Zu Besuch in einer thailändischen Apotheke

Gestern sind wir kurz in einer Apotheke in Khao Lak vorbei. Eigentlich weil ich eine neue Bürste brauche … aber mir ist jede Ausrede recht, um in den Ferien rasch eine lokale Apotheke zu besuchen.
Von denen hat es hier jede Menge. Die meisten bestehen nur aus einem längeren, Zimmergrossen Raum. An den Wänden Regale mit OTC Produkten und Pflegemitteln, ganz hinten dann die Glastheke mit den Apothekenpflichtigen Sachen. Kaum Schubladen.
Ich unterhalte mich etwas mit der Apothekerin, während ich die Bürste bezahle. Auch sie hat 5 Jahre studiert. Ich frage nach den in der Glastheke ausgestellten Medikamenten (unter anderem Diverse Kontrazeptiva und Kortisoncremen, ob das alles rezeptfrei ist. Ist es. „Eigentlich bekommt man fast alles ohne ein Rezept – außer Antidepressiva und Schmerzmittel mit Codein.“ sagt sie.
„Auch Antibiotika?“ – „Ja.“
„Dann hätte ich gerne ein Ciprofloxacin“ – das habe ich in den Ferien als Notfallmittel im Normalfall dabei, aber habe es diesmal vergessen. Ich bekomme es. 10 Tabletten aus einer Grosspackung, die sie mir aber bestens anschreibt. Packungsbeilage gibt es keine.

Günstiger als bei uns sind sie auch, trotzdem würde ich jedem empfehlen seine Medikamente, die man regelmäßig nimmt von zu Hause mitzunehmen – hier kommt es nämlich gelegentlich vor, dass sie gefälscht sind (zwar nicht so häufig wie in manch anderen Ländern, aber trotzdem…) und ich habe schon von einigen gehört, die abgelaufenes erhalten haben.
Aber wer etwas braucht, scheint auch in Thailand in der Apotheke gut aufgehoben zu sein :)

Das letzte Foto ist übrigens eine 200er Packung Tylenol.

Ferienmitbringsel umtauschen?

Kommt ein Kunde mit einer Packung Fenistil in die Apotheke:

Kunde: „Kann ich das umtauschen?“

Pharmama – schaut sich das Fenistil an und sieht, dass die Packung aus Thailand ist: die thailändische Schrift unter dem Fenistil zeigt das deutlich, ansonsten sieht die Packung aus wie unsere: „Tut mir leid, aber die ist wohl aus Thailand, die kann ich nicht umtauschen.“

Kunde: „Ich dachte weil die Novartis ja eine schweizer Firma ist, ginge das.“

Pharmama: „Leider nicht so einfach … ausser sie gehen vielleicht direkt zur Novartis. Was ist denn nicht in Ordnung mit der Packung?“

Kunde: „Ich habe in einer thailändischen Apotheke sehr günstig ein paar Packungen gekauft … und erst später bemerkt, dass sie abgelaufen sind.“

Pharmama: „Ja, so was ähnliches hatte ich dort mit einer Körpercreme auch schon. Aber ich fürchte da werden sie kein Glück haben, dass sie hier Geld oder eine andere Packung dafür bekommen.“

Kunde: „Naja, ich dachte ich versuch’s mal.“

So sieht übrigens „Apotheke“ auf Thailändisch aus:

Und dieses Bild zeigt eine Apotheke in Rayong, Thailand mit dem weltgrössten Abakus (5.5m lang). Den Angaben nach ist die Apothekerin damit schneller im ausrechnen als mit einem elektronischen Rechner…

gefunden hier.

Thailand: Von Bangkok nach Phuket ’06

Das war die letzte grosse Reise, die wir vor Junior gemacht haben. Damals waren Kuschelbär und ich mit 2 Freunden 2 Wochen unterwegs in einem Mietauto. Start war Bangkok mit seinen grossen Tempeln und den Klongs (Kanäle, die wie Strassen benutzt werden).

Unser Mietauto war eigentlich ein Toyota Hilux Vigo – aber bei der Mietstation mussten wir feststellen, dass sie uns einen Suzuki Vitara andrehen wollten- erst mal ohne uns etwas zu sagen. Offenbar hat der Vormieter den Hilux nicht zurückgebracht. Der Vitara den wir bekommen sollten passt etwa 2 x in den Hilux. Nicht gerade gut für 4 Personen mit Gepäck. Erst nach längerer Diskussion erklärten sie sich bereit uns einen adäquaten Ersatz zu stellen, aber erst in 3 Tagen unten in Hua Hin – und wir mussten ihn selbst abholen.

Trotzdem folgten wir weiter unserer Route:

Bangkok – Ayutthaya: das ist die alte Hauptstadt mit einer Menge gut erhaltener oder restaurierter Tempelanlagen.

Ayutthaya – Kanchanaburi: die Brücke über den River Kwai zu Fuss begehen und die schönen Nationalparks in der Nähe geniessen, speziell die 7 Stufen der Wasserfälle des Erawan Nationalparks, wo man auch baden kann.

Kanchanaburi – Damnoen Saduak: morgens früh sind die schwimmenden Märkte noch sehenswert, da hat es auch mehr Einheimische als Touristen. Nach 10 Uhr ändert das abrupt.

Damnoen Saduak –Phetchaburi: Eine der schönsten Höhlen Thailands, v.a. um die Mittagszeit.

Phetchaburi – Hua Hin (Endlich das richtige, grosse Auto) – Prachuap Kiri Kan (mit auch sehr schönen Stränden)- Ranong: hier hat es heisse Quellen, in denen man baden kann. Die Thailänder machen das bekleidet, damit sie auch nicht braun werden.

Ranong – Khao Sok National Park: wunderschöne Natur, Elefantenreiten, baden oder tubing, wandern und mehr.

Khao Sok – Phang Nga: die bekannte Bucht mit den Kalksteinfelsen, unter anderem James Bond island, Seezigeunerdorf, Höhlen und Felsmalereien.

Phang Nga- Phuket: (Auto abgeben) Weil die Halb-Insel inzwischen doch recht von Touristen überlaufen ist, haben wir auf einer kleinen Nachbarinsel eine Unterkunft gefunden mit schönen Bungalows am Strand. Von dort machten wir dann gelegentlich Ausflüge.

Wir haben es wieder sehr genossen – auch dass man das Land „auf eigene Faust“ entdecken kann – und natürlich das Essen – und die Leute – und …

Massage

So. Das war jetzt so richtig schön entspannend.

Kuschelbär hat mir eine Massagestunde bei seinem Massagetherapeuten geschenkt und Junior war mit seinen Grosseltern in der Zwischenzeit im Park.

Ich bin mir nie sicher, ob das jetzt Masseurin oder Massagistin heisst. Eines von beiden ist glaube ich, eine Umschreibung für, äh, Dienste sexueller Natur. Nur welches?

Aber dort wo Kuschelbär üblicherweise geht, erübrigt sich das. Es handelt sich beim massierenden nämlich um einen älteren „Er“. Er ist sogar dergestalt zertifiziert, dass man die Massagen der Krankenkasse in Rechnung stellen kann.

Das ist noch gut, denn während ich nur ab und zu eine Massage haben gehe, geht Kuschelbär wegen seinem Rücken regelmässig. Seit er nicht mehr reitet, hat er nämlich immer wieder Probleme mit der Rückenmuskulatur gehabt. Mit einer Massage alle 2 Wochen ist er jetzt aber stabil und zufrieden.

Das Foto kommt von unseren letzten Ferien in Thailand. Es ist der Ausblick, den man von der Massagebank hat.

Unter anderem gehen wir auch darum so gerne dorthin, weil man in den Spas so wunderbare thailändische Massagen bekommt. Stundenlang. Und das wesentlich günstiger, als hier.

Zum Vergleich: für die 90 Franken, die eine 1 stündige Massage hier kostet, kann ich dort eine 3 stündige Behandlung mit Fussreflexzonenmassage, Thai Massage und Rückenbehandlung mit heissem Kräuterbeutel haben, die der hiesigen Qualität in nichts nachsteht. Die Massagen am Strand wären noch günstiger, sind aber von der Qualität her nicht dasselbe.

Und was das optische angeht, die Freude am Detail … darin sind die Thailänder kaum zu schlagen. … siehe Bild.