Ich versteh’s nicht.

Erklär mir das mal jemand.

Situation: Ich bekomme am Morgen vom Arzt ein Rezept gefaxt und lege den Hustensirup für das Kind parat. Um Viertel nach 6 Uhr abends kommt die Mutter mit Kind im Schlepptau (es läuft in etwa 20 m Abstand hinter ihr) in die Apotheke und fragt nach dem Rezept.

Ich gebe es fertig ein und mache sie darauf aufmerksam, dass der Sirup von der Grundversicherung nicht übernommen wird und das Kind laut Krankenkassenabfrage keine Zusatzversicherung hat. Dementsprechend muss sie es selbst zahlen.

Die Mutter wird stinksauer, sagt: „Für sowas habe ich jetzt keine Zeit, ich muss zu meinen Kindern!“ grummelt noch was von: „In der letzten Apotheke musste ich nie was zahlen!“ und stürmt wieder aus der Apotheke. (Das Kind läuft hinterher).

Ohne Hustensirup.
Der etwa 9 Franken gekostet hätte.

Dafür hatte sie im Plastiksack eine neue Stange Zigaretten.

Ich meine: Und das Kind mit dem Husten? War es jetzt doch nicht so dringend?

Wie geht ein Trotzanfall?

Hier ein süsses Video, das ich auf Youtube gefunden habe: ein kleines Mädchen erklärt, wie das mit dem Trotzanfall richtig geht: „How to throw a tantrum“

(Interessant wird’s ab 24 Sekunden)

also:

1. hinwerfen und viel Schreien

2. kicken

3. mit Armen und Beinen um sich schlagen

4. mit Dingen werfen

5. die Hände gegen die Wand hauen

6. vorwurfsvoll ausrufen

7. Dinge hauen

Ich kanns kaum erwarten, dass Junior in die ‚schwierige 2‘ kommt. – nicht.

Ein paar Ansätze zeigt er jetzt schon. Das mit dem sich hinwerfen klappt schon ganz gut.

Babysitter Kaufhaus

Unsere Apotheke/Drogerie liegt bei einem grösseren Kaufhaus. Jetzt ist es schon ein paar Mal vorgekommen, dass ein kleines Mädchen (in noch nicht schulpflichtigem Alter) in die Apotheke kommt und einfach herumwandert. Auf Fragen nach der Mama sagt sie nur: „Die ist zuhause.“ Anscheinend ist auch keine andere Aufsichtsperson vorhanden.

Mir kommt es so vor, als hätte Mama (oder Papa) sie zum spielen ins Kaufhaus geschickt.

Was soll das denn? Denkt die wir seien der Kinderhütedienst?

Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Kind nicht alleine in der Apotheke/Drogerie herumlaufen sollte: Es gibt eine Menge Dinge, die man nicht in den Mund nehmen sollte – Duschmittel z.B.(auch wenn die ganz giftigen Dinge nicht im Griffbereich liegen sollten); Es gibt eine Menge Dinge, die ziemlich teuer kommen, wenn sie kaputtgehen (Parfums zum Beispiel) Und grundsätzlich kann nicht ständig eine der Angestellten daneben stehen.

Darum hat nach dem 2. Besuch meine Kollegin zum Mädchen gesagt: „Wenn Du hier bleiben willst, dann kannst Du dir im Kinderbereich ein paar Bücher anschauen, aber es geht nicht, dass Du herumläufst und alles in die Hand nimmst.“

Das Mädchen hat sich dann wirklich ein paar Minuten die Bücher angeschaut … bevor es aufgestanden ist und die Bade-gelfiguren herausgerissen hat. Daraufhin hat meine Kollegin sie ruhig aber bestimmt aus dem Laden geschickt.

Als ich das gehört habe, sagte ich zu ihr: „Du hättest Ihr einen Zettel mitgeben sollen, auf dem steht: ‚für Kinderbetreuung 1 Stunde soundsoviel Franken’. „

Ich möchte noch betonen, dass -erstens weder meine Kollegin noch ich etwas gegen Kinder haben (ich hab ja selbst eins), und dass zweitens Kinder in Not bei uns immer einen sicheren Hafen haben werden (wir lassen auch die Eltern ausrufen oder finden jemanden, der sie nach Hause begleitet),

Aber wir sind nicht hier um auf die Kinder aufzupassen, weil die Eltern dazu keine Lust oder keine Zeit haben!

Was meint Ihr dazu?

Oh mein Gott! (oder OMG, wie es im Web heisst)

Telefon einer Kundin (mit schreiendem Baby im Hintergrund): „Mein Kind schreit wie am Spiess seit ich ihm die Fieberzäpchen gegeben habe, die ich bei Ihnen gekauft habe!“

Apothekerin: „Was für welche?“

Kundin: „Vicks.“

Apothekerin: „Vicks?? Sind sie sicher? Da gibt es aber keine Zäpfchen, ..“.

rasches Überlegen, was es sein könnte… „…meinen Sie vielleicht diese blauen Bonbons?“

Stille am anderen Ende der Leitung. Dann: .. Das sind keine Zäpfchen? Oh …“

(!)

Ja, „Oh“, Wer einmal Vicks blau Bonbons gehabt hat, weiss dass sie viel Menthol enthalten – das ist das, was im Mund so stark kühlend wirkt. Im Enddarm müsste ich das allerdings auch nicht haben – kein Wunder schreit das Baby! Sie musste das Teil dann im Spital entfernen lassen – bis es sich von selbst gelöst hätte wäre es seeeehr lange gegangen.

Das stammt übrigens nicht aus der Apotheke in der ich arbeite, aber ich habe es erster Hand von der Pharma-assistentin, die das in der Apotheke, wo sie vorher gearbeitet hat mitbekommen hat. Sie hat mir übrigens auch versichert, dass die Kundin das kaum erhalten hat, weil sie Fieberzäpfchen verlangt hat, viel eher hat sie es selbst aus dem Gestell genommen.

Selbstmedikation durch unwissende kann auch sehr schief gehen!

Perfektes Kleine-Jungen Essen (4)

Überbackener Toast

Den gibt es in 2 Varianten: mit Tomaten oder mit Birnen:

Rezept:
Backofen vorheizen (ca. 220 Grad)
Toastbrot auf Backpapier auslegen
mit Kochschinken belegen
Tomatenschnitten oder Birnenschnitze darauf verteilen
Mozzarella in Scheiben darübergeben
Würzen mit etwas Pfeffer, Salz, die Tomaten ev. mit etwas italienischem Gewürz

in den Backofen schieben und ca. 25 Minuten backen (bis der Mozzarella verlaufen ist und ev. etwas angebräunt).
Fertig!

Herzig

Ich erklärte einer Mutter, wie sie ihrem kleinen Sohn die  Tabletten geben muss: „Falls er Probleme hat mit dem Schlucken der Tabletten, kann man sie auch zerkleinern und unter etwas Essen gemischt geben. Apfelmus zum Beispiel, oder Pudding.“

„Geht auch Glace?“ fragt der Knirps.

Ich: „Ja.“

„Geht auch Spaghettisauce?“

„Ja, wenn sie nicht zu heiss ist.“

„Gut,“ meint der Kleine überzeugt „dann kriegen wir die Dinger sicher irgendwie runter, wenn das mit Glace und Sauce geht!“

Man darf dann ja nicht lachen, aber: Jöööh! So herzig.

Das könnte glatt unser Junior in ein paar Jahren sein (nicht, dass ich hoffe, dass er dann Tabletten schlucken muss).