Das habt ihr auch?

Kundin kommt mit einer Packung Tena (das sind Inkontinenzeinlagen) zur Kasse und der Bemerkung: „Toll, jetzt haben Sie die richtig eingeräumt, jetzt finde ich auch gleich die richtigen!“

Oookay … ich habe die Kundin vorher noch nicht gesehen, aber jetzt, wie sie das sagt, weiss ich wer das ist. Sabine hat mir von ihr berichtet, dass sie reklamiert hat, dass unsere Tena nicht logisch eingeräumt seien. Meine Kollegin hat sich das angeschaut und beschlossen, dass sie eigentlich recht hat … und sie danach umgeräumt. Ja – wir sind nicht so stur, wir sind lernfähig :-) Wenn etwas Sinn macht, dann ändern wir auch althergebrachtes.

Jedenfalls kauft die Frau die Tena, wendet sich zum gehen, bleibt aber nahe vom Ausgang bei unseren Putzmitteln stehen und meint: „Füllen Sie die auch auf?“

Ich bejahe, worauf sie mir aus der Tasche, die sie dabei hat, eine leere Flasche hinstreckt und meint: „Dann können sie mir das mit Geschirrspülmittel füllen – da brauche ich ja nicht in die andere Drogerie zu gehen.“

„Natürlich!“ Sage ich … und verschwinde hinten um es aufzufüllen.

Wieder zurück am HVTisch und wir sind am Abschliessen, da bemerkt sie, wie Donna nebendran einer anderen Kundin Microlax verkauft. Das ist ein Mittel (kleines Klistier) gegen Verstopfung.

Kundin: „Oh, das haben sie auch?“

Pharmama: „Ja – wir sind auch eine Apotheke.“

Kundin: „Haben Sie auch die grossen? Ich brauche die für meine Mutter.“

Pharmama: „Ja.“

Und so durfte ich das auch noch verkaufen.

Die Kundin war schon häufiger bei uns … und entdeckt offenbar immer noch etwas neues …

Nur dass sie nicht gemerkt hat, dass wir Drogerie und Apotheke sind, stimmt mich etwas … nachdenklich.

die aufgeflogene Nicht-Kundin

„Das ist sie wieder!“ raunt mir Donna zu – sie ist gerade gekommen und noch in den Strassenkleidern … sie fängt erst in ein paar Minuten an zu arbeiten.

„Wer?“ Frage ich

„Na, diese Frau neben Sabine – die kommt hier immer rein, fragt etwas zu einem Kosmetikprodukt von der …Linie und dann nimmt sie an Mustern was sie kann und geht wieder. Die hat noch nie NIE hier etwas gekauft! Und die hat das schon mit allen gemacht hier.“

Ich linse zu Sabine und ihrer Kundin. Ja, die hatte ich tatsächlich auch schon. Sie ist eher der unauffällige Mäuschen-typ, fragt freundlich und geht, nachdem sie ihre Muster hat. Momentan fragt sie gerade Sabine, die (wie immer) mit Enthusiasmus dabei ist, sie zu beraten, obwohl ich sicher bin, dass Sabine die auch schon hatte. Mit dem gleichen.

„Jetzt aber!“ macht Donna und steuert direkt auf die beiden zu.

„Oh, hallo!“ macht Donna zur Frau freundlich lächelnd… „da sind sie ja wieder … wie hat das denn funktioniert mit dem Muster von der CC Creme?“

Das ist ganz offensichtlich auch die Creme, die Sabine gerade in der Hand hält und über die sie die Frau berät …

Die Frau ist … arg überrascht ob der Direktheit und stottert etwas von: „Oh, ja … doch, das ging gut damit ..“

Worauf Sabine, die jetzt genau erkannt hat, worum es geht einhakt: „Oh, dann konnten sie das schon probieren? Dann wäre es nicht schlecht, wenn sie jetzt eine grössere Packung nehmen würden, dann könnten sie sie nämlich länger anwenden, dann wirkt es auch richtig!“

„Ähm, ja die Creme ist gut … aber ich … habe gerade kein Geld dabei und … ich muss gleich weiter. Wiedersehen!“

Und sie geht. Diesmal ohne Muster.

Die beiden kommen fast prustend vor Lachen aus der Kosmetikabteilung.

Ob die wohl wieder kommt?

Ich habe danach ein bisschen herumgefragt. Das Spiel treibt die Frau seit Monaten. Sie sucht sich verschiedene Mitarbeiter aus, fragt nach einer bestimmten Creme, fragt, ob sie die ausprobieren kann und lässt sich Muster geben oder etwas abfüllen. Das reicht dann etwa 2 Wochen, dann kommt sie und macht es wieder. Damit hat sie inzwischen wohl eine Menge Creme abgestaubt, die gut einer Grosspackung entsprechen. Plus noch ein paar Muster von anderen. Da sie immer freundlich ist und nett fragt, hat sie das bisher auch bekommen … wobei es anfing aufzufallen. Jetzt … war es halt einmal zu viel.

Was für ein …loch!

Hier habe ich Ihnen 2 Patronen zurück. Ich will sie nicht mehr!“

Das sagt mir der leicht säuerlich wirkende Mann und knallt mir 2 Soda-Stream Patronen auf die Theke.

„Sie wollen also keine neuen?“

(Die Soda-Stream oder Soda-Fresh Patronen sind Tausch-Patronen: das heisst man bringt eine alte zurück und bekommt dafür –plus etwa 11 Franken eine neue)

„Nein.“

„Umm – Sie wissen, dass wir Ihnen dafür kein Geld zurück geben können?“

Meine (vorsichtige) Anfrage hat einen Grund: Neue Patronen sind teuer. Früher wurden die Patronen als „mit Depot“ verkauft – was eigentlich impliziert, dass man das Depot bei Rückgabe zurückbekommt. Das ist leider heute nicht mehr so. Oder … nicht ganz. Die Firma propagiert das faktisch als Mietpatrone … und das bedeutet, dass der Wert der Patrone über die Zeit abnimmt. Ich kann hier in der Drogerie nichts mehr zurück geben. Via Internet bekommt man sein „Depot“ zurück – das nimmt aber eben über die Zeit ab. Wieviel bestimmt die Firma anhand des Kaufbeleges und des Benutzerzertifikates. Die meisten Leute bewahren aber die nicht auf – und nach Jahren findet sich meist weder das eine noch das andere wieder. Dann kann man die immer noch zurückschicken (portofrei zumindest nach Anmeldung im Internet hier) und bekommt dafür 5 Franken pro Patrone. Wow.

Der Mann reagiert genervt genug, dass ich merke, dass er das schon gehört hat

„Ich weiss!“

Ich nehme die beiden Patronen, er wendet sich wortlos zum gehen, da … fällt mir etwas auf. Das hier:

zylinder

Seht ihr das? Ja – da hat es ein Loch in der Metallpatrone. Ein säuberlich gebohrtes Loch mitten in der Etikette. Und … in der zweiten Patrone auch.

„Oh“ – sage ich überrascht – und laut – „da ist ja ein Loch drin!“

Reaktion des Mannes ist nur ein bitterböser Blick in meine Richtung.

„Nun, da mache ich besser eine Notiz dazu, wenn wir das der Firma zurück geben, dass da „jemand“ ein Loch hinein gebohrt hat. Das ist ganz schön gefährlich!“ sage ich, immer noch laut genug, dass er das mitbekommt zu mir.

Mit einem wirklich sauren Gesicht und immer noch wortlos verlässt der Mann die Drogerie.

Kopfschüttelnd nehme ich die Patronen nach hinten.

„Sowas aber auch“ sage ich zu meinen Kolleginnen „der hat Löcher in die Patronen gebohrt. Das kann nicht ganz einfach gewesen sein durch das dicke Metall – scheint als wolle er sichergehen, dass wenn er die nicht mehr brauchen kann, es auch niemand anderer mehr kann.“

Manche Leute finde ich einfach unglaublich.

Je nun.

Meine Kollegin meint noch: „Ich glaube den hatte ich vor etwa 2 Wochen. Da wollte er die Patronen zurückgeben. Er hat dann einen Riesen-Aufwand gemacht, als ich ihm erklärt habe, dass ich ihm kein Geld dafür geben kann. Das beste war aber, als ihm dabei herausgerutscht ist, dass er die Patronen in einem anderen Geschäft gekauft hatte – und die ihm dasselbe gesagt haben …“

Das muss ein Fleck gewesen sein !

Beim durchgehen von Mitteln gegen Flecken (so viele haben wir nicht mehr an Lager), ist mir das aufgefallen beim Mittel gegen Obst+Rotwein+Gemüse:

schmutzig

Wer sieht’s? … gelegentlich gebraucht im Jahr vorher (nicht ganz einmal monatlich) … und dann im April grad 17 auf’s Mal.

Und alles was ich denke ist: Wow. Das muss aber ein Riesen-Fleck gewesen sein.

(Zumindest Rotwein. Es gäbe ja noch ein Mittel gegen Blut und Rost-Flecken … da hätte mich das doch mehr beunruhigt)

Was ist das perfekte Geschenk für eine Apothekerin / Pharmaassistentin / PTA?

Naja ohne jemanden stressen zu wollen, aber nur noch 2 Monate oder 8 Wochen, dann ist schon Weihnachten. Bei uns gibt’s schon Kalender für die Kunden (und wie gefragt die sind). Das ist die Gelegenheit als Kunde gegenüber der Apotheke „Dankeschön“ zu sagen … Vielleicht suchst Du aber auch etwas für einen Geburtstag, Jubiläum oder einfach so. Hier findest Du das, was die in der Apotheke arbeitende Person sicher gerne bekommt. (Die Bilder sind Links und führen zu Amazon – aber die Sachen gibt’s ja auch anderswo)

Kugelschreiber – eines der Dinge, die man immer braucht und die irgendwie auch immer von selber Beine zu bekommen scheinen und verschwinden. Besonders die guten – die, mit denen man flüssig schreiben kann und die nicht im weissen Kittel auslaufen. Und seit die Pharmafirmen nicht mehr so Werbegeschenke machen dürfen wie früher werden sie immer mehr Mangelware.

für Frauen

für Männer

für die technisch-interessierteren gibt es da noch die Variante mit dem eingebauten LED-Licht. Hilft nicht nur beim Anschauen von dubiosen Hautausschlägen sondern auch bei der Suche nach Dekorationsmaterial im dunklen Keller.

Und wenn wir grad bei Technik-Interessiert sind: USB Sticks sind eine einfache und leichte Möglichkeit wichtige Daten mit sich zu tragen. Also … natürlich nicht die Patientendaten aus der Apotheke aber seine eigenen:

Und apropos Pillen: ein paar habe ich auch in der Nicht-Arbeitszeit immer dabei für den Notfall. Bei mir: Kopfschmerztablette und Motilium. Bei anderen vielleicht die Allergie-Notmedikation. Zum Mitnehmen eignen sich diese Pillendose-Schlüsselanhänger: (gibt’s auch in verschiedenen Farben)

Und für Notfälle … Schokolade ist immer gut. Antidepressivum, Aphrodiasiakum, dunkle Schokolade sei auch gut für’s Herz, und der Zucker darin hilft bei Hypoglykämien. Also: Schokolade! Sei es als Pralinen, im Block, oder so amüsant verpackt wie hier:

Gerade in der Apotheke kann man seinen gelegentlichen Frust nicht an den (eh‘ schon leidenden) Patienten auslassen. Dafür gibt es Abhilfe. Entweder in Form eines Stressballs für den Bürotisch … (trainiert gleichzeitig Hände und Unterarme – gibt einen guten, festen Händedruck :-) und gibt es in den verschiedensten Ausführungen …)



… oder die grössere Variante für die härteren Fälle und den Pausenraum: der Punchingball oder Tretsack

Auch immer gerne genommen – zum Stressabbau nach der Arbeit: Badekompositionen (Aaaahhhhhh……)

Damit kommen wir zu den Klassikern: Schmuck. Gibt es auch Apotheken-Spezifisch, zum Beispiel: Ohrringe, Manschettenknöpfe, Ketten …


Und Tassen … auch die gab’s früher öfters mal vom Vertreter – da schaute man auch über die teils schrecklichen Färb-Kombinationen weg, aber heute hat man lieber seine Tasse … eine, die gross genug ist den Kaffee am Morgen aufzunehmen, damit man selber wieder aufnahmefähig ist … oder eine hübsche, damit der Tee auch etwas her macht.

Bücher natürlich. Die hier muss ich nicht noch einmal vorstellen, oder? – das einzige, was man noch vor-fragen müsste ist, ob sie schon eines davon haben. So im Sinn von … kennst Du die Pharmama? Du weisst schon, diese bloggende Apothekerin? Und falls nicht: voilà!

330 Seiten Lesespass:

Und / oder 210 Seiten Cartoons aus und um die Apotheke:

Hab‘ ich noch was vergessen? Was bekämt ihr denn gerne geschenkt?

Das was er immer hier hatte

Der alte Mann kommt in die Apotheke gewackelt mit einem herausgerissenen Notizzettel.

„Mein Freund hat gesagt, ich soll das bei ihnen holen.“

Auf dem Zettel steht nur „Hakle“

Das … ist doch etwas zu wenig Information.

„Was will er denn von Hakle?“

„Das was er immer hatte.“

„Oh. Und was ist das? Hakle macht diverse Sachen, Toilettenpapier, und Feuchttüchlein ….“

„Ich weiss nicht.“ meint der Mann etwas aus dem Konzept gebracht. „Aber er hat gesagt, er holt das immer hier.“

„Entschuldigen Sie, aber sind Sie sicher er hat uns – also die Apotheke gemeint? Weil … wir haben gar keine Hakle Produkte an Lager …“

„Ja, er hat gesagt ich soll in die Apotheke an der …Strasse gehen. Da hole er das immer.“

„Das sind wir, aber … Wie gesagt … ich habe keine Hakle Produkte hier. Könnten Sie ihn noch einmal fragen, was genau das sein soll?“

Vor sich hin mutternd verlässt der alte Mann die Apotheke wieder.

Aber weil mich das doch interessiert schaue ich nochmals in den Computer.

Ja. Keine Hakle an Lager.

Und beim Durchschauen, was wir davon bis jetzt gebraucht haben, sehe ich, dass wir genau von einem mal welche gebraucht haben. Vor 2 Jahren das letzte Mal, vor 3 Jahren das vor-letzte Mal.

Aber ist schon Klar: – immer.