Schlagwort: Reisen
Itsy bitsy spider …
Wer Arachnophobie hat – also Angst vor Spinnen – sollte jetzt weder weiterlesen, noch das Bild zu genau anschauen.
Das war ein kleiner Zwischenfall auf dem Weg zurück zum Camp von Wandern. Transfer per Longtailboot … und wenn man auf dem Wasser ist, soll man (so ist die Vorschrift) Schwimmwesten anziehen. Ich habe darauf verzichtet, aber die Frau hinter mir war buchstabentreu und griff sich eine der Westen … nur um sie praktisch sofort mit einem kleinen Aufschrei ins Wasser zu schleudern. Vorher haben wir schon einen Hut so verloren, warum sie jetzt absichtlich etwas in den See wirft war uns nicht klar.
„There was a huge spider on that lifejacket!“ – Eine grosse Spinne in der Rettungsweste.
Aha.
Das Boot macht eine (gezwungenermassen) ziemlich grosse Kurve um die Weste wieder einzusammeln.
„Have a look if the spider is still there!“ – Man soll aber schauen, ob die Spinne noch da drauf ist.
Machen wir. Das da ist Fon mit der gerade rausgefischten Weste:
Wer sieht sie?
Okay – da wundert mich die Reaktion nicht mehr so sehr. Brrrr. Und hartnäckig war sie auch noch – nochmal baden gehen und zwar ohne Weste wollte sie partout nicht. Musste sie dann aber doch.
3 Nächte Khao Sok
Khao Sok ist der Nationalpark nördlich von Khao Lak. Er besteht aus grossen Gebieten praktisch unberührtem (Regen-)Wald und dem Cheow Lan See – einem Stausee. Obwohl wir schon ein paar Mal im Park waren – den See habe ich bisher nicht gesehen.
Wir starten im Elefant Camp, wo wir am ersten Nachmittag uns schon um einen Elefanten kümmern durften: das heisst: waschen und füttern.
Vor dem waschen muss der Elefant aber erst mal schmutzig werden. Das macht er (mit Vergnügen) im schlammigen Tümpel. Der Mahout hat ihn kaum mehr aus dem Wasser gebracht …
Danach ging es zum Boot fahren den Fluss hinunter. Es hat im Moment wenig Wasser – auch seit wir hier sind hat es nicht ein Mal geregnet. Das letzte Mal vor 2 Jahren hatten wir um die Zeit jeden Tag Schauer.
Die Landschaft mit den Kalksteinfelsen ist fantastisch .. und das Bootfahrten macht auch müde genug, dass man danach auch bei der üblichen Dschungel-Kakophonie schläft. Es ist wirklich erstaunlich, was da alles Geräusche macht: Vögel, Frösche, Insekten … Affen…
Das ist übrigens der Blick am Morgen aus unserer Unterkunft im Elefantencamp: ein Zelt – innen luxuriös eingerichtet mit festem Bett samt Matratze und einer gemauerten Toilette und Dusche dahinter.
Weiter ging es zum See – ein Longtail-Boot bringt uns zur Unterkunft für die nächsten 2 Nächte: wieder ein Zelt … diesmal direkt auf dem See:
Viel Zeit zum Ausruhen bliebt aber nicht, denn am Mittag gehen wir etwas im Park wandern. 3 Stunden – die Hälfte davon aufwärts (ja, hier hat es viiiele Hügel), die andere abwärts. Junior hält mehr als tapfer mit. Auf der Höhe werden wir mit dem Besuch einer Höhle belohnt.
Im Innern der Höhle ein (für manche Leute) kleiner Horror-kabinett :-) das Tierreich hier besteht aus bis zu handtellergrossen Spinnen (ungiftig), einer Höhlenschlange (ungiftig) und Fledermäusen.
Zurück im Camp erst mal den Schlamm und den Schweiss abwaschen – einfach mit einem Sprung in den See!
Das Camp am Ende der Welt hat alles, was es braucht: Bett und Dusche und Toilette alles im eigenen schwimmenden Luxus-Zelt. Zu Essen gibt es thailändisches Buffet. Fein.
Was man hier nicht hat: Internet oder auch nur Natel-Empfang. Aber wer braucht das hier schon?
Ein-Tages-Ausflug auf die Similan Islands
Ich bin ein bisschen ruhelos. Auch in den Ferien. Ausruhen und Strandliegen ist gut und schön, aber zwischendurch brauche ich ein bisschen Abwechslung … und dann will ich auch etwas von der Umgebung sehen.
Vor Khao Lak liegen die Similan Inseln. Bekannt für ihre weissen Strände, türkisblaues Meer, seltsame Gesteinsformationen und die Unterwasserwelt.
Das wollten wir sehen, darum machten wir einen Ein-Tages-Ausflug dorthin. Das Speedboot bringt einen in etwas über einer Stunde dahin – eine unruhige Fahrt übrigens. Es wird empfohlen, Mittel gegen Übelkeit einzunehmen … die verteilen sie vorher auch, als seien es Bonbons.
Angekommen geht es gleich ans Schnorcheln. Es hat auch ein paar Fische – die wir dank Mini-wasserfester Kamera auch fotografieren können. Lustig fand ich noch die Nachricht auf dem Display: „fish not ready“ … las ich. Wahrscheinlich aber hiess das „flash not ready“ :-) … der Fisch war auf jeden Fall bereit …
Korallenmässig fand ich den Schnorchelgang allerdings enttäuschend. Da unten ist eine Menge kaputt. Ob das an den Massen Touristen liegt oder an einer Korallenkrankheit weiss ich nicht. Schade ist es allemal.
Auf einer anderen Insel assen wir lunch. Obwohl auch da Touristen-Massenabfertigung (das ist eine wahnsinns-Organisation) : das Essen war fein.
Nach der Mittagspause weiter auf die Hauptinsel (no.8) mit dem bekannten Sail-Rock:
wer gut hinschaut, sieht, dass da oben Leute stehen. Es gibt einen befestigten Weg hoch, den wir dann auch genommen haben. Das ist die Aussicht von oben:
Nicht im Bild der wahnsinnig weisse Sandstrand links … da waren soviel Leute drauf, das habe ich nicht fotografieren wollen.
Noch ein bisschen ausruhen im Schatten am Strand, dann geht es weiter zum letzten Stop, wo wir nochmals schnorcheln konnten. Auch hier: nicht mehr viel zu sehen von Korallen, mässig Fische und (diesmal) leider keine Schildkröten.
Auf der Rückfahrt hat selbst Junior gedöst – ist aber auch anstrengend so ein Ferien-Tag :-) Morgen heisst es aber wieder Pool und Nix-tun.
Die Similan Inseln sind optisch sehr schön. Ausflüge dahin sind rasch möglich und günstig. Das zieht demnach auch Touristen an. Viele Touristen. Wer einsame Strände und Ruhe sucht, (oder auch interessante Schnorchel-Plätze) ist anderswo besser bedient. Aber für knapp 50 Franken pro Person so ein Ausflug – inklusive alle Transfers, alle Getränke und Früchte (auch an Bord), Mittagessen, Schnorchelausrüstung etc. … kann man nicht reklamieren. Wirklich nicht.
Also: war schön!
Zum knuspern zwischendurch
Mittwochs ist Markt in Khao Lak (und Montags und Samstags, aber ich glaube der am Mittwoch ist am grössten). Der Markt liegt direkt gegenüber dem Tsunami Monument – das ist das im Dezember 2004 ans Ufer gewaschene Polizeiboot- und ist keine reine Touristen-Angelegenheit. Die Thailänder decken sich hier auch mit frischen Lebensmitteln ein und es gibt eine Menge Stände, die Essen anbieten. Wer will, kann sich hier durch die wirklich thailändischen Spezialisten essen und trinken. 
Wer will und wer sich getraut. Ich habe hier nicht Angst vor Magenverstimmung wegen verdorbenen Lebensmitteln – das habe ich in Thailand bisher noch nie geschafft, obwohl wir immer auswärts essen und uns auch an den Märkten durch-probieren. Aber vor einem bin ich bisher immer abgeschreckt …
Diesmal allerdings wollte ich es probieren. Und an dem Stand gab es die Dinger in Snack-Einheiten. Die Gelegenheit!
Insekten sind eine gute Proteinquelle … und auch praktisch überall zu finden. Warum das also nicht nutzen und sie essen?
Kurz nochmals frittiert bekamen wir ein gemischtes Schälchen.
Fazit: es ist essbar, schmeckt nach wenig (am besten waren die Raupen, am wenigsten gut die Grillen), ist hauptsächlich knusprig (da frittiert) … und könnte das nächste Mal mehr Salz oder Gewürze vertragen :-)
Aber Chips habe ich lieber. Die normalen aus Kartoffeln.
Ab an die Sonne!
Das Entchen schon gesehen? Es ist bereit für die Ferien – und wir sind es auch.
Soo … für die nächsten etwa 2 Wochen verwandelt sich dieser Blog in einen Reiseblog, komplett mit (hoffentlich) wunderschönen Bildern von Sonne, Strand und feinem Essen :-)
… Meine Entschuldigung an die Leute, die das gar nicht interessiert.
Gleichzeitig fahre ich die Werbung, die hier angezeigt wird hoch – das nur versuchsweise. Das kommt wieder runter, wenn wir zurück sind. Irgendwie müssen die Reisespesen ja wieder rein kommen :-P
Dann mal auf – auf Thailand!
Ich bin sicher, es wird euch nicht langweilig – ansonsten könnt ihr ja auch die Zufallsfunktion hier ausprobieren (klick auf das Bild):








