Mini-Quiz

Nachdem er Jahre durch das Mikroskop auf Objektträger mit menschlichem Blut gestarrt hat, ist der Hämatologe erfreut gleich 5 verschiedene Leukozyten (weisse Blutzellen) in einer Reihe zu finden:

Der Hämatologe gibt Dir folgende Hinweise um sie zu identifizieren:

1. Der Lymphozyt ist direkt rechts neben dem Basophilen Granulozyten

2. Der Neutrophile Granulozyt ist direkt links neben dem Monozyten.

3. Der Eosinophile Granulozyt ist nicht neben dem Monozyten, Neutrophilen oder Basophilen

Kannst Du die weissen Zellen von rechts  nach links benennen?

Kein medizinisches Wissen nötig, nur Logik.

Rückrufaktion Rhinathiol Kindersirup

Frisch von der Presse:

Laut Fax der Firma Sanofi werden alle Chargen Rhinathiol Kindersirup ohne Zucker (der rosarote) per sofort zurückgerufen.

Das gilt für alle noch in der Apotheke oder beim Grosshändler befindlichen Flaschen als auch für die bei den Kunden zuhause!

Wenn Du noch eine solche Flasche zuhause hast (geschlossen oder angebraucht): bring sie in die Apotheke zurück. Dort bekommt man das Geld retour. Bin gespannt, wie das noch kommuniziert wird.

Als Grund geben sie einen Qualitätsmangel an: offenbar ist es vorgekommen, dass es Ausflockungen und Geschmacksveränderungen gab. Die Geschmacksveränderungen müssen sehr auffällig gewesen sein – es gab Reklamationen. Gefährlich sei das aber nicht – ausser dass einem eventuell schlecht werden könne wegen dem Geschmack.

Jedenfalls habe ich gleich nachdem ich den Fax um 5 Uhr bekommen habe allen, die seit Anfang Jahr den Rhinathiol Kindersirup auf Rezept hatten, angerufen und ihnen mitgeteilt, dass sie ihn zu uns zurückbringen mögen.

Chargenrückrufe sind nicht wirklich etwas ungewöhnliches. Es kommt gelegentlich mal vor, dass Qualitätsmängel festgestellt werden, oder Packungsbeilagen in der falschen Packung gelandet sind, oder der Verfall nicht so lange wie gedacht etc.

Die aktuellen für die Schweizer Medikamente findet man übrigens hier: http://www.pharmavista.net/  ganz links im Bild. Oder auf der Startseite der swissmedic.ch

Aufdringliche Kunden

Es ist wieder soweit, wir haben einen dieser …. aufdringlichen Kunden. Lange hatten wir relative Ruhe – damit scheint es jetzt aber vorbei zu sein.

Dieser Typ Kunde ist meist weiblich, älter, häufig alleine lebend (wobei hier die Ausnahmen die Regel bestätigen) und geht kaum aus dem Haus. Das machen sie damit wett, indem sie telefonieren – und zwar an die Ärzte, die Apotheke, die Spitex … vielleicht auch an Freunde und Verwandte, das weiss ich nicht, aber uns beehren sie dann täglich und oft noch mehrmals mit ihren Anrufen. Dass sie dabei unbedingt immer mit der Apothekerin reden will, verschärft das ganze noch.

So auch diese Kundin. Wir haben sie von einer Nachbarapotheke geerbt, wobei ich nicht weiss, ob ich da dankbar sein soll. Nach heute bin ich eher der Meinung, dass ich auf sie verzichten könnte.

12.45 Uhr. Telefon.  Frau: „Meine Nase läuft wie ein Wasserfall, aber ich bin gar nicht sehr erkältet, was könnte das sein? Haben sie da etwas dagegen? Könnten sie es vorbeibringen?“

Pharmama: „Ja kann ich, aber erst nach der Mittagspause.“

Langes Lamento darüber, dass sie jetzt leidet und unbedingt gerade sofort etwas braucht.

Pharmama: „Nein, es geht nicht. Wir kommen zwischen 2 und 3 Uhr vorbei, das ist der frühstmögliche Moment.“

13.30 Uhr Telefon: Frau: „Sie brauchen es doch nicht zu bringen. Ich habe noch etwas zuhause gefunden.“

14.15 Uhr Telefon:  Frau: „Die Nase läuft immer noch, ist aber besser. Was würden Sie denn empfehlen? Kann man das doch noch vorbeibringen?“ Nein, sonst braucht sie nichts. Ich mache sie darauf aufmerksam, dass morgen Samstag ist und da nichts gebracht werden kann.

16 Uhr der Lehrling bringt ihr das Medikament auf seiner Auslieferungstour vorbei. Sie drückt ihm das Geld in die Hand und zieht die Türe vor der Nase zu – ziemlich unhöflich ist der Tenor des Lehrlings.

16.45 Uhr Telefon: Frau: „Ich habe noch etwas vergessen! Und die Person, die das Medikament gebracht hat, war so schnell weg, dass ich nicht fragen konnte! Ich habe seit einer Woche so Bauchschmerzen und kann nicht richtig essen. Haben sie mir da etwas dagegen? Den Arzt habe ich auch schon gefragt, aber er wollte mir nichts aufschreiben … Nein, das habe ich schon, das wirkt nicht. … Nein, das habe ich auch schon mal probiert, da wird mir schlecht davon … Nein, ich habe auch nichts sonst zuhause – könnten sie es mir nicht bringen? Das ist ein Notfall! Ich leide! Was ‚Nein’ – wollen sie mich sterben lassen?“

…

Meine Ansicht nach ist schon, dass diese Leute ein Problem haben. Unter anderem viel zu viel Zeit sich mit sich selbst zu beschäftigen. Da wird jede Unannehmlichkeit oder Missempfindung zum richtigen Problem …. manchmal aufgebauscht, manchmal wirklich. Dazu kommt, dass sie wohl nicht viele Leute (und nicht viele Themen) haben, mit denen sie reden können, also machen sie das ausführlich über ihre Beschwerden mit dem Arzt und dem Apotheker.

Und ganz schlecht ist es, diese Personen zu fragen, ob sie Symptom XY haben. Wenn sie es vorher nicht hatten … jetzt (wo mans sagt) haben sie’s!

Zahnpasta: bitte nicht schlucken

Eine Frau ruft an, Verzweiflung in der Stimme und hat ein paar Fragen betreffend … Zahnpasta.

Sie sagt: „Mein Sohn hat etwas Zahnpasta geschluckt und ich habe auf der Tube gelesen, dass man es nicht schlucken soll!“

Apotheker: „Wie alt ist ihr Sohn denn?“

Frau: „43.“ (!)

Apotheker: „Und wie viel  Zahnpasta ist es gewesen?“

Frau: „Etwa die Menge die man so zum Zähneputzen braucht.“

Der Apotheker: „Ah, das ist wirklich kein Problem.“

…

Sie liess sich kaum beruhigen.

Nein, man sollte Zahnpasta nicht jedesmal runterschlucken, oder grosse Mengen davon essen – das ist keine gute Idee weil das Fluorid zwar auf den Zähnen gut ist, aber nicht für den Körper sonst… Aber einmal – und als Erwachsener? Nee.

Mehr trinken!

Gerade wenn es so heiss ist, wie in der letzten Zeit, ist es wichtig, genug zu trinken.

Das hört man immer wieder, nur … wieviel ist denn *genug*? 2-3 Liter pro Tag? Mehr?

Ich denke, man kann das nicht so pauschal sagen -das kommt auf die Umgebungs-Temperatur und auch die Bewegung, respektive den Schweissverlust an. Ausserdem nimmt man ja auch übers Essen einen Teil Flüssigkeit zu sich.

Genug ist, wenn man auf die Toilette geht und der Urin ist a) praktisch farblos und b) geruchlos  (-ok. ausser man hatte vorher Spargeln oder Kaffee). Wenn das beides so ist, ist es optimal.

… Und ich bin jetzt schuld, wenn im Sommer alle in ihre Toilettenschüssel starren…