Kürbis schnitzen

Kürbisse gehören für mich einfach zum Herbst – knallorange hellen sie mir noch manchen trüben Herbsttag auf.

Ausserdem: man kann sie essen (als Suppe mit Kokosmilch ein Genuss!) und Lampen kann man auch noch draus machen.
Darum schnitzen wir auch dieses Jahr wieder ein paar Kürbisse. Das ist ganz einfach:

1. Man nehme einen Kürbis (oder zwei, oder drei)

2. Man schneide einen Deckel heraus und entnehme das ganze Innengeschludder (die Kerne könnte man sammeln, waschen, rösten und essen)

3. Man schnitze Gesichter in die Kürbisse (das überlassen wir den scharfen Messern wegen aber besser Mama)

4. Man setze ein Teelicht hinein und zünde das an:

Fertig!

Die beiden stehen heute Nacht (Allerheiligen) bei uns im Fenster – damit die Geister auch wissen, wo sie hinsollen.

Schönen Allerheiligen / Halloween / Samhein Euch allen!

Nicht in unseren Hauseingang!

Mein Mann kommt (Feuerwehr sei Dank) noch gelegentlich erst spät Nachts nach Hause. Vorgestern war es auch so -und ich und Junior schon länger im Bett und am Schlafen. Ich habe gerade noch so mitbekommen, dass er hereingekommen ist, da höre ich kurz darauf, wie die Wohnzimmertür aufgerissen wird und er die Treppe hinunterpoltert. Es folgte eine kleine Aufruhr draussen, war aber bald wieder ruhig.

Er hat mir dann erzählt, was das war.

Wie er nach Hause kam, hat er auf der anderen Strassenseite eine Gruppe Jugendlicher gesehen – etwas, was auch hier öfter vorkommt. Meist sitzen sie an den Haltestellen und trinken Alkohol. Das haben diese wohl auch gemacht, jetzt waren sie ziemlich abgefüllt und dabei die Müllsäcke herumzukicken. Dem hat mein Kuschelbär vom Fenster aus eine Weile zugesehen. Aber als sie dann anfingen die Müllsäcke aufzuschneiden und den Inhalt auf der Strasse und den Vorgärten zu verteilen, hat er die Polizei angerufen.

Die braucht natürlich einen Moment, bis sie hier ist – und genau da hat sich einer aus der Gruppe gelöst und ist über die Strasse in Richtung unser Haus geschwankt. Jetzt: unser Haus hat einen etwas zurückversetzten Eingang und der Junge wollte sich offensichtlich vor unserer Tür (oder an?) erleichtern.  Das war der Moment wo mein Grummelbär nach unten gestürmt ist – und ihm ziemlich ärgerlich erklärt hat, dass er „ihn besser gleich wieder wegpackt!“ Der Junge hat sich das mit dem Pinkeln dann anders überlegt und ist wieder über die Strasse zurückgewackelt … den Moment hat sich die Polizei ausgesucht aufzutauchen, worauf die ganze Gruppe dann Reisaus genommen hat.

Echt: Haben die nichts besseres zu tun? Müllsäcke ausleeren?

Windelblog

Nein, keine Angst, das hier wird kein Windelblog. Wahrscheinlich ist das sogar das letzte Mal, dass ich Windeln erwähne, denn … Junior braucht (endlich) keine mehr! Hurrah!

Lange genug hat es gedauert – da sagen alle Ratgeber, man soll mit dem Toilettentraining dann beginnen, wenn das Kind sagt, dass es auf die Toilette muss – also wenn es das spürt und sich in die Richtung artikuliert. Ja. Haben wir gewartet. Und ab und zu wieder mal gefragt: „Musst du Bisi machen? Musst Du Gaga machen?“ (Jaja, ich weiss. Babysprache. Aber gibt es da einen Ausdruck oder zwei, die das beschreiben und sich nicht so anhören?)

Und irgendwann mal … da ist er fast 3 1/2, ist es endlich soweit. „Mama, ich muss Bisi machen“ – oder „Mama, ich habe Fudi Aua“ … ein deutlicher Hinweis, dass Nummer 2 auf dem Weg ist.

Und so sind wir mit ihm auf die Toilette gegangen und haben ihn belohnt für sein erfolgreiches Geschäft (mit Stickern auf der Toilettentüre). Dann macht man den Schritt und lässt die Windeln weg und er bekommt die „grosse Junge Unterwäsche“.  Nur 2 Wochen hat die Übergangsphase gedauert. Wow.

Und bis auf ein, zwei Unfälle ist er tatsächlich trocken, sogar Nachts. Das mit den Unfällen werfe ich ihm nicht vor. Vor allem am Anfang hat man nicht gerade viel Zeit zwischen der Ansage (ich muss mal) und der Tat. Dazu kommt, dass er natürlich gleich selber alles machen muss, das heisst, ich darf ihn nicht immer begleiten. Und wenn der Toilettendeckel unten ist … na ja, einmal hat es einfach nicht mehr gereicht, ihn hochzuklappen …

In den Ferien auf Tinos war er dann ganz windellos unterwegs. Wir haben genau 2x eine gebraucht, nämlich am Strand. Was macht man am Strand (ohne Toilette), wenn das Kind auf einmal ankündet, es müsse jetzt Gaga machen? Also ins Meer gehe ich da sicher nicht mit ihm, das finde ich gruusig. Aber das ist eine Lösung: Sandeimer nehmen, mit Windel auslegen, fertig ist die Impromptu Toilette.

Toll auch, wenn man mit dem Auto irgendwo unterwegs ist. Wurde eigentlich schon mal jemand bestraft, weil er mit dem Kleinkind an der Strasse pinkeln gehen musste?

Ein paar nette Situationen hatten wir dann auch noch. Z.B. wenn man nach dem Essen im Restaurant noch etwas sitzt und Junior losläuft um sich umzusehen. Nach 3 Minuten gehe ich hinterher zu sehen, was er macht. Und er kommt mir um die Ecke entgegen. Hose und Unterhose an den Knöcheln unten und verkündet lauthals und stolz: „Ich bin auf der Toilette gewesen!“

Ja. Man siehts.

Kann man eigentlich gleichzeitig stolz sein und sich schämen? In dem Moment habe ich das geschafft.

Krankenkassenberatung

Liebe ungenannt bleibende Krankenkasse,

Es ist absolut unnötig, dass ihr in den letzten Tagen 3 x telefonisch versucht habt meinen Mann zu erreichen, v.a. wenn es sich bei der wichtigen Nachricht, die sie ihm offenbar unbedingt direkt überbringen müssen darum handelt, dass er „in die nächste Runde eines Wettbewerbes gekommen ist … bei dessen erstem Preis es sich um eine gratis-Krankenkassen -Beratung handelt.“ (!).

Ich bin Apothekerin und kenne mich einigermassen mit Krankenkassen aus. Die Telefone halte ich für Geldverschwendung, auch wenn ihr damit natürlich versucht möglichst viele gesunde Personen für ihre Kasse zu gewinnen.

Und im übrigen kann heute jeder auf www.comparis.ch selbst für sich einen Krankenkassen-Vergleich machen.

Wer wechseln möchte sollte übrigens bis am 30. November seine Kasse künden – es empfiehlt sich aber, vorher bei der Zusatzversicherung abzuklären, ob die neue Kasse einen auch nimmt. Wenn nicht, könnte man sie bei der alten Kasse lassen … aber dann bitte immer beide Krankenkassenkarten in die Apotheke mitnehmen.