Kunde: „Haben sie Elmex? Mein Zahnarzt hat gesagt, ich soll damit die Zähne putzen.“
Drogistin: „Sicher. Brauchen Sie die normale Zahnpasta oder die für einmal in der Woche?“
Kunde: „Was ist der Unterschied?“
…
Kunde: „Haben sie Elmex? Mein Zahnarzt hat gesagt, ich soll damit die Zähne putzen.“
Drogistin: „Sicher. Brauchen Sie die normale Zahnpasta oder die für einmal in der Woche?“
Kunde: „Was ist der Unterschied?“
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Das ist ein ausgesprochen cooler Videoclip. Er zeigt, wie eine weisse Blutzelle (ein neutrophiler Granulozyt) unaufhaltsam ein Bakterium verfolgt – genauer gesagt ein Staphylococcus aureus.
Granulozyten gehören zu unserem Immunsystem. Es sind Fresszellen – die Neutrophilen Granulozyten sind – wie man sieht – auf Bakterien spezialisiert. Die weisse Blutzelle kann das Bakterium verfolgen wegen etwas, das sich Chemotaxis nennt – grob gesagt, könnte man sagen, es bewegt sich in die Richtung, in der es das Bakterium „riecht“.
Das Staphylococcus aureus ist ein Bakterium das recht häufig vorkommt, es lebt auch auf praktisch jedermanns Haut. Unter anderem ist es für die goldgelben Krusten verantwortlich, die sich auf manchen Wunden bilden (darum auch der Name: aureus = golden). Normalerweise macht es wenig Probleme, es sei denn, es findet einen Weg in unseren Körper und vermehrt sich stark. Das kann bei Leuten mit Immunproblemen der Fall sein. Dann macht es Hautinfektionen wie üble Pickel, Lungenentzündung, Herzentzündung bis zur Blutvergiftung.
Zum Glück aber haben wir unser Immunsystem! Derartige Szenen finden in unserem Körper ständig statt.
Aufgenommen wurde der Film übrigens von David Rogers at Vanderbilt in den 1950er Jahren, darum ist er auch schwarz-weiss. Trotzdem beeindruckend, oder?
Kunde: „Ich hätte gerne etwas Benzin. Könnten Sie es mir gleich hier reinfüllen?“
-Streckt Fondue – Rechaud-Brenner entgegen …
Apothekerin: „Das ist ihr Antibiotikum, Flagyl. Nehmen Sie 2 x täglich 1 Tablette zum Essen, bis die Packung fertig ist. Trinken sie während der Behandlung keinen Alkohol.“
Kunde: „Ich kann aber immer noch ein Bier zum Nachtessen haben, richtig?“
Apothekerin: „Nein. Wenn sie dieses Antibiotikum nehmen, dürfen sie keinen Alkohol trinken, sonst wird ihnen schlecht.“
Kunde: „Aber es ist nur ein Bier. Das kann doch nicht schlecht sein.“
Apothekerin: „Auch ein Bier ist Alkohol und doch: in dem Fall ist das schlecht.“
Kunde: „Ach kommen sie. EIN Bier. Das ist doch fast gar nichts.“
Apothekerin (langsam wird sie ungeduldig): „Es ist Alkohol. Sie dürfen keinen Alkohol trinken mit diesem Medikament.“
Kunde: „Ok, Ich gehe jetzt nach Hause und ruhe mich aus. Und dann trinke ich ein Bier.“
Apothekerin: „Wenn Sie unbedingt nachher kotzen wollen. Alkohol ist ganz schlecht für sie jetzt.“
Kunde: „Aber …“
Apothekerin: „Sie werden von mir NICHT hören, dass sie damit Alkohol trinken dürfen. Auch nicht Bier.“
…
Nicht alle Antibiotika sind so, aber es gibt ein paar. Und wenn es einem so deutlich gesagt wird, sollte man es befolgen.
Letztens bin ich beim Surfen über diese Seite über Murphys Law gestolpert (ihr wisst schon: Wenn etwas schiefgehen kann, dann wird es das auch), die auch spezifische Regeln für bestimmte Berufsgruppen aufgelistet hat – z.B. für Krankenschwestern, Lehrer, Informatiker, Feuerwehrleute aber auch für Mütter, Kleinkinder usw.
Nur die Apotheker fehlen.
Also habe ich beschlossen selbst eine Liste zu machen:
Ich habe sicher noch einige vergessen: wem fällt noch etwas ein?
Telefon:
Mann: „Hallo, ich habe im Medikamentenschrank meiner Freundin ein Medikament gesehen und ich würde gerne wissen, für was das ist. Der Name ist V-A-L-T-R-E-X …“
Apotheker: „Das ist etwas, das sie unbedingt direkt mit ihrer Freundin besprechen müssen.“
Valtrex ist zur Behandlung von Herpes-Virusinfektionen gedacht, das kann sein Windpocken, Gürtelrose … oder Genital-Herpes.
Das Problem ist hier die Schweigepflicht. Ich darf ihn nicht über die eventuelle Geschlechtskrankheit seiner Freundin aufklären, das muss sie selbst tun.
Andererseits: wenn er jetzt gefragt hätte was es ist -ohne sie zu erwähnen, liegt der Fall wieder anders, dann wäre es eine einfache Medikamenteninformation. Oder?
