Was ist das perfekte Geschenk für eine Apothekerin / Pharmaassistentin / PTA?

Naja ohne jemanden stressen zu wollen, aber nur noch 2 Monate oder 8 Wochen, dann ist schon Weihnachten. Bei uns gibt’s schon Kalender für die Kunden (und wie gefragt die sind). Das ist die Gelegenheit als Kunde gegenüber der Apotheke „Dankeschön“ zu sagen … Vielleicht suchst Du aber auch etwas für einen Geburtstag, Jubiläum oder einfach so. Hier findest Du das, was die in der Apotheke arbeitende Person sicher gerne bekommt. (Die Bilder sind Links und führen zu Amazon – aber die Sachen gibt’s ja auch anderswo)

Kugelschreiber – eines der Dinge, die man immer braucht und die irgendwie auch immer von selber Beine zu bekommen scheinen und verschwinden. Besonders die guten – die, mit denen man flüssig schreiben kann und die nicht im weissen Kittel auslaufen. Und seit die Pharmafirmen nicht mehr so Werbegeschenke machen dürfen wie früher werden sie immer mehr Mangelware.

für Frauen

für Männer

für die technisch-interessierteren gibt es da noch die Variante mit dem eingebauten LED-Licht. Hilft nicht nur beim Anschauen von dubiosen Hautausschlägen sondern auch bei der Suche nach Dekorationsmaterial im dunklen Keller.

Und wenn wir grad bei Technik-Interessiert sind: USB Sticks sind eine einfache und leichte Möglichkeit wichtige Daten mit sich zu tragen. Also … natürlich nicht die Patientendaten aus der Apotheke aber seine eigenen:

Und apropos Pillen: ein paar habe ich auch in der Nicht-Arbeitszeit immer dabei für den Notfall. Bei mir: Kopfschmerztablette und Motilium. Bei anderen vielleicht die Allergie-Notmedikation. Zum Mitnehmen eignen sich diese Pillendose-Schlüsselanhänger: (gibt’s auch in verschiedenen Farben)

Und für Notfälle … Schokolade ist immer gut. Antidepressivum, Aphrodiasiakum, dunkle Schokolade sei auch gut für’s Herz, und der Zucker darin hilft bei Hypoglykämien. Also: Schokolade! Sei es als Pralinen, im Block, oder so amüsant verpackt wie hier:

Gerade in der Apotheke kann man seinen gelegentlichen Frust nicht an den (eh‘ schon leidenden) Patienten auslassen. Dafür gibt es Abhilfe. Entweder in Form eines Stressballs für den Bürotisch … (trainiert gleichzeitig Hände und Unterarme – gibt einen guten, festen Händedruck :-) und gibt es in den verschiedensten Ausführungen …)



… oder die grössere Variante für die härteren Fälle und den Pausenraum: der Punchingball oder Tretsack

Auch immer gerne genommen – zum Stressabbau nach der Arbeit: Badekompositionen (Aaaahhhhhh……)

Damit kommen wir zu den Klassikern: Schmuck. Gibt es auch Apotheken-Spezifisch, zum Beispiel: Ohrringe, Manschettenknöpfe, Ketten …


Und Tassen … auch die gab’s früher öfters mal vom Vertreter – da schaute man auch über die teils schrecklichen Färb-Kombinationen weg, aber heute hat man lieber seine Tasse … eine, die gross genug ist den Kaffee am Morgen aufzunehmen, damit man selber wieder aufnahmefähig ist … oder eine hübsche, damit der Tee auch etwas her macht.

Bücher natürlich. Die hier muss ich nicht noch einmal vorstellen, oder? – das einzige, was man noch vor-fragen müsste ist, ob sie schon eines davon haben. So im Sinn von … kennst Du die Pharmama? Du weisst schon, diese bloggende Apothekerin? Und falls nicht: voilà!

330 Seiten Lesespass:

Und / oder 210 Seiten Cartoons aus und um die Apotheke:

Hab‘ ich noch was vergessen? Was bekämt ihr denn gerne geschenkt?

Ferien mit Familie Pharmama – Tag 3

Die Kilimankjaro Lodge stellt sich bei Tageslicht als hübsch heraus, speziell der Ausblick auf den Kilimanjaro. Sie ist recht einfach, nicht viel Luxus und ich habe kalt geduscht, auch wenn Kuschelbär mir danach versichert, dass er warmes Wasser hatte. Ich hätte einfach noch (viel) länger warten müssen.

mtkili

Weil wir das Programm gestern um Moshi herum verpasst haben, starten wir gleich nach dem Morgenessen und ein- und auschecken (gestern war ja niemand mehr in der Reception) auf in den ersten Nationalpark.

Wir haben diesmal ein Zweierteam: Englisch- sprechenden Fahrer: Joseph und Deutsch-sprechenden Guide: Hessen. Er besteht auf der Schreibweise, auch wenn ich denke, dass das ursprünglich wohl Hassan war. Er ist jung (21 Jahre), und sein Deutsch noch ziemlich … unbeholfen. An uns kann er leider nicht viel lernen, denn Schweizerdeutsch … Ist noch etwas anderes. Aber das macht ja nichts. Kuschelbär und ich waren schon einmal in der Gegend vor 13 Jahren (das weiss ich so genau wegen dem eingetragenen Termin der letzte Gelbfieberimpfung) und wenn etwas unklar ist, kann ich noch den Fahrer Fragen. Der macht das seit 15 Jahren.

Unterwegs zum Arusha Nationalpark sammeln wir erste Eindrücke. Tansania ist kein reiches Land, aber die Bevölkerung ziemlich arbeitsam, am Morgen ist alles unterwegs: Wassertragende Frauen und Männer, solche mit Brennholz, Kinder mit Schuluniformen – was mich daran erinnert: was mache ich denn jetzt mit den Bällen, die ich für den Schulbesuch mitgenommen habe? Händler sieht man am Strassenrand Früchte, Taschen sogar Möbel anbieten. Das sieht lustig aus: modernes Sofa, mitten im roten Staub (aber sauber) am Strassenrand, statt in einem Haus.

tanzania

Überhaupt sauber: verglichen mit anderen afrikanischen Ländern (ich schau Dich an, Kenya) ist Tansania direkt aufgeräumt und sehr sauber. wenig Plastik in den Strassengräben, selbst in den sehr bewohnten Gebieten.

Wir – genauer gesagt Hessen, kaufen am Strassenrand beim dritten Versuch ein Pack mit Wasserflaschen für unterwegs. Beim Nationalparkeingang machen wir Halt. Dort hat es Infotafeln zur Entstehung von Mount Meru und einen (wie Junior ihn betitelt) „Fake elephant“ – eine Elefantenstatue. Junior überrascht mich immer wieder mit seinen aufgeschnappten Wörtern, oft genug passen sie sogar.

fakeelefant

Für die Safari klappen wir jetzt das Dach des Fahrzeugs hoch. Ohne Schuhe darf man auch auf die Sitze stehen. Wer etwas sieht (vor dem Fahrer, der ziemlich gut ist im Tiere finden) ruft Stopp! Damit wir auch alles Fotografieren können.

Der Nationalpark umfasst das Gebiet unter Mt. Meru mit alten Kratern und weiten Flächen. Es ist ziemlich grün, was zwar schön ist, aber es nicht einfacher macht, Tiere zu sehen. Aber wir sehen: Colobus Affen, Sykes Affen, Paviane, ganz viele Schmetterlinge, ein paar Zebras und sich verkloppende Giraffen und Gazellen.

giraffen

Raubtiere gibt es hier kaum, mit ein Grund, weshalb man hier auch mal laufen darf. Dazu gleich mehr. Mittagessen ist Lunchbox, gemacht von der Lodge. Die ist jeweils auch ziemlich reichhaltig. Da hat es drin: Sandwich, Pouletbein, hartes Ei, Kuchen, Gemüsetasche, Äpfel oder Banane, Chips oder Nüsse, Fruchtsaft und Wasserflasche. Heute essen wir das auf einem erhöht liegenden Picknickplatz mit Blick auf kleinen See samt Nilpferd.

Danach gehen wir laufen: und zwar in Begleitung eines Parkrangers mit Gewehr … Was einen zumindest Anfangs echt beeindruckt. Auch Junior, dem noch eingebläut wird auch leise zu sein, da sonst die Büffel, die es hier hat, aggressiv werden. Anfangs sehen wir keine Büffel, dafür eine von kleinen Wasserläufen durchzogene Landschaft, Warzenschwein und Hammerkopfnest, lernen etwas über wilden Jasmin und etwas Pfefferminzartiges sowie Buschtomaten (giftig, aber gut gegen Zahnweh?) klettern für ein Foto auf einen abgestorbenen Baum und bestaunen einen mittelgrossen, recht lauten Wasserfall. Auf dem Rückweg stolpern wir fast über eine Giraffe, zu der sich dann eine neugierige zweite gesellt … Und dann kommen wir doch noch zu den Büffeln… Und wie nahe!

bueffel

Unser Führer ist zufrieden mit uns, speziell Junior, der sich wirklich ruhig verhält und beruhigt uns: die hier seien wirklich nicht aggressiv. Sie erinnern sich nicht mehr daran, gejagt zu werden. In anderen Parks muss man mehr Abstand halten. Von daneben laufen gehen mal ganz abgesehen.

Wir sind auch zufrieden und geben gerne das (erwartete) Trinkgeld.

Nach einer kleinen Ehrenrunde durch den Park geht es zur Lodge, die gerade um die Ecke des Parks liegt. Mount Meru Lodge. Etwas erstaunt sind wir, als uns gesagt wird, dass sie hier keine Buchung für uns haben, wir aber nur rasch zur Nachbarlodge (Ngurdoto Lodge) fahren sollen, die unter gleicher Leitung steht und dort fragen. Also alles wieder ins Fahrzeug schmeissen, sich daran erinnern, dass das hier Afrika ist und alles ein bisschen anders läuft und zur anderen Lodge fahren. Dort sind wir dann tatsächlich angemeldet und man versichert uns, dass das sogar die bessere Lodge sei – praktisch ein Upgrade. Die Lodge ist auch sehr schön, mit Pool in den Junior nur 5 Minuten, nachdem wir unser Häuschen bezogen haben, hüpft. Das Nachtessen war fein aber wir sind so müde, dass wir auf den Kaffee danach verzichten. Morgen geht’s um 8.30 Uhr weiter, denke ich – unser deutschsprachiger Guide hat etwas Mühe mit den Zahlen. Heute Nacht meinte er, es ginge um 3 Uhr morgens weiter … nachdem wir erst etwa um 1 Uhr ins Bett gekommen sind, war ich da nicht Zoo begeistert:  und es war dann nach etwas Diskussionen 9 Uhr morgens. Im Nachhinein habe ich irgendwo gelesen, dass manche in Tansania die Zeit nach dem Sonnenaufgang einteilen, also wäre Stunde 3 wenn der Sonnenaufgang 6 Uhr ist tatsächlich 9 Uhr … Aber ich glaube, wir bleiben bei den normalen Uhrzeiten.

Ferien mit Familie Pharmama – Tag 2

Wir haben kein Gepäck und ich habe die Bordkarten schon. Trotzdem sind wir über 2 Stunden vorher auf dem Flugplatz und … das wurde trotzdem knapp. Gar nicht gereicht hätte es, wenn wir noch Gepäck hätten Einchecken müssen. Die Schalter waren voll, die Halle war voll, ich hätte gerne noch gefragt, ob wir das Gepäck in Nairobi jetzt selber durch die Sicherheitskontrollen bringen müssen … Gestern hat die am Transfer Desk gemeint, das sei möglich. Aber: sooo viele Leute … Und dann fielen nicht nur beim ersten, sondern auch noch beim zweiten Infodesk wo ich fragen wollte der Computer aus. Wenn mal der Wurm drin ist …

Also herde ich meine Familie vorwärts in Richtung Gates … Dabei kann ich nicht einmal mit Sicherheit sagen, welches Gate, da auf unseren Tickets nichts steht und die Bildschirme, die in der Nähe waren auch ausgefallen sind und ich nicht (Nicht!) durch die ganzen Leute vor den Schaltern wieder heraus wollte / konnte. Gut, die Schalter waren die richtigen, dann dürfte das schon richtig sein. Hoffe ich.

Das ist glaub eine der Schwierigkeiten vom Eltern-sein: trotz all der Unsicherheiten dem Kind eine zumindest stabil wirkende Situation präsentieren. Es hat niemand etwas davon, wenn ich jetzt auch anfange zu Hypern. Brummbär ist schon nahe daran … das wird auch nicht besser, als wir in der 200 m Schlange vor der Sicherheitskontrolle stehen. Und die durchleuchten alle. Das volle Programm: Totalzerlegung Gepäck (also: durchsichtigen Plastikbeutel mit Flüssigkeitscontainern unter 100ml raus, iPad raus, alle Hosentaschen leeren, Jacke ab, Schuhe aus … Auf die kleinen Container verteilen, die und Gepäck durch den Scan schicken …) Und selber steht man in den Ganzkörperscanner auf diese gelben Fusstapfen und muss die Arme heben. Jeder. Sogar Junior. Und dann tasten sie einen danach noch ab. Jeden. Das volle Programm – ein richtiges Theater … über dessen Effektivität ich meine ernsthaften Zweifel habe. Auch mit Ganzkörperscanner – überhaupt Das ist ein „First“ für mich.

Jedenfalls nutze ich die Anstehzeit um einem Freund zu SMSen, ob er herausfindet, welches Gate. Der ruft auch prompt mit der Info zurück. Wir stehen richtig.

Das ist beruhigend, denn wenn nicht … Gut, es gäbe noch so etwas wie eine Fast-Lane. Dort nehmen Sie Business- und First-Class und knappe Passagiere durch. Wenn das bei unserem Rückflug auch so wird, müssen wir die in Anspruch nehmen.

Brummbär wettert immer noch etwas von „Nie mehr Schiphol“ und „KLM ist für mich gestorben!“ Dann sind auch wir endlich dran und durch.

Dahinter ist dann auch eine funktionierende Anzeigetafel, also scheuche ich die Familie weiter. An uns vorbei rennt ein junger Mann, dabei verliert er eine Hose und eine Unterhose (nicht die, die er an hat) : der ist noch knäpper dran als wir und dem haben sie wirklich das Handgepäck aufgemacht. Wir heben die Kleidungstücke auf und legen sie wieder in seine Arme, damit er weiter kommt. Unterwegs zum Gate kommen wir aber an 2 weiteren Unterhosen vorbei.

Junior meint nur lapidar : „Ich hoffe, dass er wenigstens den Flug erwischt“

Unser Flug steht da. Und wir können schon wieder anstehen – zum Boarding.

Ich frage noch, wie das aussieht wegen unseren Koffern, aber sie kann mir das auch nicht sagen. Wir sollen in Nairobi an einem Infodesk Fragen.

Kurz vor dem Ticket abgeben meint Junior: „Wo ist mein Rucksack?“ – worauf kurz Panik ausbricht, aber er hat ihn nur am Fenster stehen lassen und findet ihn gleich wieder. Zum Glück. Da ist nämlich Max drin.

Du musst auf deinen Rucksack aufpassen!“ schimpft Brummbär „weisst Du, was sie mit stehengebliebenen Gepäck hier machen? Die sprengen sie!“

„Oh-HAaah!“ macht Junior überrascht. Das ist im Moment Der Ausdruck, wenn ihn etwas sehr bewegt. Dann fängt er fast an zu weinen: Maxli gesprengt?! Neeeiiin! Zum Glück können wir dann gleich an Bord.

Der Flug verläuft dankbar unspektakulär und Junior ist einfach nur zufrieden, hat die grosse Maschine doch ein Bordunterhaltungsystem in den Sitzen eingebaut. Das funktioniert sogar einigermassen.

flugzeug

Unterwegs bekommen wir ein Formular zum Ausfüllen für den Zoll in Kenya. Wenigstens nur eines pro Familie für den Transit. Afrikaner lieben Formulare.

Pünktlich landen wir nach etwa 8 Stunden in Nairobi.

Aus dem Flugzeug raus wird man auf 2 Busse verteilt. Wir gehen in den Transit- Bus und werden im internationalen Teil des Flughafens wieder ausgeladen. Treppe hoch, den Schildern nach „Transit“ dann um die Ecke, doch Halt! Da hinten sitzt eine Frau an einem Tisch, halb verdeckt, aber das sieht nach Infodesk aus, also gehen wir zu ihr, fragen. Ein Mann neben uns hatte dieselbe Idee … und wie sich schnell herausstellt dasselbe Problem: auch er wurde umgebucht, muss zum Kilimanjaro Airport und muss schauen wegen den Koffern. Die Frau kann es uns aber auch nicht sagen, wir sollen unten fragen. Dafür muss man -Überraschung!- wieder durch eine lange Schlange für eine Sicherheitskontrolle. Und wieder werde ich nervös: bisher habe ich nichts gesehen, wo man den Koffer wieder bekommen könnte … Und dann mit dem Koffer wohl nochmals durch eine Sicherheitskontrolle? Ich schiele auf die Uhr und trample von Fuss zu Fuss. 2 Schalter haben Sie für das Riesen- Flugzeug offen (für etwa 400 Leute) und wir sind ja nicht das einzige Flugzeug. Ein Schalter davon ist nur für Business/ First Class … Und diejenigen, die sie schon aufrufen, weil sie am boarden sind.

Wir schaffen es durch. Wir hetzen durch die Gänge und suchen nach einem Hinweis auf unseren Anschlussflug: der ist nämlich nicht auf der elektronischen Anzeigetafel. Ein Info-Desk. Wir reihen uns hinter 3 anderen ein, nur um zu hören, dass sie es uns auch nicht sagen können, was mit unseren Koffern ist, aber dass unser Gate die Nummer 23 hat und dass das nicht auf der Tafel steht, weil die (abwinkende Handgeste) ein elektronisches Problem hat. Wir sollen Lydia am Gate fragen wegen dem Gepäck.

Lydiah (mit h) weiss es dann tatsächlich: unser Gepäck ist hier, es wird gerade eingeladen. Halleluljah!

Weil fast alle da sind, dürfen wir an Bord des Mini-Fliegers von Precision Air, der tatsächlich etwas früher als geplant fliegt (huh?) und uns um fast Mitternacht auf dem Kilimanjaro Airport entlässt. Die einzige Reklamation zu dem Flug kommt von Junior: keine Bordunterhaltung?

flugzeug2

Endlich auf Tanzaniischem Boden mit 27 Stunden Verspätung. Wir haben die speziell für Kinder vorgesehenen Aktionen heute verpasst: Schulbesuch und Kaffeestampfen, aber wir sind da.

Wenn sie uns reinlassen, heisst das. Nach dem kurzen Gang über das Rollfeld (ich mag kleine Flugplätze!) werden wir an der Eingangstüre aufgehalten, weil sie unsere Gelbfieberimpfung im Impfausweis sehen wollen. Ein Glück habe ich darauf bestanden, das zu machen, obwohl eigentlich nicht mehr obligatorisch. Aber wir reisen ja jetzt von Kenya ein, nicht von Europa, also gelten da wieder andere Vorschriften. Ich weiss nicht, was sie mit denen machen, die das nicht haben: gleich am Flugplatz impfen? Mir schaudert ein wenig: die Hygienebedingungen sind hier oft … nicht optimal, ein Grund weshalb ich auch Spritzen- und Nadelzeug dabei habe.  (Im Koffer. Der hoffentlich hier ist.) In der Schweiz darf Gelbfieber ja nur in speziellen Zentren geimpft werden. Momentan denke ich, das hier zu verlangen ist eine gute Einnahmequelle. Wie das Visum, das kann man auch bei Einreise für 50 Dollar pro Person bekommen … Oder vorher für 70 Franken. Ich habe unsere vorher besorgt, also können wir diese Schlange zumindest auslassen. Dafür bekommen wir jetzt ein Formular für den Zoll zum ausfüllen. Für 3 Personen also 3 Formulare. Ich sage doch, die lieben ihre Formulare hier. Ich verstehe nur nicht, weshalb wir die nicht auch im Flugzeug hätten bekommen und ausfüllen können. Jetzt stehen / kauern alle da oder warten darauf, dass ein Kugelschreiber frei wird und schreiben. Mit dem Wisch und den Pässen kommen wir durch die Einreisekontrolle, wobei mein Kuschelbär (wieder besserer Laune) den Zöllner verwirrt, weil er ihm auch noch das Formular vom Flugzeug für Kenya hinstreckt. Richtig: das wollten sie dort nicht sehen.

Jetzt aber: Koffer! Und: sie sind tatsächlich da! Erleichterung.

Durch den Zoll, direkt zum Ausgang und da steht jemand mit einem Schild mit unserem Namen drauf. Erschöpft fallen wir ins Safari- Auto.

Eine Dreiviertelstunde später in der Lodge und wir fallen in Schlaf.

Jetzt sind wir da.

Wie man „schwupps“ einen ganzen Berufsstand degradiert – am Beispiel Apotheker

Währenddessen in Deutschland:

Worüber sich Apothekerin Kossendey hier so (gerechtfertigt) aufregt? Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat überraschend (und unnötigerweise) den Apothekerberuf neu definiert. Angeregt von einer EU-Richtlinie wo es dann eigentlich um die Anerkennung von anderen Apotheker-Diplomen geht, hat er mal kurz die Definition eines Apothekers überarbeitet – etwas, wo die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) seit längerem dran ist, schafft er in ein paar Wochen.

vorher: „Ausübung einer pharmazeutischen Tätigkeit, insbesondere die Entwicklung, Herstellung, Prüfung oder Abgabe von Arzneimitteln unter der Berufsbezeichnung ‚Apotheker‘ oder ‚Apothekerin’“.

Neu heißt es: „Ausübung des Apothekerberufs ist die Ausübung einer pharmazeutischen Tätigkeit unter der Berufsbezeichnung ‚Apotheker‘ oder ‚Apothekerin‘.“

Anschließend werden „die“ zehn Bereiche genannt, die pharmazeutische Tätigkeiten im Besonderen umfassen:

  1. Herstellung der Darreichungsform von Arzneimitteln
  2. Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln
  3. Arzneimittelprüfung in einem Laboratorium für die Prüfung von Arzneimitteln
  4. Lagerung, Qualitätserhaltung und Abgabe von Arzneimitteln auf der Großhandelsstufe
  5. Bevorratung, Herstellung, Prüfung, Lagerung, Verteilung und Verkauf von unbedenklichen und wirksamen Arzneimitteln der erforderlichen Qualität in der Öffentlichkeit zugänglichen Apotheken
  6. Herstellung, Prüfung, Lagerung und Verkauf von unbedenklichen und wirksamen Arzneimitteln der erforderlichen Qualität in Krankenhäusern
  7. Information und Beratung über Arzneimittel als solche, einschließlich ihrer angemessenen Verwendung
  8. Meldung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen an die zuständigen Behörden
  9. personalisierte Unterstützung von Patienten bei Selbstmedikation
  10. Beiträge zu örtlichen oder landesweiten gesundheitsbezogenen Kampagnen

Alles recht und gut, ABER: Man beachte, dass die Liste eingeleitet wird mit „insbesondere“ – in der EU Richtlinie, auf der sie beruht heißt es immerhin „mindestens“. Das ist eine Einschränkung.

Da fehlt noch einiges: Es gibt viele Apotheker, die in der Industrie arbeiten in Wissenschaft und Forschung oder der Zulassung der Arzneimittel auch bei Behörden und was ist mit den Apothekern, die in den Spitälern teils bei der Visite dabei sind und für die richtige Medikation sorgen? Was ist mit der Lehr- und Ausbildungstätigkeit? Was mit den vieldiskutierten Medikationsplänen, der Zusammenarbeit in Gesundheitszirkeln mit Ärzten?

Faktisch werden hier Apotheker von der Politik zu fast reinen Medikamenten-Krämern degradiert und das auch noch politisch festzementiert. Darüber regt sich jetzt Widerstand wie der von Frau Kossendey. Zu Recht, denn wie sich diese praktische Einschränkung in Zukunft auswirkt weiss natürlich noch keiner … aber wenn man sieht, wie die deutschen Krankenkassen gerade derartige gesetzliche Vorlagen zu ihren Gunsten auslegen, weiss, dass da nichts Gutes kommen kann. :-(