Das Schlimmste …

Ich habe vor ein paar Tagen etwas gehört, was mich mehr mitgenommen hat, als ich wohl zeigen möchte.

In unserer Nachbarschaft hat eine Frau im Geburtshaus ihr Baby zur Welt gebracht. Die Geburt verlief problemlos und die neue Familie konnte ein paar Stunden später nach Hause.

1 Tag später ist das Baby tot.

Ich weiss das kommt vor, aber es ist so unfair. 9 Monate lang trägt man das Baby aus, bringt es unter Schmerzen zur Welt und ist einfach glücklich, dass es da ist. Und dann stirbt es. Einfach so.

Es war nicht einmal der plötzliche Kindstod.  Anscheinend hat sich herausgestellt, dass das Baby einen unentdeckten Herzfehler hatte. Weder der Ultraschall in der Schwangerschaft noch das Abhören nach der Geburt hat etwas gezeigt.

Obwohl mein Innerstes davor zurückschreckt, kann ich mir vorstellen, wie die Frau sich fühlen muss. Ich glaube jede Mutter kann das.  Und jede denkt wohl wie ich: „Bitte nicht meines!“

Mir fehlen einfach die Worte – und ich denke es gibt auch nichts, was diese Frau im Moment hören kann, das es ihr besser geht.

Vorsicht: die Schweiz kann ihrer Gesundheit schaden!

Laut einem Artikel in der 20 Minuten Zeitung ist also ein Schweizer Schüler schuld an der derzeitigen Masernepidemie in Österreich. Der Schüler einer Rudolf Steiner Schule – die Anthroposophen sind bekannt dafür, dass sie ihre Kinder nicht gerne impfen – hat also die Masern, die bei uns inzwischen endemisch sind, im Zuge eines Klassenlagers in die österreicherische Waldorf Schule gebracht. Auch dort waren offenbar einige nicht geimpft und so geht die Infektionskette munter weiter. Inzwischen sind es 260 Maserninfizierte in Österreich.

In der Schweiz ist die Lage ungleich bedenklicher. Das Gesundheitsamt warnt auch schon die Euro Besucher, dass sie sich vor dem Besuch gegen die Masern impfen lassen.

Die Situation ist auch bedenklich. Seit Januar dieses Jahr wurden 2000 Fälle registriert. Und die Masern sind nicht die „leichte Erkrankung“, wie sie von Impfgegnern gern dargestellt wird. Weltweit sind Masern der grösste Killer unter den Kinderkrankheiten, die man impfen kann. In der Schweiz ist die medizinische Versorgung sehr gut, deshalb sterben bei uns nicht soviele. Dennoch: Von den 2000 Infizierten mussten 130 wegen der damit verbundenen Komplikationen ins Spital, 80 Patienten hatten eine Lungenentzündung und 6 die gefürchtete Hirnhautentzündung.

Einer meiner Dozenten hat mal gesagt:

„Wenn die Masern Hirnfäule heissen würden, würden wohl auch mehr Personen ihre Kinder impfen lassen! Zum Glück bekommt ja nur ein kleiner Teil der mit Masern infizierten die damit verbundene Hirnhautentzündung – das ist fast wie ein umgekehrter Lottogewinn. Aber ich gehe bei meinen Kindern auch die relativ kleine Chance nicht ein. Denn wenn sie die Hirnhautentzündung bekommen, sind eine bleibende Schädigung des Gehirns mit den dazugehörigen Entwicklungsstörungen, geistiger Zurückgebliebenheit und Lähmungen zu erwarten.“

Darum liebe Leute: impft Euch und Eure Kinder gegen Masern! Je mehr Leute geimpft sind, desto weniger treten solche Epidemien auf.

Hier können sie alles über die Masernerkrankung nachlesen.

Es ist übrigens ein weitverbreiteter Irrtum, dass ein Kind nach dem Durchmachen einer schweren Erkrankung (wie Masern) einen „Entwicklungssprung“ macht. Vielmehr ist es so, dass es durch die Krankheit für deren Dauer in der natürlichen Entwicklung gebremst wird, sobald es wieder gesund ist das Verpasste aber rasch aufholt. Das sieht dann wie ein Riesenschritt in der Entwicklung aus, dabei ist es ein „Aufholen“.

Beratung für … nix

Heute scheint eine Menge nur über den Preis zu laufen, anstatt über die Qualität. Ich denke, das ist ein Problem, das eine Menge Fachgeschäfte haben werden, nicht nur Apotheken (mein Mann klagt jedenfalls über dasselbe).

Man berät den interessierten Kunden ausführlich über das Für und Wider eines oder mehrerer Produkte – und dann geht der Kunde mit dem Wissen in den Discounter, weil er dort das Produkt (oder ein ähnliches) ein paar Franken günstiger kriegt.

Man beansprucht also die Zeit und das Wissen der Fachperson und der Dank für diese Dienstleistung  ist gar nichts.

Es mag schon sein, dass man für Produkte in der Apotheke mehr zahlt als -sagen wir mal im Supermarkt. Man sollte allerdings bedenken, dass es meist einen Grund dafür hat. Zum Beispiel die inzwischen weitverbreiteten und freiverkäuflichen Mineralstoff- und Vitaminpräparate. Denken sie ernsthaft, dass die Präparate die sie frei in der Migros oder dem Coop aus dem Regal nehmen können gleichwertig sind wie die, die sie in der Apotheke bekommen? In letzteren steckt eine Menge mehr Forschung und Wissen. So werden z.B. manche Mineral-Salze besser aufgenommen als andere, so dass 300 mg Magnesiumcitrat nicht gleichwertig sind mit 300 mg Magnesiumcarbonat. Manchmal macht auch tatsächlich das Verhältnis verschiedener Mineralstoffe den Unterschied oder auch die verwendeten Hilfsstoffe.

In dem Zusammenhang möchte ich die Geschichte einer befreundeten Apothekerin erzählen, die im Keller der Apotheke, wo sie zum arbeiten einsprang, diverse Packungen Vitamin C Brausetabletten aus der Migros gefunden hat. Sie waren in einem Regal, angeschrieben mit „Placebo Brausetabletten„.

Nun, Placebos sind Medikamente, die keinen Wirkstoff enthalten, sie werden in der Forschung eingesetzt als Vergleichspräparate oder (selten) vom Arzt verschrieben, wenn der etwas ausprobieren will. Aber wie gesagt: Placebos enthalten keinen Wirkstoff, deshalb war meine Kollegin erstmal entsetzt als sie die Packungen gesehen hat. Als sie jedoch die Inhaltsangaben gelesen hat, hat sie verstanden. Mit der geringen Menge Vitamin C (=Ascorbinsäure) in den Brausetabletten, geht alles bei der Bläschenentwicklung der Brausetablette drauf. Denn die Bläschen entstehen, wenn Natriumcarbonat mit Säure (in dem Fall die Ascorbinsäure) zu Kohlendioxid zersetzt wird. Also hat man am Schluss ein Glas Sprudelwasser ohne Vitamin C.

Clever, nicht? Und für den Laien kaum zu merken.

Bären-Repellent oder: Bären sind keine Mücken!

Aus Amerika

Eine Gruppe junger deutscher Männer kommt in die Apotheke (in Yukon), alle mit verbrannt aussehender, roter Haut im Gesicht und auf den Armen.

Mann: „Haben Sie eine gute Notfallsalbe?

Apotheker: „Klar, aber, was ist denn passiert?“

Mann: „Wir waren wandern in den Bergen, da sahen wir, dass sich ein Bär aus der Umgebung nähert und um uns gegen eine Bärenatacke zu schützen … haben wir uns gegenseitig mit dem ‚Bären-Repellent‘ eingesprüht …“

Jetzt sollte man nur wissen: … das ist super konzentrierter Pfeffer-Spray!

Das wirkt nicht wie Mückenschutz …

Autsch!

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