Aufstellende Mitarbeiter

Es ist etwas doof, wenn grad 2 gute Mitarbeiter gleichzeitig krank sind (gute Besserung, Euch beiden!).

Auch unschön ist, wenn es dann noch „so ein Tag“ ist … Ihr wisst schon: es harzt bei den kleinsten Dingen, man hat das Gefühl, man macht alles zwei- oder drei-Mal, weils beim ersten Mal aus irgendeinem Grund nicht klappt und dann sind die Kunden und Patienten auch noch super-ungeduldig, hören nicht zu, wenn man etwas wichtiges sagt/fragt … Etceterapepe.

In dem Moment, als ich wirklich genug hatte, erschien plötzlich dieses Wunderding vor mir:

Ein Cupcake!

Und das war so was von fein!

Gemacht am Tag vorher von der einen Mitarbeiterin, die es auf einmal gepackt hat welche zu machen – und sie uns mitzubringen. Und gebracht von der anderen Mitarbeiterin, die wohl meine „Notsituation“ richtig erkannt hat :) – perfektes Timing!

Ich hab echt die allerbesten Mitarbeiter und Kolleginnen! (Gilt für anwesende und grad kranke) … So macht das Arbeiten Spass.

Ein Danke heute …

Danke speziell an meine lieben Kolleginnen (und Kollege) und Mitarbeiter – Ihr seid die besten!

bananaflower

Ohne Euch wäre es kaum alles möglich – und Ihr macht die Arbeit so viel besser und einfacher. Ihr seid einfach toll. Ich weiss, wie ungewöhnlich das ist – ein so super Arbeitsklima und Zusammenhalt findet man selten. Und darum weiss ich, dass Ihr auch das für Euch behalten könnt. :-) (Pscht!)

Danke!

(Blümchen von den letzten Ferien – wo ich auch wieder mit bestem Wissen und Gewissen hin kann.)

Telefonetikette – mal wieder.

Letzthin mussten wir einer Firma anrufen um herauszufinden, ob eines ihrer Produkte einen bestimmten Hilfsstoff verwendet.

Die Firma ist in der Schweiz beheimatet und in einem Nachbarkanton.

Etwas überraschend deshalb dieser Austausch:

Grüetzi, do isch … vo Pharmamas Apotheke, Ich ha e Froog betreffend eme Produkt vo Ihne …“

Unterbricht sie ihr Telefonpartner: „Könnten Sie bitte Hochdeutsch sprechen? Ich verstehe sie nicht.“

„Oh. Natürlich. Ich rufe von Pharmamas Apotheke an. Ich habe eine Frage betreffend einem Ihrer Produkte. Es geht um XY hat das ZZZ drin?“

„Ich weiss es nicht.“

„Könnten Sie bitte nachschauen gehen? Es ist wichtig.“

„Hmpf, ja. Einen Moment.“

Hmmpf?!?!
(längere Pause in der Musik spielt)

„Ich habe die Unterlagen geholt … leider … ist das Licht hier drin so schlecht und das ist so klein geschrieben. Ich kann das im Moment nicht entziffern. Rufen Sie doch in etwa 2 Stunden noch einmal an.“

„Äh was? Haben Sie keine Möglichkeit das woanders nachzuschauen? Im Computer oder so?“

„Das geht im Moment nicht.“

„Nun – dann schauen Sie, dass Sie es herausfinden und rufen SIE mich bitte zurück. Unsere Nummer ist …“

Dass er kein Schweizerdeutsch versteht (in einer Schweizer Firma in der Nordschweiz) Naja – kann vorkommen. Immerhin konnte er Deutsch (das scheint inzwischen nicht einmal mehr eine Voraussetzung zu sein dafür, dass man als Arzt im Spital arbeitet). Dass er Mühe hat, die Info herauszufinden … unschön, denn wofür ist er denn am Telefon für diese Firma? Aber dass er dann noch will, dass man ihnen nochmals anruft (und wahrscheinlich das Ganze nochmals durchgeht um an die Info zu kommen) – das ist einfach schlechtes Telefongebaren und nicht wirklich eine Dienstleistung.

 

Das zweite war, wie mir meine Kollegin erzählte dass ihr Vater wegen einer defekten Heizung angerufen hat bei der Firma, die das vor etwa 10 Jahren installiert hat. Es gab damals irgendwelche Probleme weil ihr Vater es auf genau eine Art haben wollte – und die Firma das erst eigenmächtig anders gemacht hat. Es wurde dann gelöst – die Heizung funktionierte auch problemlos seit dem – bis dieses Jahr. Also ruft er bei der Firma an und nachdem er sein Problem geschildert hat bekommt er dies zu hören:

„Herr … Sie sind ein dermassen unmöglicher Kunde, von Ihnen nehmen wir Anfragen nur noch schriftlich an.“

Nach 10 Jahren. Das war ein Angestellter, nicht einmal der Chef von damals. Ich nehme an, dass ihr Vater da einen Vermerk in seinen Unterlagen bei der Firma dort hat, aber … ehrlich? Das hätte man doch auch anders sagen können? Zum Beispiel nur: „Wir brauchen einen schriftlichen Auftrag.“ Ohne zu sagen, weshalb … dann wäre er auch nicht so vor den Kopf gestossen worden.

Er hat dann bei ein paar anderen Firmen angefragt, ob jemand das machen kann – es war in den Feiertagen, da ist das nicht ganz so einfach. Und er hat eine gefunden, die das Problem schnell behoben hat. Zu den andern geht er nicht mehr zurück.

Kollegin: „Weißt Du, wenn ich das vergleiche mit dem, wie wir hier sind mit den Kunden und auch am Telefon … wir bemühen uns so darum freundlich und kompetent zu sein und machen fast alles … ich glaube darum finde ich das speziell schockierend.“

Recht hat sie.

Dress to impress

Verschiedene Apotheken, verschiedene Kleidungsvorschriften.

In der ersten Apotheke, in der ich gearbeitet habe, haben die Angestellten Kittel tragen müssen – der Chef / Apotheker dagegen lief locker leger in normaler Strassenkleidung umher. Ich habe dann auch aufgehört den Kittel anzuziehen, was mir dann erst mal einen Rüffel von der Mutter des Chefs, die auch dort arbeitete einhandelte. Worauf  ich sie darauf hinwies, dass ich – als (zugegeben frischer) Apotheker ja nur das machen würde, was der Chef auch macht. Danach habe ich keine Reklamationen mehr gehört. … was nicht heisst, dass sie zufrieden war, damit. Heute verstehe ich sie etwas besser: als Apothekenmitarbeiter hat man auch ein Image. Und dazu gehört halt auch der weisse Schurz.

In der Apotheke, wo ich jetzt bin, haben wir uns darauf geeinigt weisse Kittel zu tragen und zwar geschlossen. Andere Apotheken schreiben zwar auch Kittel vor, erlauben es aber, ihn offen zu tragen (oder: nur offen?) – und noch andere Apotheken haben gar keine Kittel mehr, aber dafür Einheitskleidung – zum Beispiel: alle dasselbe Arbeits-T-Shirt plus weisse oder schwarze Hosen.

Nun gut, unterschiedliche Leute, unterschiedliche Meinungen. Und jetzt interessiert mich Eure Meinung.

Zur Hilfe, wie das aussehen kann: (die Schürzen müssen aber nicht sooo lange sein)

labcoatclosed1 labcoatclosed2 nolabcoat3

Zwei Anmerkungen von der Drogistin

Liebe Kunden in der Parfümerie. Es ist keine gute Idee, die Nase direkt an den Sprayer des Parfums zu halten um den Duft zu testen. Warum? Weil man da erstens nicht viel vom Parfum riecht – nur das, was vorher mal gespritzt wurde und weil, wenn das alle machen, die Möglichkeit gross ist, sich mit irgendwas anzustecken.
Ja, es ist Schnupfenzeit. Und nein, der Alkohol, der ist innen in der Flasche, draussen klebt dann das, was vorher eventuell in irgendeiner Nase war.

Für die Frau, die zum wiederholten Male nur in die Drogerie kommt, um gezielt nach einem speziellen Muster zu fragen: Nein, für Sie haben wir keine Widmer Augensalbe Muster mehr, jedenfalls bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie einmal etwas bei uns gekauft haben. Muster sind für Kunden. Wenn sie nie etwas bei uns kaufen, sind sie auch kein Kunde.

Ende der Durchsage, danke für’s lesen.