Wer hätte das gedacht? Das Pulver, das ich zu der auf dem Wochenmarkt gekauften Grapefruit bekommen habe, ist nicht nur Rohzucker – sondern enthält grob pulverisierte trockene Chili!!
Scharf, scharf, scharf! (aber unerwartet gut).
Kategorie: Familie
Oh, Junior!
Um das gleich vornewegzunehmen, uns geht’s gut hier in Khao Lak. Wir leiden zwar immer noch arg unter Jetlag und schlafen viel zu viel, aber wir genießen das warme Wetter, den Pool, das Meer und nicht zu vergessen das feine thailändische Essen.
Apropos Essen. Junior macht einen auf selbständig und bestellt gleich selbst. Zumindest versucht er es. Zum Glück verstehen ihn die Thailänder aber nicht, so dass er trotz insistieren (Glace! Das da! *zeig*!) doch keine Glace zum Abendessen bekommt…. Zumindest nicht als Hauptgericht.
Dafür holt er wenn er ausgetrunken hat selbst Nachschub. Das heisst, er schnappt sich das Glas und läuft damit zur Theke, wo er es hinstellt und erwartungsvoll guckt und sagt „noch eins!“ -und das klappt!
Von mir hat er das nicht – ich war zu schüchtern für so etwas. :)
Jedenfalls amüsiert uns das und lässt uns sein sonst alles andere als untadelige Verhalten am Tisch verdrängen … Ernsthaft: weiß jemand eine gute Methode, dass er am Tisch sitzenbleibt solange wir Essen? Nach jeweils ein paar Bissen springt er auf und will etwas anderes machen.
Hmpf. Zum Essen zwingen will ich ihn nicht … so fein es auch ist. Aber sitzenbleiben … Nur für eine Viertelstunde … Bitte?
Dreister Einbrecher
Passiert zwischen Weihnachten und Neujahr bei unseren Nachbarn.
Sie sitzen gemütlich beim Nachtessen in der Küche, als die Tochter, die zu Besuch da ist sagt: „Da hat grad jemand in die Küche geschaut!“ Das ist etwas überraschend, da sie im 2. Stock sind, die Wohnungstüre und Fenster alle geschlossen sind und sonst eigentlich niemand in der Wohnung sein sollte.
Ja, sollte. Ist aber nicht.
Ein Einbrecher hat den Weg über ein Fenster in den Hausgang gefunden, mit Spezialwerkzeug die abgeschlossene Wohnungstür (ein Sicherheitsschloss) geöffnet und ist einfach reingekommen, während die Familie beim Essen sitzt.
Er nimmt das Portemonnaie der Tochter vom Tischchen in Gang, durchwühlt ein paar Schubladen im Büro, wo er das Portemonnaie und eine Uhr vom Vater findet und schaut schliesslich in die Küche.
Als er merkt, dass er entdeckt worden ist, schliesst er die Familie in der Küche ein und flieht über Fenster und unser Vordach.
Offensichtlich ein Profi, der auch noch Handschuhe getragen hat. Ziemlich skrupellos.
Da fühlt man sich in der eigenen Wohnung auf einmal nicht mehr so sicher, oder?
Weihnachtsabend
Zeit mit Familie und Freunden verbringen – Leuten, die man gerne hat. Gutes Essen, ein paar Geschenke, sentimentale Musik, mit Liebe geschmückter Weihnachtsbaum. Wärme drinnen, während es draussen kalt ist und schneit oder regnet.
Zeit zur Besinnung und Dankbarkeit.
Ich bin Dankbar. Für meine Familie, für Kuschelbär und Junior, für meine Arbeit, dass es den Leuten, die ich kenne mehrheitlich gut geht.
Und ich Danke auch Euch, liebe Besucher dieses Blogs. Für Euer Interesse, für Eure Kommentare, fürs Lesen.
Und ich hoffe, dass es Euch auch allen gut geht!
Pharmama
Basteln mit Junior: Salzteiggebäck
Man nehme: 2 Tassen Mehl, 1 Tasse Salz, Wasser q.s. (lateinisch quod satis: d.h. bis es genug ist) um einen geschmeidigen, aber nicht-klebenden Teig herzustellen
Alles gründlich mischen, Wasser portionenweise dazugeben. Teig auswallen ca. 1/2 cm dick
mit Guetzli-Förmchen Teile ausstechen, vorsichtig auf ein Backblech mit Backpapier transferieren. Mit Zahnstocher Löcher reinstossen – damit man sie als Geschenkanhänger oder Christbaumschmuck brauchen kann.
Im Backofen bei 150 Grad etwa 45 Minuten backen, bis sie hart sind (dauert ev. länger).
Abkühlen lassen und mit Wasserfarben anmalen.
Fertig!
Rechts unten noch eine Variante: ich hatte noch Reste, also habe ich sie zusammengeknetet und wir haben noch einen Handabdruck gemacht. Ist gut geworden, aber der muss noch etwas nachtrocknen, weil er dicker ist.
ich: Versuchskaninchen
Apotheker sind Pharmazeuten – und als solche auch an der Entwicklung von Medikamenten beteiligt – nicht nur am Verkauf und Vertrieb. Ein Grund mehr, die Forschung und Entwicklung ein bisschen zu unterstützen – und gleichzeitig etwas über die Prozesse zu erfahren, indem man sich als Versuchskaninchen für neue Medikamente oder Grundlagenforschung zur Entwicklung stellt.
Ich habe das bisher einige Male gemacht.
Das erste Mal der Vergleich von pflanzlichen Schlaftabletten gegenüber Placebo und Rohypnol (starkes Schlafmittel).
Dabei wurde geschaut, ob es beim pflanzlichen Schlafmittel auch einen Overhang gibt am nächsten Morgen, also ob man dann immer noch müde und reaktionslangsamer ist wegen dem Medikament. Die Studie war doppelblind und placebokontrolliert – also wusste weder Prüfer noch Proband (ich), was man bekommt. Ich musste am abend vorher einen Reaktionstest ablegen (etwas mit blinkenden Lichtern und Zahlen, sowie eine Fahrprüfung am Monitor) dann 2 Kapseln schlucken nachts um 1 Uhr – da war ich schon müde, weil ich da normalerweise tief schlafe, also kann ich nicht sagen, ob die Kapseln etwas gebracht haben. Dann am Morgen noch einmal derselbe Reaktionstest und Fahrprüfung. Ich schnitt besser ab als am Abend vorher – typisch Lerneffekt. Die spätere Auswertung zeigte dann auch, dass ich das Placebo hatte.
Ein paar Tage später ein Anwendungstest zur Entwicklung von einem pflanzlichen Schlafsirup. Das kann man schlecht gegen Placebo testen, denn der enthält Baldrian, das wirklich einen typischen Geruch hat und man nicht verstecken kann. Da musste ich wieder einen Fahr- und Reaktionstest machen, ausserdem Seitenweise p’s, d’s, q’s und b’s anstreichen. Dann den Sirup nehmen, eine halbe Stunde warten und das Ganze nochmals. Dann war ich entlassen. Dazu kann ich nur sagen: der Sirup wirkt: auf dem Nachhauseweg bin ich um ein Haar mitten in der Stadt auf dem Bus eingeschlafen.
Dann eine Studie zu PMS – das ist das Prämenstruelle Syndrom. Den Frauen dürfte das Problem bekannt sein: vor und mit Beginn der Periode auftretende Probleme wie Kopfschmerzen, Migräne, Brustspannen, Bauchkrämpfe, sehr schmerzhafte Blutungen, Stimmungsschwankungen … ja, ja, macht ihr Männer nur Witze wie Hormongesteuert wir Frauen sind. Das war auch ein Ziel der Untersuchung: zu schauen, ob die Probleme eventuell von einem phasenweise erhöhten Prolactinspiegel herstammen können … und ob ein pflanzliches Medikament mit Vitex agnus castus (Mönschspfeffer) einen Einfluss auf Hormonspiegel und Beschwerden hat. Dazu gehörte eine einige Monate lange tägliche Einnahme des Medis, Fragebogen und regelmässige Blutentnahmen. Auch da kann ich sagen: Das Medikament wirkt .. es braucht etwas Anlaufzeit (3 Wochen mindestens) und man muss es täglich nehmen. Wenn man es absetzt ist auch die Wirkung bald w … nun ja. Ich habe zum Glück nur mässig PMS, was sich mit Schmerztabletten im Zaun halten lässt.
Und zuletzt noch eine Studie zu Malariamedikamenten. Da haben meine Eltern auch mitgemacht, als wir zusammen in Südafrika waren. Jeder von uns bekam eigene Kapseln mit, zu nehmen jeweils 1 abends, anzufangen 1 Woche vor bis 2 Wochen nach dem Malariagebiet. Was wir bekamen wussten wir nicht, wir mussten nur unsere Erfahrungen festhalten. Da weiss ich bis heute nicht, was es war – aber es ist ein Medikament, das ich nicht speziell gut vertragen habe – es machte mir Kreislaufprobleme und Übelkeit. Lariam hatte ich inzwischen auch schon, das vertrage ich – es macht nur eine Menge seltsame Träume. Malarone hatte ich auch schon – und keinerlei Probleme damit.
Ich sage nicht, dass man sich unbedacht als Versuchskaninchen zur Verfügung stellen soll, aber es kann eine interessante Erfahrung sein, nutzt der Forschung und gelegentlich gibt es sogar etwas Geld.
Hat jemand von Euch auch schon so etwas gemacht?






