von *der* Frau

Mann in der Apotheke: „Ich hätte gerne ein Celebrex*.“

Pharmama: „Haben Sie dafür ein Rezept?“

Mann: „Nein. Aber ich habe das schon von der Frau bekommen.“

Pharmama (leicht irritiert): „Von welcher Frau?“

  • andere Apothekerin? Ärztin?

Mann: „Na, von meiner Frau.“

Hmpf. Das kommt häufiger vor, dass Ehepartner untereinander Medikamente austauschen. Leider auch rezeptpflichtige Sachen, wo es wirklich gut wäre, die Anwendung vorher abzuklären.

*Celebrex: rezeptpflichtiges Schmerzmittel, einziger noch Überlebender der COX2 Hemmer, weil nach der Vioxx Sache die meisten vom Markt gezogen wurden wegen (wahrscheinlich) erhöhten Herzinfarktraten.

Stress mich nicht!

Eine Frau kommt am Morgen in die Apotheke. Die Pharmaassistentin gibt sie gleich an mich weiter, weil sie ein rezeptpflichtiges Medikament ohne Rezept verlangt.

Die Frau ist in meinem Alter und sehr chick – businessmässig angezogen. Dazu passt auch der Stress, den sie anfängt zu machen, kaum dass sie mich als Apothekerin erkennt:
„Ich habe wieder einmal eine Blasenentzündung. Geben Sie mir ein Antibiotikum, das hatte ich auch schon öfter ohne Rezept bekommen. Ich bin nur auf Geschäftsbesuch hier und habe keine Apotheke!“

„In Ordnung“ sage ich. „Was sind denn genau Ihre Beschwerden?“

„Muss das sein?“ fragt die Frau – „Ich weiss ja, was ich habe und was ich brauche — und mein Taxi wartet draussen. Ich hab’s eilig!“

Ich gehe einen halben Schritt zurück und hole Luft. Ich mag Leute, die mich unter Druck setzen, damit sie eher das bekommen, was sie grad wollen gar nicht. Ob ich ein rezeptpflichtiges Medikament abgebe oder nicht liegt in meiner Verantwortung. Und genau deshalb kläre ich das auch zu meiner Sicherheit individuell vorher ab.

Pharmama: „In dem Fall würde ich vorschlagen, Sie nehmen Ihr Taxi und versuchen das später noch einmal, wenn Sie genug Zeit haben ein paar Fragen zu beantworten.“

Jetzt habe ich sie wohl überrascht. Jedenfals schaut sie mich etwas erstaunt- ungläubig an.

„Ich bekomme das nicht?“

Pharmama: „Sie können das vielleicht hier bekommen, wenn ich das richtig abklären kann. Dafür brauche ich ein paar Minuten. Aber das ist Ihre Entscheidung.“

Am Ende hatte sie dann doch genug Zeit für die paar Fragen.
Ich reagiere nicht gut unter Druck. Tatsächlich neige ich dazu dann noch etwas langsamer und genauer zu werden, weil ich weiss, dass auch mir dann eher Fehler passieren. Und freundlicher werde ich dabei wohl auch nicht ….

Und was ist der Unterschied?

Da gibt es dieses neue Mittel: Ectoin. Ursprünglich aus Bakterienzellwänden von Extremolyten isoliert, wo es dazu diente, diese Bakterien vor Umwelteinflüssen zu schützen (tatsächlich können die Bakterien damit in wirklich extremer Umgebung überleben), wird es heute eingesetzt … naja, um dasselbe bei menschlichen Zellen zu machen. Die Substanz schützt und stabilisiert natürliche Strukturen wie Proteine, Enzyme und Zellmembranen und bildet stabilisierende Wassermembranen.

In der Schweiz wird das Ectoin von der Vifor in verschiedenen Produkten vertrieben und vermarktet. In Hautmitteln gegen Rötungen und Jucken wie bei Ekzemen und bei Neurodermitis – und in Nasensprays.

Diesen beiden: rechts das Mittel gegen Heuschnupfen und links das Mittel gegen Schnupfen.

ectoin1 ectoin2

Und jetzt kann mir vielleicht eine andere (Schweizer?) Apothekerin oder Pharmaassistentin helfen, die beim Vertreter besser aufgepasst hat: gibt es (ausser der Indikation) da einen Unterschied?

Erst dachte ich, dass das Schnupfenmittel hyperton sei und das andere nicht – aber das stimmt nicht: die sind das beide. Und Meersalz oder alpines Salz … ich denke das kommt beides hier aus den Salinen (und das ist sozusagen Ur-Meer-Salz, das von „unter den Bergen“ gewonnen wird), also: was ist es dann?

Oder … gibt es da etwas keinen Unterschied?

Apotheken aus aller Welt, 603: Rishikesh, Indien

Und nochmal von Mütze aus Frankreich- diesmal von etwas exotischerem Ort:

Hier folgen Bilder welche ich während meiner Hochzeitsreise nach Indien gemacht habe. Ich war mir nicht ganz sicher ob du Ayurveda healt Centres auch als Apotheken bezeichnen würdest, dort in Rishikesh wo ich mit meiner Frau zwei Wochen verbracht hab gab es wirklich einige dieser Ayurvedic Health Centres. Hier mal die Apotheken welche ich in Indien fotografiert habe. Ich habe nur einen kleinen Teil der vorhanden Ayurveda Centres fotografiert weil es wirklich viele gab. Ein paar wenige hatten auch englische/westliche Medikamente, von dennen hab ich zwei fotografiert. Das letzte Bild zeigt vermutlich eher eine kleine Arztpraxis als eine Apotheke, aber er hat zumindest ein rotes Kreuz davor hängen und ein paar einfache Holzregale mit Medikamenten.

Die Apotheken in Rishikesh sind übrigens alle im Ortsteil „Laxman Jhula“ welcher sehr touristisch ausgelegt ist, mit vielen kleinen Geschäften. Den Namen hat der Ortsteil übrigens von der gleichnamigen Hängebrücke (http://en.wikipedia.org/wiki/Lakshman_Jhula)

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Hmmm… die Ayurveda Zentren werden sicher nicht von Medizinialpersonen betrieben (genauso wenig, wie die „Kräuter“ und Beduinen-„Apotheken“ in Marokko), aber ich lass sie trotzdem mal hier. Danke Dir!