Schreck-lich

Heute mal aus der Rubrik: Wie erziehe ich mein Kind?

Eine Mutter mit sehr jung aussehendem Teenager in der Apotheke: „Können Sie mir rasch helfen?“

„Mein Sohn will wissen, was eine Baby-Ausstattung so kostet.“

(Er sieht nicht so aus …)

„Könnten Sie uns mal zeigen, wie das mit dem Essen und den Windeln aussieht für … sagen wir eine Woche?“

Ich bin etwas überrascht, kann mir aber denken, wo das hinführt.

Ich zeige ihm also die Milchen und rechne grob durch, wieviel das so macht in einem Tag, in einer Woche … dann wenn die Breie dazukommen … dann natürlich die Windeln. „So ein Pack kostet … und hat X Stück drin. Pro Tag wechselt man bei einem Baby zwischen 4 und 10 x die Windeln, sagen wir durchschnittlich 6 x, dann hält das …“

(Taschenrechner sind was schönes, möchte ich hier anmerken)

„Und dabei wären wir noch nicht mal bei der Kleidung oder wenn man etwas an Medikamenten braucht, Arztbesuche und Krankenkasse …“

Der Sohn hat vorher schon nicht sehr glücklich ausgesehen, bei der Liste wird sein Gesicht immer länger …

zur Mama:  „Ich hab’s begriffen… können wir jetzt bitte gehen?“

Die Mutter: „Noch nicht. Können Sie uns helfen, einen Schwangerschaftstest auszusuchen?“

Das war sicher …. eindrücklich. Ich hoffe, es ist bei dem Schreck geblieben.

Ich bin etwas verwirrt …

Mittel-alter Mann kommt in die Apotheke zurück: „Ich habe gestern hier meine Medikamente abgeholt und ich bin ein bisschen verwirrt.“

Pharmama: „Vielleicht kann ich Ihnen helfen?“

Mann: „Ja. Auf der Etikette steht: 2 x täglich 1 Tablette einnehmen. Muss ich jetzt die Tablette halbieren und sie zu zwei verschiedenen Zeiten einnehmen oder nehme ich 2 Tabletten zu zwei verschiedenen Zeiten?“

Hmmpf. Ich muss meine Kollegin darauf hinweisen, dass sie unbedingt ein „je“ vor die 1 macht.

Auf der anderen Seite … angeblich macht ja ein „zuviel“ an Beratung, dass die Patienten so verunsichert sind, dass sie die Medikamente gar nicht mehr nehmen … (siehe Artikel in Apotheke adhoc: Apotheker verunsichern Patienten).

Demnach sank die Non-Adhärenz* um fast 60 Prozent, wenn die Apotheker die Patienten nicht über das Medikament informiert hatten.

Die Wissenschaftler … führen das auf möglicherweise gegensätzliche Informationen von Arzt und Apotheker zurück …

Die Folge sind laut verunsicherte Patienten: „Wenn sich die Experten nicht einig sind, nimmt der Patient das Medikament lieber nicht ein“,

Auch schön:

Zudem schätzen die Wissenschaftler, dass der „fachlich korrekte aber zu allgemeine Hinweis des Apothekers“ auf mögliche Nebenwirkungen dazu führen könnte, dass der Patient das Medikament „für alle Fälle“ nicht einnimmt.

*Auf Deutsch: dass der Patient das Mittel gar nicht mehr genommen hat.

So Studien verwirren mich (als Apotheker) jetzt etwas …

Apotheken aus aller Welt, 505: Vilnius, Litauen

Es folgen einige (!) Apotheken von Bari. Tolle Auslese, Danke dafür!

Diesmal habe ich einige Apotheken in Vilnius photografiert für dich. Dort scheint es hauptsächlich die Ketten Euro Vaistine und Camelia Vaistine zu geben. Die habe ich auch aus dem Bus heraus öfters gesehen. Innen waren sie eingerichtet wie jede andere europäische Apotheke auch. Zumindest das was ich erkennen konnte.

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Wie Feuer

Eine junge Frau kommt in die Apotheke und fragt schüchtern, ob wir etwas haben, das ihre Innereien etwas beruhigt.

Bei genauerem Nachfragen (Was? Wo? Seit wann?) stellt sich heraus, dass sie letzte Nacht versehentlich „wärmendes Massageöl“ benutzt hat, statt Gleitmittel.

Und jetzt „fühlt es sich an, als brennt da ein Feuer“.

Hoppla.

Dabei gibt es heute doch so nette anregende Gleitmittel … seit neustem auch noch mit Cannabis-öl (allerdings nur in Kalifornien, mit Arzt-Rezept und Ausweis für „medizinisches Marihuana“ – und dann kostet es noch fast 90 Franken pro 30 ml)

Ist der Chef da?

Gastbeitrag von Leserin Sabi – besten Dank!

Folgendes Telefonat trug sich gestern bei uns zu:

Kundin: „Ist der Chef da?“

PA: „Nein, jedoch die Stellvertreterin.“

Kundin: „Dann geben Sie mir sie!“

…..

Apothekerin kommt ans Telefon..

…..

Apothekerin: „Guten Tag. Wie kann ich Ihnen helfen?“

Kundin: „Ich habe mir gestern die Hand verstaucht, kann ich morgen wandern gehen?“
(?!?!?!?!)

Apothekerin: „Ähmm.. jaaa…“

Das ist natürlich eine Frage, welche NUR ein Apotheker beantworten kann und….
macht sie eine Handstandwanderung?? ;-)


Ziemlich typisch. Da brauch sie jemanden, die die Verantwortung für sie übernimmt.
Erinnert mich an den hier.