Archiv für den Monat Februar 2013

Männer in der Babyfood-Abteilung

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Ja nicht das Falsche mitbringen!

 

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Nicht mein Problem

Kundin: „Ich brauche mein Medikament, der Name ist Ochsner.“

Ich suche oben und unten: in den Bestellschubladen, neben dem Wareneingang, im Computer, was es sein könnte …

Pharmama: „Was brauchen sie denn?“

Kundin: „Das Euthyrox“

Nochmals Blick in den Computer.

Pharmama: „Sie haben kein Rezept mehr dafür – und ihnen wurde das letzte Mal schon ein Vorbezug dafür gemacht. Sie müssen ein neues Rezept beim Arzt verlangen.“

Kundin: „Nein! Das ist schon das dritte Mal, dass ich hier bin und Sie haben noch nichts gemacht.“

Ich nehme das Blatt mit dem Vorbezug hervor – daran hängen in dem Fall die restlichen Unterlagen von dem „Fall“. Vorbezüge lassen wir übrigens unterschreiben. Als Beweis, dass es bezogen wurde.

Pharmama: „Nun, nach meinen Unterlagen haben wir ihrem Arzt gefaxt – tatsächlich schon zwei Mal , ihm  3 Mal angerufen, ihm einen Brief geschickt, Zwei Brieftauben und mindestens einmal haben wir es mittels Rauchsignal versucht .. (Okay – letzteres stimmt so nicht ganz, aber … wir haben gemacht, was möglich war). Er hat sich nicht zurückgemeldet. Haben Sie schon versucht, ihn anzurufen?“

Kundin: „Nein, denn das sollten Sie machen! Das ist die schlechteste Apotheke überhaupt!“

Sie stürmt raus – nur um am nächsten Tag wiederzukommen … und das selbe erzählt zu bekommen. Wir haben getan, was wir konnten. Jetzt liegt es an ihr. Ist ja auch ihre Gesundheit.

Ei-gen-ver-ant-wor-tung Leute!

Apotheken aus aller Welt 342: Essen-Margarethenhöhe, Deutschland

Besten Dank an Fräulein Spatz von www.frl-spatz.blogspot.com für diese winterliche Apotheke
… Dafür habe ich heute zufällig bei meinem Spaziergang durch Essen-Margarethenhöhe dieses schöne Exemplar gefunden – und hatte auch die Kamera dabei, was für ein Glück… Zu sehen ist die Margarethen-Apotheke, die in einem für den (wunderschönen) Stadtteil typischen Gebäude untergebracht ist. Der Verkaufsraum scheint nur recht klein (der „Glas-Anbau“) zu sein, es herrschte aber reger Publikumsverkehr 🙂
Essen1
Essen2

Fundstück

Source: google.it via Pharmama on Pinterest

 

Walter Matthau : „I wanted to be a pharmacist. I liked the way our local pharmacist was always dressed in a nice white coat; he looked very calm, you’d give him money, and he’d give you something that you wanted to buy“

Awww – trotzdem bin ich froh, ist er Schauspieler geworden und nicht Apotheker. Ich mag nämlich seine Filme 🙂

 

Das musste ja kommen …

Kunde: „Haben Sie mir etwas gegen Husten?“

Pharmama: „Für Sie selber?“

Kunde: „Ja.“

Pharmama. „Trocken oder Verschleimt?“

Kunde: „Verschleimter Husten, schon eine ganze Weile.“

Ich gebe ihm etwas dagegen. Er packt das in seinen durchsichtigen Plastiksack, wo schon eine Stange Zigaretten weilt.

Pharmama (mit Blick auf die Stange): „… Und es würde natürlich auch helfen, wenn Sie nicht mehr rauchen würden.“

Kunde: (grinsend): „Das musste ja kommen …

Ich: „Na, erwarten Sie etwas anderes von der Apotheke?“ 

„Oh“ (lacht er) – „Da habe ich wohl einen taktischen Fehler gemacht – ich hätte die Zigaretten nachher kaufen sollen.“

Make-up versus Auto

Auto plus Vollbremsung plus nicht angeschnallt … gibt ziemlich interessante Abdrücke 🙂

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und noch besser sieht es aus auf dem weissen Airbag mit vieeel Make-up:

makeupairbag

Autsch. Fast wie moderne Kunst :-). Bildquelle 1, Bildquelle 2

Mitteilungsfreudig

Es gibt Patienten, die teilen mit einem noch das letzte Detail des aktuellen Problems, das sie gerade haben.

Frau Schmiss ist ein gutes Beispiel.

Frau Schmiss ist eine ältere Frau mit einer sehr offenen Persönlichkeit. Sie redet auch nicht gerade leise. Auch nicht in der Apotheke. Sie kümmert sich überhaupt nicht um ihre Privatsphäre – oder die von anderen.

Sooo … Frau Schmiss bekommt auf Rezept Gyno Canesten Vaginal Creme verschrieben.

Frau Schmiss: „Was halten sie von dem Zeugs? Bringt das etwas?“

Ich antworte mit dem üblichen … dass es im Normalfall gut funktioniert, wenn man es nach Vorschrift anwendet – und lange genug.

Frau Schmiss: „Da ist ein Applikator drin, richtig?“

Pharmama: „Ja.“

Frau Schmiss: „Okay, das könnte ein Problem sein. Ich habe da unten schon eine Zeitlang Probleme und obwohl ich ein paar Sachen versucht habe – ist es im Moment ziemlich zugekleistert. Ich bin nicht sicher, ob ich mit dem Applikator durchkomme. Haben Sie da Vorschläge?“

Zu dem Zeitpunkt bewegt sich der Kunde, der bisher daneben gestanden ist weg – genau, wir die Pharmaassistentin hinten verschwindet. Sehr rasch verschwindet. Höre ich da ein Kichern?

Ich bin jetzt ganz alleine mit ihr – und im Kopf habe ich dieses üble Bild, das sie mir gegeben hat. (Zugekleistert?!?).

Ich bewahre aber Fassung und biete ihr einen Behandlungsplan: Dass sie die betroffene Gegend zuerst einweicht – zum Beispiel in dem sie ein Bad nimmt.

Frau Schmiss: „Oh, das ist eine Idee! Ich melde mich dann zurück, wie es gegangen ist!“

Ich kann es kaum erwarten.

Drückende Probleme

Eine Frau kommt mit einem dringlichen Problem zu mir – ihr Mann konnte seit 3 Tagen nicht auf die Toilette. Das ist im Normalfall nicht so tragisch –aber der Mann hatte kurz davor eine Hämorrhoiden-operation und eben seitdem keinen Stuhlgang mehr.

Das Spital hat ihn nach Hause geschickt ohne einen Stuhl-Weichmacher mitzugeben … was ich nach so einer Operation nicht gerade toll finde. Der Mann hat 4 Stiche und es tut ihm immer noch weh. Er darf nicht pressen und harter Stuhl könnte das wieder aufreissen.

Gegessen hat er aber normal die 3 Tage. Jetzt ..  ginge es ihm ziemlich schlecht. Wahrscheinlich hat er auch aus Angst vor den Schmerzen etwas verhalten. Das macht es nicht besser.

Ich habe ihr verschiedenes Vorgeschlagen, alles aber mit der Bemerkung, dass sie es dem Arzt auch mitteilen sollte. Und sie hat alles gekauft: Zäpfchen, Stuhl-Weichmacher, Mini-Klister …

Ich hoffe nur, sie haben zuhause mehr als eine Toilette, denn eine davon … wird heute Nacht besetzt sein.

Apotheken aus aller Welt, 341: Salala, Oman

Im Anhang findest Du ein paar Fotos einer Apotheke in Salalah/Oman. Auf unseren Wunsch hat uns der Driver extra dorthin gefahren. Für das Foto wollte sich der Apotheker noch in seine Oman-Kleidung umziehen! Wegen der Zeit musste ich leider ablehnen. Als der jetzige Sultan vor 40 Jahren das Ruder übernahm, gab es in Oman kein richtiges Krankenhaus und vermutlich auch keine richtige Apotheke.

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salalah3

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Nun, die sieht doch ganz ordentlich aus! Im wikitravel steht, dass es neben den meisten Apotheken auch eine Klinik gibt … und wenn ich das Foto oben anschaue: rechts davon könnte eine sein.

Besten Dank an meine Eltern, für dieses Ferienfundstück! Mal sehen, ob sie aus Venezuela auch eine Apotheke heimbringen 🙂

homöopathische Beschwerden?

Hmmm – also ich kenne ja homöopathische Heilmittel … aber was sind „homöopathische Beschwerden“? Probleme im (niedrigen) Potenzbereich? Je geringer die Beschwerden, desto schlimmer? Was?

Gefunden auf Twitter.

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Pfft.

 

Medikamentenpreise – Preisgestaltungsunterschiede

In der Schweiz ist festgelegt (durch den Bund), wie viel jedes einzelne rezeptpflichtige Medikament kosten darf. Das ist dann auch das, was die Krankenkasse zahlt.

Ein einfaches System. … Natürlich wird im Hintergrund hart um die Liste, in die das Medikament kommt (SL, NLP …) und die Preisgestaltung verhandelt, denn einerseits sollte die Pharmafirma noch etwas an einem Medikament verdienen (ansonsten mag es gut sein, dass es vom Markt verschwindet) und andereseits sollte der Preis in dem Rahmen sein, dass unser Gesundheitssystem nicht Hopps geht und gänzlich unbezahlbar wird. Eine Gratwanderung, die bis jetzt zu funktionieren scheint. Mehr oder weniger …

In Amerika scheint das anders zu funktionieren. Freie Marktwirtschaft sozusagen auch im RX Bereich.

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.

So kann es sein, das etwas, das Produktionsprobleme hat, auf einmal teurer wird. Oder etwas, wo es (auf einmal) keine anderen Konkurrenzprodukte (Generika) mehr gibt (siehe die Colchicin Story).

Neustes Beispiel: Doxycyclin.

Der Preis dafür stieg vor ein paar Tagen laut einem Apotheker Blog aus Amerika von 20$ für eine 500er Packung (Amerikas Apotheken füllen das ja vor der Abgabe in kleinere Dosen um) auf über 2000$ für die 500er Packung.

Das geht offenbar auch deshalb, weil andere Stoffe, die ähnlich sind -wie zum Beispiel Tetracyclin- durch die man das Doxycyclin vielleicht ersetzen könnte schon seit Jahren nicht mehr auf dem Markt sind … wahrscheinlich ist das auch so ein Opfer von etwas, das so günstig wurde, dass sich die Herstellung für die Firmen nicht mehr gelohnt hat.

Was die Krankenkassen in Amerika daran zahlen, weiss ich nicht … mag sein, dass beim versicherten Kunden (es gibt immer noch mehr als genug nicht-versicherte), nur der Copay, also das, was sie selber gleich zahlen müssen, um ein paar Dollar ansteigt (gut, später steigen die Prämien an und es gibt immer mehr Einschränkungen, was jetzt noch bezahlt wird). Dagegen wird das Medikament für den Unversicherten praktisch sofort unbezahlbar.

Und das für etwas, wo die Herstellung ein paar Cent kostet.

Böse Pharmafirma? Böses System?

Re-zept-PFLICHTIG

Erstes Telefon am Morgen:

Frau: „Bekomme ich von ihnen Tamiflu?“

Pharmama: „Wenn Sie ein Rezept haben, ja.“

Frau: (voll künstlich überrascht) „Oh, das braucht ein Rezept? WO bekomme ich das her?“

Pharmama: „Vom Arzt?“

und in die gleiche Richtung stossend hier eine allgemeine Durchsage:

Fragt mich nicht (Nicht!) hier oder per mail, ob ich gegen das Gesetz verstosse und etwas rezeptpflichtiges besorge / verschicke. Ich bin keine Versandapotheke und werde das auch nie sein. Ich kenne meine Kunden und Patienten gerne persönlich, dann weiss ich auch, wann / falls ich eine Ausnahme machen kann.  Hier wird es das aber nie geben. Sorry Leute, aber euer Reductil-Ersatz, Potenzmittel-pillen und derartiges bekommt ihr nicht hier. Und wenn ihr etwas auf Eure Gesundheit haltet, dann solltet ihr danach auch nicht auf dem Internet suchen.

Ende der Durchsage.

Es ist kalt!

Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen.
Passt auf Euch auf!

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Pausenunterhaltung (3)

Kommt ein Mann in die Apotheke: „Geben Sie mir bitte ein Fläschchen Arsen.“

Die Apothekerin: „Das Zeug ist hochgiftig, so etwas darf ich nicht verkaufen!“

Meint der Mann: „Aber ich möchte doch meine Frau vergiften!“

„Sie sind wohl verrückt! Das ist verboten, ich werde gleich die Polizei rufen!“

Der Mann greift in seine Tasche, holt ein Foto von seiner Frau heraus, die auf dem Bild gerade den Mann der Apothekerin küsst und legt es auf den Tresen.

Die Apothekerin sieht drauf: „Ach so, Sie haben ein Rezept dabei …“

***

Ein sehr betagter Mann betritt eine Apotheke. Er sagt zum Apotheker:„Ich brauche Viagra.“

Sagt der Apotheker: „Ich kann Ihnen eine Packung verkaufen.“

Der Mann: „Nein, ich brauche nur eine Viagra-Tablette.“

Der Apotheker: „Das geht nicht. Was soll ich denn mit dem Rest der Packung machen, die kann ich doch nicht mehr verkaufen.“

Der Mann: „Hier haben sie 100 Euro. Ich brauche nur eine.“

Gut, denkt der Apotheker, für den Preis verkaufe ich ihm eine Viagra.

Daraufhin der Mann: „Ich brauche noch einen kleinen Mörser.“

Der Apotheker gibt dem Mann den Mörser. Dieser zerreibt die Viagra, holt einen kleinen Strohhalm aus der Tasche und zieht sich das Viagrapulver in die Nase rein.

Darauf der Apotheker ganz entsetzt: „Mein Gott, was machen sie denn da, die müssen sie doch einnehmen!“

Darauf der Mann: „Nein, nein. In meinem Alter spielt sich das nur noch im Kopf ab!“

***

Jakob, 92 Jahre und Rebekka, 89 Jahre sind sehr aufgeregt über ihre Entscheidung zu heiraten. Sie machen einen Spaziergang um die Heirat zu diskutieren und auf dem Weg kommen sie an einer Apotheke vorbei. Jakob sschlägt vor hineinzugehen.

Er fragt den Apothekr hinter dem Thresen: „Gehört Ihnen die Apotheke?“ „Ja.“. „Wir wollen heiraten. Verkaufen sie auch Herzmedikamente?“

Apotheker: „Natürlich.“

Jakob: „Und wie sieht es aus mit Kreislaufmitteln?“

Apotheker: „Verschiedene.“

Jakob: „Medizin gegen Rheuma und Osteoporose?“

Apotheker: „Sicher.“

Jakob: „Wie sieht es aus mit Viagra?“

Apotheker: „Natürlich.“.

Jakob: „ Medikamente gegen Gedächtnisprobleme, Arthritis, …“

Apotheker: „Eine grosse Auswahl davon.“

Jakob: „Wie sieht es aus mit Vitaminen, Schlafmitteln, Geriatika, Mittel gegen Parkinson?“

Apotheker: „Absolut.“

Jakob: „Verkaufen sie auch Rollstühle und Gehstöcke?“

Apotheker: „Verschiedene.“

Jakob: „Wir würden gerne diesen Laden für unsere Hochzeitsgeschenk-liste angeben!“

***

Ein Mann läuft in  die Apotheke und läuft die Gestelle ab. Die Pharmassistentin bemerkt ihn und fragt, ob sie ihm helfen kann. Er antwortet, dass er für seine Frau eine Schachtel Tampons sucht. Sie bringt ihn zur richtigen Stelle.

Ein paar Minuten später bringt er eine riesen-Schachtel Wattebällchen und eine Packung Schnur zur Kasse.

Die Pharmaassistentin leicht verwirrt:  „Ich dachte, die suchen nach Tampons für ihre Frau?“

Er antwortet: „Sehen Sie, es ist so. Gestern habe ich meine Frau in den Laden geschickt, mir eine Packung Zigaretten zu holen und sie ist zurückgekommen mit einer Dose losen Tabak und Papier zum selber rollen, weil es soooo viel billiger wäre so. Also habe ich mir gedacht, wenn ich mir meine selber rollen muss … soll sie das auch.“

***

Die Mutter hat bei ihrem Einkauf vergessen Tampons zu besorgen und schickt daher ihren kleinen Sohn Max in die Apotheke, sagt ihm aber zuvor, er solle in der Apotheke das, was er für sie holen müsse, anständig anfordern und nicht irgendwelche blöden Sprüche machen.

Keine zehn Minuten später ruft sie der Apotheker an und erzählt der Mutter, dass ihr Sohn Max bei ihm in der Apotheke sei, er aber beim besten Willen nicht wisse, was der Kleine genau wolle.

„Wieso, was hat er denn gesagt?“ fragt die Mutter.

„Er hat gesagt, er brauche Dämmwolle für Vaters Hobbyraum!“

***

Eine sehr attraktive junge Dame kommt in die Apotheke und sieht in der Ecke eine Waage stehen.

Sie verlangt einen Groschen, wiegt sich und schreit entsetzt auf. Rasch verlangt sie noch einen Groschen, legt Mantel und Hut ab und wiegt sich von neuem. Sie zieht Schuhe und Pullover aus, nimmt den nächsten Groschen und betritt abermal die Waage.

Da kommt der Apotheker, stellt sich neben sie und sagt:

„Machen sie nur weiter, schönes Fräulein, ab jetzt geht es auf Kosten des Hauses.“

***

mehr Apotheken-Witze,

Pausenunterhaltung 1

und Pausenunterhaltung 2

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