welches Auge ist wichtiger?

Kunde in der Drogerie: „Ich hätte gerne eine Lesebrille mit +1 links und +2.5 rechts.“

Drogistin: „Leider haben wir nur Lesebrillen mit der gleichen Korrektur in beiden Gläsern, für das, was sie wollen, müssen sie zum Optiker.“

Kunde: „Dafür habe ich keine Zeit! Geben sie mir eine mit … äh … welches ist das wichtigere Auge?“

Lustig: das kann man herausfinden. Es ist zwar nicht für den Wunsch des Kunden oben geeignet -ich schätze mal das gibt Kopfschmerzen, aber das kann er selber ausprobieren.

Für manche Sportarten (wie z.B. Bogenschiessen) ist es aber wichtig, das zu wissen.

Und so geht es:

1. Beide Hände vom Körper wegstrecken und mit ihnen ein Dreieck bilden, durch das man schauen kann (siehe Bild).

2. Mit beiden Augen offen schaut man durch das entstandene Loch und fixiert etwas – einen Türgriff oder einen Lichtschalter, oder so.

3. Dann schliesst man das linke Auge . Bleibt das anvisierte Objekt im Blickfeld ist man dominant auf dem rechten Auge. Ist das Objekt nicht mehr sichtbar, respektive sind die Hände nach rechts gerutscht, ist man dominant auf dem linken Auge.

4. Jetzt das Ganze als Kontrolle nochmals, nur schliessen wir jetzt zum Test das rechte Auge. Bleibt das anvisierte Objekt im Blickfeld ist man dominant auf dem linken Auge. Ist das Objekt nicht mehr sichtbar, respektive sind die Hände nach links gerutscht, ist man dominant auf dem rechten Auge.

Oder: 1. und 2. wie oben, dann bringt man die Hände so wie sie sind näher an das Gesicht, wobei man weiter das Objekt anvisiert. Wenn die Hände das Gesicht berühren, befindet sich das Loch vor dem dominanten Auge.

Ziemlich erstaunlich, ich hätte gedacht, man schaut etwa durch beide Augen gleich. Ich bin offenbar dominant auf dem linken Auge. Ihr?

Damenhygiene

Es kommt ein junger Mann mit einer Packung Tampons an die Kasse der Drogerie.

Er legt sie hin, sichtlich peinlich berührt und sagt, während ich sie einscanne: „Die sind nicht für mich!“

Pharmama (lächelnd): „Das habe ich mir schon gedacht.“

Warum ist es manchen Männern so peinlich Hygieneprodukte wie Tampons oder Binden für ihre Freundinnen / Frauen zu kaufen? Da ist wirklich nichts dabei.

Oder liegt es an der Auswahl, dass sie so … beeindruckt sind? Normal, Super, Mini, mit Applikator oder ohne, mit Flügelchen und Röckchen mit …

 

Und dann war da noch die Geschichte, die mir der Kollege Busfahrer erzählt hat:

Bei der Endstation haben sie immer Pause und Zeit etwas kleines zu essen und auf die Toilette zu gehen. Das ist eine öffentliche unisex-Toilette.

Wie er eintritt tönt es aus einem der Abteile: „Hallo? Ist da jemand? Ich brauche hier Hilfe!“

Sie war ziemlich enttäuscht als sie hörte dass es ein Mann war: „Oh ich habe gerade … meine Periode bekommen. Ich bräuchte ein Tampon oder so etwas…“

Busfahrer: „Das ist gar kein Problem.“

Er geht raus, steigt in den Bus, in dem inzwischen schon ein paar Leute sitzen und warten und sagt: „Ich habe hier einen Notfall. Hat jemand vielleicht einen Tampon für mich?“

Die Blicke müssen … unbeschreiblich gewesen sein.
Aber: er hat ihn bekommen!

Aber Sie müssen sich an mich erinnern!

Tatsächlich, wir erinnern uns.

Die Drogisten-Kollegin, hat die Kundin etwa 1 Stunde lang ausführlichst beraten, bis sie sich für ein Produkt entschieden hat. Dann wollte sie es als Geschenk eingepackt haben, während sie rasch etwas trinken geht. Sie sagte, sie käme gleich zurück es zu bezahlen.

Sie kam nicht mehr. Leider hat sie auch keinen Namen genannt, so dass man ihr telefonieren konnte.

Man hielt ihr das Geschenk 1 Woche auf der Seite, falls sie doch noch kommt, dann hat man es wieder ausgepackt und versorgt.

Und jetzt – 2 Wochen später ruft sie an und will es.

Kundin: „Sie erinnern sich sicher noch an mich, ja? Ich habe ganz vergessen es abzuholen, aber da ich es ja bezahlt habe …“

Drogistin: „Ja ich erinnere mich, aber … es wurde noch nicht bezahlt.“

Kundin: „Doch, doch, das weiss ich ganz genau – sie müssen sich doch auch daran erinnern?“

Drogistin: (Schaut nochmal nach): „Tut mir leid, aber es wurde noch nicht bezahlt. Wir können jeden Verkauf im Computer nachvollziehen. An dem Tag haben wir das Produkt nicht verkauft – also auch nicht an sie.“

Kundin: „Doch, doch, das habe ich bezahlt,  und … ich komme das jetzt abholen!“

Drogistin: „In Ordnung, aber sie müssen entweder den Kassabon mitbringen, als Zahlungsbeleg – oder es beim abholen zahlen.“

Sie kommt tatsächlich und macht nochmals den gleichen Aufstand, aber einen Beleg hat sie logischerweise keinen.

Was war das? Der Versuch gratis an ein (teures) Kosmetik- Produkt zu kommen? Wusste sie es wirklich nicht mehr?

Abfall(ent)sorgen

Bei uns ist es so, dass wir für den Abfall spezielle Säcke oder (alternativ) Marken für die Säcke brauchen.
Beides kostet.
Offenbar genug, dass manche Leute denken, es lohnt sich, wenn sie unsere Abfallsäcke, die wir am Vorabend auf die Strasse gestellt haben, nehmen und den Inhalt in irgendeinen Vorgarten zu kippen, nur um an einen gratis Sack zu kommen.

Herausgefunden haben wir das, weil sich ein Nachbar per Telefon über  Abfall in seinem Garten beklagt hat, der eindeutig von uns war.

Na toll.
Wir entfernen zwar alle Patientendaten und schreddern Dokumente, aber unsere Adresskleber sind noch auf weggeworfenen Produkten von der Drogerie drauf.

Und dann kam beim nächsten Abfallsammeltag das zweite Telefon.
Wieder eine Nachbarin, die uns informieren wollte, dass in Ihrem Garten Unser Abfall liegt. Die Drogistin am Telefon entschuldigte sich natürlich ausführlich dafür und bot ihr an, jemanden vorbeizuschicken mit einem Sack, der das zusammensammelt und entsorgt – aber die Nachbarin wollte das nicht.

Warum?

Nachbarin: „Ach wissen sie, ich habe entdeckt, dass da noch eine Menge noch brauchbarer Sachen drin sind, die nehme ich einfach und entsorge den Rest selber.“

Ja, da drin waren nicht mehr gebrauchte Tester von Hautcremen, Parfum-Tester von Parfums, die nicht mehr im Handel sind und alte Muster….

Trotzdem haben wir Massnahmen ergriffen, damit das nicht mehr vorkommt. Unsere Abfallsäcke kommen jetzt erst am Morgen des Abholtages heraus.

„Pe-Ha“- Los

Kundin in der Drogerie:

„Ich brauche ein Shampoo, aber es darf absolut kein „PH“ enthalten!“

Man versuchte ihr zu erklären, dass es sich bei dem pH nicht um einen Inhaltsstoff, sondern um eine Angabe der Säure handelt – im Sinn von: je näher dem normalen Haut-pH von 5.5, desto milder für Haut und Haar. Das war aber hoffnungslos – sie wollte einfach nicht verstehen, also suchte man nach einem Produkt, wo nichts mit pH drauf steht. Einen pH hat es natürlich trotzdem …

Gar nicht so einfach, wie man denkt. Da gibt es pH-neutrales Shampoo, pH 5.5, pH Hautneutral, pH 5, etc. Man glaubt es kaum, wo das alles draufsteht.

„pH“ – das ist die Abkürzung für den lateinischen Begriff „potentia hydrogenii“ und heißt übersetzt „Wasserstoffionen-stärke“.

Der pH-Wert dient dazu, Säuren und Laugen voneinander zu unterscheiden und ihre Stärke zu kennzeichnen. Denn alles, was Wasser enthält, hat auch einen pH-Wert, der mittels elektrischer Meßgeräte oder aber den sogenannten Indikatoren, wie z. B. Lackmus festgestellt wird. Die Skala reicht dabei von pH 0 bis pH 14, wobei der Mittelwert von pH 7 als neutral bezeichnet wird. Wasser hat diesen Neutralwert von pH 7. Alkalische Seifenlösungen, sprich Laugen, haben einen pH-Wert größer als 7. Demgegenüber rangieren saure Lösungen, so beispielsweise Essigsäure, Milchsäure und Kohlensäure, auf dieser Skala zwischen 0 und 7.

Unsere Haut hat einen leicht sauren pH von 5.5 – und braucht das auch, als zusätzlichen Schutz vor Bakterien. Den sogenannten Säureschutzmantel sollte man nicht kaputt machen durch sehr basische oder auslaugende Produkte.