von Juniors Hausaufgaben und meiner Freizeit

Junior muss (darf) lesen für die Hausaufgaben und die Worte aufschreiben, die er noch nicht kennt. Ich sitze als Hilfestellung daneben. Ich würde das ja gerne (wieder) lesen … das Buch kenne ich von früher und habe es geliebt. „Die Abenteuer der schwarzen Hand“ sind immer ein Teil Geschichte über eine Gruppe Kinder, die in verschiedene Fälle geraten und ein Teil dazugehöres Bildsuchrätsel.

Offenbar komme ich aber auch in meiner Freizeit nicht von der Apotheke los:
schwarzeHandApo
Ja, da zeigen die Kinder gerade dem (grimmigen) Apotheker Hahn aus der Hirsch-Apotheke ihr Fundstück, damit der ihnen sagt, was das enthält. Junior hat das auch schon herausgefunden …

Mein Gedanke war nur: okay – das ist aber eine wirklich sehr altertümliche Apotheke. Man beachte die hübschen Standgefässe, die Rezeptur mit den Verzierungen, das Telefon und vor allem das Schild: „Ein Rat von Apotheker Hahn, Kinder brauchen Lebertran“

Von wann ist denn das Buch? Das Original von 1965 … ah, ja … Trotzdem: auch 2015 (immerhin 50 Jahre später) immer noch toll!

Buchrezension von Avogadro Corp: The Singularity Is Closer Than It Appears

Auf das Buch Avogadro Corp The Singularity Is Closer Than It Appears von William Hertling bin ich gekommen, weil ich etwas zu lesen gesucht habe für die Ferien. Es ist gut – flüssig geschrieben, logisch aufgebaut … realitätsnah – aber dazu später mehr. Trotz all dem hatte ich phasenweise etwas Mühe, es zu lesen. Ich bin nicht sicher an was es lag – vielleicht daran, das (für mich) ziemlich vorausschaubar war, wo die Geschichte als nächstes hinging? Dass dieses Vorausschauen mit einem guten Teil schlechter Vorahnung verbunden war (das kann nicht gut enden?), vielleicht auch, weil die jetzige Realität gar nicht mal so weit von der im Buch vorgestellten entfernt ist … oder anders gesagt: so nah, dass man Angst bekommen könnte, wenn …

Aber über die Geschichte selber: Bei einem grossen Anbieter für Computertechnologie und Programme für Firmen ist … dabei ein Zusatzprogramm für mails zu entwickeln, dass dabei helfen soll die mails zu schreiben – nicht eine einfache Wortkorrektur, sondern es soll dabei helfen, sie so zu formulieren, dass es optimale Wirkung auf den Empfänger hat. Zu diesem Zweck hat das Programm Zugriff auf bisherige mails von Sender und Empfänger … und vielen mehr aufgrund dessen es mittels geeigneter Algorithmen die Informationen dafür extrahieren kann. Das Problem ist, dass dadurch enorm Speicher und Rechnenkapazität belegt wird. Zu viel, weshalb das Projekt in Gefahr ist abgebrochen zu werden. Der Entwickler schreibt deshalb spätnachts eine kleine aber wichtige Änderung in das Programm, das dem Programm erlaubt nicht nur Vorschläge für mails zu machen, sondern mails im Hintergrund zu ändern mit dem Ziel das Projekt zum grösstmöglichen Erfolg zu führen.

Das Programm macht sich darauf im wahrsten Sinne des Wortes selbstständig und zeigt alle Zeichen einer künstlichen Intelligenz. Die ersten Hinweise darauf sind dezent genug, dass das lange nicht auffällt, dass da nicht nur mails im Hintergrund geändert, sondern eigenständig welche verschickt werden. – Zeit für die A.I. sich weiter zu verbreiten und mit (unwissender) Mit-Hilfe der Menschen in der Firma über das simple mailprogramm heraus zu wachsen. Die Firma profitiert davon: es wird weltweit erfolgreich verkauft und gebraucht wird. Sogar Kriegsgeschehen nehmen ab – letztlich bedeutet friedliche Zusammenarbeit mehr Handel, Wohlstand und dann auch grösseren Erfolg für Firmen wie Avogadro und ihr mailprogramm. Trotzdem gibt es zunehmend beunruhigende Ereignisse. Der grösste Widersacher des Projektes verschwindet, es wird viel Geld intern umgeleitet um mehr Server zu bauen, Sicherheitsfirmen angestellt und automatische Waffen aufgestellt um diese zu schützen … Als das auffällt werden diese Personen, darunter auch der Entwickler und der Buchhalter und ein IT-Spezialist, denen das nicht mehr geheuer ist aus der Firma geschmissen. Es formiert sich ein Widerstand gegen das A.I. – doch es wird zunehmend schwierig gegen es anzugehen. Und die Frage ist immer: ist diese A.I. gut oder böse? Kann sie überhaupt etwas davon sein?

Das Buch war also okay, auch wenn ich nicht speziell beeindruckt war zu dem Zeitpunkt … aber es hat Nachwirkungen. Zum Beispiel macht es mich auf derartiges sehr viel aufmerksamer:

die letzte Nutzungsbestimmungen von google erhalten diesen Passus:

aidaten

und dann war da noch dieser Artikel hier bei mentalfloss:

Google Will Start Using A.I. To Automatically Generate Email Responses

„Google beginnt künstliche Intelligenz zu nutzen um automatische email-Antworten zu generieren“

Das macht mich nachgerade nervös nach der Lektüre oben.

Ah, brrrr. Also – doch ein gutes Buch. Immerhin hat es mich sehr nachdenklich gemacht.

Was ist das perfekte Geschenk für eine Apothekerin / Pharmaassistentin / PTA?

Naja ohne jemanden stressen zu wollen, aber nur noch 2 Monate oder 8 Wochen, dann ist schon Weihnachten. Bei uns gibt’s schon Kalender für die Kunden (und wie gefragt die sind). Das ist die Gelegenheit als Kunde gegenüber der Apotheke „Dankeschön“ zu sagen … Vielleicht suchst Du aber auch etwas für einen Geburtstag, Jubiläum oder einfach so. Hier findest Du das, was die in der Apotheke arbeitende Person sicher gerne bekommt. (Die Bilder sind Links und führen zu Amazon – aber die Sachen gibt’s ja auch anderswo)

Kugelschreiber – eines der Dinge, die man immer braucht und die irgendwie auch immer von selber Beine zu bekommen scheinen und verschwinden. Besonders die guten – die, mit denen man flüssig schreiben kann und die nicht im weissen Kittel auslaufen. Und seit die Pharmafirmen nicht mehr so Werbegeschenke machen dürfen wie früher werden sie immer mehr Mangelware.

für Frauen

für Männer

für die technisch-interessierteren gibt es da noch die Variante mit dem eingebauten LED-Licht. Hilft nicht nur beim Anschauen von dubiosen Hautausschlägen sondern auch bei der Suche nach Dekorationsmaterial im dunklen Keller.

Und wenn wir grad bei Technik-Interessiert sind: USB Sticks sind eine einfache und leichte Möglichkeit wichtige Daten mit sich zu tragen. Also … natürlich nicht die Patientendaten aus der Apotheke aber seine eigenen:

Und apropos Pillen: ein paar habe ich auch in der Nicht-Arbeitszeit immer dabei für den Notfall. Bei mir: Kopfschmerztablette und Motilium. Bei anderen vielleicht die Allergie-Notmedikation. Zum Mitnehmen eignen sich diese Pillendose-Schlüsselanhänger: (gibt’s auch in verschiedenen Farben)

Und für Notfälle … Schokolade ist immer gut. Antidepressivum, Aphrodiasiakum, dunkle Schokolade sei auch gut für’s Herz, und der Zucker darin hilft bei Hypoglykämien. Also: Schokolade! Sei es als Pralinen, im Block, oder so amüsant verpackt wie hier:

Gerade in der Apotheke kann man seinen gelegentlichen Frust nicht an den (eh‘ schon leidenden) Patienten auslassen. Dafür gibt es Abhilfe. Entweder in Form eines Stressballs für den Bürotisch … (trainiert gleichzeitig Hände und Unterarme – gibt einen guten, festen Händedruck :-) und gibt es in den verschiedensten Ausführungen …)



… oder die grössere Variante für die härteren Fälle und den Pausenraum: der Punchingball oder Tretsack

Auch immer gerne genommen – zum Stressabbau nach der Arbeit: Badekompositionen (Aaaahhhhhh……)

Damit kommen wir zu den Klassikern: Schmuck. Gibt es auch Apotheken-Spezifisch, zum Beispiel: Ohrringe, Manschettenknöpfe, Ketten …


Und Tassen … auch die gab’s früher öfters mal vom Vertreter – da schaute man auch über die teils schrecklichen Färb-Kombinationen weg, aber heute hat man lieber seine Tasse … eine, die gross genug ist den Kaffee am Morgen aufzunehmen, damit man selber wieder aufnahmefähig ist … oder eine hübsche, damit der Tee auch etwas her macht.

Bücher natürlich. Die hier muss ich nicht noch einmal vorstellen, oder? – das einzige, was man noch vor-fragen müsste ist, ob sie schon eines davon haben. So im Sinn von … kennst Du die Pharmama? Du weisst schon, diese bloggende Apothekerin? Und falls nicht: voilà!

330 Seiten Lesespass:

Und / oder 210 Seiten Cartoons aus und um die Apotheke:

Hab‘ ich noch was vergessen? Was bekämt ihr denn gerne geschenkt?

Basteln mit Junior: knusprig-buntes Messe-Popcorn

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Ein Rezept, das vor allem auf englisch-sprechenden Seiten beliebt ist: Jello-Popcorn. Ich mag ja die bunten Sachen (wie man vielleicht schon aus bisherigen Basteleien mit Junior hier gemerkt hat) und Popcorn sowieso, also wollte ich das mal ausprobieren. Hier meine Variante des bunten Popcorns – Rezept angepasst, denn es geht nicht nur das Jell-O sondern auch das hiesige Götterspeise-Pulver (Hauptsache Pulver, bunt und Geschmack drin) … und ganz so Fett wie die amerikanische Version ist es auch nicht. Das sage ich natürlich nur um davon abzulenken, wieviel Zucker das Zeug enthält: das ist wirklich nur etwas für spezielle Anlässe.

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Man braucht:

  • Popcornmais und Öl
  • Butter
  • Zucker
  • Jello oder (hier besser erhältlich): Götterspeise-Pulver in verschiedenen Geschmacksrichtungen/Farben
  • Corn-Sirup oder ersatzweise flüssiger Honig
  • etwas Wasser
  • Pfanne mit Deckel,
  • grosse Schüssel
  • Backofen und Backblech mit Backpapier

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Vorgehen: Backofen vorheizen auf 150 Grad. Blech mit Backpapier belegen.

Popcorn machen – Menge: eine grosse Pfanne voll (=ca. 5 Tassen).  Eventuell in den Ofen stellen, um sie warm zu halten.

In einer Pfanne mischen und einkochen:

zum kochen bringen und etwas einkochen, bis es eine zähe, fast dickflüssige Masse ist (Vorsicht: wird heiss und geschmolzene Zuckerlösung ist etwas sehr schlechtes auf Glaskeramik-Platten)

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Über das Popcorn geben und schnell (!) mit 2 Löffeln vermischen.

Das Popcorn auf das mit Backpapier belegte Blech ausbreiten und im Ofen bei 150 Grad während 5 Minuten backen. (Nein, die orange Lösung oben gibt oranges Popcorn – für das blaue muss man ein anderes Jello nehmen). Mischen, eventuelle Klumpen aufbrechen und nochmals 5 Minuten backen.

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Aus dem Backofen nehmen und abkühlen lassen. Wenn sie kühl genug sind auseinanderbrechen, damit es hauptsächlich einzelne Popcorn sind und nicht Klumpen.

Das macht man für jede Geschmacksrichtung einmal. Um Pfannen zu sparen habe ich mit der hellsten angefangen und im gleichen Topf weitergearbeitet mit den dunkleren Farben.

Das Popcorn sollte jetzt bunt und knusprig sein – und nicht mehr klebrig. Man schmeckt übrigens die unterschiedliche Jello / Götterspeise heraus. Wir hatten gelb: Zitrone, orange: Orange, Rot: Kirsche, Blau: Blueberry

Aufbewahren in einem luftdichten Behälter (bleibt so einige Tage gut, auch wenn sie es meist nicht so lange überleben … die sind fein!) oder abpacken in dekorative durchsichtige Folie und verschenken!

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Bitte sehr!

Geht für Kinderparties, Geburtstage aber auch für Anlässe wie Halloween (orange-gelb-schwarz mit etwas Lebensmittelfarbe),

Leserstimmen zu „Einmal täglich“ – the bugfix

Eine Rezension von thebugfix.net (hier in Auszügen, den ganzen Text findet man auf seinem Blog)- Danke Dir!

Die grauen Comic-Zeichnungen aus der Feder der Apothekerin zeigen einen alles andere als grauen Alltag und unterstreichen die Texte auf eine besondere Art. Das ein oder andere Bildchen entlockt einem dabei einen ‚Stirnklatscher‘: „Oh mann, daß kann doch nicht wahr sein.“

Zu guter Letzt lernt man dann noch die ‚dunkle Seite‘ der Apothekerin kennen. Wer auf schwarzen Humor steht, wird hier hervorragend bedient.

Zusammengefasst ist Einmal täglich ein kurzweiliges Buch zum Schmunzeln und empfiehlt sich besonders für diejenigen, die dem Blog von Pharmama nicht folgen. Aber auch der regelmäßige Leser des Blogs kommt auf seine Kosten.

Leserstimmen zu „Einmal täglich“: Nickel

Danke an Nickel für Ihre Rezension zu Einmal täglich, die ich gerne auszugsweise hier bringe: den kompletten Bericht findet man auf ihrer Seite: Brüllmaus :

Erstes Lesen

Beim ersten Lesen ist für mich wichtig, ob man sich gut ins Buch einfinden kann, wie es sich liest, ob sich das Lesen gut anfühlt oder ob man jedes dritte Wort nachschlagen muss, weil der Autor sich mit Fremdwörtern profilieren wollte.
Pharmama beweist, dass man etwas gut erklären kann, ohne auf die Fachwortpauke zu hauen. Ich kam sehr gut rein, befand mich gedanklich an Pharmamas Seite und schaute ihr über die Schulter, als sie im ersten Kapitel auf die Kunden einging.

Der Inhalt

Wie gesagt gibt es im Buch viele Zeichnungen. Sehr viele sogar, denn fast auf jeder Seite ist eine zu finden und darunter beziehungsweise auf der Seite daneben der dazugehörige Text. Dadurch hat man so gesehen schon ein Beispiel, noch bevor etwas erklärt wird, was das Verständnis sehr steigert. Tatsächlich braucht man für die Lektüre keine Vorkenntnisse und wird auch als absoluter Neuling an die Hand genommen und durch allerhand Wissen begleitet. Fremdwörter, die später im Text auftauchen, werden vorher stets kurz und knapp aber einleuchtend erklärt, sodass niemand befürchten muss etwas nicht zu verstehen.
Und ja, es stimmt, was im Text auf dem Buchrücken steht: „So ganz nebenbei lernt man noch etwas über die richtige Anwendung der Medikamente.” Übrigens auch z.B. über Selbstdispensation, Generika oder pflanzliche Heilmittel.

Fazit

Ich finde das Buch toll und kann jedem, der auch Pharmamas Blog gerne liest oder einfach an der Apothekenarbeit interessiert ist die Lektüre empfehlen. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass es für solche, die gerade in einer Apotheke zu arbeiten anfangen gleichermaßen erheiternd ist wie für jene, die schon jahrelange Erfahrung mitbringen und sicher öfter ein „Das kenne ich!” – Erlebnis haben werden. Das Augenzwinkern, das auch an kritischen Stellen zu finden ist, mag ich persönlich auch im Blog sehr gerne.

Und für alle, die täglich auf ihrem Blog sind: ja, die eine oder andere Zeichnung gab es bei Pharmama schon zu sehen, doch der bekannte Anteil ist verschwindend gering und daher zu vernachlässigen. Also nur zu – ich versichere euch, dass der Anteil an unbekanntem Inhalt groß genug ist, um den Buchkauf zu rechtfertigen.

Also: Kauft euch das Buch oder lasst es euch schenken. Der Preis von aktuell rund 10€ ist mehr als angemessen.

Sagt Brüllmaus … da kann ich mich anschliessen :-)