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Weihnachts – Aktion für “Einmal täglich”

Mitte November haben wir jetzt (schon) … und bis Weihnachten sind es nur noch 5 Wochen.

… und vielleicht suchst Du noch etwas, mit was Du dieses Jahr Deinen Mitarbeitern und Angestellten eine Freude machen kannst? Vielleicht braucht Dein Chef eine Idee?

Falls ja, hätte ich da genau das richtige für Dich! Falls Du mich noch nicht kennst: Ich bin Pharmama, Apothekerin irgendwo aus der Nordwestschweiz aus meinem gut frequentierten Blog ist letztes Jahr das Buch “Haben Sie diese Pille auch in grün?” entstanden.

NEU gibt es die Geschichten aus der Apotheke als Cartoons:

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Einmal täglich: - mit 210 Seiten Cartoons aus der Apotheke.

Bilder sagen mehr als 1000 Worte und mit „Einmal täglich“ zeigt Autorin Pharmama nach dem Buch “Haben Sie diese Pille auch in grün?”, dass sie auch zeichnen kann … und liefert einen humorigen und optisch ansprechenden Einstieg in die Arbeit der Apotheke und die Tücken der Patientenbetreuung und des Gesundheitswesens. So ganz nebenbei lernt man noch etwas über die richtige Anwendung der Medikamente.

Haben Sie diese Pille auch in grün? Ist im Buchhandel oder bei Amazon erhältlich und kostet nur  EUR 9,99

Einmal täglich ist bei Amazon oder direkt bei Createspace erhältlich. Der Verkaufspreis beträgt EUR 10,63

WEIHNACHTS-AKTION:

RED-BOWwebMit dem GUTSCHEIN-Code bekommst Du bei der Bestellung von Einmal täglich direkt bei Createspace  50% auf den Verkaufspreis.  (Egal, wie viele Bücher Du nimmst).

Link zu Createspace:  https://www.createspace.com/4901380 

Gutschein-Code: L6NF7J6N

Bei einer Bestellung ab 10 Stück erhältst Du damit ein Buch (Inklusive Priority Versand) für ca. EUR 7,60 …  was umgerechnet einer Ersparnis von etwa 30% auf den Verkaufspreis bei amazon entspricht.  Noch günstiger wird es bei längeren Versandzeiten – früh bestellen lohnt also!

Ein Weihnachts  oder Jubiläumsgeschenk für unter 10 Euro pro Person – das ausserdem noch passend ist, qualitativ hochwertig und lange für gute Erinnerungen sorgen wird!

Bei Bestellungen ab 10 Büchern bei Createspace oder Amazon bis am 20. Dezember gebe ich ausserdem GRATIS noch Grusskarten im Wert von EUR 1,20/Stck mit einem Bild und persönlich signiert dazu – so viele, wie Bücher bestellt wurden!

Nicht warten, gleich bestellen!

In dem Sinn wünsche ich gutes Arbeiten und frohe Festtage!

Deine Pharmama

P.S: Um die Karten zu bekommen, muss man einfach das Bestätigungsemail der Bestellung von Amazon / createspace mit der angehängten Adresse, wohin die Karten gehen sollen, an mich weiterleiten: pharmama08@gmail.com


4 Apotheken haben von dem Angebot schon Gebrauch gemacht. Wäre das nicht auch etwas für Euch?


(Zur Bestellung bei Create-Space gibt es bei Problemen hier eine Anleitung:) Lies den Rest dieses Beitrags

Über diese Anzeigen

Das war meine Flasche!

Die Frau kommt mit einem Abholzettel in die Drogerie und wird super-ärgerlich, als ich ihr sage, dass wir die Glasflasche für den Soda Stream Apparat mit dem speziellen Muster drauf, die man extra für Sie kommen lassen musste …. nicht mehr haben.

Frau: „Was? Aber Sie haben mir mehrmals angerufen, dass es hier ist!“

Pharmama (mit Blick auf den Abholzettel): „Das stimmt – Vor etwa 5 Wochen.“

Frau: „Aber weshalb ist es dann nicht hier?“

Pharmama: „Weil – als sie dann trotzdem nicht gekommen sind -das in der Zwischenzeit jemand anderes brauchen konnte. Da haben wir sie verkauft.“

Frau: „Das war meine Glasflasche!“

Pharmama: „Das wäre sie gewesen, aber … Sie haben ja auch darauf bestanden, dass Sie das nicht vorher bezahlen wollten. Wir wussten nicht, ob sie überhaupt das noch abholen kommen.“

… sie starrt mich an. Ich starre zurück. Wer zuerst blinzelt, hat verloren.

Pharmama: „Soll ich Ihnen nochmals eine besorgen?“

Frau: „Ja.“

… ich schreibe einen neuen Bestellzettel.

Frau: „Kann ich sie schon jetzt bezahlen?“

Pharmama: „Das ist eine gute Idee, dann bleibt sie nämlich auch hier, bis sie wieder Zeit haben vorbei zu kommen!“

Ladenschluss

Die Frau schaut um viertel vor 7 Uhr in die Apotheke –„Schliessen sie schon?“

Die Drogistin, die dabei ist den Ladenschluss vorzubereiten sagt: „In 15 Minuten. Sie haben noch Zeit, wenn Sie etwas wollen.“

„Okay,“ meint die Frau und … geht wieder. Sie setzt sich in das Café gegenüber und trinkt etwas.

‚Nun gut’, denkt meine Drogistin – ‚dann braucht sie wohl doch nichts.’

Doch. Um 2 Minuten vor Ladenschluss kommt die Kundin herein und will noch eine Hautberatung für eine Nachtcreme.

Grrrrr!

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Können wir hier helfen?

Zwei Primarschülerinnen kommen in die Apotheke und fragen mich: „Können wir hier helfen?“

Ich (total überrascht: die sind nicht älter als 10, Maximum): „Wie helfen?“

„Na, wenn neue Sachen kommen, ins Regal stellen, versorgen und so.“

Ah. Taschengeld aufbessern?

„Ihr meint, ihr wollt hier arbeiten?“

„Ja.“

„Oh, sehr nett von Euch, aber das geht nicht: erstens seid ihr zu jung und dann ist die Drogerie kein geeigneter Ort für Schulkinder: zu viele giftige Sachen und so.“

Aber als sie weg sind, musste ich das nochmals nachschauen. Wie war das noch? Info über Jugendarbeit findet sich hier.

Demnach sind Gefährliche Arbeiten für Jugendliche grundsätzlich verboten.

Und was gilt als gefährlich? Zum Beispiel das Arbeiten mit gesundheitsgefährdenden Chemikalien;

Das ist vielleicht noch diskutabel – immerhin sind unsere Chemikalien doch meist ziemlich gut verpackt … ausser man muss sie abfüllen gehen. Aber dann steht da noch:
Vor dem 15. Geburtstag ist eine Beschäftigung Jugendlicher grundsätzlich verboten.

Hmm … ich dachte aber, ich habe schon vorher … Ah, da steht auch:

Ab 13 Jahren sind leichte Arbeiten erlaubt. Damit sind z.B. kleine Erledigungen, Ferienjobs und Schnupperlehren gemeint. Die leichten Arbeiten dürfen keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit, die Sicherheit und die Entwicklung der Jugendlichen haben
und weder den Schulbesuch noch die Schulleistung beeinträchtigen.

Tja, Pech für die engagierten Schüler – aber Schule geht vor. Und sie sind auch wirklich noch etwas sehr jung gewesen.

Preisdiskussionen (mal wieder)

Der erste Kunde kauft ein Schmerzmittel.

 

Pharmama: “Die sind 5 Franken 90.”

Kunde: “5 Franken 90?!? Das letzte Mal war das noch 5.70! Ich schwöre, alle Preise steigen hier. Ständig!”

Ja, das war mal 5.70 – vor etwa 3 Jahren. Schön, dass sie das nicht so häufig brauchen. Und: es gäbe noch Generika (will er nicht).

 

Der nächste Kunde kauft 2 Produkte. Schmerzmittel und Nasenspray, beides Generika.

Pharmama: “Das macht 12 Franken 30.”

Kunde 2: “Oh, so günstig? Erstaunlich!”

Zumindest das Preisempfinden kann sehr relativ sein …

Notfall-bemusterung?

Es ist Abend und bald Feierabend. Die letzte halbe Stunde sind wir nur noch zu zweit, eine in der Drogerie (heute die Pharmaassistentin Donna) und eine Apothekerin (ich) in der Apotheke.

Nach einem heftigen, aber zum Glück rechtzeitig endendem Ansturm von Kunden kommen wir dazu die Apotheke zu schliessen.

Fragt meine Kollegin Donna:  „Hast Du das mit meinem Kunden vorher mitbekommen?“.

Pharmama: „Nein – ich war zu beschäftigt mit meinen.“

Donna: „Ich war grad an einer Kundin, da kommt der Mann zu uns und redet drein: „Ich habe einen Notfall und brauche ganz dringend jetzt grad ...“

Donna: „Ich habe ihn dann unterbrochen und da es sich dringend anhörte meine Kundin gefragt, ob ich ihn rasch vorziehen darf. Ich durfte.

Der Kunde fragte dann nach Wundsalbe …“

Ich verdrehe en bisschen die Augen: ein Wahnsinns-Notfall, das. Hmm, aber: okay.

Donna: „Ich habe es ihm verkauft, Pflaster wollte er keine.  Und DANN fragt er: „Hätten Sie mir noch ein paar Parfümmuster?“

Mir bleibt ein bisschen der Mund offenstehen. Der Magen!

Donna: „Du weißt, die Kundin, die er praktisch weggedrängt hat, stand auch noch in der Nähe und noch mindestens eine andere Person, die wartete … und da bin ich einfach durchgefallen und mein Mund hat gesagt, bevor mein Hirn ihn bremsen konnte: „Ich dachte Sie hätten einen Notfall? Der will sicher nicht warten, bis ich Ihnen das herausgesucht habe?“

Ah. Typisch Donna. :-)

Donna: „Worauf er etwas von „Oh ja, richtig“ gemurmelt hat und verschwand.“

… ich musste lachen

Donna: „Ja, Du lachst jetzt, aber falls da eine Reklamation kommt …“

Pharmama: „Kein Problem.“

Die “falsche” Frage …

„Können Sie herausfinden, wieviel Prozentig die Salpetersäure noch ist?“

Die Frau um die 50 stellt mir eine Flasche Acidum nitricum 65% auf den Tisch und fährt gleich weiter:

„Ich benutze die zur Schmuck-herstellung und in der letzten Zeit ist sie nicht mehr gleich … wirksam wie auch schon.“

Pharmama: „Ja. – Wieviel wollen Sie denn dafür zahlen?“

Frau: „Wie meinen Sie?“

Pharmama: „Ich kann es herausfinden. Dazu müsste ich wohl eine Säuretitration machen. Das braucht diverses an Material und viel von meiner Zeit, ist aber theoretisch möglich. … Günstiger wäre es allerdings wohl, einfach eine neue Flasche zu kaufen und uns diese hier entsorgen zu lassen.“

Frau: „Wieviel kostet 1 Liter?“

Pharmama: „Etwa 22 Franken.*“

Frau: „Ui. Und was verlangen Sie für die Analyse?“

Pharmama: „Hmmm … angesichts der Tatsache, dass ich da ein paar Stunden beschäftigt bin – mindestens 40 Franken. Dazu kommen aber noch die Analyse-Chemikalien … “

Frau: „Ich nehme eine neue Flasche!“

Gute Entscheidung.

(*hängt mich nicht an den Preisen auf – das sind hier Schätzwerte)

Frag’ nicht.

Kundin zur etwas molligeren Kollegin: „Kann ich Sie was fragen?“

Drogistin: „Sicher.“

Kundin: „Sind sie schwanger?“

Drogistin: „Nein.“

Kundin: „Oh, keine Sorge, Fräulein. Mein Bauch sieht manchmal auch so aus.“

(Und es wäre gut gewesen, wenn sie damit gestoppt hätte, aber – nein.)

Kundin: „Ich werde dafür beten, dass sie Schwanger werden.“

Drogistin: „Oh, Nein. Bitte nicht.“

verschrumpeltes Etwas

Beim abstauben fällt meiner Drogistin diese Deo-Packung auf. Irgendwie findet sie sie zu leicht, also öffnet sie sie. Und findet das hier:deodry

Was ist da passiert?

Ausgetrocknet, würde ich sagen. Allerdings nicht von der langen Lagerung bei uns: der Stift wurde erst einen knappen Monat vorher das letzte Mal bestellt beim Grossisten. Blöd, dass das beim Wareneingang nicht aufgefallen ist. Den neuen werden wir auf jeden Fall genau anschauen. :-(

Überschäumende … Freude?

Soda Stream macht im Moment wieder viel Werbung hier. Ich bin nicht mehr so ein Fan von dem System. Die Idee ist gut: man nehme gewöhnliches Wasser und füge Kohlensäure hinzu, so dass man Blöterliwasser bekommt. Spart einem die Schlepperei von Flaschen nach Hause, speziell, wenn das Hahnenwasser doch qualitativ recht gut ist.

Man kauft das Gerät und die erste Flasche Gas relativ teuer (faktisch bezahlt man für die Gasflasche ein Depot) und bekommt die nächsten Flaschen im Umtausch günstiger.

Inzwischen ist es allerdings so, dass man das Depot nicht mehr zurückbekommt. Also wenn man irgendwann mal das nicht mehr will und die letzte Flasche zurückbringt. *Das* Geld ist verloren. Selbst die Firma gibt einem das nicht mehr.

Dann ist das Material dafür auch für uns recht schwierig zu beschaffen. Es muss fast alles direkt bestellt werden. Das dauert dann immer ziemlich lange und die Sirupe die es dazu gibt haben wir aus Mangel an Nachfrage aus dem Sortiment genommen, ein paar Monate nachdem wir auch entschlossen haben keine Geräte mehr zu führen.

Jedenfalls kommt ein Mann mit so einem Soda-Gerät zu uns. Ein ziemlich älteres Modell -10 Jahre vielleicht?… und er selber (auch ein älteres Modell) ist reichlich ungehalten.

„Vor ein paar Monaten schon habe ich via Euch das Gerät einschicken lassen, weil es kaputt war. Und jetzt geht es wieder nicht!“

Pharmama: „Was geht denn nicht?“

Mann: „Es geht halt nicht!“

Pharmama: „Hmmm – ich kenne mich nicht so aus mit den Geräten, könnten Sie es mir zeigen, was sie machen?“

Mann: „Grrr. Klar.“

Er baut das Gerät vor mir auf und zieht eine der Gasflaschen aus der Tasche. Ich nehme sie in die Hand, während er das Gerät hinten öffnet.

Ich wiege die Flasche in der Hand. Mit den Geräten kenne ich mich wirklich nicht sehr aus, aber die Flaschen habe ich noch ab- und zu in den Händen …. und diese hier….

„Die Flasche ist leer, glaube ich.“

Mann: Was? Nein! Das kann nicht sein. Die ist erst ein paar Wochen alt.“

Ich drücke oben auf das Ventil. Das mache ich noch ab und zu bei den Flaschen, die retourniert werden, das „pfüpft“ dann immer ein bisschen, weil meist noch Reste Gas drin sind. Bei der hier: gar nichts.

Pharmama: „Doch, ich glaube, die ist leer.“

Mann: “Geben Sie die her!”

Er baut sie ein. Wir füllen eine Flasche mit Wasser, spannen sie ein. Drücken den Knopf oben und es passiert – nichts.

Eben.

Pharmama: „Ich denke wirklich, die ist leer.“

Mann: „Dann machen Sie halt eine von ihren auf zum schauen.“

Klar. Ich öffne eine. Er dreht sie rein. Drückt den Knopf.

Pfschschhschhtt!

Es funktioniert.

Der Mann kann das gar nicht glauben. Und drückt gleich noch ein paar Mal drauf.

Pfschschhschhtt! Pfschschhschhtt! Pfschschhschhtt!

Wasser sprudelt auf und über … und läuft quer über unseren Tisch, was ihn dazu veranlasst zu reklamieren:

„Da läuft unten an der Maschine Wasser raus!“

(No shit Sherlock!)

Pharmama: „Jaa – ich glaube die Flasche war etwas voll …  und wenn man mehrmals drückt …“

Ich hole Papierhandtücher zum aufwischen der Sauerei.

Pharmama: „Mit der neuen Patrone scheint das zu funktionieren. Ich würde es mal damit versuchen. Falls das nicht weiter klappen sollte, kommen sie noch einmal zurück, dann müssen wir das Gerät halt doch noch einschicken.“

Mann: „Dann geben sie mir eine neue Gasflasche“

Pharmama: „Ich denke, mit derjenigen, die ich grad vorher aufgemacht habe für Sie geht es.“

Er bezahlt sie (noch mehr grummelnd) und zieht wieder ab.

Bitte! Ich bin froh, konnte ich helfen!

Entscheidungsunfreudig

Laaang – ich will, dass ihr meinen Schmerz fühlt.

Herein kommt eine alte Frau mit einem Rollator und mit ihrer – ich nehme jetzt mal an Betreuerin. Anstatt dass sie zur Kasse vorgeht – wo wir Stühle auf der Seite haben, richtet sie sich mit ihrer Tasche vorne ein. Ja – diese Rollatoren sind noch praktisch, da hat man überall auch einen Sitz mit.

Zuerst hat sie Donna, die Pharmaassistentin, bis die mich holen kommt, weil sie unbedingt eine Apothekerin will.

Alte Frau (aF): „Parla italiano?”

„Nein,“ sage ich. „Scusi.“ Wenn sie das wollte, hätte sie bei Donna bleiben sollen.

(aF): „Ich hätte gerne Vitamine.“ – sagt sie. In gutem Deutsch übrigens.

Ich zeige ihr, was wir haben.

(aF): „Sind die von Dr. Irgendwas?“

Pharmama: „Nein. Der Name sagt mir auch nichts.“

Die Frau schaut mich an – die Betreeuerin „übersetzt“ für mich. Tatsächlich sagt sie dasselbe einfach in lauter … die Frau scheint etwas schwerhörig zu sein. Von jetzt an wiederholt die Betreeuerin, auch wenn ich lauter werde alles, was ich sage …

(aF): „Ah, Ich möchte die, weil die natürlich sind.“

Ich zeige ihr andere, ebenfalls auf natürlichen Quellen basierende Vitaminpräparate. Dabei hilft mir die Betreeuerin beim Erklären (hauptsächlich beim Wiederholen desselben).

Inzwischen kommen andere Kunden herein. Jetzt sind alle beschäftigt mit Beraten.

(aF): „Die da, wieviel kosten sie?“

Pharmama: „57.10 – für 100 Stück.“

„57.10“ sagt die Betreeuerin „– für 100 Stück.“

(aF):  „Oh, das ist viel. Gibt es die nicht kleiner?“

„Schon“, sage ich „aber die habe ich nur in der Grösse da. Wenn sie wollen, kann ich ihnen die kleine Packung bestellen. 50 Stück kosten da 29 Franken.“

Betreuerin: „Sie haben nur diese Grösse hier – die kleine Packung kann sie bestellen, die kostet 29 Franken.“

(aF):  „Oh, bestellen? Nein, das will ich nicht.“

Ein weiterer Kunde kommt herein.

Betreeuerin: „Dann wollen sie die Grosse Packung zu 57 Franken?“

(aF):  „Ja, die grosse Packung.“

Ich gehe nach Hinten zur Kasse, lese sie ein. Gehe wieder nach vorne. Die Frau ist dabei im Geldbeutel nach Geld zu knübeln. Sie hält mir 20 Franken hin.

Pharmama: „Nein, die grosse Packung kostet 57 Franken.“

Die Frau wühlt in ihrem Geldbeutel (in dem auch eine Tausendernote schwimmt) und mehr. Zögert aber.

Eine weitere Kundin gesellt sich zu den bereits wartenden.

(aF): „Nicht 27 Franken?“

Pharmama: „Nein, das ist für die kleine Packung. „Wollen sie lieber, dass ich die bestelle?“

Betreeuerin: „Soll sie ihnen die kleine Packung bestellen?“

(aF): „Ja.“

Ich gehe nach hinten, storniere den Verkauf, mache eine Bestellung, muss wieder nach vorne:

Pharmama: „Wie ist ihr Name und die Telefonnummer?“

Betreeuerin: „Sie braucht ihren Namen und die Telefonnummer.“

(aF): „Belli – aber sie sollen mich nicht anrufen.“

Pharmama: „Kein Problem, aber dann müssen sie es jetzt gleich bezahlen, wenn ich das bestellen soll.“

(aF): „Bestellen? Haben sie die nicht hier?“

Ich bin jetzt bald am Verzweifeln. Noch ein Kunde kommt herein, meine Kolleginnen haben ihre Kunden verabschiedet und übernehmen die nächsten, aber es warten immer mehr …

Betreeuerin: „Nein, nur die grosse Packung. Wollen sie doch lieber jetzt die grosse?“

(aF): „Ja …“

– ich nehme sie in die Hand zum zeigen.

(aF): „Nein …“

ich stelle sie wieder hin …

Betreeuerin: „Die grosse Packung kostet 57 Franken – diese hier. Die kleine Packung ist nicht hier, die müssen sie bestellen, die kostet 27 Franken.“

Die Frau schaut uns nur an.

Inzwischen sind sowohl die Betreeuerin als auch ich am Verzweifeln, auch weil inzwischen 8 Personen da stehen, 4 mit Rezepten – die bedient werden wollten … die kontrolliert werden müssen – von mir … wenn sich Frau Belli nur entscheiden würde.

Nur die rührt sich nicht.

Die Betreeuerin erlöst mich: „Ich glaube, sie will im Moment doch nichts.“

Pharmama: „Okay. Danke vielmals für ihren Besuch – auf Wiedersehen!“

Und dann bin ich geflüchtet um rasch den anstehenden Haufen ab zu arbeiten.

Ich brauch’ Ferien!

Shopping List

 

von enormer Wichtigkeit, wenn man den Mann losschickt, etwas besorgen ist, es deutlich aufzuschreiben, damit er auch das richtige nach Hause bringt.

Zum Beispiel so:einkaufsliste

 

Gut, ich weiss, was da alles gemeint ist.

Du auch?

(Ausser vielleicht bei dem hochkant geschriebenen … heisst das Ectoplasma? :-) )

Der Tag fängt schon gut an

Der Tag fängt doch schon gut an, wenn um viertel vor 8 Uhr (wenn wir öffnen), direkt hinter der Pharmaassistentin, die die Türe vorne aufschliesst und wieder hinter sich zuzieht (aber nicht abschliesst für die demnächst eintreffenden Lehrlinge) … ein Kunde herein kommt.

Die Pharmaassistentin hat das gar nicht mitbekommen, ich schon – also rufe ich erst mal zu dem etwas irritiert mitten im halbdunklen Laden stehenden Mann: „Wir öffnen in einer Viertelstunde, bitte warten Sie draussen bis dann!“

Und dann ging er wieder …

Sowas.

Telefonetikette

Wir werden getestet. Jährlich. Mehrmals. Unter andern auch, wie wir uns am Telefon verhalten.

Nachdem die letzten Tests per Telefon auch wieder durch sind … habe ich doch noch ein paar Fragen, die mir aber die Auswertung dieser Tests nicht wirklich beantworten kann. Darum frage ich jetzt mal Euch.

Es wird getestet, wie lange es geht, bis jemand abnimmt. Natürlich weiss ich, dass es wichtig ist, das Telefon rasch abzunehmen – und wenn jemand von unseren Angestellten frei ist, dann geht das auch recht zügig.

Aber … wenn wirklich alle am Bedienen und Beraten sind … ja, dann kann es länger gehen. Ich ziehe auch die Person, die in der Apotheke steht derjenigen am Telefon vor. Heisst: wenn das Telefon klingelt und direkt jemand vor mir steht und wartet, dann bediene ich denjenigen, der vor mir steht. Das Telefon klingelt dann halt weiter.

Wie würdet ihr das handhaben?

Ich melde mich am Telefon mit meinem Namen. Meinem Nachnamen. Die neuste Vorgabe sagt, dass man sich mit Vornamen und Nachnamen melden soll. Ich halte das für eine Unart, die wahrscheinlich aus den USA zu uns rüberschwappt. Der Patient / Kunde braucht meinen Vornamen nicht zu wissen. Ich habe nicht vor ihn zu duzen und möchte in der Apotheke auch von Kunden/Patienten nicht geduzt werden. Es ist auch so schon einfach genug meine Adresse – oder die eines Angestellten herauszufinden, ein bisschen Privatsphäre oder Abstand darf doch wohl auch für die Angestellten noch sein – oder?

Dass man darauf achtet, dass nicht zu viel Nebengeräusche beim Telefoniern auftreten ist mir auch klar. Aber wie sehr stört es wirklich, wenn man hört, dass ich am Computer bin? Also ich finde es nicht zwingend nötig, dass ich die Person, die anruft abklemme / in die Warteschlaufe hänge, wenn ich nur etwas kurzes für ihn/sie am Computer nachschauen muss. Das kann ich mit einer Hand und gleichzeitig daneben vielleicht noch eine Frage stellen. Also zum Beispiel, wenn jemand nach einer Wiederholung auf ein Dauerrezept fragt.  Da muss ich relativ bald ein, zwei Dinge nachfragen und das ‘Moment, ich schaue.’ (klick) ‘Ich bin wieder da, Danke fürs warten, auf welchen Arzt? Moment’ (klick), ‘Ich bin wieder da, Danke fürs warten, Sie haben dafür kein Dauerrezept mehr, wollen Sie …’

Was ist besser? Abklemmen oder es daneben machen?

Gut, wir haben auch den Test bestanden – was daran liegt, dass ich ganz liebe (und professionelle) Mitarbeiter habe, die – auch wenn es nicht immer nach “Schema F” läuft – gut rüberkommen. Und das ist mir wichtiger als das sture befolgen von Telefonregeln.