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Nicht alle Medikamente reisen problemlos mit

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Vielleicht für dieses Jahr etwas spät, aber auch von Euch gehen sicher einige in die Ferne … Dafür ein paar Tipps von Eurer Apothekerin:

Reisen – die gesundheitliche Seite – woran man denken sollte (ausser an Pass und Tickets und Geld)

Medikamente auf Reisen – darauf muss man achten.

Betäubungsmittel (darunter fallen auch starke Schmerzmittel) brauchen spezielle Vorbereitung für Grenzübertritte: Reisen mit Betäubungsmitteln innerhalb Europas

Darf ich Ihnen einen Polymedikations-check anbieten?

Der Polymedikationscheck ist eine Dienstleistung in Schweizer Apotheken, die die Apotheken als direkter Leistungserbringer gegenüber der Krankenkasse auf ähnliche Stufe wie die Ärzte stellt.

Wer täglich mehrere Medikamente nehmen muss, verliert leicht den Überblick. Je mehr Medikamente desto schwieriger wird es, sie nicht nur zu nehmen, sondern auch sie richtig zu nehmen. Die richtige Menge zum richtigen Zeitpunkt – vor, zum, nach dem Essen, Morgens, mittags, abends, vor dem Schlafen, bei Bedarf…

Bei dem Polymedikationscheck nimmt sich der Apotheker (die Apothekerin) extra Zeit, zusammen mit dem Patienten seine Medikamente gründlich durch zu gehen.

Dabei wird angeschaut, weshalb ein Medikament genommen wird – gelegentlich findet sich wieder eines, das nur aus reiner Gewohnheit weiter verschrieben und genommen wurde, Manchmal lässt sich der Einnahmeplan vereinfachen, Manchmal findet man Wechselwirkungen, die einen Wechsel nach sich ziehen. Wichtig ist es auch zu zeigen, was passiert, wenn man ein Medikament vergessen hat zu nehmen, was man dann tun soll, wenn man es merkt – und bei welchen das wichtig und bei welchen das nicht ganz so schlimm ist.

Insgesamt soll dies die Einnahmetreue des Patienten verbessern helfen. Bei manchen Medikamenten reicht es schon eine einzige zu vergessen und es hat üble Auswirkungen.

Einmal im Jahr können wir das der Krankenkasse abrechnen – und brauchen kein Rezept vom Arzt dazu. Ab 4 Medikamenten während mindestens 3 Monaten genommen, übernimmt die Krankenkasse diesen Check.

In manchen Ländern wie Grossbrittanien ist der Polymedikationscheck (dort MUR Medicines Use Review genannt) sogar Pflicht, in anderen, wie Amerika auch nur Kür (dort heisst das CMR Comprehensive Medication Review)

Die Schweiz bietet den Polymedikationsscheck PMC seit 2010 an … bis jetzt aber eher zögerlich. Ich verstehe die Probleme, die die Apotheker damit haben: eine (neue) Dienstleistung zu verkaufen und eine im Wert von 48.60 Franken ist nicht einfach – das muss man manchen Patienten erst mal schmackhaft machen. Dazu kommt, dass man für etwas, das von der Krankenkasse übernommen wird nicht unbedingt Werbung machen darf – also fallen allgemeine Fernseh- Zeitschrift- und Radiowerbung weg. Bleibt nur noch die Leute direkt zu fragen – in der Apotheke. Aber es gibt ja noch andere Ideen:

Stellt Euch das vor, wir könnten ja dafür wie die Vertreter früher von Tür zu Tür gehen um es bekannter zu machen:

“Guten Tag! Hätten Sie heute Interesse an einem PMC? Ich könnte rasch hineinkommen und Ihnen meine Dienstleistung demonstrieren. Nur 15 Minuten ihrer Zeit für ein gesünderes, glücklicheres Sie. Blick auf die Packung Sortis auf dem Küchentisch Ah, ich sehe, Sie nehmen ein Statin. Haben Sie gewusst, dass …? (Tür schlägt zu)

“Guten Tag liebe Frau. Kann ich Ihnen zeigen, wie praktisch so ein PMC ist? Damit kann es Ihnen im Nu besser gehen! Nehmen Sie zu viele Medikamente? Haben Sie Wechselwirkungen von all den Tabletten, die Sie 6 x täglich nehmen müssen? Verspüren Sie Nebenwirkungen? Mit dem PMC können wir all diese unangenehmen Nebeneffekte reduzieren, Sie müssen weniger Medikamete nehmen und so können Sie den Tag besser geniessen. Darf ich hinein kommen?” (Tür schlägt zu).

Oder richtig mutig:

“Gehören Sie zu den vielen, die vielleicht demnächst sterben werden? Ich bin der Syrio Forel der Apotheke und ich sage: „Nicht heute!“. In nur 15 Minuten ihrer Zeit kann ich ihnen zeigen, wie praktisch der PMC ist und wie ich mit seiner Hilfe auch ihr Leben retten kann!” Ich höre: Brutus! Fass!) und renne um mein Leben …

Oder vielleicht so:

“Haben Sie Medikamente? Kann ich ihnen helfen, sie richtig zu nehmen?”

Echt, ich finde das PMC eine sehr gute Sache … ich bin einfach nicht gut darin, das zu verkaufen. (Und das oben sollte kein Hinweis an meine Arbeitgeber sein, das so einzuführen!). Ich weiss, wie wichtig das ist – es hängt auch davon ab, dass gezeigt wird, dass das einen positiven Effekt hat, damit es auch weiterhin von der Krankenkasse übernommen wird. Die Tatsache, dass die anscheinend schon bei einigen eingesandten PMCs als „nicht genügend“ reklamiert haben (und offenbar nicht bezahlt?) hilft mir da auch nicht.

Vielleicht ist das ein Aufruf an die Patienten da draussen: Das gibt es, das ist eine gute Sache, das ist die Gelegenheit die Medikamente mal zusammen mit einer Fachperson, die sich richtig Zeit nehmen kann durch zu gehen und anzuschauen, ob man da nicht etwas vereinfachen könnte, ob es Probleme damit gibt und wie man die umgehen kann.

Ich finde, das sollte man nutzen.

Also: fragt in der Apotheke danach. Auch damit sich die Apothekerin nicht wie eine Bittstellerin vorkommen muss.

Info des Apothekerverbandes über den PMC: http://www.pharmasuisse.org/DE/dienstleistungen/themen/seiten/polymedikationscheck.aspx

Was ist hier falsch?

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ja, noch einer.

Waaaarum???

Alles ausser Tabletten …

Abends um … kurz vor Bestellschluss.

Junger Mann in der Apotheke mit einem Rezept vom Spital. Er reicht es mir mit folgenden Worten:

„Meine Frau kann keine Tabletten schlucken. Keine. Nicht einmal ganz kleine. Sie hatte einen Unfall und einen gebrochenen Arm – wir waren im Spital und das ist das Rezept, das sie mir mitgegeben hat.“

Uh –ja. Mir können Sie das offensichtlich problemlos sagen, dass Tabletten nicht gehen … aber hätten sie das nicht schon im Spital können? Das Rezept sagt, dass sie das nicht haben.

Auf dem Rezept steht:

Irfen 600mg (das sind Tabletten) 1-1-1

Dafalgan 1g (undefiniert welche Form) 1-1-1

Pantoprazol 40mg (wieder Tabletten) 1-0-0

Novalgin 500mg 1-1-1 in Reserve (wieder Tabletten, wenn so aufgeschrieben)

Und nun: suche. Und zwar schnell! denn in 5 Minuten ist Bestellschluss und sie hat sicher Schmerzen.

Irfen ersetzen war noch einfach: Brufen Granulat. Dafalgan auch: Dafalgan 1 g gibt’s in Brausetabletten, Novalgin gibt’s in Tropfenform (und dann umrechnen, wie das mit der Dosierung ist) … und jetzt das Pantoprazol …

Ich bin wirklich erfreut, als ich sehe, dass das es ein Pantoprazol von einer (einzigen) Firma in Brausegranulatform gibt – das habe ich bisher weder gesehen noch gebraucht (die Pantoprazol sind auch so sehr kleine Tabletten).

Nicht so erfreut bin ich, als ich das bestellen will und die Meldung zurück bekomme, dass das nicht lieferbar ist. Das einzige lösliche Pantoprazol.

Was jetzt?

Wirkstoffwechsel. Vom Nexium (Esomeprazol) weiss ich, dass es da auch ein Granulat gibt, das habe ich schon einmal gebraucht.

AUCH nicht lieferbar! Mist.

Gut – beim Nexium sind das auch MUPS Tabletten – die kann man wenn schon nicht lösen, zumindest suspendieren. Das gibt eine ziemlich krümelige Angelegenheit zum trinken – ich hoffe, das geht bei ihr.

Also habe ich am Schluss die Esomep MUPS abgegeben (das Generikum vom Nexium) … und das Spital danach über meine „Anpassungen“ des Rezeptes informiert.

Das war in ihren Augen auch okay … tatsächlich sind sie ziemlich Dankbar, wenn man ihnen so einen Teil der Arbeit abnimmt. Das ausgestellte Rezept ist ziemlich Standard, meine Ersatzmöglichkeiten hier legal (keine Ahnung, wie kompliziert so ein Fall in Deutschland geworden wäre, wo nur definierte Generika von der Krankenkasse übernommen werden und ein Wirkstoffaustausch … so sinnvoll und nötig er hier auch ist wohl nicht so möglich gewesen wäre.).

So wird die Arbeit doch interessant :-) (auch wenn ich auf die Nicht-Lieferbarkeit verzichten könnte).

P.S: Tipps zum Tabletten und Kapseln schlucken findet ihr hier.

Soll ich die Tabletten zurückbringen?

Herr S., ein älterer Mann und länger Kunde von uns kommt in die Apotheke und fragt … sehr vorsichtig und zurückhaltend:

“Also … ich habe da zu Hause eine Packung Tabletten … und ich weiss nicht, wie ich das fragen soll … die sind abgelaufen … kann ich die einfach zurückbringen?”

Pharmama: “Natürlich dürfen Sie bei uns alle Medikamente zum entsorgen zurückbringen.”

(Das ist in der Schweiz der normale Entsorgungsweg – für Deutschland schaue man hier)

Herr S: “Ja, aber die sind nicht von ihnen, die Tabletten.”

Pharmama: “Auch dann, das ist kein Problem.”

Herr S: “Ja .. wissen Sie, ich habe die vom Arzt bekommen und zu Hause gemerkt, dass sie abgelaufen sind.”

Pharmama: “Moment … die Tabletten, die sie gerade vom Arzt bekommen haben?”

Herr S.: “Ja.”

Pharmama: “Dann … wollen Sie mich fragen, ob sie die zum Arzt zurückbringen sollen?”

Herr S: “Ja – weil, ich will die nicht einfach bei ihnen entsorgen, ich sollte die ja testen, kann ich die überhaupt noch nehmen?”

Pharmama: “Nun, Sie könnten sie wahrscheinlich noch nehmen, aber besser wäre es, wenn Sie welche hätten, die noch vor dem Verfalldatum sind.”

Herr S: “Ja, das dachte ich auch – also bringe ich die Packung zum Arzt zurück?”

Pharmama: “Würde ich in dem Fall auch so machen, ja.”

Herr S: “Wie kommt das, dass er mir abgelaufene Tabletten mitgibt?”

(Oh, Mann, Danke für die Steilvorlage!)

Pharmama: “Ja, wissen Sie – das ist halt offensichtlich ein Arzt, der die Tabletten selber verkauft. Da hat er eine eigene kleine Apotheke bei sich in der Praxis. Wir hier haben ein Qualitätsmanagementsystem, das absichert, dass Dinge wie die richtige Lagertemperatur kontrolliert werden … und dass die Verfalldaten regelmässig kontrolliert werden und Medikamente die demnächst ablaufen aus dem Lager genommen werden. Das ist ziemlich Zeitaufwändig … Ärzte haben so ein Qualitätssichehrungssystem für ihr Lager je nachdem nicht. Das ist bei denen offenbar auch nicht vorgeschrieben – da kann derartiges wie bei Ihnen halt vorkommen.”

ich zucke bedauernd die Schultern.

Herr S: “Das finde ich aber nicht gut!”

Ja – glauben sie mir: ich auch nicht.

Schnurz-Egal Hauptsache billig

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Bild von der Seite: Schnurz-Egal.de (mit freundlicher Genehmigung) – Unbedingt die Packungsbeilage lesen!

Deutsches Rabattvertrag-system … sagt das meinen Schweizer Lesern etwas? Nein? Dann versuche ich das hier in Kürze zu erklären:

Es hört sich nach Sparen an, aber der einzige Gewinner bei der Sache ist die Krankenkasse. Die machen nämlich diese Rabattverträge mit den diversesten Generikafirmen. Sie schreiben dazu Wirkstoffe aus, die Firmen machen Angebote und das beste Angebot bekommt dann den Zuschlag. Fortan dürfen die Apotheken den Patienten bei diesen Wirkstoffen (egal was auf dem Rezept steht) nur noch genau das Präparat von der Firma abgeben, mit der deren Krankenkasse gerade aktuell einen Vertrag hat. Alles andere wird nicht vergütet (retaxiert) und teils muss der Patient zuzahlen. Wieviel die Krankenkassen daran sparen ist unbekannt, da die Verträge geheim sind. Es muss aber ziemlich lohnend sein, denn die Verträge (und damit die abzugebenden Wirkstoffe) wechseln ständig.

Dadurch entstehen dem Patienten ständige Wechsel wie die Tabletten heissen / aussehen / … und teils auch wirken.

Aber Pharmama, Du bist doch so für die Generika-Abgabe … weshalb bist Du da so gegen das Rabattsystem?

Ich BIN für Generika. Ich finde es auch gut, dass die günstiger sind als die Originale – unser Gesundheitssystem braucht es dass man da Geld sparen kann. ABER … muss man da derart Zwangsmässig eingreifen und vorschreiben, was noch genommen werden darf? Und dann noch die Krankenkasse? Die jetzt wirklich nicht wissen, was ein Austausch teils bedeuten kann (Bioverfügbarkeit, Austauschbarkeit, Einnehmbarkeit, Compliance etc?)

in der Schweiz sind jetzt anscheinend Bestrebungen im Gange, die in die gleiche Richtung gehen. Gesundheitsminister Alain Berset will einführen, dass nur noch das billigste Generikum von der Krankenkasse übernommen wird.

Wehret den Anfängen!

Dass das keine gute Idee ist, sieht man in Deutschland an den Rabattverträgen – die Apotheker müssen zum Abgeben des für die Kassen “richtigen” Produktes manchmal richtige Marathonläufe absolvieren, vor allem wenn das Medikament wieder mal nicht lieferbar ist.

Wenn man bei uns jetzt schweizweit nur noch ein (einziges) Generikum jeweils kassenpflichtig macht … dann gibt man diesem Hersteller faktisch das Monopol darauf. Nach einem anfänglichen Preiskampf dürfte das dann sehr schnell den Effekt haben, dass die anderen Hersteller (von Original und Generika) das Mittel gar nicht mehr herstellen – wofür auch? Für die paar, die das Geld haben das selber zu zahlen? Und wenn dann ein Lieferproblem auftritt bei dem einen Generikum … dann sitzen wir hier noch mehr auf dem Trockenen.

Aber auch wenn nicht … das billigste Generikum ist (das garantiere ich) nicht in Europa hergestellt worden. Schon jetzt weiss ich nicht mehr (und kann auch nicht nachschauen), woher denn die Medikamente genau kommen. In der Schweiz gibt es noch eine heimische Firma (Streuli), der Rest der Pharmafirmen sind internationale Mogule, die international herstellen lassen. Und heute ist es so: wenn es möglichst günstig sein muss, dann passiert das in Asien. Damit habe ich zunehmend Bedenken. Immer häufiger höre ich von Unregelmässigkeiten in der Qualitätssicherung, der Dokumentation und der Wirkstoffreinheit.

Und die Wirkung auf die Patienten selber? Ich kann mir hier noch (zusammen mit dem Patienten) die Generika selber aussuchen. Ich bemühe mich auch Generika an Lager zu halten – dabei spielt der Preis eine Rolle, aber auch Faktoren wie Einnehmbarkeit, Zuverlässigkeit der Firma, Bioverfügbarkeit im Vergleich zum Original etc. Wenn ich einmal einen Patienten vom Generikum überzeugen konnte, versuche ich auch nicht mehr zu wechseln. Gerade beim älteren Patienten hängt viel davon ab, ob er es richtig einnimmt dass die Tabletten wiedererkennbar das ist, was er bisher genommen hat. So jemanden (wie in Deutschland) alle paar Monate wieder davon überzeugen zu müssen, dass diese Tabletten, die jetzt ganz anders aussehen (weiss statt rosa, oval statt rund …) und ganz anders heissen jetzt das gleiche sein soll, wie das, was er bisher hatte und die er (bitte) gleich weiter nehmen soll – das ist schwierig. Manchmal unmöglich.

Darum: bitte nicht. BITTE NICHT!

Wer jetzt denkt, dass ich das nur wegen dem Geld schreibe, das ich als Apotheke bei so einer Änderung verliere, dem möchte ich 2 Sachen zum Bedenken geben: Der Teil, den ich an der Marge eines rezeptpflichtigen Medikamentes verdiene ist ziemlich klein – mehr bekomme ich durch die Pauschalen. Da ist es mir egal, ob es sich um ein Original oder ein Generikum handelt, ich bekomme gleich viel (finde ich auch sinnvoll).

Und für die Apotheke macht so eine Vorschrift die Lagerhaltung wesentlich einfacher und günstiger: Dann muss ich statt den 3 − 4 Generika nur noch ein einziges an Lager haben.

Trotzdem bin ich dagegen. Nicht wegen mir – wegen meinen Patienten. Ja – es ist nötig, dass der Anteil der abgegebenen Generika erhöht wird (und ich arbeite mit daran), aber das hier ist unsinnig und im Endeffekt gefährlich für unser Gesundheitssystem – wo die Ausgaben für die Medikamentenkosten 9.2% der Gesundheitskosten betragen (2014) … und deren Anteil in den letzten Jahren schon stetig gesunken ist! Wollt ihr nicht mal woanders ansetzen???

Bäh.

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Es scheint auch für Packungen Frühling zu sein – jedenfalls fallen mir im Moment extrem viele Packungswechsel auf. Manche davon gut (Rausch), manche davon schlecht (Excipial – da kann man die verschiedenen galenischen Formen NICHT mehr an der Verpackung auseinanderhalten), manche davon fast unmerklich (Bepanthen) … und dann gibt es noch die oben: Dolo-Spedifen. Dazu kann ich nur sagen: Bäh! Was haben die Designer sich dabei gedacht?

Glücksspiel mit der Gesundheit

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Immer mehr versuchen via Internet an (rezeptpflichtige) Medikamente zu kommen. Die Gründe dafür sind vielfältig: manchen ist es zu peinlich dafür vorher zum Arzt zu gehen, oder sie wollen sparen: Geld oder Zeit. Dass das arg auf Kosten der Gesundheit gehen kann, scheinen immer noch viele nicht zu wissen.

Eigentlich sollte einem ja die eigene Vernunft sagen, dass da etwas nicht stimmen kann, wenn man einfach so (und soviel man will) rezeptpflichtige Medikamente ohne Arztrezept zu “Schnäppchenpreisen” per Knopfdruck bestellen kann. Aber … die Menge der am Zoll dann beschlagnahmten und untersuchten Produkte zeigt, dass das nicht so ist.

Geschätzte 95% der abgefangenen Medikamente sind Fälschungen. Und die können echt alles enthalten. Als Beispiel dieses Bild (von Pfizer, via Dr. Schweim) von Ponstan Tabletten:

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Hier mal: keinerlei Wirkstoff, stattdessen Borsäure, gefärbt mit gelber Strassenfarbe (bleihaltig) und Überzug mit Fussbodenwachs. Fein. Wie gesagt, da kann alles drin sein – auch Wirkstoffe, die man wegen übler Nebenwirkungen ausser Handel genommen hat, manchmal auch gar nichts, manchmal tatsächlich der richtige Wirkstoff – nur in der falschen Dosierung … deshalb nenne ich es ein Glücksspiel mit der Gesundheit.

Der österreicherische Apothekerverband hat aktuell dazu auf facebook eine Aktion laufen, die man verfolgen kann: Fakes don’t care (But we do).

Restenverwertung?

Erster Patient des Tages:

Patient:  „Ich habe da zuhause noch diese Tabletten gefunden …“

(Blick auf die Packung: eine ziemlich mitgenommen aussehende Schachtel Cipralex. Laut Dosierungsetikette vor 3 Jahren verschrieben).

„… Ich denke es ist ein Mittel gegen Depressionen. Ich habe vorgestern angefangend das zu nehmen und jetzt fühle ich mich irgendwie nicht so wohl …“

Bitte nicht. So etwas geht über die normale Selbstmedikation heraus und gehört in erster Linie zum Arzt. Das sind Medikamente, die auf unseren “Hirnhaushalt” wirken … die nimmt man nicht mal “einfach so”. Wenigstens nimmt er es erst seit vorgestern, da dürfte zumindest hier das wieder absetzen noch kein Problem sein. Und das habe ich ihm geraten:

“Dann nehmen Sie das jetzt bitte nicht mehr und gehen erst Mal zum Arzt.”

Auskunftsdienst Apotheke

Frühmorgens (Naja, 8 Uhr, aber früh genug für mich)

Allererstes Telefon.

Ich nehme es an.

„Pharmama’s Apotheke, mein Name ist Pharmama.“

Ein der Stimme nach älterer Mann (äMa): „Könnten Sie mir eine Auskunft für meine Steuererklärung geben? Ich hätte da eine Frage …“

Uh, äh was?

Pharmama: „Äh … höchstens, wenn es sich dabei um eine Frage wegen der Krankenkasse oder Medikamente handelt, den Rest kenne ich nicht so gut.“

äMa: „Das ist genau meine Frage: Was kann ich von den Steuern abziehen von den Medikamenten?“

Pharmama: „Naja, die selbstgekauften im Normalfall nicht – ausser sie haben ein Rezept dafür.“

äMa: „Und die Arztrechnungen?“

Pharmama: „Das was die Krankenkasse daran nicht zahlt, können Sie angeben, zum Beispiel die Zahnarztrechnung, aber ich glaube, das wird erst angerechnet ab einem bestimmten Prozentansatz vom Einkommen.“

äMa: „Wieviel Prozent?“

Pharmama: „Ich bin nicht ganz sicher? 3 oder 5? – vielleicht fragen Sie dafür beim Steueramt nach.“

äMa (überrascht): „Ja … bin ich denn hier nicht beim Steueramt?“

Pharmama: „Nein – Sie sind hier bei einer Apotheke.“

äMa: „Oh, tut mir leid – dann habe ich eine falsche Nummer gewählt!“

Pharmama: „Das sieht ganz so aus.“

äMa: „Danke für die Hilfe und entschuldigen Sie!“

Pharmama: “Kein Problem!”

Bisher war mir nicht bekannt, dass wir eine ähnliche Nummer, wie das Steueramt haben sollen. Der war wirklich ganz falsch. Vielleicht war es ja auch für ihn etwas früh?

Serendipity in der Medikamentenentwicklung

Es hat mich ein bisschen gepackt am ersten Mai … und da da Wetter so mies war, habe ich mich etwas am Computer beschäftigt. Das wollte ich schon lange mal bringen.

Mehr nachlesen über die einzelnen Mittel kann man auch in meiner Blogreihe hier: Woher kommen unsere Medikamente?

Wohin mit alten Medikamenten?

Die Kurzfassung ist: Nie in die Toilette! Medikamente = Sonderabfall.

In der Schweiz kann man alte oder nicht mehr gebrauchte Medikamente in die Apotheke (oder Drogerie) zur fachgerechten Entsorgung zurückbringen. Der Service ist meist gratis, auch wenn wir dafür zahlen und die Pharmafirmen nichts dazu geben. Wir sortieren auch vor: Spritzen und andere biohazard Abfälle, Quecksilberhaltiges, Zytostatika, normale Medikamente. Chemikalien, Säuren, Basen, Öle …

Grössere Mengen Abfall (was nicht “haushaltsüblich” ist) muss man in die Sondermüll-Sammelstellen bringen. Info dazu findet sich auf Abfall.ch

In Deutschland gibt es keine einheitliche Regelung.  Seit 2009 sind Apotheken in Deutschland nicht mehr verpflichtet, Medikamente und Arzneimittel zurück zu nehmen. Ein Teil der Apotheken bietet die Rücknahme von Medikamenten auf freiwilliger Basis an.

Es gibt seit neuem aber eine Website, auf der man nachschauen kann, wie man seine Arzneimittel und Medikamente am besten entsorgen kann: Arzneimittelentsorgung Deutschland

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Was man aber nie, NIE (!) machen sollte: seine Medikamente via Toilette entsorgen.

Das ist leider immer noch gang und gäbe und schadet der Umwelt enorm! Das geht danach direkt ins Grundwasser und von da wieder in unsere Nahrung. Don’t do it!

Der Hausabfall und die Verbrennungsanlage ist dort eine Option, wo das hochtemperaturig genug verbrannt wird, wie es für Sondermüll nötig ist. (Siehe websites).

Krankenkassen-Wahrheiten für die Patienten

(von der Apothekerin)

Es ist anscheinend nie Ihre Verantwortung über ihre Deckung Bescheid zu wissen. Und jetzt sind Sie sauer auf mich (statt auf sich) wenn ich Ihnen sage, dass Sie nach ihrem Krankenkassenwechsel jetzt eine Krankenkasse haben, wo Sie in der Apotheke direkt bezahlen müssen.

Je besser versichert Sie sind, desto mehr ärgern Sie Sich darüber, wenn ich Ihnen sage, dass etwas nicht von der Krankenkasse bezahlt wird.

Ein Spital-Zusatz bei der Versicherung bedeutet nicht, dass auch Medikamente übernommen werden, die über die Zusatzversicherung für Medikamente gehen.

Denken Sie nicht, dass ich weniger Prämie bezahle, nur weil ich in der Apotheke arbeite.

Nein, ich bezahle auch nicht weniger, wenn ich Apothekerin bin.

Ja, auch meine Prämien sind wieder gestiegen.

Nein, an den “Apothekerpreisen” liegt das nicht*, sondern an den Mehrausgaben für Spitalaufenthalte und Pflege zu Hause – und ich bin sicher, dass die Verwaltungskosten der Krankenkassen da auch mit reinschlagen.

Auch wenn ich das Gefühl habe, dass ich da in der Apotheke einen Grossteil mit übernehme – siehe oben.

 

*(siehe http://issuu.com/interpharma/docs/gws_2015_d_web_final/1?e=6980957/11248296 S. 42/43 und S. 60 … es wird tatsächlich durchschnittlich weniger für Medikamente ausgegeben im Haushalt als für das Telefon.)

Explosive Medikamente

Die Artikel kommen aus der Zeit, als es noch kaum Fertig-Spezialitäten gab und die Medikamente nach Vorschrift des Arztes in der Apotheke gemischt wurden.

Was für teils bedenkliche Wirkstoffe da verwendet wurden, habe ich schon ein paar Mal erwähnt (spezifisch in den „Wie stelle ich ein Rezept aus- Anno 1936” Postings). Aber manchmal sind es nicht nur die einzelnen Wirkstoffe – gelegentlich macht auch die Kombination etwas wirklich gefährlich.

Ausschnitt aus der wöchentlichen Zeitung Lancet Medicine and Surgery von 1886

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 Explosive  Medikamente

– es ist wohlbekannt, dass die Handhabung bestimmter pharmazeutischer Heilmittel oder ihrer Präparate, sei es durch Unwissen oder Unvorsichtigkeit zu Explosionen führen kann, welche, wenn schon nichts anderes, dazu bestimmt sind, den Hersteller dazu zu bringen, ernsthaft in Betracht zu ziehen, seinen Beruf zu wechseln. Die Liste ist ziemlich umfangreich und wir könnten hier einen guten Service bieten, indem wir ein paar von diesen dem Berufsstand aufzeigen, dessen Mitglieder schon mehr als genug Sorgen selber haben sie zu vertreiben auch ohne zusätzliche unnötige und vermeidbare Quellen der Aufregung.
Ohne weiter einzugehen auf die elementaren Vorsichtsmassnahmen, die in der Herstellung und Umgang mit Nitro-Glycerin zu tun haben – dem nun, dank Dr. Murrell beliebten Heilmittel – möchten wir aufmerksam machen auf die Gefährlichkeit von Mischungen von Kaliumchlorat und Schwefel das auf Erschütterung und Reibung Explodiert. Dies ist ein konstant wiederauftretender Unfall und doch etwas, das jeder Schuljunge kennen sollte.

Kaliumchlorat und Phosphor ist auch der Bestandteil von Knallerbsen – vielleicht deshalb die Anspielung auf den Schuljungen? Nitroglycerin stellen wir heute nicht mehr selber her in der Apotheke (zum Glück!), das gibt’s aber noch als Kapseln und Pflaster für das Herz oder in Salbe für Analfissuren.

Weiter, von einer Mischung von Kaliumchlorat und Kautschuk ist bekannt, dass es explodiert, wenn es als Zahnpulver benutzt wird. Noch nicht so lange her hat der Fall einer Flasche mit Lycopodium in einer Apotheke in Strasburg zu einer Explosion geführt, als das hochentzündliche Pulver an einer Gasflaschenflamme sich entzündet hat.

Bärlappsamen ist ein feines, mehlartiges Pulver, das in Zusammenhang mit offener Flamme sich entzündet und explosionsartig abbrennt. Bäckereien müssen sich heute vor solchen Staubexplosionen hüten und wirklich sauber arbeiten.

Andernorts wurde ein Apotheker, der dabei war etwas Calciumhypophosphit über einem Sandbad zu trocknen, von der Explosion getötet. Oxalat und Calciumcitrat sind ebenfalls verantwortlich dafür bei hohen Temperaturen zu explodieren. Kaliumpermanganat in Verbindung mit jeglicher organischer Substanz explodiert spontan und eine Mischung aus Kaliumchlorat, Eisenchlorid und Glycerin ist schon in der Tasche eines Patienten, der das mit sich herumgetragen hat explodiert.
Ein Apotheker in Paris hat Ozon präpariert zusammen mit Pulver bestehend aus gleichen Teilen Manganperoxid und pulverisierter Oxalsäure. Jede Vorsichtsmassnahme wurde gemacht, aber die Pulver waren noch nicht lange gemischt, da hat es die Flasche, die sie enthielt in ihre Atome zerblasen.

Es gab tatsächlich einige Mischungen, die bekannt dafür waren, dass sie explosiv sein konnten. Für die Herstellung wurde in so einem Fall geraten, die Ingredienzien erst einzeln in Porzellanschalen zu pulverisieren, auf die Reihenfolge zu achten (erst mit nicht-oxidierbarem mischen), bei der Mischung einen Holzstab oder Federfahne zu nehmen und allgemein sehr vorsichtig zu sein. Bei der Abgabe sollte daran erinnert werden, sie von Feuerfunken, brennendem Licht, Druck fernzuhalten und auch nicht dort aufzubewahren, wo sie heiss wird (in der Ofenröhre …) ! Beruhigend. Nicht.

Erst kürzlich hat ein Mediziner einen klagenden Brief geschrieben an einen Kollegen, in dem er von seiner Erfahrung erzählt, die er gemacht hat, als er versucht hat Terebene herzustellen indem er Terpentinöl mit reiner Schwefelsäure reagieren liess. Eine Explosion folgte, und obwohl dank der Tatsache, dass er die Flasche vorsichtigerweise in ein Tuch gewickelt hat, nichts schlimmeres passiert ist als ernsthafter Schaden an einem neuen Paar Hosen, hat er gedacht, es sei seine Pflicht andere vor diesem Experiment zu warnen.
Iod, mit Ammoniak behandelt formt wenn es trocknet eine Verbindung, die gewaltige Detonationsfähigkeit aufweist, was sich schon verschiedene Male als fatal erwiesen hat.

Terebene ist eine obsolte Medizin, die aus verschiedenen Zubereitungen bestand, die Hauptsächlich Terpene enthielten, die von Kampfer oder Terpentin extrahiert wurden Es wurde eingesetzt als schleimlösendes Mittel oder als Antiseptikum zum desinfizieren. Dass das heute so nicht mehr gebraucht wird, wundert mich bei der Extraktionsmethode wenig (bäh!).

Aus dem Medical and Surgical Reporter (wöchentliches Journal) vom July-December 1870

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Explosive Mischungen

Zwei Vorfälle wurden uns letztens zugetragen, die die Notwendigkeit illustrieren grosse Vorsicht walten zu lassen, wenn man Medikamente und chemische Mischungen herstellt. Ein englischer Arzt schrieb das folgende Rezept, welches Resultate zeigte, die nicht erwartet waren:
Argenti oxidi gr. Xiviik
Morph. Muriat. Gr j
Ext. Gentianae g.s.
Make 24 pills and silver them
Die Pillen wurden gemischt, hergestellt und in eine normale Pillendose übergegeben und die Lady für dessen „gute Gesundheit“ sie verschrieben wurden hat sie an ihrem Busen getragen. Der Lagerort erwies sich als zu warm für die anfällige Natur der Mischung und das Resultat war eine Explosion nach einer dreiviertelstunde, die ihre Unterwäsche in Asche verwandelte, die rechte Brust stark verbrannte und dem Chirurgen zusätzlich noch eine Brandwunde am Bauch zum Verbinden gab. Aber stellen Sie sich vor, die Explosion hätte sich im Bauch zugetragen!

Interessant: Pillen (nicht Kapseln oder Tabletten), die von Hand in der Apotheke hergestellt wurden. Überzogen mit Silber! Das hat man gemacht mit Blattsilber, das auf die Pillen aufgetragen wurde. Man machte das bei Pillen, die schlecht schmecken (dürften die oben mit dem Enzianextrakt, der ist sehr bitter), zur optischen Aufbesserung (die sahen sicher toll aus) und vielleicht schon damit die Wirkstoffe nicht so schnell freigegeben werden und länger wirken. Das überziehen mit Silber hatte aber den Effekt, dass manchmal gar kein Wirkstoff mehr rauskam …
Der Problematische Wirkstoff hier ist das Silbernitrat – das kombiniert mit etwas oxidierbarem (organischem) in der Pillen-grundsubstanz … und schon hat man ein potentielles Problem.

Ein weiterer trauriger Fall hat sich kürzlich ereignet, der die Wichtigkeit zeigt, kompetentes Personal arbeiten zu lassen in Apotheken.
Mr. Whitesman, ein Angestellter bei den Warenlagern von Mandel Bros. Ind Chicago, Illinois wurde gesandt um eine Mischung zu holen, die sich zusammensetzte aus Salpetersäure und Quecksilber. Er ging in die Apotheke von B.A. Leavenworth und fragte danach. Es war ein Angestellter im Laden, der wusste wo die Schwefelsäure war und auch wo das Quecksilber war und es brauchte nicht viel chemisches Wissen die beiden in eine Flasche zu schütten und dicht mit einem Korken zu schliessen.
Das war was er tat, aber er scheint nicht gewusst zu haben, was für einen Effekt diese beiden starken Mittel aufeinander haben oder wie man sie in anständigen und harmlosen Proportionen mischt. Die traurige Konsequenz war, dass der nichts ahnende junge Mann die Flasche nahm – die kaum weniger zerstörerisch und gefährlich ist als ein Torpedo –und seines Weges ging. Er kam nicht weit, bevor die Mischung explodiert ist, dabei sein Gesicht und seinen Körper schrecklich verbrannt hat und, am schlimmsten von allem, sein Augenlicht für immer genommen hat. Er wurde zu sich nach Hause gebracht und Dr. Walker und andere wurden zu seiner Hilfe gerufen. Sie haben alles gemacht, was Kunst und Wissenschaft konnte um sein Leiden zu mildern, aber es war jenseits der Macht der Menschen seinen verdunkelten Augen wieder Licht zu geben.

Was der Angestellte da unabsichtlich produziert hat ist Knallquecksilber. Das ist entzündlich durch einen leichten Stoss. Aber für was die Mischung normal gebraucht wurde … keine Ahnung. Ziemlich hässlich ist das jedenfalls.

Wer hätte gedacht, dass unsere Arbeit so brandgefährlich war? Denkt ihr Mitapotheker an so etwas, wenn ihr für eine Herstellung eine Risikoanalyse macht?

Originalartikel hier:  http://lateralscience.blogspot.co.uk/2012/08/explosive-drugs.html Mit bestem Dank an Alwin für’s drauf aufmerksam machen.

Hier findet man noch mehr Info zu z.Bsp. explosiven Mischungen: (s. 125) http://archive.org/stream/technikderpharm00hagegoog/technikderpharm00hagegoog_djvu.txt

Und als Disclaimer: Sprengmittel und derartiges werden in zahlreichen Internetdarstellungen beschrieben. Die Instabilität der angegebenen Mischungen birgt große Verletzungsgefahren, von Verbrennungen bis zum Wegreißen von Gliedmaßen bei größeren Mengen der Sprengstoffe. Ein Nachmachen ist nicht empfohlen!