Sag „Stop“, wenn.

dripdop

So … und nun 30 Tropfen abzählen und dann „Stop“ sagen.

(Okay … ich habe ein bisschen mit dem neuen Programm auf dem iPhone gespielt, mit dem sich GIFs herstellen lassen. Habt Erbarmen wegen der nicht berauschenden Qualität. Das liegt an mir, nicht am App … ich bin noch am üben)

Über den Nocebo Effekt

 Nocebo ist sozusagen der böse Bruder vom Placebo.

Ihr wisst schon: wenn man vom Medikament eine Wirkung erwartet, dann tritt die auch eher ein. Genau so steht es aber mit den Nebenwirkungen.

Besonders mächtig ist sowohl der Placebo als auch der Noceboeffekt im Bereich der Schmerzen. Wird Kopfschmerz dem Patient als mögliche Nebenwirkung mitgeteilt, so steigt die Eintrittswahrscheinlichkeit mindestens um das Zweifache an.

Mit ein Grund, weshalb es keine gute Idee ist die Packungsbeilage mitsamt allen möglichen und eventuellen und noch so unwahrscheinlichen Nebenwirkungen vorher zu studieren. Also: schon, wie man es richtig anwendet, aber eben, die Nebenwirkungen würde ich grosszügig überlesen.

Wie eindrucksvoll der Effekt sein kann zeigte auch dieser bekannte Fall (nachzulesen auch hier):

Der depressive Patient Derek Adams nahm an eine Antidepressiva- Therapiestudie teil, als er beschloss zu sterben. Er schluckte alle verbliebenen 29 Tabletten. Und fiel in einen lebensbedrohlichen Zustand. In der Klinik griffen die Reanimationsmassnahmen nicht recht. Bis die Ärzte die Patientenakte entblindeten und sahen: der Patient hatte ein Placebo bekommen.

Das war tatsächlich so, dass sie seinen Blutdruck, der lebensbedrohlich abgefallen war nicht in den Griff bekamen … bis zu dem Moment, wo sie dem Patienten mitteilten, dass das Mittel, das er genommen hatte – keinen Wirkstoff enthielt.

Der menschliche Geist ist etwas wunderbares.

Ist sie’s?

Jedesmal wenn ich in der Schweiz in eine Apotheke gehe muss ich an dich denken. Heute in einer Berner Apotheke hab ich auch die Apothekerin angestarrt und auf irgendein "Erkennungszeichen" gehofft ;) :D

Leserin

Au nein, macht das nicht!

Ich kann mir vorstellen, wie seltsam sich die angestarrte Apothekerin wohl fühlt :-)

Nun, ich war's nicht. Und wenn ich's wäre, würde ich versuchen, mir nichts anmerken zu lassen.

Ich denke auch häufig, ihr wärt wirklich enttäuscht, wenn ihr mich "live" sehen würdet. Ich bin nicht speziell – ehrlich. Ich falle nicht auf, ich werde kaum mal lauter, kleide mich wie die anderen auch und fühle mich auch nicht als Berühmtheit.

Und wenn mich ein Kunde anstarren würde in der Apotheke, würde ich wahrscheinlich zuerst denken "Habe ich was im Gesicht?" und gefolgt von: "Kennt die mich von irgendwo? (Hilfe – woher?)" aber bisher kaum: "Das ist bestimmt ein Leser meines Blogs …"

Wobei … jetzt … oh. Nein, lieber nicht. Okay?