Wie sieht eine amerikanische Giraffe aus?

Versuch‘ mal, Dir eine vorzustellen …

Letzthin war in den Medien von einem Amerikaner zu lesen, der wegen Mordes im Gefängnis sitzt. Soweit so ungewöhnlich, nur verklagt jetzt ebendieser Mann das Gefängnis, weil sie ihn hungern lassen würden.
Er hat seit seiner Einlieferung vor 8 Monaten 47 Kilo abgenommen.
Das ist dramatisch, relativiert sich jedoch, wenn man liest, dass er jetzt immer noch 140 kg wiegt. Also 187 kg war bei Antritt der Haft.
Leute, das ist nicht nur Übergewichtig, das ist einfach nur DICK!

Selbst wenn er 180cm gross wäre (und so sieht es auf dem Foto, dass ich irgendwo gesehen habe nicht aus), hätte er damals einen BMI (Body Mass Index) von über 57 gehabt (Normgewicht wäre irgendwo zwischen 20-25) und selbst jetzt hat er noch einen BMI von 43, was immer noch unter „extrem Übergewichtig“ fällt.

Es ist nicht so, dass er nicht genug zu Essen bekommt. Ein erwachsener Mensch braucht so zwischen 2000 bis 3000 Kalorien täglich, um gut zu überleben. Die Gefängnisinsassen bekommen 3000 Kalorien täglich – und allzuviel Bewegen müssen sie sich ja nicht.
Sein Problem ist einfach, dass diese Kalorienzufuhr nicht ausreicht, um „sein Körpergewicht zu halten“.
Die Frage ist einfach: sollte es das denn??? Hat man denn im Gefängnis (oder Ausserhalb) ein Recht darauf, dick zu sein? Und alle anderen müssen sich anpassen?

So wie ich die Amerikaner kenne, wird die Antwort darauf lauten: ja.
Immerhin schaffen sich die Ambulanzen immer mehr Autos an, die speziell auf Schwertransporte eingerichtet sind, die Feuerwehren richten sich darauf ein und die Fluggesellschaften werden breitere Sitze anbieten müssen – ohne Aufpreis – aber nur, wenn man auch dick ist.

Falls Du wissen möchtest, was Dein BMI ist, hier ein kleiner automatischer Rechner: www.bmi-rechner24.de

Um zur Ausgangsfrage zurück zu kommen (inzwischen hast Du sicher gemerkt, worauf ich hinauswill):

so könnte sie aussehen, die amerikanische Giraffe:

Du kennst den Typ

Wenn Du im Verkauf arbeitest, kennst Du sicher den Typ Kunden der 5 Minuten vor Verkaufsschluss hereinkommt und noch eine ausführliche Beratung will? Und er/sie ist sicher nicht fertig, bis der Laden normalerweise schliesst. Und das stört die Person überhaupt nicht, es ist schliesslich eine Selbstverständlichkeit, dass man für sie da ist.

Dasselbe gibt es in der Apotheke, nur dass sie da mit etwa 3 Rezepten aufmarschieren, die sicher nicht problemlos sind.

Ich liebe es    – nicht.

Gestern Samstag Abend kurz nach 6 Uhr, wir haben geschlossen und waren noch am etwas reden in der Apotheke, sehe ich aussen am Schaufenster jemanden, der hineinschaut, ein paar Schritte läuft, nochmals hineinschaut … schliesslich winkt … ich kenne den Kunden, er ist genau einer jener Typen oben. Nur diesmal ist  er wirklich zu spät dran.

Wie wir herauskommen meint er  „wir könnten ihm doch nur schnell …“ nein, Sorry, aber jetzt haben wir geschlossen. Alle Kassen sind versorgt, die Computer heruntergefahren. Wenn ich jetzt noch jemanden bediene, müsste ich die Notfalldienst-taxe verlangen, weil es ausserhalb unserer Öffnungszeiten ist.

Da ist er dann reichlich unwillig vor sich hin mutternd gegangen.

Bis am Montag, dann. Wenn es wirklich wichtig ist, gibt es ja noch die Notfallapotheke. Aber eher sehe ich ihn am Montag abend um kurz vor 7 Uhr….

Das Beste daran finde ich aber, dass das er ein Rentner ist. Wenn es jemand gewesen wäre, der den ganzen Samstag (oder die ganze Woche) gearbeitet hat, und deshalb nicht früher konnte, würde ich noch etwas Verständnis aufbringen. aber so?

Das fällt unter: „Things that make me go Hmmmmm?“

Mac Vs PC

Ich bin ja glücklicher Mac Besitzer und Benutzer und immer wieder froh (und gelegentlich erstaunt), wie einfach es sein kann.

Ich habe schon Stunden gebraucht, bis mein alter PC endlich den neuen Drucker installiert hat. Du kennst das: Treiber installieren, PC hängt sich auf, ständiges Neustarten, usw. usw.. Erst eine Hirn-operation in der Registry brachte den gewünschten Erfolg. Dagegen am Mac: Drucker einstecken, … läuft. Läuft!

Und keine Sicherheits-updates jedes mal, wenn ich den Computer starte … und keine ewig dauernden Virenscans …

Darum jetzt (auch für Nicht-Mac Benutzer): Eine der Werbungen von Apple: „PC versus Mac“

Irgendwie süss, nicht?

Zu schade ist diese vergleichende Werbung bei uns so nicht erlaubt. Wahrscheinlich ist das der Grund, dass ich auf der Apple Seite keine der deutschen Versionen mehr finde, sondern nur noch die englischen Spots.

Tattoo – Körperschmuck oder … nicht?

So, Du willst Dir also ein Tattoo stechen lassen? Nein, nein, nicht unser Junior, bei dem wird es noch ein paar Jahre gehen, bis er damit kommt. Aber ein Freund hat sich mir letzthin anvertraut. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Tattoos, ABER ich finde man soll das vorher gut durchdacht haben. Das ist nicht etwas was sich auswächst oder abwäscht. Das bleibt.

Ich weiss noch, wie meine Mama reagiert hat, als sie meins sah: „Oh, und wie lang hält das?“ meine Antwort war etwas in Richtung von „Keine Ahnung was mein Verfalldatum ist“. (Gell, Mama?)

Also sollte man sich vorher ein paar Dinge überlegen:

Wieso will ich ein Tattoo? Wenn Du damit nur deine Eltern oder Umwelt schocken willst, überleg’s Dir noch mal. Inzwischen fallen Tattos nur noch unter „Körperschmuck“. In manchen Bevölkerungsgruppen sind bis zu 30% der Leute tätowiert. Wenn Du mir nicht glaubst, geh mal in die Badi. Mit einem Tattoo ist man also nichts „besonderes“ mehr.

Wo soll das Tattoo hin? -sprich: wie sichtbar soll es sein? Wenn Du vorhast mit Kunden zu arbeiten, solltest Du es besser an Orten haben, wo es von normaler Kleidung verdeckbar ist. Nicht auf den Händen, Unterarmen, Hals oder gar am Kopf*. Übrigens haben Kaderleute grösserer Firmen kaum Tattoos – auch nicht sichtbare.

Wie sieht das Tattoo an mir in 10 Jahren aus? In 20? In 30? Ja, auch Du wirst älter. Das bedeutet einerseits, dass man das Tattoo besser nicht an Stellen platzierst, wo die Haut rasch runzelig wird oder zu hängen anfängt und andererseits, dass Du auch dann noch mit dem Motiv leben muss. Willst Du wirklich noch mit einer Comicfigur am Busenansatz herumlaufen, wenn Du 50 bist?

Im Zusammenhang mit dem Motiv ein paar Überlegungen mehr:

Von Schriftzügen würde ich grundsätzlich abraten. Freundinnen können zu Exfreundinnen werden… auch wenn man sich noch so sicher ist, dass es ewig hält.

Chinesische / arabische / hebräische Schriftzeichen: ok, darüber lässt sich streiten. Ich würde einfach probieren wirklich sicher zu sein über deren Bedeutung. Und auch hier passieren Schreibfehler …

Symbole sollten auch gut überlegt werden, v.a. wenn sie verschiedene Bedeutungen haben können oder wenn sie die Zugehörigkeit zu einer Gruppe anzeigen. In 10 Jahren sieht ein Pentagramm vielleicht nicht mehr Soooo cool aus (auch wenn Du jetzt auf gothic stehst).

Eine gute Übersicht und mögliche Vorlagen finden sich hier.

Falls Du etwas Zeit hast, google mal „regrettable tattoo“. So findet man eine Menge Beispiele von Leuten, die sich die Gedanken wahrscheinlich nicht so wirklich gemacht haben.

Wenn Du unsicher bist, male Dir das Tatto doch einfach mal auf, oder probier’s mit Henna.

Also werde ich meinem Jungen sagen, wenn er damit kommt: „Kein Problem … sobald Du 18 bist … und Dir das alles gut überlegt hast– dann kannst Du Dir eines machen lassen. Klar.“

(Und ich hoffe, es bleibt dann auch nur bei einem, … kleinen, …. wohlüberlegten).

*Ehrlich, es gibt kaum etwas irritierenderes als jemand, der ein Tattoo auf der Stirne hat. Man kann der Person nur mit Mühe in die Augen sehen, wenn etwas so ablenkt. Wir haben einen Kunden mit so einem Gesichtsschmuck. Er ist sehr freundlich, aber … eben.

Kampf dem plötzlichen Kindstod

Inspiriert vom vorletzten Post habe ich letzte Nacht viel über den plötzlichen Kindstod nachgedacht. Junior ist ja schon bald 1  1/2 Jahre alt. Das Risiko hat ziemlich abgenommen, aber ganz über den Berg ist er erst mit 2 Jahren (manche meinen sogar 3 Jahre).

Man sagt immer, man kann nichts gegen den plötzlichen Kindstod tun. Das stimmt. Aber man kann zumindest das Risiko dazu so sehr minimieren wie möglich.

Offenbar hängt der plötzliche Kindstod damit zusammen, dass das Atemzentrum des Babys nicht ganz ausgereift ist. Das Kind kann dabei im Schlaf plötzlich aufhören zu atmen und wacht dann nicht auf. Also muss man alles verhindern, was die Atmung einschränkt.

Konkret heisst das:

Das Baby soll in Rückenlage schlafen – dann bleiben die Atemwege frei.*

Benutze für das Babybett einen Schlafsack – keine Decken oder Kopfkissen.

Die Schlafzimmertemperatur im Winter darf 17-18 °C betragen. Wenn das Baby zu kalt hat, wird es das melden, nicht aber wenn es zu warm hat, dann schläft es einfach weiter. Das bedeutet: auch im Sommer nicht zu dick einpacken!

Mit diesen 3 einfachen Methoden senkt man die Wahrscheinlichkeit um über 70%!

Zusätzlich:

Halte das Babybett so frei wie möglich: keine Nuscheli, keine grossen Stofftiere, keine Lammfellunterlagen

Rauche nicht in der Nähe ihres Babies. Tu es ausserhalb der Wohnung, oder noch besser: hör doch ihm zuliebe auf.

Still Dein Baby mindestens 6 Monate, das gibt ihm ein gesundes Immunsystem

Geh mindestes einmal täglich mit dem Baby nach draussen, auch wenn es kalt ist oder regnet. Richtig angezogen ist das kein Problem und die frische Luft ist gut für die Immunabwehr.

Nuggis sind besser als der Daumen. Anscheinend wirken sie auch leicht präventiv auf den plötzlichen Kindstod.**

Lass das Kinderbett in den ersten Monaten im Elternzimmer.

Meine persönliche Bemerkungen:

* das mit der Rückenlage funktioniert grossartig … bis das Baby gelernt hat, sich selbst zu drehen. Ab dann schläft es so, wie es es für am angenehmsten hält!

** Nuggis sind auch gut  … aber eine Qual, bis das Baby gelernt hat den verlorenen Nuggi nachts selber wieder zu finden und sich reinzustecken. Solche die Nachts leuchten, helfen dabei.

Gesundheit!

He, he. Ich finde das soooo süss! (Unbedingt mit Ton anschauen).

Aber wusstest Du dass man nach „neuer Knigge“ nicht mehr „Gesundheit“ sagt, wenn jemand in der Umgebung niest? Denn das würde bedeuten dass man der Person praktisch unterstellt, sie sei krank. Was tut man stattdessen? Man ignoriert den Nieser einfach.

Also ich finde das ja doof. Deshalb sage ich auch immer noch „Gesundheit“, neue Knigge hin oder her.