Buchsichtung – auf dem Loch Ness

buchness

Hallo Pharmama Liebe Grüsse vom Loch Ness. Ich habe hier in Schottland eeeendlich etwas Zeit, dein Buch zu lesen und ich finde es toll! Die anderen Reisenden schauen manchmal etwas komisch, wenn ich laut auflache. Weiter so!

Danke Nadja! Ist zwar selber mitgebracht das Buch – aber mich freut es immer, mein Buch in „freier Wildbahn“ zu sehen … und zu hören, dass es gut ankommt!

Übrigens: wer nicht das Buch als „Hardware“ kaufen will – das gibt’s auch in elektronischer Form. Zum Beispiel für den kindle (aber auch für die anderen e-book-Reader).

The invisible library – Rezension

Wahrscheinlich hat mich die Beschreibung darauf gebracht, dieses Buch zu lesen:

Irene is a professional spy for the mysterious Library, which harvests fiction from different realities. And along with her enigmatic assistant Kai, she’s posted to an alternative London. Their mission – to retrieve a dangerous book. But when they arrive, it’s already been stolen. London’s underground factions seem prepared to fight to the very death to find her book.

Und darum geht’s in the invisible library von Genevieve Cogman:

Die unsichtbare Bibliothek ist ein Mysterium für sich – sie verbindet unzählige (Parallel-)Welten in den verschiedensten Entwicklungsstufen. Die Angestellten sammeln aus diesen Welten seltene Bücher … Irene ist eine langjährige Mitarbeiterin (wobei man in der Bibliothek selber ja nicht altert – nur ausserhalb) mit viel Hintergrundwissen und sie beherrscht die „Sprache“, faktisch eine Art Magie, mit dem man Dinge und Menschen beeinflussen kann – vorausgesetzt man kennt die richtigen Worte und ihre Aussprache. Im Hintergrund der verschlungenen Welt der Bibliothek selber herrschen Intrigen – so ist Irene nur etwas überrascht, dass ausgerechnet sie mit einem blutigen Anfänger mit Namen Kai in eine gefährliche (da vom Chaos infizierte) Welt geschickt wird um dort ein wichtiges Buch der Brüder Grimm zurückzuholen. Durch eine Tür der Bibliothek betritt sie ein Viktorianisches London, das im Dampfmaschinenalter stecken geblieben ist. (Steampunk! Zeppeline, mechanische Tausendfüssler). Detektivisch arbeitet sie sich auf der Suche nach dem verschwundenen Buch durch Begegnungen mit Vampiren, Feen und Drachen – die alle nicht ganz das sind, wie man sie sich hier in unserer Welt vorstellt. Ihr Gegenspieler ist ein uralter ehemaliger Angestellter der Bibliothek, mit mehr Wissen und einer bösartigen und grausamen Zielstrebigkeit. Wer wird das Buch zuerst in die Hände bekommen? Und weshalb ist das überhaupt so wichtig?

Durchwegs kurzweiliger Lesespass – und man merkt, dass die Ideen noch weit ausbaubar sind – kein Wunder sind noch 2 weitere Bücher geplant.

Das Buch ist in englisch, ab Dezember ist aber eine deutsche Übersetzung erhältlich.

Fundstück – mein Buch bei Bookcrossing

pilleingruenbuch neue Rezension für „Haben Sie diese Pille auch in grün?“ – gefunden auf bookcrossing.com

Von Pharmama habe ich schon einiges in ihrem Blog gelesen und darum habe ich mich auch auf dieses Buch gefreut. Ich finde das Buch sehr gelungen und es beschreibt ausgezeichnet die vielen alltäglichen Erlebnisse in der Apotheke und ich habe meinen Arbeitsalltag in jeder Zeile wiedergefunden. Es gab nichts, das ich nicht selbst in verschiedensten Variationen schon erlebt habe und jede Geschichte könnte ich mit eigenen Erfahrungen seitenlang ergänzen. Wer glaubt, dass es sich bei den Episoden um seltene Ereignisse handelt, dem sei heftigst widersprochen. Ich würde gerne jedem dieses Buch in die Hand drücken, der Apotheker abschätzig als „akademische Schachterlverkäufer“ bezeichnet und Pharmazie-Studienten sei dieses Buch ebenso ans Herz gelegt, wenn sie den Weg in die Apotheke einschlagen wollen. Aber es ist sicher auch für fachferne Leser erheiternd und kurzweilig, diesen Blick hinter die Kulissen einer Apotheke gemeinsam mit Pharmama zu beschreiten.

Gefällt mir! Danke sehr. (Worauf wartet ihr? ausser bei bookcrossing gibt’s das Buch beim lokalen Buchhändler und bei Amazon und co.)

Das 6 Mio-Gewinnspiel (mit Haken)

gewinnspielbuch 6 Millionen Besucher zählt der Blog seit ich hier auf WordPress bin. Das soll gefeiert werden! Zu diesem Anlass verlose ich 10 von meinen Büchern Einmal täglich Um ein Buch zu ergattern müsst ihr mir nur einen Kommentar hier unter diesem Post auf dem Blog hinterlassen … und (jetzt kommt der Haken!) darin erwähnen, wo ihr eine Rezension darüber schreiben werdet. Eigener Blog, Amazon und Facebook sind die Varianten. Für jedes dieser Kanäle verlose ich je 3 Bücher – und eines zusätzlich, ohne zu schauen, wo. Teilnehmen (und kommentieren) kann man bis am Mittwoch 17.6.2015 (in 2 Wochen). Mehrfachkommentare sind nicht erlaubt, auch nicht mit mehreren Namen – wenn so etwas auffällt, wird die Person disqualifiziert. Dann wird ausgelost und die Gewinner direkt benachrichtigt. Bitte schaut, dass Ihr eine email-Adresse angebt unter der Ihr erreichbar seid. Bei nicht-erreichen eines Gewinners innert 3 Tagen geht das Buch weiter an den nächsten, den ich ziehe. Die Bücher werden per Post verschickt. Mitmachen können alle Leser aus der Schweiz, Deutschland und Österreich. Eure Namen, email-Adressen etc. werden nicht veröffentlicht oder weitergegeben. Eine Barauszahlung des Gewinnes ist nicht möglich. Viel Glück!

Sphere – Rezension

Michael Crichton wird den meisten ein Begriff sein – er ist derjenige, der auch Jurassic Park geschrieben hat. Das ist auch so ein Fall, wo ich das Buch besser finde als den Film, der danach gemacht wurde – oder besser Filme (Mehrzahl) – diesen Sommer kommt ja schon Numero 4). Mit seinen Büchern bringt er der breiten Masse Auszüge aus der Wissenschaft bei – nicht immer hundert Prozent korrekt, aber doch zumindest verständlich und populär. In Jurassic Park ging es um Dinosaurier und das Klonen von DNA und in Sphere um den Aufenthalt in der Tiefsee um den Kontakt mit Ausserirdischen, etwas Psychologie – vor allem das Verhalten bei Angst und Zeitreisen.

Das Buch beginnt damit, wie Norman, ein Psychologe und Spezialist für Trauma nach grossen Unglücken zu einer entlegenen Stelle mitten im Meer gebracht wird, die er erst für eine Absturzstelle eines Flugzeuges hält … womit er nicht ganz falsch liegt. Nur handelt es sich dabei um ein Fluggerät mit Technologie, die bis dato unbekannt ist und die unter einer meterdicken Korallenschicht in 1000 Fuss Tiefe liegt, was suggeriert, dass der Absturz wohl schon vor über 300 Jahren passiert ist.

Norman sieht sich mit seiner Vergangenheit konfrontiert, als er für den amerikanischen Staat einen Bericht und Empfehlungen verfasst hat, wie man beim Kontakt mit Ausserirdischen am besten vorgeht – vor allem im Wissen darin, dass das eventuell Angst-gefühle in der Bevölkerung auslösen könnte. Dafür hat er ein Team zusammengestellt, das er nun, Jahre später, genau so vorfindet. Es sind dies er selber, der brilliante schwarze Mathematiker Harry, Astrophysiker Ted und die Meeresbiologin Beth. Geleitet wird die Expedition von U.S. Navy Capt. Barnes.

Nach einem kurzen Briefing geht es auch schon in die Tiefe, wo Taucher schon 2 Unterkünfte errichtet haben – eine für die Arbeitscrew, die den Weg zum Schiff freigemacht hat und eine für sie. Wegen der grossen Tiefe wird die Station mit einem speziellen Gasgemisch betrieben (hauptsächlich Helium, nur 2% Sauerstoff). Schon kurz nach ihrer Ankunft, werden die anderen bis auf eine Mini-Crew an die Oberfläche zurück gezogen, da ein Sturm naht. Allzu lange wollen auch sie eigentlich nicht unten bleiben, aber dann … überschlagen sich die Ereignisse. Als erstes entdecken sie, dass das Raumschiff amerikanischen Ursprungs ist und aus der Zukunft stammt. Und dass es etwas mitgebracht hat, das wohl ausserirdisch ist. Eine Kugel, fremdartig und geschlossen,

Der Sturm schneidet ihnen schliesslich den Kontakt zur Oberfläche ab. Harry gelingt es irgendwie in die Kugel herein und wieder heraus zu kommen … nur weiss er danach nichts mehr davon. Dann fangen die wirklich seltsamen Geschehnisse an: Über das Computer-Bordsystem der Station meldet sich „Jerry“ – hat das Raumschiff doch einen Ausserirdischen mitgenommen? Ist Jerry freundlich oder feindlich – oder kann man ihn einfach nicht mit menschlichen Massstäben messen? Was ist mit der Umgebung der Station los – woher kommen auf einmal diese Tintenfische, Shrimps, Quallen … und der Riesenkalamar, der die Station bedroht?

Das Buch zeigt die Interaktionen zwischen den Protagonisten sehr schön – viel besser als der Film, wo der Riesenkalamar die „psychologische Schau“ klaut. Natürlich wird da auch mit Vorurteilen gespielt: das arrogante schwarze Genie, an das sich dann in der Not alle wenden, der etwas hilflose Psychologe, der versucht alles zusammen zu halten, die Frau, die sich diskriminiert vorkommt, die Konkurrenz zwischen den Männern …

Ich fand das Buch sehr gut – es wurde zwar in Vor-Handy-Zeit geschrieben, (1987 veröffentlicht) aber es funktioniert heute noch genau wie damals. Das mag auch viel an der Location liegen: unter Wasser und abgetrennt von der Unterstützung oben, haben sie auch nur sehr wenig Computerpower, keine Möglichkeiten nachzuforschen über die dort vorhandenen Ressourcen.. Sie werden zurückgeworfen auf sich selber … und genau darum geht es in dem Buch.

Ohne es zu verraten: das Ende ist ein bisschen … abrupt. Nicht schlecht, auch wenn es Leute gibt, die darüber enttäuscht sind. Für mich war es okay, auch wenn ich mir nicht sicher bin, dass das bei allen geklappt hätte :-)