Das ist ein Werbespot der Dänischen Apotheken … kannst Du Dir vorstellen für was?
„get your contraception in the pharmacy … „ (or else!)
Hol Dir das Verhütungsmittel aus der Apotheke … oder sonst!
Das ist ein Werbespot der Dänischen Apotheken … kannst Du Dir vorstellen für was?
Hol Dir das Verhütungsmittel aus der Apotheke … oder sonst!
Am Wochenende waren wir mit Junior und seiner Cousine samt Anhang im Zoo.
Wir haben uns ein Familienabo für das ganze Jahr besorgt, weil das jetzt wohl öfter vorkommen wird.
Junior hat viel Freude an den Tieren – je Näher, desto besser! Cousinchen, die ein paar Monate jünger ist, interessiert sich am meisten für die Fische. Das scheint bei vielen so zu sein. Fragt sich nur, woher das kommt? Denken sie das ist Fernsehen mit Interaktion? Oder ist es, weil die Aquarien so hell beleuchtet sind im Gegensatz zur dunklen Umgebung? Manchmal kleben sie regelrecht an den Scheiben fest. Wenn man manchmal nur wüsste, was in den kleinen Köpfen vorgeht!
Jedenfalls ist ein Zoobesuch mit Kindern eine erfrischende Angelegenheit, weil für sie alles Neu ist. Sie achten auf ganz andere Dinge. Für sie ist der Spatz auf dem Weg mindestens so interessant, wie die Nilpferde im Wasser gleich daneben …
Heute war aus verschiedenen Gründen ein extrem anstrengender und frustrierender Tag. Den einen Grund dafür kann ich noch nicht einmal nennen, das ist noch zu frisch.
Das andere war eine wahre Anhäufung eher komplizierter Kunden.
Zumindest einer von ihnen konnte nicht viel dafür. Er ist ein Teil eines älteren Pärchens das ein Vorzeige-beispiel dafür sein könnte, dass wir uns im Alter nicht aussuchen können, was kommt. – SIE hat die klassischen körperlichen Verschleisserscheinungen mit den damit verbundenen Schmerzen und darum kann sie kaum mehr raus, ER hat die immer weiter nachlassenden geistigen Fähigkeiten, sprich mit dem Kurzzeitgedächtnis sieht es reichlich schlecht aus.
Weil sie ja nicht mehr rauskommt, ist es seine Aufgabe die Besorgungen zu machen. Dafür ist er dann mit diversen Einkaufszetteln unterwegs. Bei uns holt er die Medikamente, dann fragt er sicher 3-4 mal nach, ob er jetzt alles hat und woher er das (nächste Liste) bekommt. Dann geht er wieder. Heute stand er nach einer halben Stunde wieder hier und wollte das selbe nochmal. Er wusste nicht mehr, dass er die Medikamente schon geholt hat. Es wird immer schlimmer.
Ich finde das tragisch.
Wenn Du im Verkauf arbeitest, kennst Du sicher den Typ Kunden der 5 Minuten vor Verkaufsschluss hereinkommt und noch eine ausführliche Beratung will? Und er/sie ist sicher nicht fertig, bis der Laden normalerweise schliesst. Und das stört die Person überhaupt nicht, es ist schliesslich eine Selbstverständlichkeit, dass man für sie da ist.
Dasselbe gibt es in der Apotheke, nur dass sie da mit etwa 3 Rezepten aufmarschieren, die sicher nicht problemlos sind.
Ich liebe es – nicht.
Gestern Samstag Abend kurz nach 6 Uhr, wir haben geschlossen und waren noch am etwas reden in der Apotheke, sehe ich aussen am Schaufenster jemanden, der hineinschaut, ein paar Schritte läuft, nochmals hineinschaut … schliesslich winkt … ich kenne den Kunden, er ist genau einer jener Typen oben. Nur diesmal ist er wirklich zu spät dran.
Wie wir herauskommen meint er „wir könnten ihm doch nur schnell …“ nein, Sorry, aber jetzt haben wir geschlossen. Alle Kassen sind versorgt, die Computer heruntergefahren. Wenn ich jetzt noch jemanden bediene, müsste ich die Notfalldienst-taxe verlangen, weil es ausserhalb unserer Öffnungszeiten ist.
Da ist er dann reichlich unwillig vor sich hin mutternd gegangen.
Bis am Montag, dann. Wenn es wirklich wichtig ist, gibt es ja noch die Notfallapotheke. Aber eher sehe ich ihn am Montag abend um kurz vor 7 Uhr….
Das Beste daran finde ich aber, dass das er ein Rentner ist. Wenn es jemand gewesen wäre, der den ganzen Samstag (oder die ganze Woche) gearbeitet hat, und deshalb nicht früher konnte, würde ich noch etwas Verständnis aufbringen. aber so?
Das fällt unter: „Things that make me go Hmmmmm?“
Wir haben ja ein sehr Technik-interessiertes Kind. Auf jedes Knöpfchen muss gedrückt, an jedem Rädchen gedreht und jeder Schalter betätigt werden.
Ich frag mich ja, von wem er das hat ;-)
Besonders interessant ist es ja, wenn das Betätigen der Knöpfe einen unmittelbaren Effekt hat. Darum ist die Stereoanlage so beliebt und die Fernbedienung und natürlich auch das Telefon.
Vor allem das Telefon. Wir haben eines dieser neuen, drahtlosen Dinger, ausgestattet mit Rafinessen wie Anruferkennung, Wahlwiederholung, gespeicherten Telefonnummern… Ich glaube andere Eltern wissen schon, worauf ich hinauswill.
Als es das erste Mal passiert ist, dass Junior bei seinen Grosseltern angerufen hat, waren sie sehr beunruhigt. An der Nummer erkannten sie, dass der Anruf von uns kam, aber das einzige was sie hörten war angestrengtes Atmen. In Ihrer Vorstellung sah Oma die Pharmama nach einem Unfall am Boden liegen und mit letzter Kraft ihre Nummer wählen.
Inzwischen hat Junior sein eigenes „Telefon“ bekommen. Ein Ding von Fisher Price, das auf Knopfdruck verschiedene Melodien und Klingeltöne hören lässt und „Hallo“ und „Tschüss“ sagt. Das ist toll, aber das Telefon der Eltern ist toller. Letzhin hat er die beiden darum unauffällig ausgetauscht, als es neben mir lag, während ich am Computer war – und hat prompt wieder bei den Grosseltern angerufen …
Ich muss unbedingt einen guten Blick auf die Telefonrechnung werfen diesen Monat …
Bei uns ist es wieder soweit, dass wir uns eine neue Mitarbeiterin suchen müssen. Ich bin ja gespannt, was da für Bewerbungen kommen werden.
Vor ein paar Jahren musste ich relativ kurzfristig eine Apothekerin haben, weshalb ich nicht nur die klassischen Wege für eine Stellenanzeige (nämlich in den Fachblättern), sondern auch Anzeigen in normalen Zeitungen zu Hilfe nahm. Das brachte es gar nicht, das heisst, es hat mir schon ein paar Bewerbungen eingebracht, nur kamen die von echt unqualifizierten Personen. Bei manchen hatte ich den Eindruck, die Bewerbung wurde nur geschrieben um das Arbeitsamt zufriedenzustellen.
Ich meine, wenn ich schreibe, ich suche eine/n Apotheker/in dann sollte man sich nicht melden, wenn man die Ausbildung respektive das Diplom nicht hat. Das Beste (Übelste?) war ein A6 Briefchen* mit einem (handgeschriebenen) Zettel darin, dass die Frau sich für die Stelle interessiere. Anbei ein einseitiger kopierter Lebenslauf. Die Frau hatte nicht einmal einen richtigen Schulabschluss. Das näheste (nächste?) was sie dem Gesundheitssystem im Allgemeinen gekommen ist, waren ein paar Monate Anstellung in einem Spital – als Putzhilfe. Ich hab mir das angeschaut und mich gefragt, was das soll? Denkt diese Frau ernsthaft, man kann einfach so in die Apotheke stehen, wie wenn es ein Gemischtwarenladen wäre??
Es ist mir schon klar, dass es einer Menge Leute nicht bewusst ist, was es dazu braucht, Apothekerin zu werden. (Oh ja, das ist ein Studium, 5 Jahre!). Aber dass es eine Form abgeschlossener Ausbildung ist, müsste mit etwas gesundem Menschenverstand klar sein.
Ich habe mich dann entschlossen, auf diese Bewerbung nicht zu reagieren, obwohl ich im Normalfall auf jede antworte.
*das ist die Grösse, die man bekommt, wenn man ein normales Schreibblatt in die Hälfte faltet und dann nochmals in die Hälfte faltet.
