Heilmittel auf Waffenschein (Schiesspulver?)

Fundstück im Netz von turtleofdoom auf einer Seite die Schiesspulver vertreibt:
schiesspulver

Zündpulver Spezial OB
Wir auch für Medizinische zwecke gebraucht.
Gicht / Reuma… (Morgens eine Messerspitze voll einnehmen.)
Kaufbestimmung: Strafregisterauszug nicht älter als 3 Monate oder Waffenschein nicht älter als 2 Jahre

(Schreibfehler in dem Fall nicht meine).

Das ist doch mal was neues! Ein Heilmittel, das es ohne Rezept gibt … dafür braucht es einen Waffenschein oder Strafregisterauszug.

Umm – Nein. Produkte mit einer Heilanpreisung (wie oben) sind Arzneimittel und benötigen eine Zulassung durch das Schweizerische Heilmittelinstitut (Swissmedic).

Nun, ich hoffe der zuständige Kantonsapotheker, an den die Meldung von der Swissmedic weitergeleitet wurde kümmert sich jetzt da drum :-)

Aber Schiesspulver für medizinische Einsätze? Interessanterweise finden sich im Netz ein paar Anwendungsgebiete, hauptsächlich allerdings historischer Natur: von Schiesspulver auf Wunden streuen (und anzünden) zum „desinfizieren“ über die Einnahme (speziell im Kriegsfall angewendet (wahrscheinlich aus Mangel an anderem und Verfügbarkeit desselben) bis zu Schiesspulver in homöopathischer Form. Wirksamkeitsnachweis bei allem fehlend und aus heutiger Sicht würde ich da eher abraten …

Übrigens: das „Schwarzpulver“ das Mozart eingenommen haben soll war kein Schiesspulver, aber auch schwarz, weil es Kohlepulver enthielt. Kohlepulver bekommt man heute noch in Kapseln oder Tablettenform oder als Suspension (bäh), es bindet gewisse Stoffe und wird deshalb bei Durchfall oder als Antidot bei manchen Vergiftungen eingesetzt.

Ich muss das regelmässig nehmen!

Gestern in der Apotheke.

Patient, männlich etwa 45 Jahre:  „Ich habe hier ein Dauerrezept, ich brauche die Medikamente drauf wieder. Martin Semper.“

Ich schaue im Dossier – er hat nur ein Dauerrezept für Augentropfen.

Pharmama: „Sie haben ein Dauerrezept für Lacrinorm.“

Herr Semper: „Das ist es nicht. Es ist Fluoxetin und Dormicum.“ (ein Antidepressivum und ein Schlafmittel)

Ich suche und finde ein Rezept, wo er das hatte – im August. Es ist kein Dauerrezept. Die Medikamente hatte er vorher auch noch nie.

Pharmama: „Oh, ich sehe – das hatten Sie im August … und es ist ein einfaches Rezept. Nicht zum repetieren. Haben Sie das Dauerrezept vielleicht woanders?“

Herr Semper: „Ich hole meine Medikamente nur bei ihnen!“

Pharmama: „Auf dieses Rezept kann ich das leider nicht wiederholen. Sie müssen vom Arzt ein neues Rezept verlangen.“

Herr Semper: „Das war aber ein Dauerrezept!“

Pharmama: „Nun, bei uns ist es nicht als Dauerrezept eingegeben, ich könnte aber nachschauen gehen auf dem Original.“

Herr Semper: „Tun Sie das!“

Ich hole den Original-Scan aus dem Computer (moderne Technik wenn sie funktioniert ist doch was wunderbares) … Und es ist ein einfaches Rezept. Nicht einmal die grosse Packung bei den Antidepressiva. Ich vermute der Arzt wollte ihn wieder sehen. Ich drucke es aus zum zeigen.

Pharmama: „Nein, kein Dauerrezept, sehen Sie.“

Herr Semper: „Aber – das muss ich regelmässig nehmen! Ich brauche das.“

Soso regelmässig. Und die eine 30er Packung von jedem Medikament hat ihnen bis heute im Dezember gereicht? Ich glaube nicht, dass Sie das richtig nehmen …

Pharmama: „Jedenfalls: Ich brauche dafür ein neues Rezept vom Arzt, bitte setzen Sie sich mit ihm in Verbindung.“

Herr Semper: „Aber …!“

Pharmama: „Ja.“

Dazu noch ein Nachsatz: Ich rufe gelegentlich beim Arzt an und verlange ein neues Dauerrezept für die Patienten. Das kommt drauf an, was es für Medikamente sind und ob sie vorher schon regelmässig genommen wurden.  Aber … bei dem Arzt weiss ich, dass er grundsätzlich verlangt, dass der Patient mit ihm Kontakt aufnimmt – ist auch besser so, so kann er noch gewisses nachfragen. Zum Beispiel, warum eine 30er Packung bei vorgeschriebener 1x täglichen Einnahme über 3 Monate hält …

kleines Danke!

Von mir hier auf dem Blog an die lieben Leserinnen, die an mich gedacht haben. Das hat mich überrascht und wahnsinnig gefreut!

Dankevielmals!
Danke liebe Judith und Marion … und nicoretta: nicht vergessen, Du hast immer noch was offen bei mir.

Algebra-Rezept?

Mysteriöses Rezept, das ich im Oktober gefaxt bekommen habe:

rpnadeln

Was ich entziffert habe: S + N + A2N

Das ist alles. Ansonsten hat es den Patientennamen drauf und wer es ausgestellt hat und das war’s. Ich habe dann zur Klärung angerufen, weil ich mit dem Algebra nach dem es aussieht oder besser gesagt, den Abkürzungen die das wohl sein sollen nichts anfangen kann.

Habt ihr eine Idee, was gemeint war?

(Das Rezept war von einem Spital – ich konnte ihr dann leicht klarmachen, dass Abkürzungen auf dem Rezept ein echtes „no go“ sind. Vor allem Spitalinterne Abkürzungen.)

… and call the doctor in the morning

Wir haben gerade Trivial pursuit gespielt … und dabei festgestellt, dass Junior nicht weiss, was für ein Tier Kermit ist … genauer gesagt, er kennt die Muppet Show nicht. Die Wissenslücke musste ich füllen, also habe ich auf youtube nach ein paar Filmen gesucht und bin dabei auf den hier gestossen:

Den Song Coconut kenne ich noch woanders her: aus dem Film Practical magic -mit Sandra Bullock und Nicole Kidman – der mir übrigens wirklich gefallen hat, auch wenn das so ein bisschen der typische Herz-Schmerz-Frauen-Film ist, einfach mit einem Hexen-Geschwister-Pärchen …

nur eine kurze Frage

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  • die Antwort ist nein, nicht weil das jetzt unhygienisch wäre, aber die Hormone drin sind jetzt wohl bei den Fischen … 😞

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