Die Assura ist eine der Krankenkassen in der Schweiz. In Prämienvergleichen z.B. mit der Comparis, schneidet sie immer gut ab. Sie hat allerdings einen Haken, den offensichtlich einige Leute, die zu ihr wechseln übersehen.
Ich weiss nicht, ob es in den Vertragsbedingungen im Kleingeschriebenen steht oder was. Ganz sicher aber deuten sie in ihrer Werbung (von der wir auch welche im Briefkasten hatten) nicht darauf hin.
Es ist nämlich so, dass die Assura als eine der ganz wenigen Krankenkassen keinen Vertrag mit den Apothekern abgeschlossen hat. In dem Vertrag (im Moment aktuell die LOA III) steht auch darin, dass der Kunde die Wahl hat, ob er die bezogenen Medikamente in der Apotheke selbst bezahlen will (tiers garant genannt), oder ob er die Abrechnung an die Krankenkasse den Apothekern überlässt (tiers payant).
Ein Assura Kunde MUSS also immer in der Apotheke bezahlen und die Belege der Krankenkasse selbst einschicken (am besten gesammelt, Danke schön).
Wenn Sie mehr oder weniger gesund sind und nicht viel brauchen: kein Problem. Wenn Sie aber auf einmal krank werden und z.B. echt teure Medikamente gegen eine Virusinfektion oder eine Krebserkrankung brauchen … dann hoffe ich für Sie, dass Sie genug Geld auf der Bank haben, um die Zeit zu überbrücken, die zwischen dem Zahlen der Medis in der Apotheke und der Rückzahlung durch die Krankenkasse vergeht. Das kann ein paar Monate dauern. Ich kenne solche Fälle.
Aber es müssen nicht nur die Extremfälle sein. Auch wenn Sie nur regelmässig Blutdruckmedikamente oder Asthmamittel beziehen … es ist ein Mehraufwand. Es ist Arbeit. Es ist das, was wir in der Apotheke normalerweise für sie erledigen.
Und ich wünschte, die Kunden würden das vorher merken und dann nicht den Frust an uns auslassen.
Ich kann nichts dafür.
Ehrlich.



