Erpressungsversuch

Zur Diskussion über die Abgabe rezeptpflichtiger Medikamente ohne Rezept fällt mit das Pärchen ein, das letzhin in der Apotheke war.

Frau (mit Zettel in der Hand): „Ich brauche … eine Bepanthen plus creme und ein Mephi.. Mefa… na, das Lariam Generikum.“

Pharmama: „Sie brauchen ein Malariamittel?“

Frau: „Es ist nicht für mich, es ist für meinen Mann hier – zieht ihn heran – er geht übernächste Woche einige Zeit zurück nach XY (ein Zentralafrikanisches Land) seine Heimat und da braucht er ein Malariamittel als Prophylaxe ….“

(Interveniert er auf Französisch: „Als Notfallmittel!“ Sie zurück auch auf französisch: „Nein, als Prophylaxe!“).

Pharmama: Was sie meinen ist das Mephaquin, aber das ist Rezeptpflichtig, dafür müssen sie vorher zum Arzt.“

Frau: „Was? Nur wegen dem zum Arzt? Er hat es aber auch schon gehabt!“

Pharmama: Es ist Liste A und damit verschärft Rezeptpflichtig. Es muss sein.“

Frau: „Sie wollen es mir also nicht geben? Was, wenn er geht und dann Malaria bekommt, weil er das Mittel nicht hat, dann sind Sie schuld wenn …“

Pharmama: (denkt: ‚Oh, versuchen wir, die Apothekerin zu erpressen?‘ :-/ ) „Sie haben eben gesagt, er geht erst in 2 Wochen. Das ist genug Zeit zum Arzt zu gehen. Im Notfall gibt es auch das Tropeninstitut, wo sie sehr rasch ein Rezept bekommen.“

Frau: „Aber der Arzt kostet! Ich will nicht noch mehr … können sie es mir nicht einfach geben? Muss ich wirklich noch andere Apotheken dafür abklappern?“

Pharmama: denkt: ‚Aha, noch ein Erpressungsversuch‘ und schaut sie einfach wartend an.

Frau: „Fein.“

Zahlt das Bepanthen und geht.

Merke: Nur weil sie nicht zum Arzt gehen wollen ist das für mich kein Grund ein Medikament das Rezeptpflichtig ist abzugeben. Und das Geld für die Reise haben sie offensichtlich auch aufbringen können, also … Ausserdem lasse ich mich nicht erpressen. Da reagiere ich ziemlich allergisch drauf.

Tsitsikama

Das ist ein Ort, wo ich schon war und unbedingt nochmals hinwill: der Tsitsikama.

Ein fast mystisch klingender Name für einen Nationalpark an einer wilden Küste in Südafrika, an der sich die riesigen Wellen brechen.

Wie riesig kann man am Vergleich sehen, im unteren Bild steht ein Mensch etwa auf Höhe der Welle (grad unterhalb der Möwe).

Es hat einen Campingplatz direkt am Meer – und wenn man das Wohnmobil richtig stellt, dann hat man eine super Aussicht.

Wieder da!

Wir sind wieder da!

Ich gehe ja sehr gerne in die Ferien (und geniesse es sehr), aber ich komme auch gerne wieder zurück.

Es war ein bisschen ein Kontrastprogramm, das Zurückkommen: In Port Elizabeth hatten wir noch warmes Wetter und Regen (das Wetter vorher war dagegen sehr gut), in Johannesburg hatten wir Gewitter und in Zürich Temperaturen um die Nullgradgrenze und Schnee!

Momentan bin ich super müde, v.a. weil ich im Flugzeug nicht schlafen kann, selbst auf einem Nachtflug nicht – was einerseits an der unbequemen Sitzposition und andererseits mit meiner latenten Flugangst zu tun hat. Sagte ich latent? Ich habe schon erwähnt, dass wir in Johannesburg Gewitter hatten – beim Abflug sind dann auch gleich 2 Blitze ins Flugzeug eingeschlagen. Ein Erlebnis, auf das ich gerne verzichten kann. genau wie auf das Geholper. Dabei hört man übrigens nur ein lautes „Tack!“ und es wird seeeehr hell. Gemacht hat es dem Flugzeug allerdings nichts und der Pilot hat anschliessend sehr nett erklärt, was da gerade passiert ist.

Junior war dagegen ein Musterkind was das Fliegen angeht. Kein kicken an den Vordersitz, kein Geschrei, das Essen blieb (mehrheitlich) auf dem Tablett und er hat alle jüngeren Frauen in der Umgebung angeflirtet. Er hat wenigstens auch ein bisschen was schlafen können … ich dagegen geh jetzt erst nochmal hinliegen.

Ferienvorbereitungen

Im Moment bin ich an den (hoffentlich) letzten Sachen am schauen wegen unseren Ferien.

Da ich wieder ein paar Sachen via Internet gebucht habe (1 Hotel, 2 Campingplätze, 1 Lodge), muss ich halt selbst die Bestätigungen zusammensammeln – dafür habe ich auch einiges Geld gespart.

Das Reisebüro braucht es auch noch – aber inzwischen kann man soviel selber machen und meistens ist es günstiger. Dasselbe Hotel in Kapstadt kostet via Reisebüro 120 Franken mehr für 2 Nächte.

Dann habe ich erfolgreich ein Game Reserve (sowas wie ein Privat Park) gesucht, wo wir am Ende der Reise 2  Nächte etwas luxuriöser verbringen – vorher sind wir ja im Wohnmobil unterwegs. Sozusagen das „Zückerchen“ zum Abschluss. Etwas erschwert wurde die Suche natürlich dadurch, dass längst nicht alle Lodges auch Kleinkinder aufnehmen. Das kann ich schon begreifen – ich bin gespannt, wie Junior sich verhält, wenn wir die Tiere beobachten gehen.  …. Ich denke mal, ich nehme sicher das „Gstältli“ mit, um ihn festhalten zu können und der Nuggi als Schalldämpfer ist sicher auch eine gute Idee.

Auch was in Südafrika politisch so läuft, finde ich interessant. Ich habe da vor Jahren, als ich mit den Eltern dort war einen Comic gefunden, der sich auch immer wieder über die aktuelle Situation auslässt – manchmal erfährt man so mehr als über unsere Medien-:

ich präsentiere: „Madam and Eve“.

Es handelt sich dabei um einen Comic der auf noch herzige Weise die Probleme der weissen Madam, ihrer schwarzen Maid Eve (immer erfinderisch, was neue Einnahmequellen anbelangt) und der englischen Grossmutter (die natürlich ihren Gin and Tonic trinkt) in der heutigen Gesellschaft von Südafrika karikiert. Dabei sind sie topaktuell – im Moment z.B. mit den Rücktritten der Regierung.

Ich weiss jedenfalls, was ich auf dem Flugplatz in Jo’burg auf dem Rückweg kaufen werde …

Welcher Spray?

Kunde kommt ziemlich aufgewühlt in die Apotheke: „Sterbe ich jetzt, wenn ich versehentlich das hier benutzt habe, statt meinem normalen Mundspray?“

„Das hier“ war einer dieser Sprays, die man in Toiletten an die Wand kleben kann und die dann bei Betätigung den Raum zuduften (Airwick oder so).

Nach einem Telefon mit dem Tox Zentrum (die das ziemlich lustig fand), konnte ich dem Patienten sagen dass nein, solange er es nicht inhaliert, ihm nichts passieren wird.

….

Irgendwie erinnert mich das an das Ferienerlebnis, wo mein Papa in einer Lodge in Südafrika statt des Mückensprays (essentiell wenn man draussen essen will)  den Raumduft erwischt hat.

Er fand das riecht besser als der andere – ich bin sicher, die Mücken waren derselben Meinung!

(Wir sind unter dem Tisch gelegen vor Lachen, als wir das rausgefunden haben).

….

Das folgende Bild stammt aus der Apotheke: eine Kundin brachte ihren Nasenspray – weil sie „nichts herausbekommt“. Als ich ihn auspacke, sehe ich sofort wieso: der Sprayaufsatz fehlt komplett. (Siehe Bild: rechts ein normaler Nasenspray, links ihrer).

Wie es dazu gekommen ist, konnte ich aber nicht herausfinden – den Spray hat sie offenbar schon eine Zeitlang zuhause (er ist auch nicht von uns gekauft, wir haben nur noch die neuen ohne Konservierungsmittel an Lager). Vielleicht war es ein Produktionsfehler, oder sie hat den Aufsatz irgendwie abmontiert und verloren.

Das „Fail“ also: „Versager“ stammt von einer Website, die sich darauf spezialisiert hat, derartiges zu sammeln. Das ist recht amüsant zum anschauen. Da sieht man auch brennende Feuerwehrautos und unsinnige Schilder.

Massage

So. Das war jetzt so richtig schön entspannend.

Kuschelbär hat mir eine Massagestunde bei seinem Massagetherapeuten geschenkt und Junior war mit seinen Grosseltern in der Zwischenzeit im Park.

Ich bin mir nie sicher, ob das jetzt Masseurin oder Massagistin heisst. Eines von beiden ist glaube ich, eine Umschreibung für, äh, Dienste sexueller Natur. Nur welches?

Aber dort wo Kuschelbär üblicherweise geht, erübrigt sich das. Es handelt sich beim massierenden nämlich um einen älteren „Er“. Er ist sogar dergestalt zertifiziert, dass man die Massagen der Krankenkasse in Rechnung stellen kann.

Das ist noch gut, denn während ich nur ab und zu eine Massage haben gehe, geht Kuschelbär wegen seinem Rücken regelmässig. Seit er nicht mehr reitet, hat er nämlich immer wieder Probleme mit der Rückenmuskulatur gehabt. Mit einer Massage alle 2 Wochen ist er jetzt aber stabil und zufrieden.

Das Foto kommt von unseren letzten Ferien in Thailand. Es ist der Ausblick, den man von der Massagebank hat.

Unter anderem gehen wir auch darum so gerne dorthin, weil man in den Spas so wunderbare thailändische Massagen bekommt. Stundenlang. Und das wesentlich günstiger, als hier.

Zum Vergleich: für die 90 Franken, die eine 1 stündige Massage hier kostet, kann ich dort eine 3 stündige Behandlung mit Fussreflexzonenmassage, Thai Massage und Rückenbehandlung mit heissem Kräuterbeutel haben, die der hiesigen Qualität in nichts nachsteht. Die Massagen am Strand wären noch günstiger, sind aber von der Qualität her nicht dasselbe.

Und was das optische angeht, die Freude am Detail … darin sind die Thailänder kaum zu schlagen. … siehe Bild.