Geduldprobe mit Gratistasche

Drogistin: Oh, sie haben für über 30 Franken Kosmetikprodukte eingekauft. Da gibt es, wenn sie möchten eine hübsche Tasche gratis dazu.“
Kundin: „Was für eine Tasche?“
Drogistin (hält Tasche hoch) „Diese hier, ziemlich gross und stylisch …“
Kundin: „Oh, die ist hübsch, nicht wahr?“
Drogistin: „Ja, das ist sie. Hätten sie gerne eine?“
Kundin: „Wie viel kostet sie?“
Drogistin:Normalerweise 15 Franken, aber für sie ist sie gratis, weil sie für mehr als 30 Franken eingekauft haben.“
Kundin: „Oh, ich würde keine 15 Franken dafür zahlen.“
Drogistin: „Sie müssen nicht zahlen.“
Kundin: „Warum nicht?“
(hinter ihr bildet sich eine kleine Schlange, also klingelt die Drogistin nach Unterstützung)
Drogistin: „weil es ein Geschenk ist.“
Kundin: „Warum haben sie geklingelt?“
Drogistin: „Weil da andere Kunden sind, die warten.“
Kundin: „Warten? Worauf?“
Drogistin: „Auf Bedienung und dass sie zahlen können. Möchten Sie nun ihre gratis Tasche oder nicht?“
Kundin: „Ich mag ihren Ton nicht, Fräulein!“
Drogistin: „Es tut mir leid. Wir sind im Moment ziemlich beschäftigt. Möchten sie die GRATIS Tasche?“
Kundin: „Oh, sie ist gratis?“

und so ging es noch ein paar Minuten weiter … ich hätte nicht soviel Geduld gehabt, glaube ich.

Tausendernötli

Ich glaube es existiert keine andere Währung mit einer Note mit derart hohem Wert. Nicht die Zahl drauf, sondern der monetäre Wert – die xmillionen Noten aus Zimbabwe ist ja nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt ist. Dagegen hat man mit 1000 Schweizer Franken mit einem Stückchen violettem Papier den Gegenwert von – etwa 290 Laib Brot oder 710 l Benzin oder 20 Pullovern …

Im normalen täglichen Leben braucht man so einen Tausender kaum. Natürlich, wenn man ein Auto kauft und bar zahlen will, oder vielleicht ein Velo, dann macht es Sinn so was mitzunehmen. Aber ich sehe so häufig vor allem ältere Menschen, die solche Noten im Portemonnaie (oder neudeutsch: Portmone) haben – und das finde ich einfach … unmöglich.

Ich selbst würde mich kaum getrauen mit soviel Geld auf die Strasse zu gehen … und es noch jedesmal wenn man Geld aus dem Portemonnaie nimmt zu zeigen. Und noch schlimmer finde ich die, die dann mit so einer Riesennote zahlen möchten!

Wieso? Na, ein durchschnittlicher Verkauf ist so um die 20 Franken. Das bedeutet, ich müsste auch etwa 980 Franken Rückgeld geben – und ehrlich: soviel habe ich nicht immer in der Kasse, v.a. wenn ich nachher in der Lage sein muss noch anderen Rückgeld zu geben.

„Sorry, das kann ich im Moment nicht annehmen. Gehen sie doch zur Bank zurück (von der sie den Tausender bekommen haben) und fragen sie nach handlicheren Noten.“

Merci!