Blogparade: Ohne Apotheke*r fehlt Dir was

Das wollte ich schon lange einmal machen, aber jetzt hat mich die Seite ohne Apotheke*r fehlt dir was auf die Idee gebracht: machen wir doch eine Blogparade!

Ohne Apotheke_r(3)

Ihr hört von mir ja (immer) die Apothekenseite, aber ich fände es enorm spannend auch einmal die andere (nämlich Eure) Seite zu sehen.

Erzählt / Beschreibt / Zeichnet etc. die eindrücklichste Erfahrung, die ihr oder jemand, den ihr kennt in einer Apotheke gemacht habt. Gut oder (vielleicht) auch schlecht.

Das kann von jeder Seite sein: sei es als Patient mit einem Rezept, normaler Kunde mit einem Problem oder Produktewunsch oder auch als Arzt oder als selbst Angestellte in der Apotheke (Apotheker, Patient, PTA, Pharmaasistentin).

Da kann es gehen um einen speziellen Einsatz, den die Apotheke geleistet hat, die treffende Beratung, den kreativen Lösungsansatz, den entdeckten Fehler, die widerspenstige Krankenkasse, das kann aber auch ein Problem in der Apotheke selber sein und wie damit umgegangen wurde.

Das darf aktuell sein oder Ferienerlebnis oder Erinnerung von früher. Es besteht keine Beschränkung darin, wo die Apotheke war. Wer schon einmal darüber geschrieben hat., darf das auch überarbeiten und dafür noch einmal veröffentlichen.

Um an dieser Blogparade teilzunehmen gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Du bist selber Blogger? Dann schreibe deinen Artikel auf Deinem Blog und verlinke ihn unten in den Kommentaren.

Es ist auch möglich, den Post auf facebook zu schreiben … dort finde ich einfach etwas schade, weil das mit der Zeit untergeht.

Du hast keinen eigenen Blog? – dann schicke mir dein Erlebnis per mail (an pharmama08(at)gmail.com) und ich veröffentliche es auf pharmama.ch

Unter den Teilnehmern der Blogparade verlose ich am Ende je Zwei signierte Bücher von mir: „Haben Sie diese Pille auch in grün?“ und „Einmal täglich“.

In die Blogparade (samt Auswertungs-Artikel und die Verlosung) werden die Beiträge aufgenommen, die entweder als Trackback unter diesem Artikel auftauchen oder in den Kommentaren genannt werden. Das Bild oben darf dafür gerne kopiert werden. Falls das wahnsinnig guten Anklang findet, besteht die Möglichkeit, die Beiträge am Ende in einem ebook zusammenzufassen.

Enddatum der Blogparade ist in 4 Wochen (am 5. Mai 2016)

Ich bin gespannt auf Eure Erlebnisse und Gedanken!

Honigsüsse Nachfragen

„Für was braucht man Palmhonig?“

Fragt mich der ältere Mann in der Apotheke.

„Mein Enkel hat mir das aus Jamaica mitgebracht und das soll gut sein.“

Pharmama: „Ich muss zugeben, ich kenne das gar nicht. Aber wenn sie einen Moment warten, mache ich mich schlau.“

Google hilft.

Palmhonig: Aus dem eingedickten Zuckersaft einer Palmpflanze.

… Anwendung … ich suche nach medizinischer Anwendung und finde: nichts.

Ich gehe wieder nach vorne. Die Kurzrecherche muss reichen.

Ich erkläre ihm, wo Palmhonig herkommt, dass das also kein wirklicher Honig von Bienen ist, und dass man ihn zum kochen brauchen kann wie normaler Honig. Medizinische Anwendung habe ich nichts gescheites gefunden, was ich noch einmal betone – immerhin fragt er hier in der Apotheke, also …?

„Ach – das habe ich auch nicht erwartet. Ich verwende das also in der Küche wie normaler Honig, ja?“

„Ja.“

„Danke, wiedersehen!“

Ummm … und dafür geht man in die Apotheke? Also … ich bin ja für Rezepte zuständig, aber nicht für die Küche.

Andererseits betreibe ich hier echt Grundlagen.. naja -bildung.

Letztens hatte ich eine, die kam in die Apotheke um zu fragen, ob wir Honig haben. Hatten wir tatsächlich – ich zeige ihn ihr. (ja, wir haben nur eine Variante, nicht den medizinischen, den man für Wundpflege einsetzt, sondern stinknormalen)

Frau: „Da steht drauf Akazienhonig. Haben Sie denn keinen richtigen?“

Pharmama: „Wie meinen Sie richtig?“

Frau: „Na, Bienenhonig. Auch im Kaufhaus nebenan, da haben sie nur Waldhonig oder Blütenhonig oder eben Akazienhonig.“

Pharmama: „Aber … das ist alles Honig – das zeigt nur, wo die Bienen dafür gesammelt haben.“

Frau: „Wirklich? Oh. Dann kann ich den auch nehmen?“

„Ja.“

Rückmeldung

Sooo … ich bin wieder da. Also: zurück in der Schweiz, heisst das. Noch etwas jetlag-ed und müde, aber sehr wohlauf. Demnach geht’s hier gleich weiter.

Erst mal aber: in meiner Abwesenheit (am 1. April – kein Scherz) wurde das Blog 8 Jahre alt! Ebenfalls etwa um die gleiche Zeit haben wir die 7 Millionen-Besucher-Marke überschritten.

Da kann ich nur sagen: Ui. Danke an alle, die hier vorbeischauen – speziell Danke an meine regelmässigen Leser (und Kommentierer).

In dem Sinn … ich bin gespannt, wohin die Reise mit dem Blog hier noch geht.

quovadis

Mission impossible

Passend zum 1. April – Rerun von 2010. Es schreibt Leserin Christine aus Katalonien:

Am Samstag kam zu mir einer in die Apotheke und wollte Glycerol in
Pulverform kaufen. Das wäre für ein Rezept, um etwas zu kochen.
Kennst du Glycerol (was ich als hygroskopische Flüssigkeit kenne) in
Pulverform? Oder meinte der Nitroglycerin? Aber damit kocht man ja nun
auch nicht. Ich hab ihn dann gefragt, ob sich jemand mit ihm einen
Scherz erlaubt hat. Abgeben konnte ich natürlich nichts.

Naja, es gibt immer wieder Lehrchefs, die sich mit den Auszubildenden Scherze erlauben, indem sie sie losschicken, etwas zu besorgen, was es offensichtlich nicht gibt.

Wir hatten in der Apotheke auch schon solche Anfragen:
Nach Curryblüten – Curry ist eine Gewürzmischung (aus Kurkuma, Koriander, Kardamom, Ingwer, Nelken, Zimt und mehr) das kommt nicht von einer Pflanze mit dem Namen.
Owidum-Tropfen – einmal laut sagen, dann weiss man, dass es das nicht gibt.
Mückenfett – ja, klar.
Wasser in Pulverform oder Kristallwasser ist auch etwas nettes. Kristallwasser  ist in Kristallen gebundenes Wasser. Beispielsweise beim Kupfersulfatpentahydrat.

Von meinem Mann mit Mechanikerausbildung kenne ich folgende Besorgungen:
Feilen-Fett– für besonders glatte Oberflächen
Kolbenrückzugsfeder
Zündfunken

Und bei meinem Computer-techniker-Freund wollte jemand ein W-LAN Kabel haben ..

Wer in der Apotheke seine Pharmaassistentin oder den Apotheker im Praktikumsjahr verarschen will, dem empfehle ich dieses Rezept (von Stefan. Merke: die besten Rezeptefälscher sind Apotheker selber, wir wissen, wie die Dinger aussehen müssen)

Doch, doch. Pasta Theobromae gibt es. Steht schliesslich auch im Wichtel :-)

Und auf was für „Mission impossible“ seid ihr als Auszubildende geschickt worden?