Mini-Forschungsarbeit

Ich mag ja ein bisschen Detektivarbeit in der Apotheke ganz gerne – also wenn ich zum Beispiel für einen Patienten abklären soll, ob es etwas gibt und wie man da ran kommt. Das ist immer die Gelegenheit auch etwas neues zu lernen. Aber letzthin hatte ich eine, da fand ich das einfach nur noch … anstrengend.

Sie hat (erklärte sie mir) nach einer Antibiotikatherapie Halsschmerzen, die nicht weggingen. Das habe sie vor 15 Jahren (!) schon einmal gehabt und damals habe sie es mit Hilfe einer Ärztin damit wegbekommen … und dann streckt sie mir ihr Tagebuch von damals entgegen, wo die Mittel eingetragen sind. Nein, etwas anderes will sie nicht.

Gute Buchführung – nur … erstens 15 Jahre her (da ändert sich im Gesundheitsmarkt so einiges) … und zweitens ganz offensichtlich homöopathische Mittel (von denen ich noch nie was gehört habe, richtig interessantes Zeug) und drittens nicht mal in der Schweiz verschrieben.

Das gab dann wirklich viel Forschungsarbeit.

Aber da sie das wirklich geschätzt hat und ich ihr die Sachen dann auch bestellen und verkaufen durfte … war das okay.

Guide to the pharmacy

Herziger Werbefilm für die Apotheken in Wales.

Your pharmacist is a useful source of help and advice on a variety of non-emergency ailments which can be treated without going to your GP or local hospital.

Richtig: Ihr Apotheker ist eine praktische Quelle für Hilfe und Rat bei einer Vielzahl von Beschwerden die keine Notfälle sind und die behandelt werden können, ohne dass Sie zum Arzt oder ins Spital gehen.

… im Film werden gleich noch ein paar praktische Beispiele dazu gezeigt.

Ein Verpackungsfehler und 113 schwangere Frauen

Darum geht es in einer Sammelklage in den USA (Quelle: abc). Gut … die sind dort etwas klagewütig, aber hier sehe ich einen Grund.

113 Frauen aus 28 Staaten sind schwanger geworden, obwohl sie die Pille genommen haben. Laut der Klage wahrscheinlich, weil die Pille falsch abgepackt wurde. Das war so ein Präparat, wo man 3 Wochen lang die Pille mit Hormonen hat und 1 Woche lang die Placebo-Tabletten in der Packung nimmt. Dabei hat man dann die Abbruchblutung und fährt gleich anschliessend mit der neuen Packung weiter. In den Packungen der Frauen sollen diese Placebo Tabletten nun falsch abgepackt worden sein – nämlich am Anfang der Packung eingefüllt. Die Frauen hätten demnach eine zu lange Pause gemacht – die verhütende Wirkung der Pille ist dadurch nicht mehr gegeben, deshalb wurden sie schwanger. Die Firma selbst sagt, die Frauen seien aufgrund eigener Einnahmefehler schwanger geworden.

2011 hat die Firma Qualitest Millionen Packungen von 8 ihrer Pillen freiwillig zurückgezogen, nachdem herauskam, dass Pillen in umgekehrter Reihenfolge in die Packungen gefüllt wurden. Laut Firma:

„Our commitment is to patient safety and we take product quality very seriously. … There is no new or recent product recall. The recall that forms the basis of this suit was entirely voluntary and occurred more than four years ago in September 2011. The voluntary recall occurred based on an extremely small number of pill packs that were manufactured by an external contract manufacturer. Endo has been able to confirm only one blister pack that manifested a defect and was sold to a patient. Additionally, courts have dismissed cases arising out of the recall because the plaintiff could not establish that she purchased a defective package.“

Oder auf deutsch: „Wir sind sehr auf Patientensicherheit bedacht und nehmen Produktqualität ernst … Es gibt keinen neuen oder kürzlichen Produkterückruf. Der Rückruf der die Basis dieses Falles bildet war absolut freiwillig und hat sich mehr als 4 Jahre zuvor im September 2011 abgespielt. Der freiwillige Rückruf basierte auf einer extrem kleinen Zahl Pillenpackungen, die von einem externen Vertrags-Hersteller produziert wurde. Endo konnte nur eine Blisterpackung identifizieren, die einen Defekt aufwies und die an einen Patienten verkauft wurde. Zusätzlich haben Gerichte schon Fälle zurückgewiesen, die auf diesem Rückruf beruhen, weil der Ankläger nicht beweisen konnte, dass sie eine defekte Packung gekauft hat.“

Ich sehe das so: Wenn eine Packung falsch abgefüllt war, dann waren das sehr wahrscheinlich andere auch – immerhin füllt man das nicht von Hand ab, da war wohl eine Maschineneinstellung falsch … und die Qualitätskontrolle hat versagt.

Andererseits: die Placebo-Tabletten (7 Stück) und die Hormontabletten (21 Stück) haben unterschiedliche Farben. Das sollte / könnte eigentlich der Anwenderin auffallen … Bei uns gibt es übrigens noch kaum die 28er Packungen, die meisten sind 21 Tabletten und dann muss man selber an die Pause denken und daran rechtzeitig wieder anzufangen.

Auf jeden Fall ist sowas ein Alptraum. Für die Herstellerfirma und auch für die Frauen, die wohl nicht schwanger werden wollten. Die verklagen jetzt die Firma auf unterschiedliche Leistungen: von Schadenersatz bis Unterhalt des Kindes bis zur Volljährigkeit (inklusive Ausbildungskosten)…

Von Müttern für Mütter: Pampers Monatsration gewinnen und Impfungen spenden

Ich erhalte kein Geld für diesen Post, nur die Möglichkeit Euch etwas gewinnen zu lassen (dazu unten mehr) – und unterstütze dabei ein mir wichtiges Thema: Impfen.

Unicef und Pampers haben dieses Jahr zum 10. Mal ihr gemeinsames Projekt: „1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis“ und unterstützen dadurch das UN-Kinderhilfswerk UNICEF. In den vergangenen Jahren wurde schon viel erreicht. Es wurden bisher etwa 300 Millionen Impfdosen gespendet und Tetanus bei Mutter und Kind in 17 Ländern praktisch elimininiert (also nur noch 1 Fall pro Tausend Geburten).  Dieses Engagement wird auch zukünftig fortgesetzt, denn noch immer sind Millionen Frauen und ihre Neugeborenen weltweit von Tetanus bedroht. Pampers spendet deshalb von Oktober bis Dezember 2015 mit jedem Kauf einer Packung Windeln oder Feuchttücher mit dem UNICEF-Logo den Gegenwert einer lebensrettenden Impfdosis gegen Tetanus an UNICEF.

Aktuelle Botschafteriin für die Aktion ist Franziska Knuppe, die auch selber auf den Phillipinen war (das vor 2 Jahren durch einen Taifun arg gebeutelt wurde):

5_Franziska_Knuppe_auf_den_Philippinen

Als Tochter einer Kinderärztin hat Franziska Knuppe eine gute Vorstellung davon, wie wichtig und lebensnotwendig Impfungen gegen Tetanus bei Müttern und Neugeborenen sowie der kontinuierliche Aufbau der Gesundheitsversorgung nach dem Taifun sind: „Noch immer sind 40 Prozent der Neugeborenen und jede zweite Frau auf den Philippinen nicht gegen Tetanus geimpft. Es ist beeindruckend zu sehen, dass die Hilfe trotz der widrigen Umstände ankommt und sich die Situation auch dank des Engagements von Pampers für UNICEF stetig verbessert. Ich bin stolz, ein Teil dieses Projekts zu sein.“

Und damit ein paar von Euch auch etwas von dieser Sache haben, darf ich hier

3 x eine Monatsration Pamper verlosen

(Wobei eine Monatsration je 3 x Pampers Active Fit und 2 x Pampers Baby dry beinhaltet)

Packshot_Pampers_UNICEF

Wer mitmachen möchte, sollte seinen Wohnsitz in der Schweiz haben und mir bis am 22.11.15 einen Kommentar (mit mailadresse, unter der man erreichbar ist) hinterlassen mit „Ich will gewinnen“.

Das muss ein Fleck gewesen sein !

Beim durchgehen von Mitteln gegen Flecken (so viele haben wir nicht mehr an Lager), ist mir das aufgefallen beim Mittel gegen Obst+Rotwein+Gemüse:

schmutzig

Wer sieht’s? … gelegentlich gebraucht im Jahr vorher (nicht ganz einmal monatlich) … und dann im April grad 17 auf’s Mal.

Und alles was ich denke ist: Wow. Das muss aber ein Riesen-Fleck gewesen sein.

(Zumindest Rotwein. Es gäbe ja noch ein Mittel gegen Blut und Rost-Flecken … da hätte mich das doch mehr beunruhigt)