Wandelnde Geräuschkulisse

Junior redet zwar immer noch nicht wirklich – jedenfalls nichts verständliches -bis auf vereinzelte „Auto“, „Banane“ oder „Tüü-taa“ Ausrufe.

Das meiste hört sich an wie der Stefan Raab Song „Wadde hadde du denn da“.

Aber dafür kommentiert er lautstark was er gerade macht. Dabei macht er auch Geräusche, die fast Comicartig sind.

Wenn er aus einem Glas trinkt und es absetzt, macht er „Aaaaah“ (wie in der besten Bier-Werbung).

Wenn wir die Zähne putzen, macht er „Aarrrrarrrarrr“ (wie unsere elektrische Zahnbürste), dabei putzen wir seine mit Handbetrieb.

Wenn er etwas isst, was er fein findet, macht er beim in den Mund stecken „HaMMmmmmm!“

Vor dem Einschlafen, wenn er am Nuggi mummelt, macht er noch gleichzeitig Ummummummumm“.

Ich weiss schon, woher er das hat. Kuschelbär kann auch nicht einfach durch die Wohnung laufen. Die ganze Zeit summt es, pfeift es oder er schlägt den Takt auf irgendwas.

Das kann ja heiter werden, sobald er redet – wenn er wie Kuschelbär ständig etwas von sich geben muss und wie Pharmama der Umgebung ein Ohr abfragt…

Aber wie könnte man so einem süssen Kerl widerstehen?

Notfallmittel, die man zuhause haben sollte

Vor allem, wenn man so einen „Rampass“ hat, wie wir.

Junior ist alles andere als vorsichtig und es reicht bei ihm nicht, dass er einmal irgendwo hineinläuft, sich die Finger einklemmt oder herunterfällt. Das passiert öfter. Vorgestern auch. Da hat er sich vom Sofa gestürzt (anders kann man das nicht nennen) und Papa, der ihn hätte auffangen sollen – denn das war wohl die Idee – war zu langsam. Ergebnis: einen Knall, den ich bis ins Nebenzimmer hörte, weil er sich den Kopf an der Schläfe am Tischchen vor dem Sofa angeschlagen hat. Natürlich tut das weh.

Und das gibt auch sofort eine wahnsinns-Beule samt zugehörigem blauem Fleck.

Die werden sich auch was denken im Babyschwimmen.

Ausser, ja, ausser man hat die richtigen Notfallmittel im Haus.

Nämlich Rescuetropfen (Notfalltropfen von den Bachblüten) und Arnika globuli (z.B. von Similasan oder Weleda)

Die Rescuetropfen sind so ziemlich für alles gut, was kleinere Unfälle angeht: zum Einnehmen zum Beruhigen. Zum Auftropfen und Einreiben bei kleineren Blessuren. Und Arnika ebenso: es ist das beste Mittel zum Vorbeugen und Behandeln von blauen Flecken und stumpfen Verletzungen.

Also gab ich Junior Rescuetropfen und alle 15 Minuten ein paar Arnika Globuli (die nimmt er gerne, vermutlich auch, weil sie leicht süsslich sind). Die Beule kühlen wir ein paar Minuten mit einem nassen Tuch – mehr als ein paar Minuten hält Junior auch nicht still, danach mache ich ein paar Mal Rescue darauf.

Ergebnis: nach 2 Tagen sieht man nur noch etwas, wenn man weiss wo man schauen muss. Das ist wirklich erstaunlich!

Es lohnt sich nicht einmal für ein Foto (ich hab’s probiert).

Das nächste Mal sollte ich vielleicht daran denken ein Vorher/Nachher Foto zu machen – aber in dem Moment wo Junior schreit ist mir logischerweise einiges anderes wichtiger.

Darum halt ein Foto von der Arnika, aufgenommen beim letzten Besuch im botanischen Garten – ach die Erinnerungen an die alten Zeiten, als wir in dem Garten herumgestolpert sind um von etwa 100 Pflanzen das Aussehen (und die Anwendung) zu merken.

Die etwas *andere* Anwendung

Manchmal werden Medikamente anders angewendet, als auf der Packung steht, oder als man denkt.

Zum Beispiel:

Bepanthen Nasensalbe: in Deutschland gibt es das genau gleiche Produkt, nur dass darauf Bepanthen Augensalbe steht. Man kann aber auch das Schweizer Produkt für die Augen verwenden – und manche Augenärzte schreiben das auch so auf. Es ist gut für sehr trockene Augen, speziell Nachts. Achtung: die Haltbarkeit ist nach dem Öffnen auf wenige Tage begrenzt. Das gilt besonders für die Anwendung am Auge, wo das Produkt keimfrei sein muss.

Dagegen ist die Louis Widmer Augensalbe der Geheimtipp einer Narbensalbe. Es gibt kaum Besseres um Narben vorzubeugen. Wichtig ist wie bei allen Narbensalben die tägliche Anwendung – und gut einmassieren!

Du hast ständig einen Druck auf den Ohren, der gelegentlich schmerzhaft sein kann? Probier’s mal mit Nasenspray – aber nicht in die Ohren, sondern in die Nase. Der abschwellende Spray sorgt dafür, dass im ganzen Rachenraum die Schleimhaut abschwillt, dadurch öffnet sich auch die Verbindung zwischen Rachen und Ohr – und der Druck geht weg. Achtung: Nasensprays nie länger als 7 Tage am Stück anwenden!

Bei ständig geschlossenen Tränenkanälen (kommt bei Babies häufiger vor, dann haben sie oft Augenentzündungen) kann man probieren die Tränenkanäle mit Nasentropfen, die man in die Augen gibt zu öffnen, rsp. offenzuhalten. Wichtig: Erwachsenen-nasentropfen (z.B. Nasivin 0.1%) verwenden und die Tränenkanäle abschliessend leicht massieren. Überlaufende Tropfen abtupfen.

Schwarzteebeutel sind nicht nur was zum Tee machen. Bei leichten Augenentzündungen und „Urseli“ helfen sie auch: einfach Beutel mit kaltem Wasser anfeuchten, etwas ausdrücken und auf die Augen legen. 2-3 x täglich je 10 Minuten können Wunder bewirken. Schwarztee ist dabei besser als Kamille – die kann nämlich Allergien auslösen.

Das hilft übrigens auch bei Augenringen. Dagegen ist von der Anwendung von Hämorrhoidensalbe dort dringend abzuraten!

Das ist Junior als er etwa 7 Monate alt war. Da hatte er eine ziemliche Augenentzündung – die Teebeutel sehen zwar doof aus, haben aber geholfen. Er schläft in dem Moment natürlich, wach würe er sie innert sekundenfrist herunterreissen.

perfektes kleine-Jungen-Essen

Fotzelschnitten!

Rezept: Milch und Ei (ganz) zusammen verquirlen, Brotschnitten darin einweichen, dann mit etwas Butter in der Pfanne anbraten. Dazu reicht man Apfelmus, Zucker, Zimt

Vorteile für Mama: geht schnell, enthält Calcium (wegen der Milch) und Proteine (aus Ei)

Vorteile für Junior: kann man im Notfall auch problemlos mit den Fingern essen. Besteht aus Juniors Lieblingsgrundnahrungsmittel: Brot und dazu gibt es Apfelmus, was er auch sehr gerne hat.

Und das Beste: auch Kuschelbär isst es sehr gerne.

Mini-Überschwemmung

An einem Tag in der Woche gehe ich im Normalfall mit meiner Mutter und Junior einkaufen. So auch heute. Nachdem ich Junior angezogen habe, das Geld zusammengesucht, die Einkaufstaschen herausgenommen und Junior – weil er in der Zwischenzeit die Hosen gefüllt hat – nochmals gewechselt habe, hatte ich noch ein paar Minuten Zeit, bevor es losgeht.
Ich gehe noch rasch auf die Toilette und als ich zurückkomme, steht Junior mit der grossen Giesskanne im Wohnzimmer und macht Anstalten den Ficus zu giessen.
Uh oh.

Die Giesskanne steht normalerweise in der Badewanne, damit er nicht an sie rankommt. Offensichtlich habe ich nach seinem Bad gestern abend vergessen sie zurückzustellen.

Auf den ersten Blick sieht es gar nicht so schlimm aus. Direkt neben dem Bäumchen ist eine kleine Pfütze. die Giesskanne scheint leer zu sein. Vielleicht war ja nicht mehr allzuviel drin?

Ich gehe in die Küche, hole ein Küchentuch und komme zurück ins Wohnzimmer um das Pfützchen aufzunehmen. Dabei knie ich mich auf das Lammfell … und spüre sofort wie meine Hose nass wird.
Aha, da ist also der Rest des Wassers gelandet!

Ich nehme Küchentuch und Lammfell mit ins Badezimmer um sie aufzuhängen.
Ein Schritt auf den Badezimmerteppich …. und meine Socken sind platschnass. Offenbar war die Giesskanne doch ziemlich voll.
Zumindest am Anfang.

Ich kann Junior nicht mal sauer sein. Er versucht ja nur uns nachzumachen – und schliesslich habe ich ja selbst die Giesskanne vergessen wegzustellen.