.

augeweg

 

Das Bild hier (Quelle) zeigt auch ein ziemlich angegriffenes Auge – und zwar in Eigenproduktion. Der junge Amerikaner hat sich häufiger Vicks Inhaler in das Auge blasen lassen.  Ja, genau, der Nasenstift mit Menthol und Kampfer, der eigentlich dazu da ist, das Gefühl einer freieren Nase zu geben bei Erkältung. Da gibt es offenbar Leute, die das Gefühl (Brrrr! Aua!) das das im Auge macht zum „verbessern“ ihres Extacy-Trips verwenden.

Es gibt nichts, was es nicht gibt. Dass das Zeug die Augenoberfläche angreift hat er jetzt wohl gelernt. Sein letzter Rat an seine Mit-Raver:

„Just saying a final goodbye to my left eye that I have now lost, and also some very helpful advice to my fellow ravers. Don’t blow „vics inhalers“ in your eyes every 2 minutes after a while the shit will burn off the first/second layer of your eyeball, eyes are very useful.“

Ja. Mal sehen, ob Erfahrung da klüger macht. Weitsichtiger wohl kaum …

Die grüne Farbe im Auge dürfte aber von den Augentropfen mit Fluorescin kommen, die man rein macht um Gewebsschäden besser zu sehen.

Was ist Was?

Junior hat in der Schule Bibliothekstage, an denen er Bücher ausleihen kann. Letztens kam er mit einem Was ist Was nach Hause: Planeten und Raumfahrt.

Oh, Nostalgie! Die hatte ich schon als Kind und … ich ging dann im Keller suchen …  richtig: eine ganze Menge besitze ich dank meinen Eltern heute noch. Auch den spezifischen Band. Rechts meine Ausgabe von um 1980 – und links die Ausgabe der Schule:

wasistwas

Es hat sich einiges geändert seitdem. An dem Band merkt man es vielleicht sogar besonders deutlich. Damals ist man „gerade“ auf dem Mond gelandet – heute macht man Spaziergänge im Weltraum. Wir haben die ISS und Hubble und auch ein paar Einsichten mehr, was früher passiert ist.

Die Bücher sind momentan noch etwas „viel“ für Junior, aber er pickt sich schon beim gemeinsamen Anschauen dies und das heraus … und ich bin froh um sein Interesse. Die Bücher sind nämlich wirklich interessant und gut erklärt.

Das ist übrigens nicht der neuste Band. Seiner ist von 2001 – von 2013 gibt’s eine Neuauflage:

Ich sag ja, das ändert schnell.

Schlechter Tag?

Wir hatten da eine etwas …. schwierige Kundin. Angefangen hat das eigentlich, als ich bei ihrer Beratung kurz von der sich entschuldigenden Pharmaassistentin unterbrochen wurde um ein Rezept zu kontrollieren. Eine kleine aber wichtige Sache von hier nicht mal einer Minute und taktischer-weise zu einem Zeitpunkt, wo die Kundin gerade einen Moment überlegte, ob sie das Medikament jetzt kauft oder nicht.

Das gab dann die leicht gereizte Reaktion: „Sind Sie im Stress?“,

„Nein“ antworte ich freundlich „… ich habe nur diverse Aufgaben. Jetzt sind Sie wieder dran.“

Nachdem ich ihr ihr Wunschprodukt verkauft habe (waren es Tabletten gegen Allergie?) geht die Kundin noch in die Kosmetikabteilung.

Die Drogistin ist dort und begrüsst sie freundlich.

Wieder eine eher giftige Reaktion: „Ich kann selber schauen. Ich klaue schon nichts!“

Die sehr liebe Drogistin, die dafür da ist, zu helfen, ist darob zwar etwas vor den Kopf gestossen, lächelt aber tapfer und geht zur Kasse nicht weit daneben, um weiter Produkte etikettieren.

Währenddem hufft und pufft die Kundin und wirft ihr böse Blicke zu, während sie Lippenstifte malträtiert, äh … testet.

Schliesslich wirft sie ihren letzten Lippenstift hin und stampft zurück zu mir in die Apotheke, wo sie laut reklamiert, wie übel sie sich von der Drogistin behandelt fühle.

Ich höre ihr zu, mache einen Erklärungsansatz von wegen: „Das ist bei uns Vorschrift, dass immer jemand in der Nähe des Kunden bleiben muss…“ aber eigentlich hört mir die Kundin gar nicht zu.

Ganz offensichtlich merkt sie aber, dass ich die Kollegin NICHT deswegen massregeln will. Worauf sie auch mir gegenüber ausruft von wegen: „Mieser Service“ und „wie man hier Kunden behandelt ist unglaublich“ und „ob sie mir ihr vorher gekauftes Produkt zurück geben soll?!?“

Bevor ich etwas dazu sagen kann (es wäre auch nicht viel mehr gekommen als: „Das ist ganz allein Ihre Entscheidung … aber überlegen sie sich das, bevor sie gehen, wenn sie später wieder kommen, kann ich eine Retoure nicht mehr akzeptieren“) geht sie.

Ich schaue meine Drogisten-Kollegin an; Sie schaut mich an und zuckt die Achseln, da … kommt die Kundin zurück! Aber nur um in den Raum zu werfen: „Sie brauchen gar nicht über mich zu reden!“

Wieder aus dem Laden, über die Strasse und zum Cafe gegenüber, wo sie anfängt sich bei irgendeinem dort sitzenden und Kaffe trinkenden Kunden – der sie offenbar gar nicht kennt, so entsetzt wie er aussieht – lautstark über uns zu beklagen.

Mangels adäquater Reaktion lässt sie schliesslich auch ihn stehen (oder besser sitzen) und stapft davon.

Der Mann schaut uns an, wir ihn. – Er lächelt bloss und hebt die Tasse zum Gruss.

Ja, die hatte einen schlechten Tag.

Aber die kommt wieder.

Und sei es nur um sich auch noch bei meiner Kollegin beklagen.