Eine gute und eine schlechte Nachricht

Heute habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht: Gut für mich, vielleicht nicht ganz so gut für Euch: Pharmama geht nämlich in die Ferien.

Das bedeutet, dass es hier in den nächsten 2 Wochen ruhiger sein wird. Zum Bloggen komme ich da nämlich kaum – vielleicht schicke ich aber das eine oder andere Foto.

Wünscht uns gutes Wetter, eine schöne Reise und vor allem einen ruhigen Flug (ich hasse fliegen!).

Götter-Götti

Ein Götti – für diejenigen, die den Ausdruck nicht kennen, ist ein Taufpate.

Junior hat deren gleich 3 – 2 Frauen und 1 Mann. Normalerweise sind es meist nur 2, einer männlich, einer weiblich, aber wir brauchten noch eine Person, die noch in der Kirche ist -ansonsten hätten wir Junior nicht taufen lassen können.

Jedenfalls ist das wohl immer so eine Sache mit den Gotten/Göttis. Vom Prinzip her sind sie ja da, dem Kind einerseits die Religion näher zu bringen (auch wenn das heute nicht mehr im Vordergrund steht) und dann sind sie die Personen, die angefragt werden, sollte uns Eltern etwas passieren, ob sie ihn annehmen (auch das ist nicht mehr zwingend heute).

Das heute wohl wichtigste aber, was eine Gotte/Götti einem Gottekind jedoch schenken kann ist … Zeit.

Zu den üblichen Hoch-Zeiten wie Ostern, Geburtstag, Weihnachten – da sind die Gotten/Göttis dabei. Und wenn sie gut sind, sind sie auch verfügbar für kleinere Ausflüge oder sonstiges.

Jedenfalls … haben wir wohl bei der Wahl des Göttis einen Fehler gemacht. Ich bin nicht ganz sicher, an was es liegt … vielleicht haben wir seine Kinderfreundlichkeit überschätzt, vielleicht war ihm Junior zu anstrengend, vielleicht passte er nicht in seine sonstige Lebensplanung …

… langer Rede kurzer Sinn, gerade die Person, die am nächsten bei uns wohnt von allen Göttis und die als Mann vielleicht noch wichtig wäre auch als Rollenfunktion neben Papa – hat sich nach Juniors 2. Geburtstag praktisch nicht mehr um ihn gekümmert. Einmal hat er ihn mitgenommen in einen Park, dann war gar nichts mehr bis zum 3. Geburtstag. Und da hat er erst nicht reagiert auf die Einladung und dann gemeint, er sei krank. Mein Kuschelbär hat ihm dann angeboten, ihn zu holen und zu bringen … und er hat für den Götti ein kleines Geschenk besorgt, weil der auch daran nicht gedacht hat.

Danach haben wir etwas abgewartet, ob noch etwas folgt  – und als es das nicht tat (auch wieder nix an Weihnachten oder Ostern) – habe ich gefunden, ich müsse jetzt etwas mehr Klarheit in der Situation haben und habe angefragt, wie er das denn jetzt sieht mit dem Götti-sein.

Die Antwort: „Ich bin zur Zeit nicht in der Lage, etwas zu verändern. … ich wünsche, dass Du mich von meinen Pflichten als Götti entbindest, da ich diese Aufgabe nicht erfülle!“

Jaaa …. ok. Ich wollte ja Klarheit, jetzt habe ich sie. Und ich bin eher für ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

Trotzdem …  Junior täte ein richtiger Götti gut.

Da haben wir jemanden anderen von unseren Freunden gefragt – eigentlich den, den ich ausgesucht hätte, wenn ich nicht schon gewusst hätte, dass er schon ein (nein, 2) Göttikinder hat. Er mag nämlich Junior sehr und kommt wunderbar aus mit ihm. Und … er hat zugesagt!

Das war ein Glücksfall sondergleichen!

Ein paar Beispiele?

Wer geht mit in den Zolli an einem Wochentag? Er.

Junior kommt frisch in den Kindergarten. Wer ruft am Abend noch an und erkundigt sich bei ihm, wie der erste Tag gegangen ist? Er.

Wer schickt ihm aus den Ferien eine Postkarte, eigens adressiert an Junior? Er.

Manchmal sind es auch die kleinen Dinge, die so viel bedeuten.

Ich sag’s doch: ein Götter-Götti!

Danke!!!

Krankenkassen-Werbeanrufe: auf der Suche nach den „guten Risiken“

In den letzten 2 Wochen habe ich zuhause wieder mindestens 3 Anrufe von Krankenkassen (respektive deren Makler) bekommen.

Und das obwohl eigentlich seit dem 1. Juni diese Jahr damit weitgehend Schluss sein sollte.

Seit dem Tag gilt nämlich der Verhaltenskodex der Santesuisse (das ist der Zusammenschluss der Schweizer Krankenversicherer), der besagt, dass „telefonische Kaltaquise“ für die Grundversicherung nicht mehr erlaubt ist. Das heisst sie dürfen am Telefon keine Grundversicherung mehr anbieten. Erlaubt bleiben „nur“ Beratungen für eine Zusatzversicherung. Zudem dürfen Krankenkassen auch keine Versicherten anrufen, die in den letzten fünf Jahren nicht Kunden bei ihnen waren.

Gemacht wurde das Ganze, weil damit verhindert werden soll, dass die Kassen Geld für Telefon-Werbung und Makler ausgeben. Am Anfang hätte daraus ein Gesetz werden sollen, aber die Krankenkassen konnten das mit diesem „Verhaltenskodex“ noch abwenden.

Es sieht nicht so aus, als ob das irgendetwas gebracht hat.

Vielleicht auch, weil der Kodex so viele Ausnahmen zulässt: Wenn ich (oder jemand von der Familie) in den letzten 5 Jahren Kunden waren bei der Kasse dürfen sie trotzdem anrufen. Ebenso, wenn es „nur“ um die Zusatzversicherung geht.  Und dann gibt es natürlich die Kassen, die nicht bei der Santesuisse Mitglied sind- allen voran die Assura, aber auch die Helsana etc.

Jedenfalls: Sie nerven weiterhin. Bei mir waren es die Visana, die Groupe mutuel und die Assura.

Was mache ich jetzt dagegen?

Herausfinden, was der Anrufer will und bei einem Verstoss das melden. Das geht per Meldeformular hier. Die Meldung geht allerdings an die Santesuisse – die bisher offenbar noch nicht viel Grund sieht, da ernsthaft einzuschreiten …

Oder:

Eine bestehende oder fiktive chronische Krankheit angeben – das sind für die Kasse „schlechte Risiken“ – weil sie da mehr Geld hinlegen müssen als reinbekommen, das wollen sie nicht, also hat man zumindest von der Kasse/dem Maklerbüro Ruhe.

Oder:

Wenn man Zeit hat: Zurückfragen mit dem „Gegenskript“ – Ausdrucken, neben das Telefon legen und auf den nächsten Anruf warten …ich kann mir vorstellen, dass das Spass machen kann.

Oder:

Anrufe von Telefonnummern, die man nicht kennt, nicht annehmen und nicht gelistete Anrufe sperren lassen (bei swisscom: Hörer abheben > * drücken > 99 eingeben > # drücken.  Einschaltbestätigung abwarten > Hörer auflegen.)

Anderen zu leid leben – Fortsetzung oder Stopp?

Erinnert ihr euch noch an unsere Nachbarn mit dem Stalker – Problem?

Sie haben einen neuen Brief bekommen. Frankiert diesmal und mit höflicherer Anrede …. aber wirklich von ihrem „Unbekannt“. Darin war eine 20 Euro Note und geschrieben in Schreibmaschinenschrift stand da:

Lieber … und …

Mein Spiel mit euch hat mir viel Spass gemacht. Je mehr ihr euch aufgeregt habt, desto mehr habt ihr mich angetrieben weiterzumachen. Ich bin aber bereit aufzuhören, als Entschädigung liegt etwas Geld bei. Wenn ihr das beenden wollt, müsst ihr versprechen, keine weiteren Schritte gegen mich zu unternehmen – als Zeichen dafür hängt ihr einfach ein weisses Laken oder Kopfkissenbezug aus dem Fenster. In dem Fall würde ich euch einen weiteren Sühnebatzen zukommen lassen.

Keine Unterschrift natürlich und kein Absender.

Was meint ihr?

 

Junior kommt in den Kindergarten

In das erste (freiwillige) Jahr – heisst das.

Und meiner Meinung nach keinen Moment zu früh. Er ist so gerne mit anderen Kindern zusammen – er braucht das –und als Einzelkind kann er das nicht so ausleben.

Trotzdem war es eine ziemliche „Geburt“ – angefangen beim Anmeldeformular, das wir im Dezember bekommen haben.

Kuschelbär war nämlich erst gar nicht dafür, dass er schon „so früh institutionalisiert“ wird – dass Junior schon seit er 5 Monate alt ist, ins Tagi geht, hat er wohl verdrängt.

Ich habe ihm dann dargelegt, dass das nicht nur für Junior, sondern auch für mich gut ist – dann habe ich neben der Arbeit nämlich vielleicht auch ein bisschen mehr Zeit für mich und uns und Hausarbeit …

Bis Januar habe ich ihn dann überzeugt und wir waren an der Infoveranstaltung – wo wir erfahren mussten, dass auch im Kindergarten die Schulferien gelten. Wer ausserhalb Ferien nehmen will, braucht eine Bewilligung und muss sich anmelden und das möglichst früh.

Na toll, im Moment muss ich praktisch noch ausserhalb der Schulferien Ferien nehmen (eine andere Apothekerin hat auch noch Kinder im Schulalter) – also war der nächste Schritt nicht nur endlich die Anmeldung abzuschicken, sondern gleich noch der Ferienantrag. Der wurde auch recht schnell bewilligt – offenbar ist das im ersten Jahr Kindergarten noch nicht das Problem.

Dann hiess es warten, bis der Bescheid kam, in welchen Kindergarten Junior jetzt gehen würde.

Am Infoabend wurde schon gewarnt, dass man zwar Wünsche angeben darf – und soll, diese aber nicht immer gewährt werden können. Sie verteilen die Kinder nach Kapazitäten der Kindergärten und da gibt es manche, die sehr beliebt sind …

Jedenfalls haben wir in der Anmeldung nicht nur einen Wunschkindergarten angegeben, sondern grad deren drei:

Der uns örtlich nächste (einmal über die Strasse fallen und man ist da), derjenige grad bei Juniors Oma und Opa (etwas weiter, aber gut erreichbar über ungefährliche Nebenstrassen) und der Kindergarten direkt neben dem Tagi – der ist so weit, dass Junior nicht alleine wird gehen können, hat aber den Vorteil, dass er im Tagi gelegentlich zu Mittagessen könnte und er ist auch weiterhin einen halben Tag dort.

Endlich im Juni kam der Brief – und die Überraschung (und Frust) waren gross … es war keiner der drei.

Ugh. Der angegebene ist auch noch so gelegen, dass Junior nie allein gehen kann (weit, gefährliche Strassen …).

Ich habe mich dann am selben Tag hingesetzt und einen Rekurs gegen den Entscheid eingelegt. – Dabei kam ich mir vor wie die schlechteste Mutter überhaupt … erst legen wir noch vor Beginn eine Ferienanfrage ein, und dann auch noch Extrawünsche wegen Kiga – das kommt sicher super an bei der Schulleitung.

2 Wochen Bangen später kommt dann ein Telefonanruf: sie sehen es ein, wir müssen nicht einmal an die persönliche Anhörung (die bei Rekursen sonst üblich ist) – Junior kommt in den KiGa beim Tagi.

Super!

Im Juli war Schnuppertag – Junior trägt den selbstgemachten Anhänger mit seinem Namen immer noch herum und erzählt jedem, der es hören mag (und den anderen auch) dass er „Im Sommer in den Kindergarten kommt“!

Und jetzt ist es dann soweit – noch 2 Wochen …