Guten Morgen?

„Guten Morgen“

so startet die mail, die ich von einem Schulkollegen bekommen habe.

Ich bin zur zeit im Ausland und habe meine Tasche verloren samt Reispass und kreditkarte. Die botschaft ist bereit, mich ohne meinen Pass fliegen zu lassen. Ich muss nur noch für mein ticket und die hotelrechnungen zahlen. Leider habe ich kein Geld dabei, meine kredit karte könnte helfen aber die ist auch in der Tasche. Ich habe schon kontakt mit meiner Bank aufgenommen, aber sie brauchen mehr zeit, um mir eine neue zu schicken. Ich wollte dich fragen ob du mir ein bisschen Geld so schnell wie möglich leihen kannst. Ich gebe es dir zurück sobald ich da bin. Ich muss unbedingt den nächsten Flug bekommen. Du kannst mich durch e-mail oder durch die Hotel Reception erreichen kann unter di nummer +447024030611.

Ich warte auf deine Antwort…

Ich werde nicht antworten. Oder höchstens, indem ich ihm telefonisch persönlich auf seine Hausadresse mitteile, dass seine email-Adresse offensichtlich gehackt wurde. Das ist schon ein ziemlich gut gemachter Betrug – nicht auffallend viele Schriftfehler, gekonnt vage (wo genau er feststeckt steht nicht drin) – auch nicht mein Name, der nicht so einfach aus der email-Adresse ersichtlich ist …

Wer telefoniert könnte in einer Fangleitung landen und eine nette Telefonrechnung bekommen – oder aber er wird per mail überzeugt Geld zu schicken (Westernunion oder Bank?).

 

The secret door

Google Streetview bietet heute schon mehr als nur Strassenansichten und kann mehr als einem nur die eigene Strasse zeigen. Für entdeckungsfreudige Typen habe ich hier eine geheime Türe.
Durchquere sie und lande … irgendwo.
Bis jetzt bin ich in einer wunderschönen Tropfsteinhöhle in Japan, auf einer Forschungsstation am Südpol (?) und auf einem wilden Fluss im Amazonasgebiet gelandet. Ich kann gar nicht aufhören zu staunen. Die Welt ist schön!
Und wohin verschlägt es Dich?
The Secret Door

The Secret Door is presented by Safestyle UK

 

Arzneimittel für Kinder …

ich bin gerade dabei, mich durch ein anderes Fehlermeldesystem (für Ärzte) durchzuarbeiten: CIRSmedical. Auch gut, leider nicht so übersichtlich.

Dabei bin ich auf diesen Fall gestossen:

Was ist passiert?
Bei einem Hausbesuch in einer nicht-deutschsprachigen Familie mit Säugling fiel auf, dass die Mutter des Säuglings bei dem Kind Salben verwendet, die nicht für Säuglinge zugelassen und sinnvoll sind (Antimykotika, Kortikoidhaltige Externa).
Auf die explizite Nachfrage, warum sie dies verwende, sagte Sie – auf die Packungsbeilage zeigend: Hier steht „Arzneimittel für Kinder“.
Dort stand: „Arzenimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren“ – die Worte unzugänglich und aufbewahren hat die Mutter ganz offensichtlich nicht verstanden.

Was war das Ergebnis?
Das Ergebnis war, die Mittel wurden nicht mehr verwendet – aber die Mutter berichtete, dass alle Ihre Freundinnen, dies so verstehen würden.

Wo sehen Sie Gründe für dieses Ereignis und wie könnte es in Zukunft vermieden werden?
Die Reihenfolge des Textes sollte geändert werden: „Arzneimittel unzugänglich aufbewahren“ würde evtl. ausreichen? oder „Arzenimittel nicht für Kinder! – Unzugänglich aufbewahren“

Ich wäre niemals auf den Gedanken gekommen, könnte mir aber vorstellen, dass dies häufiger geschieht als wir glauben!

Uff. Aber: In der Apotheke haben die wohl auch nicht nachgefragt, ob das für Kinder geht? Und umgekehrt: die Apotheke, für wen die Mittel denn sind? Gut, die Sprachbarriere … aber sowas ist wichtig!

Happy Birthday Dr. Seuss!

Gestern wäre Dr. Seuss 109 Jahre alt geworden. In unseren Breiten ist er ja nicht so bekannt – in Amerika kennt ihn dagegen wahrscheinlich jedes Kind – hat er doch eine Menge Kinderbücher geschrieben. Einige davon haben es auch auf die Leinwand geschafft, so wie „Horton hört ein Hu“ – das Junior heiss liebt.

Im 2. Weltkrieg hat er aber auch politische Cartoons für Zeitungen gemalt und Infomaterial gemacht für die Truppen im Ausland:

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Das ist Ann … sie trinkt Blut. Gemeint ist natürlich die Anophelesmücke, die Malaria überträgt. Interessant die Malaria-karte: Es ist noch nicht so lange her, dass wir auch in Europa Malaria hatten (siehe Italien und Griechenland) …

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Es machte noch Sinn, die Info mit Comics und in einfacher Form zu geben – immerhin waren eine Menge Soldaten sehr jung. Viele davon auch Schulabgänger mit nur geringen Lese-Kenntnissen. Finde ich eine gute Idee – und schön dargestellt :-)

Quelle: NEWSMAP, United States Military, 8 Nov. 1943 via Contagions.