… lasst Euch vom Tod nicht den Spass am Leben verderben!
Danke vielmals an Testleserin kelef für diese Rezension (auch zu finden auf ihrer Seite;
die pharmama hat vor einiger zeit schon wieder ein buch geschrieben, diesmal noch dazu mit auf jeder seite einem tollen cartoon, und: ich hab‘ eins davon gewonnen. und es heisst eben: einmal täglich.
nach einem hier nicht unüblichen hindernislauf kam es auch tatsächlich unversehrt in meine hände. und was soll ich sagen: ich finde es toll.
nämlich ganz egal aus welcher perspektive man es betrachtet. pharmama zeigt den alltag in der apotheke genauso wie sie ganz viele dinge aus dem umgang mit arzneimitteln erklärt, räumt mit ein paar vorurteilen auf und hält so ganz nebenbei auch so manchen patienten und kunden einen spiegel vor die nase. und das immer freundlich und mit einem leichten augenzwinkern, sowohl in wort als auch in bild. und ärzteschaft und industrie kommen auch nicht ungeschoren davon: wenn schon, denn schon.
geschichten finden sich darin, die kann man sich nicht ausdenken, glauben sie mir. man sieht die leute, die in der apotheke stehen, möglicherweise mit ganz anderen augen, und bringt ihnen dann vielleicht einmal ein blümchen mit (mach ich übrigens schon immer, die in der apotheke meines vertrauens sind einfach zu nett).natürlich kann man das buch auch als test nehmen für leute die sich fragen, ob sie wirklich apotheker werden wollen. oder für ältere kinder, die sich z.b. aus krankheitsgründen mit dem thema medikamente, apotheke, und vielem was dazu gehört auseinandersetzen sollen/müssen. oder für leute, die gerne zwischendurch nur ein paar seiten lesen wollen/können. oder einfach zur erheiterung. oder oder oder.
dicke empfehlung. gibt’s auch bei amazon.
Eine Rezension von thebugfix.net (hier in Auszügen, den ganzen Text findet man auf seinem Blog)- Danke Dir!
Die grauen Comic-Zeichnungen aus der Feder der Apothekerin zeigen einen alles andere als grauen Alltag und unterstreichen die Texte auf eine besondere Art. Das ein oder andere Bildchen entlockt einem dabei einen ‚Stirnklatscher‘: „Oh mann, daß kann doch nicht wahr sein.“
…
Zu guter Letzt lernt man dann noch die ‚dunkle Seite‘ der Apothekerin kennen. Wer auf schwarzen Humor steht, wird hier hervorragend bedient.
Zusammengefasst ist Einmal täglich ein kurzweiliges Buch zum Schmunzeln und empfiehlt sich besonders für diejenigen, die dem Blog von Pharmama nicht folgen. Aber auch der regelmäßige Leser des Blogs kommt auf seine Kosten.
Danke an Nickel für Ihre Rezension zu Einmal täglich, die ich gerne auszugsweise hier bringe: den kompletten Bericht findet man auf ihrer Seite: Brüllmaus :
Erstes Lesen
Beim ersten Lesen ist für mich wichtig, ob man sich gut ins Buch einfinden kann, wie es sich liest, ob sich das Lesen gut anfühlt oder ob man jedes dritte Wort nachschlagen muss, weil der Autor sich mit Fremdwörtern profilieren wollte.
Pharmama beweist, dass man etwas gut erklären kann, ohne auf die Fachwortpauke zu hauen. Ich kam sehr gut rein, befand mich gedanklich an Pharmamas Seite und schaute ihr über die Schulter, als sie im ersten Kapitel auf die Kunden einging.
Der Inhalt
Wie gesagt gibt es im Buch viele Zeichnungen. Sehr viele sogar, denn fast auf jeder Seite ist eine zu finden und darunter beziehungsweise auf der Seite daneben der dazugehörige Text. Dadurch hat man so gesehen schon ein Beispiel, noch bevor etwas erklärt wird, was das Verständnis sehr steigert. Tatsächlich braucht man für die Lektüre keine Vorkenntnisse und wird auch als absoluter Neuling an die Hand genommen und durch allerhand Wissen begleitet. Fremdwörter, die später im Text auftauchen, werden vorher stets kurz und knapp aber einleuchtend erklärt, sodass niemand befürchten muss etwas nicht zu verstehen.
Und ja, es stimmt, was im Text auf dem Buchrücken steht: „So ganz nebenbei lernt man noch etwas über die richtige Anwendung der Medikamente.” Übrigens auch z.B. über Selbstdispensation, Generika oder pflanzliche Heilmittel.
Fazit
Ich finde das Buch toll und kann jedem, der auch Pharmamas Blog gerne liest oder einfach an der Apothekenarbeit interessiert ist die Lektüre empfehlen. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass es für solche, die gerade in einer Apotheke zu arbeiten anfangen gleichermaßen erheiternd ist wie für jene, die schon jahrelange Erfahrung mitbringen und sicher öfter ein „Das kenne ich!” – Erlebnis haben werden. Das Augenzwinkern, das auch an kritischen Stellen zu finden ist, mag ich persönlich auch im Blog sehr gerne.
Und für alle, die täglich auf ihrem Blog sind: ja, die eine oder andere Zeichnung gab es bei Pharmama schon zu sehen, doch der bekannte Anteil ist verschwindend gering und daher zu vernachlässigen. Also nur zu – ich versichere euch, dass der Anteil an unbekanntem Inhalt groß genug ist, um den Buchkauf zu rechtfertigen.
Also: Kauft euch das Buch oder lasst es euch schenken. Der Preis von aktuell rund 10€ ist mehr als angemessen.
Sagt Brüllmaus … da kann ich mich anschliessen :-)
Altered Carbon von Richard Morgan ist eine Cyberpunk Detektivgeschichte. Es geht um einen Selbstmord, der wahrscheinlich ein Mord ist … denn das Opfer glaubt nicht daran, dass er sich selbst umgebracht haben könnte … und holt deshalb den speziell ausgebildeten ehemaligen UN-Gesandten Takeshi Kovacs aus seiner elektronischen Verwahrung.
Tatsächlich wird der Hauptprotagonist (zu meiner nicht geringen Überraschung) schon im Prolog erschossen, nur um „kurz“ darauf in einem anderen Körper wieder aufzuwachen … aber diese Verwirrung wirft einen direkt in die Realität einer zukünftigen Welt:
Eine Welt in der jeder Mensch einen Speicher in seinem Hirnstamm implantiert hat, der jegliche seiner Erfahrungen (und damit sein „ich“) aufzeichnet und den man herunterladen, über Millionen Kilometer zwischen Planeten verschicken kann, in andere Körper-„Hüllen“ laden oder auch für Jahre (oder Jahrhunderte) irgendwo in einem Speicher auf Eis legen kann. Wer genug Geld hat, kann mittels dieser Technologie praktisch ewig leben und das in jeweils neuen (geklonten, gezüchteten oder aufgemotzten) Körpern. Die meisten Menschen wählen jedoch – auch wenn sie via Versicherung genug Geld für einen weiteren Körper zusammengespart haben, weil sie jeweils das Altern bis zum Ende durchmachen müssen, diesen Weg nicht und lassen sich nach ein, zwei solchen Durchgängen in einem externen Speicher „ablegen“. Und nur noch gelegentlich für Familienzusammenkünfte zurückholen. Katholiken führen auch in der Zukunft nur ein Leben, da sie der Meinung sind, dass die Seele nicht so gespeichert werden kann und eine solche Wiederauferstehung deshalb Sünde ist.
Der „richtige Tod“ ist also nur mit der Zerstörung dieses Speichers im Hirnstamm möglich.
Dem Superreichen Bancroft, einem „Meth“ (Abkürzung für Methusalem), der schon über 350 Jahre auf der Erde ist, ist das fast wiederfahren … wenn er nicht einen automatischen Backup hätte. Nur fehlen ihm jetzt 48 Stunden und er will wissen, wer ihn umgebracht hat. Takeshi Kovacs wird aus seiner elektronischen Straf-Verwahrung wegen brutaler Gesetzesüberschreitungen von seinem Heimatplaneten Harlans World auf die ihm fremde Erde übertragen und für die Dauer des Auftrages Bancrofts Verantwortung unterstellt. Bei seiner Suche nach der Wahrheit hat er Hilfe von der Polizei,– speziell Kristin Ortega, zusätzlich kompliziert wird die Beziehung dadurch, dass Kovacs den nikotinsüchtigen Köper ihres Ex-Partners trägt, der momentan in elektronischer Verwahrung ist.
Auf der Suche nach der Wahrheit geht Kovacs nicht gerade zimperlich vor. Streckenweise ist das Buch nachgerade brutal – was sicherlich auch mit der dystopischen Umgebung zusammenhängt. Der Tod ist nicht mehr das, was er war. Das ändert einiges grundlegend. Ein Hotel, das eine künstliche Intelligenz ist, Folter in der virtuellen Welt, Low- und High-class Prostitution, Katholiken, die aufgrund ihrer Einstellung zu beliebten Mordopfern werden (die kommen nicht zurück um auszusagen) und mehr findet man in diesem Buch.
Das Buch ist durchweg spannend zu lesen und stimmig in der Wechselwirkung von Detektivarbeit und futuristischer Umwelt – ein Lesemuss für jeden SciFi Fan – der ein bisschen Gewalt nicht scheut.
Ich hab’s in englisch gelesen, aber das gibt es auch in deutsch:
Ich bin wieder im Land – und gerade amüsiert über die Amazon Seite von meinem ersten Buch: bin ich doch tatsächlich wieder Bestseller! Aber … Huh? In was für seltsamen Kategorien?
Hmmm …
Ich finde schon, dass sich mein Buch als Geschenkbuch eignet … allerdings würde ich es jetzt mehr in der Kategorie „Gesundheit und Krankheit“ sehen … und nicht in Politik? Oder Fahrzeuge und Technik??
