Darauf einen Pan Galactic Gargle Blaster!

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Keine Panik – aber heute ist der 25. Mai und damit Towel Day. Wer ihn verpasst hat (oder wer frustriert ist, weil er wie ich sein Handtuch nicht im Geschäft tragen konnte), dem empfehle ich seinen Frust in einem Pan Galactic Gargle Blaster (oder auch Donnergurgler) zu ertränken – ein Drink, dessen Effekt beschrieben wurde im Buch „Per Anhalter durch die Galaxis“: „Als werde einem mit einem riesigen Goldbarren, der in Zitronenscheiben gehüllt ist, das Gehirn aus dem Kopf gedroschen““.

Das Originalrezept ist etwas schwierig zu reproduzieren, liest es sich doch wie folgt:

  1. Saft von einer Flasche von diesem Ol’ Janx Spirit.
  2. Schütte dazu eine Einheit vom Wasser der Meeres von Santraginus (oh, dieses Santranginische Meerwasser! Oh, diese Santragianischen Fische!!)
  3. Lass 3 Würfel Acturanischen Mega-gin in die Mischung schmelzen (die müssen richtig geeist sein, sonst geht das Benzen verloren).
  4. Lass 4 Liter Fallianisches Moor-Gas durch alles blubbern, als Andenken an all die glücklichen Wanderer die in den Mooren von Fallia an Vergnügen gestorben sind.
  5. Über den Rücken eines Silberlöffels lass eine Einheit von Galactischem Hyperminze-Extrakt fliessen, erinnernd an all diese starken Gerüche der dunklen Qalactinischen Zonen, subtil, süss und mystisch.
  6. Lass einen Zahn einen Algolischen Sonnentigers hineinfallen. Sieh zu wie er sich auflöst und und dabei die Feuer der Angolanischen Sonne tief ins Herz des Drinks bringt.
  7. Streu etwas Zamphour darüber
  8. Gib eine Olive dazu
  9. Trink … aber … sehr vorsichtig

Vielleicht versucht man es mit einer irdischen Variante, (zu finden hier) es gibt einige.

Der hier gefällt mir am besten (vor allem, weil das sicher optisch der am nächsten kommende ist):

In ein grosses Glas gibt man

  • 1 oz Traubensaft
  • 2 oz Anananssaft
  • 1 oz ZitronenVodka
  • 1 oz Hot Cinnamon Schnapps

dazu einen glühenden Eiswürfel (die findet man online – oder, wenn man Disneyland besucht gibt’s die in diversen Bars zum Drink dazu: die leuchten dank Batterie und LED, manche wechseln auch noch die Farben.)

  • dazu 2 oz Sprite
  • 4 oz Mineralwasser mit viel Kohlensäure (Gas)

oben sollte noch etwa 1 cm frei sein bis zum Glasrand.

Dann gibt man dazu ein Stück Trockeneis (das dürfte etwas schwierig aufzutreiben sein, aber falls: Cool!)

Voilà: glühender, sprudelnder, Moorgas-dampfender Drink. Leicht süss dazu (mag ich). Sobald es ausgeblubbert hat kann man ihn geniessen.

Nur noch zu den LED Eiswürfeln, das wollte ich mal demonstrieren :-)

Schöne Pfingsten!

 

Bei uns im Garten blühen (genau rechtzeitig) die Pfingstrosen. Und es ist erstaunlicherweise immer noch schön. Habe ich schon mal gesagt, dass ich den Garten genieße? 

Heute übrigens mit … Handtuch! 

Apotheken aus aller Welt, 610, Avignon und La Tour D’Aiges, Frankreich

Von Stefan:

ich war die letzten zwei Wochen im Urlaub in der Provence. Auf unseren Touren durch die Städte in der Umgebung habe ich ab und zu Bilder von Apotheken gemacht.

  • Danke Dir! Das passt zum heutigen Tag, zumindest für mich – wir haben früher öfter im Frühling Ferien in der Provence gemacht. Das war allerdings noch vor der Blog-Zeit, weshalb ich keine Apotheken-Fotos von dort habe.

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Glücksspiel mit der Gesundheit

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Immer mehr versuchen via Internet an (rezeptpflichtige) Medikamente zu kommen. Die Gründe dafür sind vielfältig: manchen ist es zu peinlich dafür vorher zum Arzt zu gehen, oder sie wollen sparen: Geld oder Zeit. Dass das arg auf Kosten der Gesundheit gehen kann, scheinen immer noch viele nicht zu wissen.

Eigentlich sollte einem ja die eigene Vernunft sagen, dass da etwas nicht stimmen kann, wenn man einfach so (und soviel man will) rezeptpflichtige Medikamente ohne Arztrezept zu „Schnäppchenpreisen“ per Knopfdruck bestellen kann. Aber … die Menge der am Zoll dann beschlagnahmten und untersuchten Produkte zeigt, dass das nicht so ist.

Geschätzte 95% der abgefangenen Medikamente sind Fälschungen. Und die können echt alles enthalten. Als Beispiel dieses Bild (von Pfizer, via Dr. Schweim) von Ponstan Tabletten:

ponstanfalsch

Hier mal: keinerlei Wirkstoff, stattdessen Borsäure, gefärbt mit gelber Strassenfarbe (bleihaltig) und Überzug mit Fussbodenwachs. Fein. Wie gesagt, da kann alles drin sein – auch Wirkstoffe, die man wegen übler Nebenwirkungen ausser Handel genommen hat, manchmal auch gar nichts, manchmal tatsächlich der richtige Wirkstoff – nur in der falschen Dosierung … deshalb nenne ich es ein Glücksspiel mit der Gesundheit.

Der österreicherische Apothekerverband hat aktuell dazu auf facebook eine Aktion laufen, die man verfolgen kann: Fakes don’t care (But we do).

Restenverwertung?

Erster Patient des Tages:

Patient:  „Ich habe da zuhause noch diese Tabletten gefunden …“

(Blick auf die Packung: eine ziemlich mitgenommen aussehende Schachtel Cipralex. Laut Dosierungsetikette vor 3 Jahren verschrieben).

„… Ich denke es ist ein Mittel gegen Depressionen. Ich habe vorgestern angefangend das zu nehmen und jetzt fühle ich mich irgendwie nicht so wohl …“

Bitte nicht. So etwas geht über die normale Selbstmedikation heraus und gehört in erster Linie zum Arzt. Das sind Medikamente, die auf unseren „Hirnhaushalt“ wirken … die nimmt man nicht mal „einfach so“. Wenigstens nimmt er es erst seit vorgestern, da dürfte zumindest hier das wieder absetzen noch kein Problem sein. Und das habe ich ihm geraten:

„Dann nehmen Sie das jetzt bitte nicht mehr und gehen erst Mal zum Arzt.“