Basteln mit Junior: Seifenblasenlösung

Oder vielleicht besser „kochen“ mit Junior? Das sind die Zutaten:

  • ¾ Liter Wasser (am besten demineralisiert)
  • 70 Gramm Staubzucker
  • ¼ Liter Geschirrspülmittel
  • 1 Esslöffel Glycerin

Alles mischen, am besten dann über Nacht stehen lassen, damit auch alles vom Zucker gelöst ist – fertig!

Ich liebe Seifenblasen fast so sehr wie Junior – und mit der Mischung halten sie auch super-lange. Wir haben auch noch eigene Seifenblasenringe gebastelt: aus Blumendraht und mit etwas Wolle umwickelt. Da man den Ring gross machen kann … gibt es auch Riesen-blasen:

 

Und sie fliegen über die Dächer davon …

Lustig ist auch noch, wie die Blasen platzen wenn sie lange geflogen sind. Die bilden so eine Schicht, die sie fast wie kleine Fallschirme aussehen lässt, die abstürzen. Das liegt vermutlich am Zucker drin … vielleicht haben wir aber auch etwas zuviel genommen.

Das sind frühere Bastelarbeiten:

Warnhinweis

Gefunden in der Betriebsanleitung:

Beim Betrieb des Modells kann es zu Sach- und/oder Personenschäden kommen. Achten Sie deshalb unbedingt darauf, dass Sie für den Betrieb des Modells ausreichend versichert sind, z.B. über eine Haftpflichtversicherung.

Das … tönt fast noch abschreckender als die Nebenwirkungsliste mancher Medikamente.

Die Anleitung gehört zu einem Mini-ferngesteuerten Modellhubschrauber, den Kuschelbär sich heute gekauft hat.

Zu Trennung und Scheidung

Heute in der Post:

Ich zu meinem Kuschelbär: „Willst Du mir etwas damit sagen?!“

Heute Abend, Telefon von meiner Mutter: „Ich habe da eine ganz blöde Frage. Hattet ihr heute einen Prospekt im Briefkasten … über ‚alles Wichtige zu Trennung und …“

Ich: „..Scheidung! Ja, Ja! Ihr etwa auch?“

„Ja … oh, gut …ich dachte schon Junior (der heute morgen bei ihnen war) hat das aus dem Briefkasten der Nachbarn …“

Nun, offenbar hat das hier so ziemlich jeder bekommen. Aber irgendwie finde ich das total daneben sowas als Prospekt zu streuen.

Was denkt  ihr?

Tschüss Herdenimmunität!

Viele Eltern heute verzichten darauf ihre Kinder Impfen zu lassen …

– weil sie denken, das Durchmachen einer Krankheit sei besser für die Kinder

Besser als was? Als es nach der Impfung nicht – oder nur sehr abgeschwächt zu bekommen? Das Immunsystem des Körpers arbeitet nach der Impfung genau gleich wie nach dem Erregerkontakt und produziert Antikörper, nur hat man nicht die Symptome der Krankheit. Ich verstehe nicht, warum jemand sein Kind mit Keuchhusten und Atemproblemen über Wochen sehen will, oder gar mit Hirnentzündung und Blutvergiftung…

– oder weil sie Angst haben vor negativen Impfreaktionen oder späterer Folgen wie Autismus

Impfreaktionen kommen vor, allerdings wesentlich (!) seltener als selbst die seltensten, schlimmsten Komplikationen der Krankheiten. Die meisten Impfreaktionen sind ausserdem leichter Natur. Das mit der Verbindung der MMR-Impfung und Autismus ist erwiesen eine erfundene Geschichte eines medien- und geldgeilen Mediziners, dem inzwischen deshalb auch die Zulassung entzogen wurde. Der Mensch hat mit seiner Lüge unglaublich viel Schaden angerichtet und mit seinen Fehlinformationen auch die Fachwelt derart verunsichert … eigentlich sollte man den mehr bestrafen.

– weil sie die Krankheiten heute praktisch nicht mehr sehen und darum ihre Folgen nicht kennen – und weil sie denken, dass ihre Kinder durch die sogenannte Herdenimmunität geschützt sind. Die Krankheiten treten nämlich nicht mehr auf, wenn genug geimpft sind.

Dass die Impfungen effektiv sind, zeigt zum Beispiel diese nette Grafik. Man beachte die Mortalität dieser einst tödlichen Krankheiten, die um 99% gefallen ist!

Im Prinzip sind Impfungen das Opfer ihres eigenen Erfolges: Man sieht diese Krankheiten heute (kaum) mehr.

Und hier sind Neuigkeiten für die Eltern: Die Herdenimmunität bricht zusammen, wenn weniger als 90% der Leute in der Gesellschaft geimpft sind. Wir sind auf allerbestem Weg dazu. Nein, ich korrigiere: wir haben das Problem schon: mit Masern, mit Pertussis (Keuchhusten), mit Windpocken … und mehr ist am kommen.

Und während man noch darüber diskutieren kann über die Rechte, die man hat als Eltern über die eigene Gesundheit und über die ihrer Kinder … treffen die Eltern am Ende nicht nur eine Entscheidung, die ihre eigenen Kinder betrifft, sondern auch die Kinder auf dem Rest der Welt. Der sogenannten dritten Welt im speziellen.

Was ich meine ist das: der Ausbruch einer heute fast verschwundenen Krankheit mag (bei richtiger Behandlung) nicht gerade verheerende Auswirkungen auf die meisten Leute hier haben … aber ein einziger Reisender der sie mitnimmt nach Ghana oder Kenya… gibt das weiter an die Leute dort …. und das bringt dort eine Menge Kinder um. Das natürlich speziell, weil sie dort nicht so einen Zugang zu Medikamenten und Behandlung haben wie hier.

Auch sollten wir nicht vergessen, dass wir hier bei uns nicht alle impfen können. Sehr kleine Babies profitieren von der Herdenimmunität, genauso wie schwangere Frauen. Dir macht „ein bisschen Röteln“ ja nichts aus … aber die Schwangere bekommt nach Kontakt eventuell ein Kind mit Fehlbildungen.

Wenn man sich entschliesst, seine Kinder nicht impfen zu lassen, sollte man sich auch darüber informieren, was denn die Risiken der Krankheiten sind, denen man sie aussetzt.

Manchmal nutzt auch unser besseres Gesundheitssystem und die Verfügbarkeit von Medikamenten und Behandlung nichts.

Das Kind, das Masern mit der Komplikation Hirnentzündung hat, hat vielleicht eine ziemlich geringe Chance dafür: etwa 1 von 1000 Erkrankten bekommt das. Aber das Kind, das die Hirnhautentzündung dann hat, hat eine fast 20% Chance daran zu sterben und eine fast 40% Chance für bleibende Hirnschäden. … und dann gibt es Leute, die Masernpartys veranstalten. Wie gesagt – für 999 Kinder geht das gut … aber wer sagt, dass das bei deinem auch so ist?

Und Tetanus: Eine Mutter von einem Kind, das ins Tagi von Junior geht (und die arbeitet im weitesten Sinn noch für das Gesundheitssystem) und deren Kind gegen gar nichts geimpft ist, hat letzthin gemeint zum Thema Tetanus … (O-Ton): „da gibt es ja Antibiotika zur Behandlung.“

Ja … trotzdem, wenn ihr Kind das aufliest – und die Tetanus-(Wundstarrkrampf)-Bakterien sind praktisch überall- Eine verdreckte Wunde und man kann das bekommen – und wie oft kommen Kinder mit sowas nach Hause? Jedenfalls, wenn ihr Kind das bekommt, hat es auch mit rechtzeitiger antibiotischer Behandlung eine Chance von 25% dass es stirbt. Ja: Fünfundzwanzig Prozent! Und selbst wenn es überlebt: die Muskelkrämpfe die Tetanus macht müssen höllisch schmerzhaft sein – und sind auch fast nicht behandelbar.

Ich will das für dich nicht. Und für mein Kind auch nicht – darum ist Junior geimpft. Darum bin ich geimpft.

Und darum empfehle ich allen, sich zu impfen.

Und jetzt noch ein Fundstück aus dem weiten Netz: (aber es hätte auch vom Monsterdoc sein können …)