Selektive Suche / Wahrnehmung

So läuft’s.

googlevaccine

Frau: „Impfungen machen Autistisch.“

Mann: „Nun, ich habe hier eine Million Resultate, die sagen, sie machen es nicht …

.. und eine, die sagt, sie machen.“

Frau: „Ich wusste es!“

Das gif ist ein Ausschnitt aus Teil 3 der Serie: If google was a guy

 

Ausgelassen noch sein Nachtrag: „Nur weil ich HABE heisst das NICHT, dass das STIMMT!“

(der Typ würde ich auch nicht sein wollen).

Hier Teil 1 auf youtube

Informiert und immunisiert – Apotheker pro Impfen

Danke an die Seite für Impfen für diesen professionell überarbeiteten Beitrag! (Endlich einmal ein Blogeintrag mit wissenschaftlichen Fussnoten :-) )
proImpfen

Impfgegner argumentieren sehr häufig damit, dass Menschen mit einem höheren Bildungsgrad seltener sich und ihre Kinder impfen ließen.[1] „Wer weiß, impft nicht“ wird oft gesagt.[2]

In unserer Serie „Informiert und Immunisiert“ wollen wir Euch u.a. Menschen mit höherem Bildungsgrad als die Durchschnittsbevölkerung und ihre Einstellung zu Impfungen vorstellen. Eltern, die ihre Kinder impfen lassen, sind also mitnichten uninformiert oder ungebildet.

Heute stellen wir Euch die Apothekerin und Bloggerin Pharmama aus der Schweiz vor.

=== Beruflicher Werdegang ===
Pharmama wurde 1973 in der Schweiz geboren und wuchs dort auch auf. Nach dem Abschluss ihrer Schule in der nördlichen Schweiz, nahm sie ein Studium der Pharmazie auf und schloss dieses als eidg. dipl. Apothekerin so um die Jahrtausendwende ab. Seither arbeitet sie in einer öffentlichen Apotheke – in leitender Position. Pharmama ist seit 10 Jahren verheiratet und Mutter eines Kindes im Schulalter.[3]

=== www.pharmama.ch ===
Pharmama begann 2008 ein Blog zu betreiben, welches ihr unter https://pharmama.ch/ erreichen könnt. Hier bloggt sie über den Alltag eines Apothekers in Anekdoten und alles was sie so interessiert und ihren Lesern mitteilen möchte. Ihr Blog ist so erfolgreich, dass sogar ein Verlag an sie herantrat, um sie für ein Buch zu gewinnen.[4] Dem Kinderdok des Blogs „Kids and me 2.0“ hat’s jedenfalls gefallen[5] und uns auch.

=== Impfeinstellung ===
Pharmama hat sich in ihrem Blog auch zum Impfen geäußert.[6] Dank ihrer medizinischen Ausbildung erhielt Pharmama Einblick in die Folgen von Krankheiten – auf die Einzelperson und auf die Bevölkerung. Der Impfmüdigkeit und einer ‚zurück zu den natürlichen Wurzeln Bewegung‘ ist es anzurechnen, dass sie in ihrem Arbeitsalltag immer häufiger Kunden mit in Vergessenheit geratenen Erkrankungen zu sehen bekommt. Sie empfindet den Anblick eines an Keuchhusten leidenden Kleinkindes, das nach Atem ringt, als traurig, noch trauriger macht sie das Wissen um die Dauer des vermeidbaren Leidens.[7]

In einem Blog-Beitrag sagt Pharmama der Herdenimmunität adieu und erklärt, dass Impfungen ein Opfer ihres Erfolges sind.[8] Sie gibt zu Bedenken, dass Impfungen mehr als nur eine individuelle Entscheidung darstellen. Auch wenn die Krankheiten hierzulande möglicherweise recht gut zu behandeln sind (dank moderner Medizin und ausgebautem Gesundheitswesen), so reicht ein einzelner empfänglicher Überträger aus, um z.B. Masern in Gebiete zu tragen, die nicht den hervorragenden Standard der Industrienationen haben und können dort zu einem Ausbruchsgeschehen mit vielen Opfern führen.

Dass diese Bedenken berechtigt sind, sieht man an dem Masernausbruch 2009 in Bulgarien mit ca. 24.000 Erkrankten und 24 Todesfällen, der aus Hamburg importiert wurde.[9][10] Noch höhere Letalität findet sich beim Masernausbruch in Vietnam mit aktuell ca. 8.500 Erkrankten und knapp 120 Toten, zum Großteil Kindern.[11] Auch auf den Philippinen grassieren die Masern. In den ersten 6 Wochen starben 23 Menschen auf ca. 3.500 laborbestätigte Fälle.[12] Die aktuellen Zahlen dürften um ein Vielfaches höher sein. Die Philippinen drängen alle Bürger sich kostenfrei gegen Masern impfen zu lassen. Auch Vietnam bietet im Zuge des Ausbruchsgeschehen kostenfreie Impfungen für Kinder unter 6 Jahren an.[13] Diese Fall- und Opferzahlen könnten bei Überfüllung der Krankenhäuser im Rahmen von Epidemiegeschehen durchaus auch in Europa Realität werden, wenn die Herdenimmunität prävakzinale Prozentwerte erreicht. Wer das nicht glaubt, lasse bitte das EHEC-Ausbruchsgeschehen Revue passieren. Die Kapazitäten der Intensivstationen waren erschöpft.[14]

Pharmama kommt aus einer reisefreudigen Familie, ihr Blog belegt das sehr gut. Sie kann sich dieser Verantwortung auch für andere nicht entziehen, nicht für Mitbürger in Entwicklungsländern, nicht für nicht-impfbare Mitbürger der Industrienationen. Sie sagt:

„Ich will das für dich nicht. Und für mein Kind auch nicht – darum ist Junior geimpft. Darum bin ich geimpft.“[8]

In Anbetracht dieser Argumentation ist Pharmamas Empfehlung eindeutig:

„Und darum empfehle ich allen, sich zu impfen.“

So sieht’s aus. Wer weiß, impft!

Das Blog:
http://www.pharmama.ch/

Facebook-Fanpage ihres Blogs:
https://www.facebook.com/pages/Pharmama/123436366498

Quellen:
[1] Fritz Loindl, Vater von 5 ungeimpften Kindern und Elektronik und
Elektromaschinenbau-Meister: „Alle Eltern die ihre Kinder nicht impfen lassen, sind top informiert. Das ergab eine Studie an einer Neugeborenen-Abteilung in einer israelischen Klinik.“ (z.B. hier:https://www.youtube.com/watch?v=T67GSx3m2f8 Min 44:10)
[2] Fritz Roithinger, Landarbeiter und späterer Doktor der Medizin: „“Es gibt keine Entscheidung für das Impfen, denn Entscheidungen setzen Wissen voraus, und wer weiß, impft nicht!“ (z.B. hier: http://www.donotlink.com/eec)
[3] https://pharmama.ch/impressum/
[4] https://pharmama.ch/das-buch/
[5] http://kinderdoc.wordpress.com/2013/09/20/pille-heute-mal-in-grun/
[6] https://pharmama.ch/?s=Impfen&submit=Suchen
[7] Persönliche Kommunikation
[8] https://pharmama.ch/2012/06/25/tschuss-herdenimmunitat/
[9]http://www.psiram.com/ge/index.php/Masernausbrüche_an_Waldorfschulen#Deutschland_2
[10]http://scienceblogs.de/bloodnacid/2012/05/09/impft-eure-kinder-die-masern-sind-zuruck/
[11] https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=743000422400272&id=504832609550389
[12] http://nec.doh.gov.ph/images/MEASLES2014/
[13] http://www.vir.com.vn/news/en/society/vietnams-capital-offers-free-measles-vaccination-to-kids-aged-6-or-under.html
[14]http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/verdauung/ehec-epidemie-deutschland-infiziert-europa_aid_634154.html

zur Europäischen Impfwoche

… manche von Euch haben vielleicht schon gesehen, dass ich auf auf der Facebook Seite für Impfen präsent bin:

Aber speziell für Schweizer habe ich anlässlich der Europäischen Impfwoche etwas:

Die Seite www.meineimpfungen.ch

Gratis. Für Alle: Mediziner und Laien. Nach der Registrierung kann man am Computer oder Mobiltelefon (App myViavac (in itunes-store oder google play) die eigenen Impfungen nachführen.

Vorteile:

  • Impfausweis muss nicht mehr gesucht werden
  • Daten sind ständig abrufbar auch aus dem Ausland
  • Das Programm hilft unvollständige Impfungen zu identifizieren, einschliesslich auf Grund von Risikofaktoren oder persönlicher Wahl empfohlener oder kontraindizierter Impfungen.
  • eine Ampel zeigt an, ob die Impfungen noch auf dem neusten Stand sind
  • Fakultativ kostenloser Hinweis per SMS wenn Nachimpfung fällig wird – macht das 1 x pro Monat, bis Impfausweis aktualisert wird.

Eingaben sollen dabei von einer Gesundheitsfachperson bestätigt werden. Das können Ärzte oder Apotheker nachdem man ihnen Zugang gewährt hat (und das Impfbüchlein gezeigt hat). Der Benutzer kann einem Arzt oder Apotheker unbeschränkten oder auf 1 Monat beschränkten Zugang gewähren.

Es mag sein, dass die für den Service etwas verlangen, aber: Das Bundesamt für Gesundheit bietet allen interessierten Personen zwischen dem 22. und 27. April die kostenlose Erfassung ihres auf www.meineimpfungen.ch hochgeladenen Impfbüchleins an. Die Impfungen werden durch Medizin-/Pharmakologie-Studenten erfasst, überprüft und validiert.

Warum nicht homöopathisch Impfen?

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Auf den Text des angefügten Bildes, das mein Bruder in einer Apotheke in Arbon am Bodensee entdeckt hat, könnte man vieles Antworten……
Besonders schön hat dies mein Bruder formuliert: „Warum nicht gleich auch noch mit Feenstaub die Karmafrequenz ins Gleichgewicht bringen ?“

M.

Ein Oxymoron, ein Begriff, der sich selber widerspricht: homöopathisches Impfen.

Autsch.

Ich dachte eigentlich, dass es in der Homöopathie vor allem um die individuelle Behandlung von Krankheiten geht, indem man die Symptome genaustens analysiert und Stoffe zum geben sucht, die im Körper ähnliche Beschwerden verursachen (Simile-Prinzip). Schon dem widerspricht die Gabe vorher.

Es ist also keine Krankheitsbehandlung. Und es ist auch keine Impfung, denn es werden keine Antikörper gebildet und keine Immunantwort aufgebaut. Im „schlimmsten“ Fall und wenn das tatsächlich „funktioniert“ wie die Homöopathen das sagen, macht der Patient aber wegen der Erstverschlechterung vielleicht sogar noch die Krankheitssymptome … und das ohne Effekt nachher.

Gut, hier geht es „nur“ um die Grippeimpfung (nicht, dass die Grippe ganz so ungefährlich wäre) und es wird „nur“ eine Alternative angeboten, für diejenigen, die nicht impfen möchten und trotzdem vorbereitet sein wollen. Wir haben hier ja doch – wenn es dazu kommt – ein ziemlich funktionierendes Gesundheitssystem und vorhandene Medikamente zur Behandlung. So ein Schild in einem Drittweltland (und für eine andere Krankheit) wäre ein Grund für eine Anzeige. Und selbst bei uns ist (so ich weiss) die Formulierung „homöopathische Impfung“ als Werbung für ein Produkt verboten, da das impliziert, es handle sich um etwas wirksames / getestetes. Wie die richtige Impfung.

Schluck! Impfung

Mann in der Apotheke: „Ich muss Vivotif nehmen. Jetzt habe ich versehentlich die mitteler Kapsel am ersten Tag genommen – ist das schlimm?“

Pharmama: „Nein, da ist in allen dasselbe drin. Kein Problem.“

vivotifkarte

 

Vivotif ist die Schluckimpfung gegen Typhus. Eigentlich eine Seltenheit: eine Schluck-Impfung. Sie kommt in 3 Dosen – und einem Info-Blatt, weil es wichtig ist, die richtig zu nehmen (das Info Blatt sieht ähnlich aus wie das oben, nur bei uns in deutsch/französisch/italienisch). Nämlich: 1 Stunde VOR dem Essen. Unzerkaut und ungeöffnet. 1 Kapsel am ersten Tag, 1 Kapsel am 3. Tag und 1 Kapsel am 5. Tag.

Aber welche Kapsel aus der Packung man wann nimmt … das ist Wurst.

Flu shots

irish-flu-shots

Quelle

Shots – kein „Schuss“ sondern entweder eine Impfung – oder ein kleines Glas hochprozentiges. Ob das allerdings wirklich gegen die Grippe hilft ist zu bezweifeln :-)

Apropos Grippe – sieht so aus, als ob wir dieses Jahr tatsächlich eine richtige Grippewelle bekommen. Sagt zumindest Google Grippe-Trends. Letztes Jahr war das kleine Höcker rechts unten … und auch die Jahre vorher hatten wir weniger Aktivität. Bis auf 2009 – und damals hatten wir die Schweinegrippe.

Grippewelle13

Übrigens: die Grippeimpfung ist (wieder) erhältlich. Es ist zwar etwas spät, aber man kann noch impfen – und sie empfehlen sie auch für Risikogruppen.