Im Interview: Bloggerin Pharmama und ihr erstes Buch

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Sie hat lange dem Erscheinungstermin entgegen gefiebert, doch nun hat es unsere Bloggerin Pharmama endlich geschafft: Gestern erschien ihr erstes Buch „Haben Sie diese Pille auch in grün? Risiken und Nebenwirkungen einer Apothekerin“ im Rowohlt-Verlag! Bekannt und entdeckt wurde sie durch ihr Blog „Pharmama- zu lesen einmal täglich„.

Mit einer gesunden Mischung aus Humor, Wissen und Ehrlichkeit verpackt die schweizer Apothekerin ihre unzähligen Erfahrungen und Erlebnisse im Berufsalltag in viele unterhaltsame Geschichten. Besonders beliebt sind ihre Kundengespräche: Die einen Kunden möchten statt einer rot-weißen Kapsel eine grüne haben, andere verwechseln ein Hustenbonbon mit einem Fieberzäpfchen. Da heißt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. ;-)

In unserem Interview erzählt sie von ihrem Buch und welche Rolle ihr Blog dabei spielt. Und für alle, die selber vom „Autorenfieber“ erwischt worden sind, kommt am Ende Pharmamas persönlicher Rezept-Tipp!

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Das Bloggen ist meine Freizeit – gleichzeitig lerne ich dadurch und dank der Kommentare doch auch immer wieder etwas Neues, auch über meine Arbeit, und es feuert mich an, mich in manche Themen mehr hineinzuversetzen. Man könnte sagen, die beiden Sachen wirken positiv aufeinander ein.

Pharmama

Am Montag ist offiziell dein erstes Buch erschienen. Wie fühlt sich das an?

Sehr gut! Tatsächlich ist es etwas früher erschienen, als ursprünglich geplant war … aber viel länger hätte ich nur mit Mühe warten können :-) Die ersten Rezensionen treffen ein und ich bin immer noch sehr gespannt, wie mein „neues Baby“ ankommt.

In deinem Buch erzählst du Anekdoten aus deinem Berufsalltag als Apothekerin, genauso wie in deinem Blog. Wo besteht zwischen beiden der Unterschied?

Mal abgesehen davon, dass ich für das Buch einen eigenen Lektor hatte, der auch noch die letzten Schreibfehler eliminierte und meine „Schweizerismen“ eingedeutscht hat, bin ich mir sicher, dass sich das Buch um einiges professioneller liest. Außerdem stelle ich im Buch erstmals meine Kolleginnen vor – die sind bisher im Blog nur am Rande erschienen. Dann finden sich im Buch neben bekannten auch viele neue, noch nie gelesene Geschichten aus der Apotheke und es wird ausführlicher auf ein paar Kunden(typen) eingegangen.

Hat dir dein Blog beim Schreiben geholfen?

Mein Blog machte mir das Schreiben einfacher – immerhin habe ich durch ihn einen Stil gefunden, der offenbar auch ankommt.

Du arbeitest als Apothekerin, bist Mama, Autorin eines bekannten Blogs und nun auch eines Buches. Wie schaffst du es, alles erfolgreich unter einen Hut zu bringen?

Hmmm – bin ich darin erfolgreich? Okay. Wenn ich arbeite, arbeite ich, da kann / darf ich mich nicht ablenken lassen. Dementsprechend ist mein Blog bei der Arbeit tabu und auch meine Mitarbeiter wissen nichts davon. Aber die Arbeit ist mir Inspiration und liefert mir immer wieder Geschichten und Begebenheiten für das Blog – und jetzt auch Buch. Das Bloggen ist meine Freizeit – gleichzeitig lerne ich dadurch und dank der Kommentare doch auch immer wieder etwas Neues, auch über meine Arbeit, und es feuert mich an, mich in manche Themen mehr hineinzuversetzen. Man könnte sagen, die beiden Sachen wirken positiv aufeinander ein.

Das Buch sehe ich als Erweiterung des Blogs an. Ein anderes Medium, vielleicht auch die Möglichkeit, noch ein paar mehr Leute zu erreichen und für das Thema „Apotheke“ zu sensibilisieren. Meine kleine Familie gibt mir die Motivation zu arbeiten – und mein Mann hilft mir sehr im Haushalt, ansonsten könnte ich das alles auch nicht.

Welche Tipps würdest du den Bloggern geben, die ihr eigenes Buch planen (z.B. im Bezug auf Verlagssuche)?

Ich muss voranstellen: Ich hatte Glück. Durch das Blog hat man mich gefunden – ich habe nicht gesucht. Eine Literaturagentin hat mich gefragt, ob ich ein Buch schreiben wolle und mit ihrer Hilfe habe ich ein Exposé geschrieben, das dann erstaunlich schnell einen Verlag gefunden hat – ich habe die stille Vermutung, dass auch da jemand mein Blog gelesen hat.

Aber wer nicht so „entdeckt“ wird: Macht euch selber einen „Plan“ für das Buch. Schreibt ein Exposé, in dem ihr euer Buch vorstellt, es anreißt und Interesse dafür weckt … und dann schickt das Exposé an die Verlage, die Sachen veröffentlicht haben, die ähnlich sind.

Vielen Dank für den Rat, Pharmama!

Habt ihr nun weitere Fragen? Dann wendet euch vertrauensvoll an sie:

Pharmama- zu lesen einmal täglich

Ihr Buch ist nicht verschreibungspflichtig und kann in der Buchhandlung eures Vertrauens oder im Internet erworben werden:

Pharmama: Haben Sie diese Pille auch in grün? Risiken und Nebenwirkungen einer Apothekerin“. Rororo-Verlag 2013. ISBN-10: 3499630311

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und viel Glück bei eurem eigenen Buchprojekt!

Liebe Grüße

Euer OverBlog Team

Ta-DA! Haben Sie diese Pille auch in grün?

Einen Tag zu früh – der offizielle Start ist erst morgen, Montag -aber noch länger KANN ich einfach nicht warten. Fertig ge-Sneak-t! Hier ist es: Mein Buch!

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Vielleicht bist Du schon selber drauf gekommen, dass das ansteht … ich musste feststellen, dass meine Blogleser sehr findig sind! … Und es hilft auch nicht, dass der kinderdoc schon darüber bloggt :-/

Was soll ich darüber noch sagen? Ihr kennt mich und meinen Blog – mit dem Buch habt ihr jetzt die Möglichkeit, Euch ein Stück davon nach Hause zu holen …

Das schreibt der Verlag darüber:

Ältere Damen, die eine rotweiße Kapsel vorzeigen und «die gleiche in Grün» möchten oder Mütter, die Hustenbonbons mit Fieberzäpfchen verwechseln: Apotheker sind für ihre Kunden eine Mischung aus medizinischem Notdienst, wandelndem Lexikon und seelischem Mülleimer. Die Pharmama steht seit vielen Jahren hinterm Tresen und hat schon unzählige skurrile, witzige und auch sehr seltsame Geschichten in ihrer Apotheke erlebt; davon erzählt sie nun in ihrem Buch.

Einige Geschichten sind vom Blog her schon bekannt, andere sind brandneu – und neu ist auch, dass ich meine Kolleginnen vorstelle. Donna die Pharmaassistentin mit Biss, Sabine die enthusiastische Drogistin und Minnie die Azubine.

Das Buch gibt’s im Buchhandel vor Ort und auch im Internet. Und für die, die nicht das tolle „ich hab was in den Händen“-Gefühl und den Geruch (Aaahh!) eines Buches brauchen – es gibt auch eine Kindle Version.

Ich bin gespannt, wie Euch das Buch gefällt. Mir hat das Schreiben sehr viel Spass gemacht … und auch wenn ich es nicht als hochstehende Lektüre bezeichnen würde – gute Unterhaltung ist es sicher!

 

Was macht Junior?

Oder vielleicht besser: was machen wir?

„Wir“ haben letzte Wochen den ersten Schultag gehabt. Ein grosser Tag für uns :-)

Junior hat gut angefangen – wie alle, die neu in das Schulhaus kommen, hat auch er einen Götti bekommen: einen älteren Schüler, der ihm hilft, ihm alles zeigt und bei Fragen da ist. Sein Wunsch für Junior: „… dass Du gut in der Schule bist!“

Au ja, bitte.

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Wir starteten schon gut: Hausaufgaben gab’s gleich am ersten Tag – und die haben bisher auch nicht nachgelassen.

Seitdem machen wir also täglich Hausaufgaben. Das heisst natürlich Junior macht … und ich schaue, *dass* er sie macht. Er malt Nullen und O’s schon wie ein Profi :-) Ansonsten ist er ein bisschen ein Minimalist – jedenfalls hat er das Blatt, wo er in die Felder die Anzahl Objekte, die aufgeschrieben waren (zum Beispiel 5 Bälle, 8 Tannen etc.) alle einfarbig in Braun gemalt. Naja, es steht auch wirklich nirgendwo, dass es farbig sein müsste … also kein Grund für mich, mich zu beklagen.

Dafür habe ich vergessen, ihm sein Badezeug mitzugeben – was hauptsächlich daran liegt, dass auf dem Stundenplan steht „Turnen“ … und ich nicht dachte, dass sie grad mit Schwimmen starten. Da musste er sich eine Badehose vom Abwart ausleihen … und ich mir nachher seine Vorwürfe anhören. Das nächste Mal bekam er auch das Badezeugs mit … da hat er nur Turnen. Hmmm – ich muss mal nachfragen, wie sie das gedacht haben. Denn die nasse Badehose sollte er ja nach Hause wieder mitbringen – auf der anderen Seite steht, dass der Turnsack immer in der Schule bleibt … aber auch den hat er bisher immer wieder zurückgebracht. Ist es wirklich gedacht, dass er immer beides dabeihat?

Für Junior ist das anstrengend – für uns auch. Immerhin müssen wir jetzt täglich früher aufstehen. Da sind meine Arbeitszeiten etwas unangenehm, weil wenn ich bis 7 Uhr abends arbeite, wir erst frühstens auf die halb Acht zum gemeinsamen Nachtessen kommen … und das heisst wiederum, dass er danach gleich ins Bett muss.

Die ersten paar Nächte war er auch wesentlich unruhiger … aber das ist zu erwarten, er hat viel zu verarbeiten.

So sind wir alle ein bisschen müde, aber zufrieden.

M… aus

Gestern morgen auf dem Weg zur Arbeit sehe ich eine kleine Maus im Strassengraben sitzen. Das hat jetzt gar nichts mit meinem Post von vor ein paar Tagen zu tun – das hier war eine kleine Feldmaus und sie kam nicht mehr das Betonbord hoch, das da die Strasse begrenzt.

Also denke ich: "Der helfe ich", halte an, knübel ein Blatt Papier zum transportieren heraus (ich werde nicht s gerne gebissen, auch Mausbisse schmerzen) und als ich mich zur Maus runterknie … rennt sie auf die Strasse und direkt unter den Hinterreifen eines Autos das gerade vorüberfährt.

*platsch*

Aus die Maus.

Ich mache jetzt vielleicht doofe Sprüche darüber – aber das hat mich doch etwas mitgenommen. So ein blödes Vieh! Ich wollte ihr doch nur helfen! Die arme Maus.

:-(