Apotheken aus aller Welt, 627, Tel Aviv, Israel

Und die letzte von Florian: Merci!

SkyPharm – ebenfalls eine Filiale einer Kette, diesmal im Abflug-Terminal des Flughafens Ben Gurion bei Tel Aviv – auch hier hauptsächlich Kosmetika

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gleiche Apotheke – das  Schild hier ist noch am ehesten ein „Standard-Apotheken-Schild“, das man an zumindest vielen Apotheken in Städten sehen kann. Bajit Merkachat wäre die Aussprache der Hebräischen Wortes für Apotheke

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Das wäre fast falsch raus

rpabstand

Eigentlich schön geschrieben, aber … der Abstand …

Erklärung: Es gibt Citalopram (Seropram) und es gibt Escitalopram (Cipralex). Beides sind Mittel gegen Depressionen und Angststörungen, wobei das Escitalopram faktisch die „weiter entwickelte Form“ ist in dem Sinn, dass es nicht mehr das Racemat-Gemisch ist, sonder nur das S-Enantiomer*, das (sagt man) eigentlich für die Wirkung verantwortlich ist. Ob es auch entsprechend besser ist ist diskutabel. Teurer ist es allemal. Immer noch.

Mehr lesen darüber hier Chiralität (Rechtsdrehend, Linksdrehend, Verdrehend).

Apotheken aus aller Welt, 626, Kiryat Gat, Israel

Nochmals Florian aus Israel:

Eine große Ketten-Apotheke in Kiryat Gat, einer mittelgroßen Stadt (für unsere Verhältnisse in Mitteleuropa eher eine Kleinstadt) in der Nähe des Gaza-Streifens

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etwas mehr aus der Nähe – auch hier sind zumindest in den Schaufenstern und im Eingangsbereich hauptsächlich Kosmetika zu finden. Werbung für westliche Kosmetika ist auch hier – wo sich eigentlich keine Touristen hin verirren – oft auf Englisch und in lateinischen Buchstaben. „Super-Pharm“ ist übrigens der Name der Kette – auch in den Hebräischen Buchstaben wurde genau diese „Aussprache“ ausgeschrieben.

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Tüte

Der Mann kommt abends, als es ruhiger ist in die Apotheke – er ist beladen mit Einkäufen in dünnen Plastiktüten.

„Haben Sie mir einen ihrer Plastiksäcke? Die sind besser als die im Kaufhaus nebenan.“

Pharmama: „Brauchen Sie sonst etwas?“

Mann: „Nein, habe ich alles dort geholt.“

Pharmama: „Dann macht das 50 Rappen.“

Mann: „Waaass?! Sicher nicht!“

stürmt empört wieder raus

Ja – auch wenn ich vielleicht einen Rüffel dafür bekomme: unsere Plastiksäcke gibt es zu einem Einkauf. Von mir aus auch zu einem Mini-Einkauf. Aber die haben wir bezahlt – und ich sehe nicht ein, weshalb ich das einem Nicht-Kunden gratis geben sollte. Ja, die sind besser als die im Kaufhaus (dicker, blickdicht, fester) – das hat auch seine Gründe- und auch dort verlangen sie für die besseren Taschen etwas.

Würdet ihr so was machen? In einem Geschäft einkaufen und dann dafür in einem anderen eine gratis-Tasche abgreifen dafür?

Apotheken aus aller Welt, 625, Jerusalem, Israel

ich verfolge schon lange Deinen Blog, habe ihn abonniert, und finde ihn super und informativ (auch von der medizinischen Seite her) – und wollte mich nun auch mal an Deiner Sammlung Apothekenphotos beteiligen. Die Fotos sind aus Israel (genauer: Jerusalemer Altstadt, Kiryat Gat – eine Kleinstadt in der Nähe des Gazastreifens  dem Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv).

Altstadt Jerusalem, eine kleine Gasse irgendwo im arabisch geprägten Teil des Christlichen Viertels – eine kleine, arabisch geführte Apotheke, hauptsächlich mit Kosmetika für die Touristen – die meisten Marktstraßen der Altstadt bestehen aus alten Gebäuden, die im Erdgeschoß solche Mini-Läden haben, und darüber wohnen die Bewohner

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Altstadt Jerusalem, eine kleine Gasse direkt hinter dem Jaffa-Tor, im Christlichen Viertel – eine weitere kleine Apotheke, ein deutlich moderneres Gebäude als das Bild zuvor

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die selbe Apotheke wie das Bild zuvor, Apothekenschild (in Israel nicht „genormt“) in Großansicht – von oben nach unten in Englisch (für die Touristen) und Hebräisch, Arabisch und Griechisch für die Bewohner der Altstadt (hauptsächlich orthodoxe Juden, arabische, griechisch-orthodoxe und armenische Christen sowie arabische Muslime) – die Apotheke liegt quasi auf der Grenze zwischen christlichem und armenischem Viertel, das Jaffator in der Nähe ist einer der Haupt-Zutrittspunkte für Touristen – dementsprechend auch die Schaufensterwerbung für Totes-Meer-Kosmetika in dem Photo davor

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Ganz herzlichen Dank an Florian!

Nicht mit allen Medikamenten ist gut Auto fahren

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Eine ganze Reihe von Krankheiten kann die Fahrfähigkeit beeinträchtigen oder aufheben, dagegen können Medikamente gegebenenfalls die Fahrfähigkeit Kranker wiederherstellen. Auf der anderen Seite können bei Medikamenten aber Nebenwirkungen auch verkehrsrelevante Einschränkungen hervorrufen.

Es denkt leider immer noch kaum jemand daran, dass eine Medikamentenwirkung bzw. -nebenwirkung ein Problem beim Autofahren sein könnte. Dabei kann das Fahren z.B. unter Schlafmittel-Einfluss eine schwere Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz sein, die den Führerausweisentzug und ein Strafverfahren zur Konsequenz hat.

Im Gegensatz zu Alkohol kann es für Medikamente aber keine „Null-Lösung“ geben. Alkohol braucht es im Strassenverkehr wirklich nie, manche Medikamente dagegen schon, denn viele Menschen können erst mit Hilfe von Medikamenten am Strassenverkehr teilnehmen (z.B. bei Diabetes, Bluthochdruck und psychischen Erkrankungen).

Da es bei Medikamenten eben keine Grenzwerte gibt und geben kann, gilt die Eigenverantwortlichkeit. Apotheker und Ärzte wissen um verkehrssichere Alternativpräparate, sie müssen aber spezifisch danach befragt werden. Dabei sollte man daran denken, dass auch rezeptfreie Medikamente die Fahrfähigkeit negativ beeinflussen können.

Bei gleichzeitiger Aufnahme mehrerer Wirkstoffe z.B. in einem Mischpräparat oder durch Kombination verschiedener Medikamente potenzieren sich die Wirkungen in den meisten Fällen.

Alkohol, auch in geringen Mengen, kann die (Neben-)Wirkungen der Medikamente, die die Fahrfähigkeit einschränken, erheblich verstärken. Wechselwirkungen mit Alkohol können bei den meisten verschreibungspflichtigen und rezeptfreien Medikamenten wie zum Beispiel einem Grippemittel oder Hustensirup auftreten.

Problematische Medikamentengruppen:

  • Schmerzmittel inklusive Rheuma und Hustenmittel-Kombinationen
  • Antiallergika – vor allem die alten machen müde, kann aber auch bei neueren auftreten Cetirizin (Zyrtec, Ceteco), Chlorphenamin (Arbid gtt), Clemastin (Tavegyl), Dimenhydrinat (Trawell), Dimetinden (Feniallerg), Doxylamin (Sanalepsi), Hydroxyzin (Atarax), Meclozin (Itinerol B6), Oxomezanin (Toplexil), Pheniramin (NeoCitran),
  • Schlaf- und Beruhigungsmittel (Hypnotika und Sedativa):
  • Stimulanzien (inkl. Appetitzügler) – Coffeintabletten …
  • Psychopharmaka v.a. Antidepressiva und Neuroleptika
  • Mittel gegen Bluthochdruck – wenn es zu Hypotonie kommt (andererseits neigen Leute mit Bluthochdruck zu aggressiver Fahrweise)
  • Mittel gegen Diabetes – wenn es zu Unterzuckerung kommt.
  • Erkältungsmittel – Speziell Mittel, die den Hustenreiz blockieren (Codein, Dextrometorphan)
  • Muskelrelaxantien: Baclofen (Lioresal), Tolperison (Mydocalm), Tizanidin (Sirdalud), …
  • Augenerkrankungsmittel (wegen Herabsetzung der Sehleistung -manchmal nur kurzfristig)
  • Langzeitbehandlung mit Kortison (Prednison) Trübung der Linsen und Verminderung der Sehkraft)

Deswegen sollte die Packungsbeilage sorgfältig gelesen und die vorgeschriebene Einnahmedosis nicht überschritten werden. Nicht nur die falsche oder übermässige Einnahme von Medikamenten, sondern auch deren plötzliches Absetzen kann riskant sein. Apotheker und Arzt können ihnen im Einzelfall Auskunft geben. Wenn Unsicherheit darüber besteht, ob im Strassenverkehr noch optimal reagiert werden kann, sollte auf das Fahrzeuglenken verzichtet werden.