Anbei noch mehr norwegische Museumsapotheke. :-) Diese hier ist im Freilichtmuseum Maihaugen in Lillehammer, welches recht gross ist. Leider war sie geschlossen, der Innenraum sieht nämlich recht nett aus.
Schlagwort: Apotheke
Norsk Farmasihistorisk Museum, Oslo, Norwegen
Im Norsk Folkemuseum – Norwegisches Volksmuseum, das ist die Oslo-Freilichtmuseum-Variante des Ballenbergs – gibt es das Norsk Farmasihistorisk Museum
(http://norskfolkemuseum.no/en/target-groups/About-the-Museum/The-Norwegian-Pharmacy-Museum/).
Das Norwegische Pharmaziehistorische Museum ist meines Wissen einige Zeit eine Sammlung der Uni gewesen, wurde aber dann ins Freilichtmuseum integriert. Das ganze befindet sich im Osloer Stadtteil Bygdøy auf einer Halbinsel gegenüber der Innenstadt, unweit von Wikingerschiff-, Fram-Marine- und Kontiki-Museum. Wer es richtig ausführlich anstellt, kann auf der Halbinsel den ganzen Tag verbringen.
Der Geisterausschlag – oder: ich sehe gar nichts …
mittel-alter Mann in der Apotheke: "Ich hatte vorgestern einen üblen Ausschlag am Bauch. Können sie mir sagen, was das war und woher das kommt?"
…
"Nein, jetzt habe ich nichts mehr. Gibt es etwas, was ich das nächste Mal dafür nehmen kann?"
Apotheken aus aller Welt, 374: Venedig, Italien
am Wochenende war ich in Venedig und habe drei Apotheken für Dich fotografiert
Danke Christine von christinasbabyblog.wordpress.com –
Ich glaube ich muss unbedingt mal wieder auf Venedig – die Apotheken sehen dort super aus :-)
Pet Peeves – Dauerrezepte für Benzodiazepine
Das ist ein Unsinn, den es so zumindest in Deutschland nicht gibt: Dauerrezepte für Benzos. Benzodiazepine haben sicher ihre Berechtigung, aber wenn ich so was sehe, dann nerve ich mich:
Zur Erinnerung. Bei Seresta steht im Arzneimittelbuch und in der Packungsbeilage folgende Einsatzgebiete:
Symptomatische Behandlung von Spannungs-, Erregungs- und Angstzuständen. Zusatzbehandlung von Angstzuständen bei Depressionen.
Kurzzeitbehandlung von angst- und spannungsbedingten Schlafstörungen.
Seresta/Seresta forte ist bei Alkoholikern zur Behandlung von akuten Entzugserscheinungen wie Tremor und Angstzuständen geeignet.
und unter Dauer der Anwendung:
Die Behandlungsdauer ist so kurz als möglich zu wählen und sollte im Allgemeinen einen Zeitraum von 2–3 Monaten nicht überschreiten.
Im Falle einer Langzeittherapie sollte regelmässig die Notwendigkeit einer Weiterführung der Behandlung abgeklärt werden.
Es ist ein hochgradig abhängig machendes Beruhigungs- und Schlafmittel. Der Arzt verschreibt ihr das schon seit langem so. Am liebsten hätte er ja Jahresrezepte ausgestellt – das zumindest hat er eingestellt, nachdem ich ihm einmal mitgeteilt habe, dass das für Bezodiazepine – die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen – nicht geht. 6 Monate ist das Maximum dafür.
Die Patientin ist ein herziges älteres Fraueli, der ich nicht wirklich einen Vorwurf machen kann und will. Sie ist ganz sicher nicht Alkoholikerin. Und ich halte ihr sehr zugute, dass sie zumindest bisher nicht angefangen hat eigenständig die Dosierung zu steigern.
Trotzdem: an dem Rezept ist in meinen Augen so einiges nicht okay:
Ein Kardiologe verschreibt also Schlafmittel. Regelmässig. Behandlungsgrund: Krankheit (heisst was genau?). Zu nehmen bis auf weiteres … Nö, ein Abbau ist da nicht geplant. Wieso auch? Geht ihr ja gut mit, oder?
Grummel.
In Griechenland möchte ich jetzt nicht Patient sein
Früher hörten wir noch gelegentlich von Ferien-Rückkehren, die stolz davon berichtet haben, wie sie ihre Medikamente in Apotheken in Ausland viel günstiger bekommen haben – Schnäppchen halt, verglichen mit den Preisen hier.
Heute hört man davon weniger, ein Grund mag auch sein, was da in den Ländern, wo man gerne hinging und es günstig war so abgeht.
Griechenland zum Beispiel.
Die Apotheken haben dort schon eine Zeitlang zu kämpfen – hauptsächlich deshalb, weil die Krankenkassen und Versicherungen nicht bezahlt haben. Da sind noch Millionen an Rechnungen offen. Deshalb haben die meisten Apotheken inzwischen gezwungenermassen (wenn sie nicht ganz zumachen wollten) damit angefangen Medikamente nur noch gegen direkte Bezahlung abzugeben – egal ob die Person versichert ist, oder nicht. Denn ohne Geld können auch sie keine Löhne oder Mieten zahlen – und auch keine neue Medikamente einkaufen.
Nun aber hat man zunehmend das Problem, dass eine Menge Medikamente einfach nicht mehr erhältlich sind.
Etwa 300 Medikamente sind betroffen, inklusive Krebsmedikamente. Medikamente gegen Arthritis, Hepatitis C, Bluthochdruck, Cholesterin, Antipsychotika, Antibiotika, Anästhetika etc.
Patienten laufen von Apotheke zu Apotheke auf der Suche nach den benötigten Medikamenten.
Und weshalb der Mangel?
Einerseits haben viele Spitäler offene Rechnungen bei den Pharmafirmen (auch hier geht es um Millionen bis Milliarden) – und da die Pharmafirmen nicht immer Medikamente für lau liefern können hiess es irgendwann auch da: gar keine Lieferung bevor die bisherigen Schulden nicht bezahlt sind.
Und dann geht das Gerücht, dass einige Pharmafirmen deshalb nicht mehr liefern, weil ihre Medikamente gar nicht im Handel landen, sondern – weil sie in Griechenland so viel günstiger sind – vorher von Medikamentengrosshändlern und eventuell sogar geschäftstüchtigen Apothekern abgezweigt, gewinnbringend in andere Ländern (wo sie teurer sind) reimportiert und dann dort verkauft werden.
Günstige Medikamente sind was schönes, nicht? Aber überhaupt Medikamente zu haben ist noch viel schöner. Das merken jetzt leider auch die Griechen.









