Buch-Besprechungen

Das ist ja ein seltsames Gefühl, wenn man sein Buch auf Youtube sieht:

Ich hab' ein Kind, nicht zwei – aber okay: Detail.

Danke für die süsse Rezension – lustig jemandem zuzusehen, der (die) über mein "Geschreibsel" redet. Ich finde es auch immer spannend zu hören, *wo* man mein Buch denn so findet. Anscheinend ist es auch auf dem Flughafen in Zürich zu kaufen :-o

Grundtenor: "Es war wirklich okay – kann man nicht viel mehr dazu sagen, weil es anders ist als die anderen Bücher."

Hmmm – stimmt sicher, wenn das meiste, das sie liest in Form von Romanen oder Novellen ist.

Ihr Lieblingskapitel (das wicht.. äh …witzigste :-) ): Sex and More: Schwangerschaftstests …

Mehr über mein Buch hier. *klick*

So ein Saftladen?

Der Kunde packt mir die Biotta Balance Packung (gross und schwer) wortlos auf den Thresen.

Nun gut. Wenn er keinen Small-talk machen will und so offensichtlich weiss, was er will … zu dem muss ich auch nicht zwingend etwas fragen / sagen. Das ist eine Saftkur mit verschiedenen Frucht- und Gemüsesäften plus Tee.

Ich lese es ein und kassiere.

Es vergeht eine halbe Stunde, da steht er wieder da – bei meiner Drogisten-Kollegin, die sich anhört, was er zu sagen hat und ihm dann ebenfalls fast ohne Worte von hinten eine Packung von den Biotta Wellness holt, die inzwischen mit der Mittagslieferung gekommen sind. Die Packung, die er bei mir gekauft hat, lässt er da, packt sich die andere und geht.

Meine Kollegin schaut sich die Biotta Packung, die er gebracht hat, etwas unglücklich an.

„Was war das denn?“ frage ich, als er weg ist.

„Den hatte ich schon heute morgen. Als er mir die Balance Packung gebracht hat, habe ich ihn gefragt, ob das auch die richtige ist … die Balance gibt es ja noch nicht so lange wie die Wellness. Es stellte sich heraus, dass er die Wellness wollte – aber die war grad ausverkauft. Also habe ich ihm das gesagt und dass wir sie heute Nachmittag wieder bekommen.“

„Oh toll. Und dann kommt er zurück, nimmt sich selber wieder die Balance aus dem Regal und sagt zu mir kein Wort.“

Aber ich sollte es natürlich wissen.

Im übrigen hat er die Packung in der Zwischenzeit geöffnet – nein: aufgerissen. Super. Die können wir nicht mal mehr weiterverkaufen. Nur noch die Flaschen einzeln.

Sollte ich jetzt anfangen jeden zu fragen: „Sind Sie sicher, dass das das Richtige ist?“

ILMAC 2013 – ein Rückblick

Die 19. ILMAC  ist also auch wieder Geschichte – und Zeit für einen kleinen Rückblick.

4 Tage lang, vom Dienstag 24. bis Freitag 27. September war die Messe Basel Standort der wichtigsten Messe von Pharma- und Chemiebranche

Obwohl die Messe dieses Jahr weniger Besucher als 2010 zählte, waren die etwa 450 Aussteller laut Pressemitteilung dennoch zufrieden: die Qualität der Besucher sei sehr hochwertig gewesen – lies: viele kamen aus entscheidenenden Positionen. Das feststellen konnten die Aussteller nicht nur direkt an den Ständen, sondern auch anhand der Besucherbefragung, die auch dieses Mal sehr detailliert durchgeführt wurde. Ich hoffe nur, ich habe ihnen ihre Statistik nicht zu sehr durcheinander gebracht, als ich auch daran teilgenommen habe …

ilmac

Was offensichtlich ist, ist dass die Erweiterung der Fachbereiche um die Fokus-Themen Lebensmitteltechnologie und Pharmaverpackung neue Besuchergruppen anlockte. Gerade diese beiden Bereiche stehen in naher Zukunft vor grossen Herausforderungen, speziell wegen der neuen Vorschriften und Regulationen, denen sie sich stellen müssen: Stichwort: Hygienic Design bei der Lebensmitteltechnologie und Fälschungen bei den Pharmaverpackungen.

Ich denke, dass die Zielgruppe Pharma speziell an der Verpackungstechnologie viel lernen konnte. Für mich war interessant zu sehen, wie vernetzt die einzelnen Bereiche sind. Und auch innerhalb der Bereiche, wie das zusammenspielt, bis zum Beispiel ein Medikament in der Verpackung ist, was es da an Möglichkeiten gibt und nach was für neuen Vorschriften diese gestaltet sein sollen – und auch wie zerbrechliches sicher transportiert werden kann. Da die Stände dort in einer Art „Dorf“ zusammengefasst waren, war das ein sehr übersichtliches Zusammenspiel.

Lunch and Learn – die Infoveranstaltungen über Mittag kombiniert mit einem Stehimbiss war ein ziemlicher Publikumsmagnet – etwas, das sich sicher ausbauen liesse. Die Veranstaltung „Wider die Fälschung von Medikamenten“ war sehr gut besucht – und informativ. Man kann die Referate jetzt übrigens hier herunterladen, auch die vom „Hygienic Design in der Lebensmitteltechnologie“.

 

Die nächste ILMAC findet wieder in 3 Jahren statt und wird vom 20. Bis 23. September 2016 auch in der Messe Basel durchgeführt, wo sich meiner Meinung nach die neuen Hallen sehr bewährt haben.

Ich hoffe, dass man dann auch wieder so einfach via Online-Ticket und mit einem Code (dieses Jahr war der Prio-Code Blog-ILMAC2013) gratis zu einem Ticket kommt :-)

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Woher kommen unsere Medikamente? Am Beispiel Bacitracin

Bacitracin ist ein Antibiotikum – es wirkt vor allem gegen Grampositive Erreger wie Staphylokokken oder Enterokokken – die machen zum Beispiel Mittelohrentzündungen, Augeninfektionen und Nasennebenhöhlenentzündungen.

Es wird äusserlich und in Salbenform verwendet – innerlich ist es nephrotoxisch, also nierenschädigend.

Die meisten Quellen, die ich fand schreiben einfach, dass der Wirkstoff aus dem Erreger Bacillus subtilis extrahiert wird – das finde ich schon interessant genug: ein Mittel gegen Bakterien wird von anderen Bakterien hergestellt. Aber noch spannender ist die ganze Geschichte dahinter:

Es ist 1943 – der zweite Weltkrieg noch in vollem Gang … und deshalb sind auch viele Ärzte und andere Forscher auf der Suche nach neuen Antibiotika: um die paar wenigen, die man schon hat zu ergänzen. Andere suchten nach Möglichkeiten die Antibiotika wirksamer zu machen – zum Beispiel, indem man Probenecid dazu nahm. Das ist ein Mittel gegen Gicht, das die Ausscheidung von Harnsäure steigert … dabei aber die Ausscheidung anderer Mittel hemmt. So macht es zum Beispiel auch, dass das Penicillin via Niere nicht so rasch ausgeschieden wird – es wirkt länger. Man braucht weniger.

Im Juni 1943 also kam ein junges Mädchen in ein Spital in New York. Ihr Name würde schliesslich im Namen eines topischen Antibiotikums landen, das noch im 21. Jahrhundert in Gebrauch sein würde.

Es war Margaret Tracy, 7 Jahre alt. Sie wurde in den Notfall gebracht mit einem offenen Schienbeinbruch – wo sie von einem Auto angefahren worden war,

Die Verletzung war infiziert und eine Kultur der Bakterien wurde ins Labor geschickt.

Am nächsten Tag fand der Chef des Labors, Bakteriologin Balbina Johnson, dass die Staphylococcus Aureus, die sie noch am Tag zuvor in der Kultur mit dem Mikroskop nachgewiesen hatte … verschwunden war. Wieso?

Auf der Suche nach der Lösung fand sie zusammen mit dem Chirurgen Frank L. Meleney, dass der S. aureus von einer anderen Microbe gekillt wurde – Bacillus subtilis.

Man isolierte das Bakterium, züchtete es in verschiedenen Nährmedien und fand, dass es ein neues Antibiotikum produzierte. Erfreulicherweise war das isolierte Mittel nicht nur stark wirksam gegen verschiedene Bakterien, sondern ausserdem nicht toxisch auf den Menschen. Zumindest, wenn äusserlich angewendet.

Das Antibiotikum wurde dann Bacitracin genannt – als Kombination aus Bacillus und Tracy. Noch heute wird es verwendet.

Heute ist es leider wegen der Resistenzentwicklung nicht mehr so wirksam und es macht Allergien (was nicht?) – aber man findet es noch als Kombinationsprodukt. In Cicatrex – der einzigen Salbe mit Antibiotika, die in der Schweiz frei verkäuflich ist. In Bacimycin, Nebacetin und in der Augensalbe Neotracin – die wahrscheinlich noch einige Mütter und Väter hier kennen, da es noch gelegentlich bei Kindern eingesetzt wird. Das ist mir jetzt noch vom Namen her sympatisch – ist das Tracy doch auch da noch drin …

Quellen; https://files.nyu.edu/jmm257/public/other/bacitracin.html und http://en.wikipedia.org/wiki/Bacitracin

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