Der Sonne davon…

Die Schweiz hat uns wieder – und der Winter offenbar auch. Nichts mehr mit Sonne und warm :-(

Der Rückflug war lange (12 1/2 Stunden)- aber wir hatten Glück, er hätte noch länger werden können. Kurz nach Start und Aufstieg informierte uns der Pilot, dass er noch keine Bewilligung bekommen habe auf die geplante Flughöhe von etwa 11000 m zu steigen, offenbar wegen einer anderen Maschine. Unser Flug war voll – und offenbar auf mit maximaler Beladung. Das Problem sei nun, dass wenn er nicht steigen darf, wir zuviel Treibstoff verbrauchen, dann wird er langsamer fliegen müssen, sonst reicht der Treibstoff nicht bis zum Zielflughafen. Uh – echt?

Ah, und dann war da noch die Durchsage, ob „ein Arzt an Bord ist“ – ich habe allerdings nicht gesehen oder gehört, um was es ging – offenbar war es dann doch nicht so schlimm – das hätte aber eine ungeplante Zwischenlandung geben können.

Jedenfalls hatte ich Musse ein bisschen der Umgebung zuzuhören und habe mich köstlich amüsiert über eine krebsrote jüngere Frau, die ihrer Freundin detailliert erzählt hat, wie sie denn zu dem Sonnenbrand gekommen ist: Sie ist auf dem Weg zum Strand im offenen Fahrzeug gefahren – und dachte, sie könne gar keinen Sonnenbrand bekommen, weil sie sich ja vom Fleck bewegt hat.

Klar – Sonnenbrand bekommt man ja nur, wenn man herumliegt ….

Schön, hier zu sein

Ist das nicht ein toller Blick von unserem Hotelzimmer? Wir haben hier einen (für uns) erstaunlichen Luxus. Dabei ist es nicht das Hotel, das wir ursprünglich gebucht haben…. Eine Woche vor Ferienbeginn bekamen wir ein Telefon vom Reisebüro: „sitzt ihr?“ fragte sie. „wir haben gerade die Nachricht bekommen, dass in Eurem Hotel gebaut wird… Es könnte lärmig sein.“ Ach nee!
Sie hat uns aber 2 andere Hotels anbieten können, ohne Aufpreis (obwohl teurer als das von uns ausgesuchte). Beim einen sind Kinder aber erst ab 12 „willkommen“, das andere liegt etwas abgelegen – das bedeutet, man kann nicht so einfach aus Essen und Shoppen. Wir haben uns dann doch für das abgelegene entschieden – es sind ja auch Ferien für Junior, nicht nur für uns … Dafür mieten wir für die 2 Wochen grad ein Auto, damit wir mobiler sind. Das ist gar nicht so teuer, mit 660 Franken ist man dabei. Den Transfer Flughafen – Hotel sparen wir dadurch auch, das sind schon 210 Franken, und das Essen außerhalb der Anlage ist auch einiges günstiger ( lies: 1/4 – 1/3 billiger) und abwechslungsreicher- das gleiche gilt für Ausflüge buchen und Einkaufen.

Das Hotel ist schon beeindruckend. 3 km Pool, 3 Restaurants (italienisch, thailändisch, japanisch), SPA, Schöne Zimmer mit Poolblick (s.o.), Riesen-Bad, reichhaltiges Frühstücksbuffet, Kids Club, gratis Tücher, WLAN überall … ganz schlecht für mich :) … Und für Euch, weil ihr dann so Posts ertragen müsst …

Apropos Päckchen …

Man muss nicht zwingend  in fremde Länder reisen um sich eine exotische Krankheit zu holen …

Malaria per Post

Ein Mann in Strassburg ist 14 Tage nach dem Erhalt eines Lebensmittelpakets aus Kamerun an Malaria erkrankt. Aus dem Paket waren nach dem Öffnen 2 oder 3 Mücken entwichen, die ihn auch gestochen haben.
Folgen für den Reisenden: Risiko gering. Ähnliche Fälle werden oft als Flughafenmalariafälle entdeckt.

Ref: le Parisien

Das mit den Flughafenmalariafällen ist ein Hinweis darauf, dass in der Umgebung von Flughäfen eben auch gelegentlich Malariafälle auftreten, die durch von Reisenden eingeschleppten Mücken verursacht werden.

Kotztüte

Also die Bildgebung soll mir mal jemand erklären: Schiff, Flugzeug, Bus = alles Orte, wo man Reisekrank (Seekrank, Luftkrank) werden kann – aber was soll das Apothekerkreuz zuunterst??

(Das Bild hätte ich hier gebrauchen können).

Windelblog

Nein, keine Angst, das hier wird kein Windelblog. Wahrscheinlich ist das sogar das letzte Mal, dass ich Windeln erwähne, denn … Junior braucht (endlich) keine mehr! Hurrah!

Lange genug hat es gedauert – da sagen alle Ratgeber, man soll mit dem Toilettentraining dann beginnen, wenn das Kind sagt, dass es auf die Toilette muss – also wenn es das spürt und sich in die Richtung artikuliert. Ja. Haben wir gewartet. Und ab und zu wieder mal gefragt: „Musst du Bisi machen? Musst Du Gaga machen?“ (Jaja, ich weiss. Babysprache. Aber gibt es da einen Ausdruck oder zwei, die das beschreiben und sich nicht so anhören?)

Und irgendwann mal … da ist er fast 3 1/2, ist es endlich soweit. „Mama, ich muss Bisi machen“ – oder „Mama, ich habe Fudi Aua“ … ein deutlicher Hinweis, dass Nummer 2 auf dem Weg ist.

Und so sind wir mit ihm auf die Toilette gegangen und haben ihn belohnt für sein erfolgreiches Geschäft (mit Stickern auf der Toilettentüre). Dann macht man den Schritt und lässt die Windeln weg und er bekommt die „grosse Junge Unterwäsche“.  Nur 2 Wochen hat die Übergangsphase gedauert. Wow.

Und bis auf ein, zwei Unfälle ist er tatsächlich trocken, sogar Nachts. Das mit den Unfällen werfe ich ihm nicht vor. Vor allem am Anfang hat man nicht gerade viel Zeit zwischen der Ansage (ich muss mal) und der Tat. Dazu kommt, dass er natürlich gleich selber alles machen muss, das heisst, ich darf ihn nicht immer begleiten. Und wenn der Toilettendeckel unten ist … na ja, einmal hat es einfach nicht mehr gereicht, ihn hochzuklappen …

In den Ferien auf Tinos war er dann ganz windellos unterwegs. Wir haben genau 2x eine gebraucht, nämlich am Strand. Was macht man am Strand (ohne Toilette), wenn das Kind auf einmal ankündet, es müsse jetzt Gaga machen? Also ins Meer gehe ich da sicher nicht mit ihm, das finde ich gruusig. Aber das ist eine Lösung: Sandeimer nehmen, mit Windel auslegen, fertig ist die Impromptu Toilette.

Toll auch, wenn man mit dem Auto irgendwo unterwegs ist. Wurde eigentlich schon mal jemand bestraft, weil er mit dem Kleinkind an der Strasse pinkeln gehen musste?

Ein paar nette Situationen hatten wir dann auch noch. Z.B. wenn man nach dem Essen im Restaurant noch etwas sitzt und Junior losläuft um sich umzusehen. Nach 3 Minuten gehe ich hinterher zu sehen, was er macht. Und er kommt mir um die Ecke entgegen. Hose und Unterhose an den Knöcheln unten und verkündet lauthals und stolz: „Ich bin auf der Toilette gewesen!“

Ja. Man siehts.

Kann man eigentlich gleichzeitig stolz sein und sich schämen? In dem Moment habe ich das geschafft.

Wieder Einarbeiten

So, wir sind wieder zurück.

Aaaahhh – ich gehe ja gerne in die Ferien, aber genauso gerne komme ich auch wieder zurück. Zum Glück habe ich noch ein paar freie Tage, bevor Montag wieder der Arbeitsalltag losgeht.

Wobei – Alltag. Es gibt schon einiges, was sich auch in der Apotheke immer wiederholt an Arbeit, dazwischen wird das aber immer wieder unterbrochen von – sagen wir mal- Überraschungen und Herausforderungen. Ungewöhnlichem, Aussergewöhnlichem, Neuem … das können Patienten sein, Kunden, das Computerprogramm – Ah, ja, die LOA IV ist ja jetzt endlich da (das neue Abgeltungs-Abkommen zwischen dem Krankenkassenverbund und den Apotheken). Am Montag werde ich also eine Zeitlang verbringen, die Änderungen zu suchen und mich einzuarbeiten. Dann die Post, Direkt-Bestellungen meiner Depots, während meiner Ferien aufgetretene spezielle Probleme mit der Krankenkassenabrechnung undsoweiter undsofort. Ich bin gespannt.

Aber bevor ich dort anfange, habe ich zuhause noch ein bisschen zu tun: noch mehr Post, Fotos anschauen, Mails anschauen, ganz viele Blogposts nachlesen (das kommt davon, wenn man keinen Internetanschluss hat in den Ferien – da hat sich einiges angestaut)…

Jedenfalls: ich bin wieder da und ihr werdet bald wieder mehr von mir zu hören bekommen – das als faire „Warnung“ :-)