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Und was ist der Unterschied?

Da gibt es dieses neue Mittel: Ectoin. Ursprünglich aus Bakterienzellwänden von Extremolyten isoliert, wo es dazu diente, diese Bakterien vor Umwelteinflüssen zu schützen (tatsächlich können die Bakterien damit in wirklich extremer Umgebung überleben), wird es heute eingesetzt … naja, um dasselbe bei menschlichen Zellen zu machen. Die Substanz schützt und stabilisiert natürliche Strukturen wie Proteine, Enzyme und Zellmembranen und bildet stabilisierende Wassermembranen.

In der Schweiz wird das Ectoin von der Vifor in verschiedenen Produkten vertrieben und vermarktet. In Hautmitteln gegen Rötungen und Jucken wie bei Ekzemen und bei Neurodermitis – und in Nasensprays.

Diesen beiden: rechts das Mittel gegen Heuschnupfen und links das Mittel gegen Schnupfen.

ectoin1 ectoin2

Und jetzt kann mir vielleicht eine andere (Schweizer?) Apothekerin oder Pharmaassistentin helfen, die beim Vertreter besser aufgepasst hat: gibt es (ausser der Indikation) da einen Unterschied?

Erst dachte ich, dass das Schnupfenmittel hyperton sei und das andere nicht – aber das stimmt nicht: die sind das beide. Und Meersalz oder alpines Salz … ich denke das kommt beides hier aus den Salinen (und das ist sozusagen Ur-Meer-Salz, das von “unter den Bergen” gewonnen wird), also: was ist es dann?

Oder … gibt es da etwas keinen Unterschied?

Ein Grund mehr rechtzeitig zu schliessen ….

… man wird sonst verklagt.

Am 20. Dezember 2014 lief der Weihnachtsverkauf auf Hochtouren. So befanden sich in einem Luzerner Kosmetikgeschäft um 16 Uhr, als die Filialleiterin die Ladentür schloss, noch einige Kunden im Laden, welche ihre Einkäufe bezahlen wollten. Zwei Polizisten in Zivil, die um 16.15 Uhr um Zutritt in den Laden baten, kannten keine Gnade, wiesen das Personal zurecht und verzeigten das Geschäft.

Nett.

Gefunden unter den Kandidaten für den Rostigen Paragraphen – wo das unnötigste Gesetz oder der ärgerlichste Entscheid  gesucht wird. (Zu finden und abzustimmen hier).

Kosmetikgeschäft steht da – aber irgendwo habe ich gelesen, das war eine Drogerie. Wie auch immer: Ich mach jetzt zu, bitte gehen Sie, ich will keine Strafe zahlen müssen … Ich versuch’ das mal morgen Abend.

Made in … wo?

Ist schon etwas länger her, aber da wir ja (immer wieder mal) an Preisdiskussionen sind:

Frau kommt in die Apotheke / Drogerie und schaut sich einige Drogerie-Artikel in der Freiwahl an.

Pharmama: „Kann ich Ihnen helfen?“

„Wo wurde das hergestellt? In China? Ich will nichts kaufen, das aus China kommt.“

Obwohl ich sagen muss, dass ich das verstehe … (Umweltprobleme, Transport von dem Ganzen und nicht zu vergessen dass manches mit Kinderarbeit oder in Sweatshops hergestellt wurde) … es ist bei weitem nicht alles angeschrieben, woher es kommt. Und selbst wenn eine Firma drauf steht … das ist häufig nur die Vertriebsfirma hier, nicht zwingend wo das hergestellt wurde.

Ich gestehe also mein Unwissen und versuche, ihr ein Produkt einer hiesigen Firma schmackhaft zu machen.

… Und das lehnt sie dann ab, weil „Zu teuer“.

Tja.

Das Haar in der … Kekspackung

„Die Kinderkekse hatten ein Haar drin! Das ist nicht akzeptabel!“

mit der Ankündigung kommt der wirklich empörte Papa in die Apotheke.

Pharmama: „Oh, Nein, das geht so wirklich nicht. Ich tausche ihnen das Produkt gerne um.“

Der empörte Papa: „Ich habe es nicht mehr. – Ich habe es natürlich weggeworfen, nachdem ich das Haar gesehen habe!“

Pharmama: „Umm – das ist nicht aber blöd.“

Der empörte Papa: „Wieso?”

Pharmama: „Weil ich das der Firma melden muss, am besten mit der Chargennummer vom Produkt … und für den Umtausch bräuchte ich die Packung eigentlich auch …“

Ich habe dann nicht weiter diskutiert und ihm das Produkt ausgetauscht. In dem einen Fall sogar ohne die Originalpackung und ohne Kassabon: meine Kollegin hat sich noch an den Verkauf erinnert und das war auch im Computer drin. Aber wäre es einiges teurer gewesen, hätte ich darauf bestehen müssen. Es gibt leider Leute, die so etwas reklamieren, obwohl nichts ist, nur um eine neue Packung gratis zu bekommen. Tatsächlich hatte ich bei mir in der Schulklasse so ein paar Spezialisten, die das mit … Kirschstäbli waren das glaube ich, erfolgreich probiert haben. An denen war auch nichts falsch – Hauptsache Gratis-Packung.

Aber zurück zum Haar in der Kekspackung. Nein, das sollte nicht passieren. Wir hatten schon einmal einen Post (das gehört da nicht rein) wo wir derartiges diskutiert haben, aber vielleicht gibt es Neuigkeiten: Was habt ihr schon gefunden, was wo nicht rein-gehörte?

Brillen für die Sonnenfinsternis

Als astronomisch Interessierte Person weiss ich natürlich, dass am 20 März (diesen Freitag!) am Morgen (zwischen 9.25 Uhr und 11.45 Uhr) eine partielle Sonnenfinsternis in der Schweiz (und Deutschland) sichtbar sein wird. So wie es aussieht gibt es auch schönes Wetter.

Man sollte es aber vermeiden mit blossen Augen in die Sonne zu schauen. Nur – wo bekomme ich jetzt die geeigneten Brillen dafür her?

Laut BAG und der Presse gibt’s die Brillen “in Apotheken, Drogerien und bei Optikern”.

Schön.

Davon weiss ich nichts. Jetzt … ich könnte die Dinger bestellen. Unser System zeigt eine (einzige) Möglichkeit an. Nur sind sie momentan nicht lieferbar …. ich bekomme sie frühestens am 30. März …

Aber vielleicht haben andere Apotheken / Drogerien vorgesorgt? Wer hat Brillen für die Sonnenfinsternis an Lager … der darf das hier gerne angeben!

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Prozentual

Die fein angezogene Kundin streckt mir bei ihrem Kosmetikeinkauf die Kreditkarte entgegen und sagt: „Mein Mann ist Arzt, bekomme ich hier bei ihnen auch 10 Prozent?“

„Mit dem Arztausweis, Ja.“ – sage ich.

Frau: „Aber in der XY Apotheke in (Ort in der Nähe) bekomme ich das immer!“

Pharmama: „Ja – das mag gut sein, wenn die dort ihren Mann und Sie kennen. Wir geben auch 10% an Ärzte, aber dafür müssten Sie mir zumindest beim ersten Mal den Ausweis ihres Mannes auch mitnehmen.“

Meint sie: „Na gut, dann komme ich einfach nicht mehr zu ihnen, wenn ich das jetzt nicht bekomme.“

Ach, wie ich so „Drohungen“ liebe. Eigentlich festigt das nur meine Entscheidung da nicht nach zu geben.

Aber mal ernsthaft: erstens ist das Goodwill von uns Apotheken (und manchen Drogerien), wenn wir den Ärzten 10% geben. Es ist ja nicht so, als ob ich umgekehrt zum Arzt gehen kann und dort Prozente bekomme, nur weil ich Apothekerin bin (weder für die Behandlung noch für seine abgegebenen Medikamente). Und zweitens – für Medikamente kann man noch diskutieren, dass das Sinn macht – die Frau hat aber rein Kosmetik eingekauft. … und hatte nur eine Karte mit einem Namen drauf und ihre Behauptung.

Ich meine – es gibt sicher einen Arzt in der Schweiz auch mit meinem Nachnahmen, da könnte ich auch behaupten, das wäre mein Mann.

Und mein Mann ist Handwerker – er bekommt in den Geschäften, wo er seine Ersatzteile herbekommt auch Prozente. Meinen Sie, ich würde die auch bekommen, wenn ich dort einfach auftauche und sage: mein Mann ist Handwerker und bekommt hier Prozente, ich dann auch …?

Das könnte man noch viel weiter führen, wenn das klappt …

Telefonetikette – mal wieder.

Letzthin mussten wir einer Firma anrufen um herauszufinden, ob eines ihrer Produkte einen bestimmten Hilfsstoff verwendet.

Die Firma ist in der Schweiz beheimatet und in einem Nachbarkanton.

Etwas überraschend deshalb dieser Austausch:

Grüetzi, do isch … vo Pharmamas Apotheke, Ich ha e Froog betreffend eme Produkt vo Ihne …“

Unterbricht sie ihr Telefonpartner: „Könnten Sie bitte Hochdeutsch sprechen? Ich verstehe sie nicht.“

„Oh. Natürlich. Ich rufe von Pharmamas Apotheke an. Ich habe eine Frage betreffend einem Ihrer Produkte. Es geht um XY hat das ZZZ drin?“

„Ich weiss es nicht.“

„Könnten Sie bitte nachschauen gehen? Es ist wichtig.“

„Hmpf, ja. Einen Moment.“

Hmmpf?!?!
(längere Pause in der Musik spielt)

„Ich habe die Unterlagen geholt … leider … ist das Licht hier drin so schlecht und das ist so klein geschrieben. Ich kann das im Moment nicht entziffern. Rufen Sie doch in etwa 2 Stunden noch einmal an.“

„Äh was? Haben Sie keine Möglichkeit das woanders nachzuschauen? Im Computer oder so?“

„Das geht im Moment nicht.“

„Nun – dann schauen Sie, dass Sie es herausfinden und rufen SIE mich bitte zurück. Unsere Nummer ist …“

Dass er kein Schweizerdeutsch versteht (in einer Schweizer Firma in der Nordschweiz) Naja – kann vorkommen. Immerhin konnte er Deutsch (das scheint inzwischen nicht einmal mehr eine Voraussetzung zu sein dafür, dass man als Arzt im Spital arbeitet). Dass er Mühe hat, die Info herauszufinden … unschön, denn wofür ist er denn am Telefon für diese Firma? Aber dass er dann noch will, dass man ihnen nochmals anruft (und wahrscheinlich das Ganze nochmals durchgeht um an die Info zu kommen) – das ist einfach schlechtes Telefongebaren und nicht wirklich eine Dienstleistung.

 

Das zweite war, wie mir meine Kollegin erzählte dass ihr Vater wegen einer defekten Heizung angerufen hat bei der Firma, die das vor etwa 10 Jahren installiert hat. Es gab damals irgendwelche Probleme weil ihr Vater es auf genau eine Art haben wollte – und die Firma das erst eigenmächtig anders gemacht hat. Es wurde dann gelöst – die Heizung funktionierte auch problemlos seit dem – bis dieses Jahr. Also ruft er bei der Firma an und nachdem er sein Problem geschildert hat bekommt er dies zu hören:

„Herr … Sie sind ein dermassen unmöglicher Kunde, von Ihnen nehmen wir Anfragen nur noch schriftlich an.“

Nach 10 Jahren. Das war ein Angestellter, nicht einmal der Chef von damals. Ich nehme an, dass ihr Vater da einen Vermerk in seinen Unterlagen bei der Firma dort hat, aber … ehrlich? Das hätte man doch auch anders sagen können? Zum Beispiel nur: “Wir brauchen einen schriftlichen Auftrag.” Ohne zu sagen, weshalb … dann wäre er auch nicht so vor den Kopf gestossen worden.

Er hat dann bei ein paar anderen Firmen angefragt, ob jemand das machen kann – es war in den Feiertagen, da ist das nicht ganz so einfach. Und er hat eine gefunden, die das Problem schnell behoben hat. Zu den andern geht er nicht mehr zurück.

Kollegin: “Weißt Du, wenn ich das vergleiche mit dem, wie wir hier sind mit den Kunden und auch am Telefon … wir bemühen uns so darum freundlich und kompetent zu sein und machen fast alles … ich glaube darum finde ich das speziell schockierend.”

Recht hat sie.

Falsche Supplemente in den Regalen

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Manche Phytotherapeutika, also pflanzliche Wirkstoffe mit medizinischer Wirkung, die es früher vor allem in Tees und dann in Kapsel oder Tablettenform in der Apotheke zu kaufen gab, finden sich heute in den Regalen der Supermärkte. Ginkgo, Johanniskraut, Ginseng, Echinacea, Sägezahnpalme, Baldrian, Knoblauch …

Als Nahrungseregänzungsmittel oder Supplemente werden sie beworben und günstig verkauft … ohne dass das noch durch fachkundigen Hände geht. … und ich meine hier nicht mal die Abgabe (obwohl gerade z. Bsp. das Johanniskraut auch durchaus Wechselwirkungen mit unangenehmem Ausgang machen kann). Die Kontrollen sind bei Nahrungsergänzungsmitteln bei weitem nicht so ausgeprägt, wie bei Arzneimitteln … oder anders gesagt; kaum vorhanden.

In Amerika ist es die FDA (Food And Drug Administration), die (wie die swissmedic in der Schweiz) dafür sorgt, dass die Firmen nachweisen müssen, dass ihre Produkte sicher sind und richtig angeschrieben. Das gilt für Medikamente. Nahrungsergänzungsmittel sind von solchen Tests und Nachweisen ausgeschlossen.

Das wird ihnen jetzt zumindest in Amerika zum Verhängnis.. wo in grossen Warenhäusern (die übrigens oft auch eigene Apotheken haben, aber wo alles das nicht rezeptpflichtig ist im Regal frei verkauft werden darf) jetzt diese Mittel getestet wurden. Mittels DNA Analyse wurden hunderte Mittel untersucht, ob die deklarierten pflanzlichen Stoffe auch drin sind und eventuell anderes, nicht deklariertes vorhanden ist.

Das Ergebnis ist mehr als ernüchternd.

Über alles gesehen waren in 4 von 5 Produkten nicht das drin, was auf der Etikette stand. Oder anders gesagt: nur in 21% konnten die Pflanzlichen Stoffe nachgewiesen werden.

Viele davon auch noch Eigenmarken der grossen Verteiler. Bei Walmarts Produkten enthielten gerade mal 4% die DNA der Pflanzen, die auf den Packungen angeschrieben sind (und dann reden wir noch nicht einmal, ob dann die Menge Wirkstoff im Produkt stimmt).

In Walmarts ginkgo biloba fand sich kaum mehr als pulverisierter Rettich, Hauspflanzen und Weizen … das, obwohl es als Gluten-frei angeboten wird. Im Ginseng von Walgreens fand sich pulverisierter Knoblauch und Reis. Drei von 6 pflanzlichen Mitteln bei Target mit (angeblich) Johanniskraut, Ginkgo, und Baldrian hatten keine dieser pflanzlichen Wirkstoffe drin und enthielten stattdessen Reis, Bohnen, Erbsen und Karotten.

An was liegt das? Es gibt verschiedene Möglichkeiten – ev. Auch eine Kombination davon.

Die Grossverteiler möchten die Inhaltsstoffe möglichst günstig einkaufen und wurden dabei selber betrogen.

Oder: Bei der Herstellung wurde irgendwie die DNA der Pflanzen (komplett) zerstört.

DNA Tests sind sensitiv auf spezifische Teile der DNA der Pflanzen. Es kann sein, dass die in den getesteten Präparaten nicht drin war, wenn es sich dabei nur um Pflanzenauszüge (mit einem Lösungsmittel) handelte, nicht um das Pulver der Pflanze selber. Dann kann der Wirkstoff immer noch drin sein … wobei bei vielen Phytopräparaten noch nicht bekannt ist, welches der oder die wirkenden Stoffe wirklich sind (auch wenn sie das bei uns standardisieren auf die Wirkstoffe von denen sie das denken).

Andererseits findet man genau wegen der Sensitivität dadurch auch schon kleinste Mengen an Verunreinigungen durch andere Pflanzen …

Jedenfalls – dem müssen sie weiter nach gehen. Zum Beispiel auch, indem sie (endlich) einmal richtig testen lassen, was denn da wirklich drin ist. Wenn da drauf steht 200mg standardisierter Extrakt, dann sollten auch diese Nahrungsergänzungsmittel nachweisen können / müssen, wie sie darauf kommen.

Falsche Angaben, Kontamination und falsche Anpreisungen sind illegal … auch bei Supplementen. Wobei gerade da viel getrickst wird. Man denke schon nur an die Heilanpreisungen, die da drauf stehen. (Darüber könnte man noch manchen Artikel schreiben).

Momentan ist es so (auch bei uns), dass für Nahrungsergänzungsmittel gilt, dass sie nicht zugelassen werden müssen und sie als sicher gelten, bis ihnen das Gegenteil nachgewiesen wird. Unschuldig bis zum Beweis des Gegenteils. Dass das dafür nicht der beste Weg ist, zeigt sich hier: In Amerika gab es 2013 einen Hepatitis Ausbruch, bei dem an die 100 Personen erkrankten, der schliesslich auf ein verunreinigtes Supplement zurückzuführen war, 3 Leute brauchten danach eine Lebertransplantation, eine ist gestorben.

Das finde ich ziemlich beunruhigend. Ich weiss jedenfalls, wo ich mein Schlafmittel mit Baldrian herbekomme (oder meine Johanniskraut-Kapseln) … und das ist nicht aus dem Supermarkt.

Quellen: Photo: Attorney General’s Office http://wnyt.com/article/stories/s3695948.shtml    http://www.webmd.com/vitamins-and-supplements/news/20150203/retailers-fake-supplements

So ein M…!

Kundenreklamation nach Weihnachten.

Die Kundin hat von uns ein Thermo-Shirt gekauft. Wir haben ihr diese Grösse, die wir nicht mehr hatten von einer anderen Drogerie besorgt, weil man das sonst nur vom Hersteller direkt bekommt – und dann neben dem Porto für Einzelposten extra Kleinmengenzuschlag zur Lieferung zahlen darf.

Jedenfalls hat sie das Teil mit nach Italien genommen, um es dort zu verschenken – und musste feststellen, dass in der mit M angeschriebenen Schachtel ein Grösse S drin ist.

So ein M…! (und damit meine ich nicht die Grösse)

Vermutung: in der Drogerie, wo wir das bestellt haben ist die Verwechslung passiert … und die haben jetzt wohl eine Schachtel mit Grösse S verkauft, das Grösse M drin hatte.

Natürlich haben wir das Produkt zurückgenommen und der Kundin das Geld zurückgegeben. Das verunglückte Geschenk jedoch lässt sich so nicht wieder gutmachen.

:-(

Kosmetik herstellen

Fand ich süss letzte Woche:

altes Frauchen bei uns: “Grüetzi. Machen Sie auch Produkte von Clarins?”

:-)

Für diejenigen, die das nicht wissen: das ist eine Kosmetikmarke. Die vertreiben wir vielleicht, aber “machen” tun wir die nicht.

Über-laut

Man hört immer wieder, dass es manchen Kunden (immer noch) peinlich ist, Kondome zu kaufen. Das sollte nicht so sein. Für uns Verkäufer ist das etwas alltäglich normales – und wenn man in der Apotheke / Drogerie das kaufen geht sowieso. Da plagt man keine Kunden mit peinlichen Rufen durch den Laden oder ähnliches.

Umgekehrt sollte es aber auch so sein.

Wer redet von der geplagten Verkäuferin (in dem Fall die junge Drogistin), wenn von den beiden jungen Männern, die zusammen in die Drogerie kommen, wovon der eine durchweg am Telefonieren ist und der andere eine Kondompackung schnappt und dann ein laufendes Verkaufsgespräch mit der (über-)lauten Frage unterbricht: „Gehen die auch für Analverkehr?!“

Ja. (Ich bin sicher das wussten sie schon.)

Benutzen sie Gleitmittel, die Kasse ist da drüben.

Und Tschüss.

Tampons mit Noppen?

Keine Angst, das ist ein ganz jugendfreier Post.

Morgens früh in der Apotheke. Kaum geöffnet läutet das Telefon. Am Apparat eine Frau – von der Stimme her vielleicht in meinem Alter.

Frau: „Hallo? Sind sie die Apothekerin? Ich habe da eine Frage?“

Pharmama: „Ja. Was ist die Frage?“

Frau: „Ich habe immer die Tampax Tampons …“ fängt sie an.

Und ich frage mich jetzt schon, ob das dafür wirklich die Apothekerin braucht. Aber hier bin ich und ich höre zu.

Frau: „… Und jetzt habe ich eine neue Packung und auf der Packung aussen … das sieht aus als ob das Noppen hätte …“

Pharmama: „Welche Tampax haben sie? Die mit dem Applikator?“

Frau: „Ja, die gelben.“

Pharmama: „Moment, ich gehe schnell eine Packung holen.“

Was immer sie mich fragen will – ich bin sicher, das geht besser, wenn wir beide das Objekt vor uns haben. Also hole ich eine Packung.

Frau: „Sehen Sie da auf der Rückseite die Bilder, wie man das anwendet? Da hat es auf dem Applikator so Noppen drauf. Spürt man die denn nicht beim Einführen? Das will ich nicht! Das stört doch sicher!“

Jetzt … ich muss zugeben (hier im Blog zumindest), dass ich nicht Tampax verwende. Ich brauche seit jeher die OB. Ohne Applikator oder so etwas. Aber auf dem Bild sind da tatsächlich so etwas wie … Rillen drauf.

Pharmama: „Meinen sie diese Rillen?“

Frau: „Rillen oder Noppen – sie sehen sie auch, oder?“

Pharmama: „Ja. Aber das sieht aus, als wären sie unten am Applikator … also da wo man ihn festhält (?). Können Sie das bestätigen?

Frau: „Ich weiss nicht …“

Pharmama: „Sie könnten mal einen aufmachen.“

Frau: „Ah, ja.“

Rascheln – sie macht es,

Frau: „Ja, da hat es Rillen.“

Pharmama: „Und sind die oben oder unten?“

Frau: „Unten.“

Pharmama: „Dann ist es sicher nur, dass man den Applikator besser festhalten kann.“

Frau: „Aber ich will keine Noppen auf dem Applikator!“

Das ist der Moment, wo ich mich frage, was ich getan habe, so früh am Morgen so einen Anruf zu bekommen. Sie meint das ernst. Das ist kein Scherzanruf. Die Noppen / Rillen sind ein Problem für sie. Also hole ich ruhig Luft und nochmals aus:

Pharmama: „Ich denke, dass die wirklich dazu gedacht sind, dass man ihn besser festhalten kann … und dass die Noppen gar nicht …hineinkommen.“

Frau: „Ah so. Das finde ich trotzdem nicht gut, dass sie das gemacht haben. Wer braucht das schon?“

Pharmama: „Das weiss ich auch nicht, aber die neuen, die sind so.“

Frau: „Vielleicht finde ich auch noch irgendwo ein paar alte Packungen, die das nicht haben.“

Pharmama: „Möglich. Wir haben nur noch die neuen hier.“

Frau: „Oder ich nehme den Applikator vorher ab. Na dann, danke und auf wiederhören!“

 

Disclaimer: Ich weiss nicht, seit wann die da drauf diese Halterillen haben … vielleicht waren die auch vorher schon da und sind ihr erst jetzt aufgefallen?

Es ist kalt …

(Rerun vom 30.Nov. 2010) – es ist Dezember … und in Wirklichkeit noch gar nicht sooo kalt. Anscheinend gibt es auch immer noch Mücken, die bis jetzt überlebt haben und auf den Balkonen wachsen die Cherry-Tomaten. Aber: es ist Dezember und hier auf WordPress schneit es – da habe ich mein Entchen auch gleich warm (und festlich) angezogen :-)

Kunde kommt am Abend in die Drogerie gestürmt:

“Haben Sie von diesen Wärmebeuteln, die Sie klicken können und die dann warm werden?
Bei uns ist der Strom ausgefallen und ich versuche meine Echsen am Leben zu erhalten … “


Weihnachts – Aktion für “Einmal täglich”

Mitte November haben wir jetzt (schon) … und bis Weihnachten sind es nur noch 5 Wochen.

… und vielleicht suchst Du noch etwas, mit was Du dieses Jahr Deinen Mitarbeitern und Angestellten eine Freude machen kannst? Vielleicht braucht Dein Chef eine Idee?

Falls ja, hätte ich da genau das richtige für Dich! Falls Du mich noch nicht kennst: Ich bin Pharmama, Apothekerin irgendwo aus der Nordwestschweiz aus meinem gut frequentierten Blog ist letztes Jahr das Buch “Haben Sie diese Pille auch in grün?” entstanden.

NEU gibt es die Geschichten aus der Apotheke als Cartoons:

bookcovereinmal

Einmal täglich: – mit 210 Seiten Cartoons aus der Apotheke.

Bilder sagen mehr als 1000 Worte und mit „Einmal täglich“ zeigt Autorin Pharmama nach dem Buch “Haben Sie diese Pille auch in grün?”, dass sie auch zeichnen kann … und liefert einen humorigen und optisch ansprechenden Einstieg in die Arbeit der Apotheke und die Tücken der Patientenbetreuung und des Gesundheitswesens. So ganz nebenbei lernt man noch etwas über die richtige Anwendung der Medikamente.

Haben Sie diese Pille auch in grün? Ist im Buchhandel oder bei Amazon erhältlich und kostet nur  EUR 9,99

Einmal täglich ist bei Amazon oder direkt bei Createspace erhältlich. Der Verkaufspreis beträgt EUR 10,63

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Nicht warten, gleich bestellen!

In dem Sinn wünsche ich gutes Arbeiten und frohe Festtage!

Deine Pharmama

P.S: Um die Karten zu bekommen, muss man einfach das Bestätigungsemail der Bestellung von Amazon / createspace mit der angehängten Adresse, wohin die Karten gehen sollen, an mich weiterleiten: pharmama08@gmail.com


4 Apotheken haben von dem Angebot schon Gebrauch gemacht. Wäre das nicht auch etwas für Euch?


(Zur Bestellung bei Create-Space gibt es bei Problemen hier eine Anleitung:) Lies den Rest dieses Beitrags